Monatsarchive: März 2011

Wir sind St.Pauli Nur was sind wir? – Ein Bloggerprojekt

Die Anfrage kam vor einigen Tagen und die Idee dahinter ist hier nochmal nachzulesen.

Boah… wie geht man denn an so ein Thema ran? Offene Fragenstellungen haben ja immer Vor- und Nachteile.
Für mich ein klarer Vorteil ist, dass ich meine Gedanken zur ebenfalls sehr schönen “Warum bist Du bei St.Pauli?”-Kampagne zeitlich zum eigentlichen Termin nicht in Worte fassen konnte und nun einfach beide Themen verknüpfen kann. Will sagen: Wo komm ich her, wo will ich hin? Also holt Euch nen Kaffee, wird länger dauern. weiter

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Guardian Video und BVB Podcast

Unglaublich, diese neuen Medien… der ÜS ist jetzt gleich zweimal beteiligt:
Ich hatte es schon mal angekündigt, jetzt ist er online: Eine Video-Reportage des Guardian über den FC St.Pauli, mit Interviews aus einem schönen Querschnitt der Fanszene, aufgenommen am Wochenende des Hannover-Heimspiels.

Schaut selbst, es lohnt sich absolut. Dauer: Ca. zehn Minuten.

Klick

Außerdem fand zuletzt ein Interview mit uns im Rahmen eines sehr ehrgeizigen Projektes statt, nämlich mit dem BVB Podcast “Auslaufen”. Die Sendung ist insgesamt drei Stunden lang(!), und hat als Schwerpunkt das Gespräch mit dem BVB Marketingchef Carsten Cramer. Insbesondere auch aus dem bei uns laufenden Thema “Kommerzialisierung” sicher interessant. Wer zumindest zu meiner Schreibe gerne mal ne Stimme hätte bzw. den FC St.Pauli-bezogenen Part hören möchte, spule bis 2:11:28 vor, da geht es dannknapp zehn Minuten um unser Spiel beim BVB und ein paar Allgemeine Dinge zwischen St.Pauli und dem BVB. Hier klicken: BVB Podcast weiter

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Vier Elfmeter, Zwölf gegen Elf, Zweiter gegen Erster = 2:2

TuS Berne III. – FC St.Pauli IV. 2:2 (1:0)

Der Übersteiger unterstützt bekanntlich unsere 4.Herren als Trikotsponsor und auch mehrere unserer Redakteure sind in dieser Wundermannschaft aktiv. Zeit, mal wieder einen Blick auf deren Abschneiden zu werfen.
Im Spitzenspiel der höchsten Leistungsklasse der unteren Herren musste unsere Vierte am frühen Sonntagmorgen den weiten Weg an den nordöstlichen Stadtrand nach Berne antreten. Dort sollten laut TuS-Aussage „garantiert bis zu 120 Zuschauer“ (O-Ton) auf St.Paulis derzeit erfolgreichste Fußballmannschaft warten. Zum Anpfiff fanden sich dann immerhin knapp 30 Interessierte ein. Anscheinend vergeht den meisten Menschen hier allmählich die Lust am Fußball gucken. Man könnte ja fast ein wenig Mitleid mit ihnen bekommen, wenn es sich bei deren Abgewöhnungsgrund nur nicht um eben jenen Lieblingsverein handeln würde, der am anderen Ende der Stadt beheimatet ist und sich dort momentan genüsslich selbst zerfleischt. In der unmittelbaren Nachbarschaft zum nagelneuen Kunstrasenplatz in der Berner Allee hatten einige Frustrierte sogar ihre überdimensionierte hsv-Fahne vorm Haus auf Halbmast gesenkt. Zu schönes Bild, aber zurück zum Spiel.
Diese bekanntermaßen nicht gerade unwichtige Nachholpartie unser Überflieger gegen die, mit 5 Punkten Rückstand (bei einem Spiel weniger) auf dem 2.Platz rangierende, 3.Herren des TuS Berne wurde um Punkt 10:45 Uhr angepfiffen. Seltsamerweise von Schiedsrichter Th. Bodenstein, der seit kurzem Schiri-Obmann beim (*Trommelwirbel, tätätärääää*…) TuS Berne ist! Laut eigener Aussage lag die Ansetzung wohl lange zurück und wurde vom HFV nach seinem Vereinswechsel im Winter dann einfach nicht mehr geändert. Nun denn, eine souverän geleitete 1.Hälfte bestätigten u.a. auch die positiven Online-Bewertungen bei sportnord.de. Die Gastgeber führten zur Pause nicht unverdient mit 1:0 durch ein schönes Kopfballtor nach einem Eckball in der 25.Minute. Unsere Abwehr hatte bis dato ein ums andere mal Probleme mit den langen, hohen Bällen aus dem Berner Mittelfeld gehabt, wobei Druck und Präzision nach dem Führungstreffer aber merklich nachließen. Und mehr fiel den Hamburger Jungs eigentlich auch nicht ein, so dass die ganz in Weiß gekleideten Boys in Brown vor allem spielerisch immer mehr die Initiative ergriffen, auch wenn daraus kaum größere Torchancen resultierten.
Kurz nach Wiederanpfiff änderte sich das aber deutlich. Mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein kam St.Pauli aus der Kabine und zeigte gleich mit dem ersten Angriff zu was das Team von Trainer Juan Ramon Martinez fähig ist, wenn man mal in Fahrt kommt. Da scheint jemand die richtigen Worte gefunden zu haben. Aus einer sicheren Abwehr heraus lief der Ball jetzt endlich und die Berner Abwehr bekam im Minutentakt was zu tun. In der 52.Minute konnte Stürmer Paul nur noch mit unfairen Mitteln im Strafraum gestoppt werden, woraufhin dem Schiri gar nichts anderes übrig blieb als Elfmeter zu pfeifen. Doch das Theater nahm seinen Lauf… Der fällige Strafstoß wurde gleich 2x wiederholt, weil urplötzlich penibelst darauf geachtet wurde, dass ja kein St.Paulianer frühzeitig in den Strafraum rennt. Unbeeindruckt von dem lächerlichen Schauspiel verwandelte der wieder genesene Rasmus, in seinem ersten Spiel nach langer Verletzungspause, alle drei Elfmeter eiskalt. Und keine 5 Minuten später schloss David einen weiteren Angriff mit vollem Körpereinsatz zur mittlerweile verdienten 2:1-Führung ab. Leider bekam man von außen irgendwie den Eindruck, dass St.Pauli spätestens von da an gegen 12 TuS-Aktive spielen musste. Höhepunkt der bodenstein… ähem… bodenlosen Frechheiten war der Handelfmeter-Pfiff in der 79.Minute, welcher schließlich zum Endergebnis führte. Von Absicht zu sprechen, wenn jemandem aus kurzer Entfernung unters Kinn geschossen wird, der seine Arme zum Schutz ans Brustbein presst und dadurch nicht mal eine Torchance verhindert, ist bitter. Dass der Unparteiische aber nun mal das alleinige Auslegungsrecht inne hat, muss kein Fußballfan irgendwo nachblättern. Nicht mal bei Wikipedia…
Sogar der Trainer der Heimmannschaft näherte sich danach mit verschämtem Blick der Gästebank und murmelte etwas von „dazu sag ich besser nichts“. Und alleine der verhältnismäßig schlichte Torjubel sagt einiges über den harten, aber durchweg fairen Sportsgeist beim Berner Turn- und Sportverein aus, den wir, trotz aller Rivalität, seit jeher sehr schätzen. Bleibt nur zu hoffen, dass ihr neuer Schiedsrichter-Obmann sich dem schnellst möglich anpassen wird. Der ein oder andere Zuschauer fragte sich nicht zu unrecht, wie oft dieser Elfmeter wohl wiederholt worden wäre, wenn St.Paulis Nummer 1 Markus nicht nur die Fingerspitzen an den Ball bekommen hätte…
Kurz vor dem Ende hatte unsere Vierte dann aber auch noch Glück, als ein Berner Spieler im 5-Meter-Raum frei zum Kopfball kam, diesen aber unplatziert mitten in die Arme des Torhüters bugsierte. Über die rote Karte in der 85.Minute, gegen einen gerade erst eingewechselten Stürmer von uns, wegen der berechtigten Frage an einen Berner Abwehrrecken, ob dieser, aufgrund seines rustikalen Einsteigens ein, ich zitiere „Ei am wandern”, kann man streiten. Uns war’s Latte, denn am Ende eines interessanten „Derbys“ jubelte einmal mehr die Elf aus dem Stadtteil St.Pauli, der den härtesten Verfolger im Meisterschaftskampf auf altem Abstand hielt. Eure Übersteiger könnten sich langsam dran gewöhnen. Weiter so Jungs!
Am nächsten Samstag, den 19.März kommt mit dem TSV Eppendorf/Groß-Borstel 3 der momentan 8.Platzierte an die Feldstraße 71. Das Hinspiel wurde 4:2 gewonnen, Anstoß ist um 15 Uhr.
Mehr Infos: www.myspace.com/fcstpauli4
Heimspielbericht: www.tusberne3.de weiter

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26.Spieltag (H) – VfB Stuttgart

FC St.Pauli – VfB Stuttgart 1:2 (1:1)
Tore: 1:0 Fabian Boll (19.), 1:1 Zdravko Kuzmanovic (24.), Sven Schipplock (88.)
Zuschauer: 24.100 (geschätzt 3.000 Stuttgarter)

Das schöne daran, einen “Blog” statt einer normalen “Fanberichte-Seite” zu führen (auch wenn die Grenzen sicher fließend sind), ist sicher, dass man problemlos auch mal nen Text zwischendurch schreiben kann, ohne dafür eine neue Rubrik erfinden zu müssen. Andersrum erspart es einem auch die Notwendigkeit, über jedes Scheißspiel zwingend schreiben zu müssen.
Diesen Luxus des Verzichts hab ich mir in der Vorwoche schon beim Nürnberg-Spiel gegönnt und eigentlich hätte es auch für das Heimspiel gegen die Schwaben so sein sollen. Ich schreibe daher auch nur kurz, was sonst so war, ungeordnet, subjektiv: weiter

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