Monatsarchive: April 2011

32.Spieltag (A) – 1.FC Kaiserslautern und der ganze Mist drumrum

1.FC Kaiserslautern – FC St.Pauli 2:0 (1:0)
Tore: 1:0 Christian Tiffert (28.), 2:0 Mathias Abel (68.)
Zuschauer: 49.780 (ca. 2.000 Gästefans)

Ein Spiel, exemplarisch für diese Saison.
Herz in die Hand genommen, gut bis sehr gut mitgespielt, vorne die Dinger nicht gemacht, hinten gepennt wie eine Schülermannschaft – der FC St.Pauli 2010 / 2011.

Lieber ein Ende mit Schrecken…
Man könnte es fast als tragisch bezeichnen, dass die Frankfurter Eintracht heute in Mainz nicht zumindest einen Punkt geholt hat, denn dann könnte wenigstens mit diesem quälenden rumgerechne aufgehört werden. Wer sich schon mal mit mir über Fußball unterhalten hat, weiß, dass ich “Im Fußball ist alles möglich!” absolut verinnerlicht habe und auch sonst im Leben bei mir selbst ein Glas mit nur noch einer kleinen Pfütze getrost als “halbvoll” bezeichnet wird. Will sagen: Solange noch etwas möglich ist, werde ich dran glauben.
So gesehen muss man bei fünf Punkten Rückstand und noch zwei Spielen natürlich noch lange nicht die Segel streichen, allerdings war der Nackenschlag gestern selbst für mich irgendwie zuviel und ich glaube einfach nicht mehr daran, dass wir noch sechs Punkte holen und Frankfurt und Gladbach uns den Gefallen tun, dann hinter uns zu bleiben. Oder, anders formuliert: Ich habe keine Lust mehr, mich an den Strohhalm zu klammern, ich hätte die Geschichte lieber heute beendet. weiter

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Foto-Love-Story zum Werder-Spiel

Eine Geschichte in drei Akten, natürlich mit Happy End.

Es begann mit dem Cover der Stadionzeitung “Viva St.Pauli“:

Einige Bremer Fischbrötchen Fans meinten, besonders clever zu sein und antworteten wie folgt:

Tja… wer da spontan an den “Watch your back!”-Aufkleber mit dem Polizeiwagen dachte, der einem üblen Auffahrunfall zum Opfer wurde, lag natürlich völlig richtig. Hier die Auflösung der gesamten Geschichte:

Die ganze Aufführung ist dann wieder am Samstag ab 15.30h am Millerntor zu bewundern, Restkarten gibt es an der Abendkasse AFM-Tauschbörse. // Frodo weiter

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Lesestoff am Wochenende

Gleich zweimal was auf für die Augen gibt es am Wochenende, und damit ist nicht die Frisur von Tim Wiese gemeint:

Neben der gewohnten Gazzetta erscheint auch das Zentralorgan der Ganz Alten Schule Gehirnamputierten Szene (G.A.S.).
Der Übersteiger wünscht viel Spaß beim Lesen.

Gazzetta – Themen u.a.:

  • Schalke home
  • Wolfsburg und Leverkusen away
  • Auf fremden Plätzen: Nürnberg – München, Roma – Lazio
  • Interview mit Infamous Youth
  • Interview mit dem Hausprojekt Gure Etxea
  • So einiges aus und über die Fanszene
  • weiter

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    30.Spieltag (A) – VfL Wolfsburg

    VfL Wolfsburg – FC St.Pauli 2:2 (1:0)
    Tore: 1:0 Mario Mandzukic (39.), 1:1 Deniz Naki (61.), 2:1 Matthias Lehmann (77.), 2:2 Jan Polak (89.)
    Zuschauer: 30.000 (ca. 4.000 St.Paulianer)

    Sie sind die Niedersachsen, sturmfest und erdverwachsen! Und sie sind ganz sicher auch ein Verein, den niemand in der ersten Bundesliga vermissen würde, außer vielleicht VW und die Wolfsburger Fans selber. Nicht einmal die Hannoveraner würden einem “Derby” hinterher trauern, denn deren Derby ist gegen Braunschweig, wie mir jüngst wieder bestätigt wurde. Will sagen: Wolfsburg ist so ziemlich der egalste Verein der Liga. Die bieten nicht mal genug Angriffsfläche, um sie nicht zu mögen. weiter

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    Begräbnis mit Totenkopf

    Wer St. Pauli-Teammanager Christian Bönig und andere Verantwortliche des FC St. Pauli vor der Pressekonferenz am Millerntor ins Gesicht sah, wusste Bescheid: Die Zeit war gekommen, etwas mitzuteilen, nämlich den Abschied von Trainer Holger Stanislawski.

    Im überfüllten Presseraum am Millerntor reihten sich mehr als ein Dutzend Kameras auf, Dutzende Journalisten und Wegbereiter des St. Pauli-Urgesteins aus dem Club verbrauchten den Sauerstoff schnell, so dass bereits eine angemessene Gruft-Athmosphäre herrschte, als Stanislawski das Wort ergriff. Langsam, leise und liebevoll sprach er über seinen Verein, den FC St. Pauli, den er nach im Sommer nach 18 Jahren verlassen wird. Es war ein braun-weißes Begräbnis, in dem Stanislawski viel von Abschied, Verlust und Tod sprach, über Liebe, Freundschaft und Familie. Der Termin heute sei für ihn wie der Gang neben dem Sarg seiner Mutter, die kürzlich verstorben ist. weiter

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    Der Becherwurf – One week after

    Boah, wat ne Woche…
    Als wäre im Verein (Abstiegsgefahr, Jolly Rouge, Stani-will-weg-Gerüchte) und der Welt (Japan, Libyen, AKW-Diskussion in Deutschland) nicht schon genug los, muss man sich jetzt auch noch Gedanken um fliegende Becher, Hetzkampagnen und die strittige Gerichtsbarkeit des DFB machen.
    Aber sonst wäre das Leben als Fußballfan ja auch langweilig, ist klar.

    Bierbecherweitwurf
    Ich schrieb es letztes Wochenende, ich stehe nach wie vor dazu: Bierbecher (oder beliebige andere Gegenstände) sind in einem Fußballstadion (und an den meisten anderen Orten der Welt) nicht dazu gedacht, geschmissen zu werden. Dass das in anderen Stadien auch passiert, ändert nichts an der Tatsache das wir eben doch die geilsten sind, weil wir zusätzlich auch noch treffen. die fragwürdige Ehre haben, für den insgesamt erst zweiten Spielabbruch der 1.Bundesliga gesorgt zu haben, der aufgrund von “Zuschauern” erfolgte.
    Dies ist scheiße und muss eine Strafe nach sich ziehen, keine Diskussion.
    Auch die Diskussion, ob der Schiedsrichter-Assistent nun ein Schauspieler ist, weil er ja Dienstag schon wieder Champions League winken konnte, führe ich ganz sicher nicht. Er hatte aus meiner Sicht absolut keinen Grund zu schauspielern und ich nehme ihm gerne ab, dass er sich in der Situation auch körperlich unwohl fühlte. Dass das Gespann dann nach dem ersten “Wirkungstreffer” keine Lust mehr hat zu warten, bis dann z.B. ein Feuerzeug endlich auch Blut spritzen lässt, kann ich gut nachvollziehen. Also von mir sicher keinerlei Diskussion über die Berechtigung des Abbruchs, auch mit einer Woche Abstand nicht.
    Bleibt einzig und allein die Hoffnung, dass (wie auch immer die tatsächliche Strafe aussieht), ALLE daraus lernen und fliegende Gegenstände in Stadien ab sofort der Vergangenheit angehören. weiter

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    28.Spieltag (H) – FC Schalke 04 – Der Becherwurf

    FC St.Pauli – FC Schalke 04 0:3 (0:1)
    Tore: 0:1 Raul (26.), 0:2 Draxler (66.), 0:3 Bierbecherweitwurfidiot (88.)
    Zuschauer: 24.100 (ca. 3.500 Schalker)

    Vorbemerkung 1:
    Gegenstände auf das Spielfeld zu werfen, ist eine absolute Unsitte, die es bei erhitzten Situationen in vielen Stadion gibt, in dem Fall von Münzen und Bierbechern aber schon am Millerntor gefühlt immens verstärkt auftritt. Dies ist (egal in welchem Stadion, egal von wem) absolut scheiße und durch nichts zu entschuldigen. Wenn hierdurch ein Spielabbruch erfolgt, gibt es über die Berechtigung des Abbruchs aus meiner Sicht keine Diskussion, dass liegt im Ermessen des Schiedsrichtergespanns. Und wenn, wie von Aytekin im sky-Interview gesagt, das Schiedsrichtergespann bereits vorher häufiger von Münzen und Feuerzeugen getroffen wurde (was ich nicht gesehen habe, aber gerne glaube) und es diverse Durchsagen gab (was man im Block 2 der Gegengeraden aufgrund der unsäglichen Lautsprechersituation nicht hören/verstehen konnte, ich aber natürlich ebenso glaube) ist ein Spielabbruch völlig okay, auch wenn es nur noch zwei Minuten plus Nachspielzeit gewesen wären. weiter

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