MT033 – Andreas Rettig

Andreas Rettig war zu Gast und wir sprachen mit ihm ausführlich über:

  • Dynamo Dresden – FCSP
  • FCSP – Arminia Bielefeld
  • Seinen Werdegang bis zum FCSP
  • TV-Gelder
  • 50+1 Regelung
  • und vieles mehr.

Gute zwei Stunden beste Unterhaltung, sicher nicht nur aus FCSP-Sicht sehr interessant.

Und auch an dieser Stelle nochmal:
Alles Gute für Justus und das neue Familienmitglied, herzlichen Glückwunsch und alles Gute für Euch vier!

Viel Spaß mit der Sendung!

Wie immer gilt: Besternt uns gerne bei iTunes, damit wir dort prominenter beworben werden.

Links zur Sendung:

Tor des Monats Januar 1985: Die Außenristflanke von Andreas Rettig
– Kontaktadresse Blindenfussball (Hilfe für den 24./25.9. gesucht): blindenfussball(ed)fcstpauli.com
Neues Buch: FC St.Pauli Album (Facebook)
Es kesselt wieder: “Ein Kessel Braun-Weißes 5” (Facebook)

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ÜBERSTEIGERIN 125 erscheint Samstag gegen Arminia Bielefeld

Skandal! Genderifizierung jetzt auch beim Übersteiger!

ÜBERSTEIGERIN 125

ÜBERSTEIGERIN 125

Zur 125. Ausgabe (Jubel! Trubel! Heiterkeit!) ist aus dem Übersteiger eine Übersteigerin geworden. Wurde aber auch mal Zeit! Fresse voll von dieser männerdominierten Berichterstattung. All eyes auf die Frauen, die rund um und beim Fußball Großes leisten und dennoch meist ignoriert werden. Selbst auf unserer Insel der Glückseligkeit ist da noch Luft nach oben. Aber es entwickelt sich auch vieles in die richtige Richtung. Man sieht es u.a. an der großartigen Arbeit unserer Fußballfrauen, nicht nur bei den Aufsteigerinnen, sondern quer durch alle Teams, und beim FC Lampedusa, der von den St.Pauli-Frauen gecoacht und organisiert wird. Man sieht es an der Arbeit von F_in, dem Netzwerk für Frauen im Fußball, am Aktionsbündnis gegen Sexismus und Homophobie. All das ist Thema der aktuellen Ausgabe.

Die bietet aber natürlich auch Saisonausblick und Lage der Liga, einen Bericht zur U23 und einen Artikel zur Situation unserer Stadionverbotler in der letzten Saison – Diffidati con noi! Neues von den Alten, Döntjes und Die anderen Seiten gibt’s sowieso und ein Interview mit Ole Plogstedt von der Roten Gourmet Fraktion. Außerdem, tatatataaa!, ein Poster vom heißgeliebtesten Stadion der Welt im Abendsonnenschein…

Wer das Heft nicht kauft, ist selber schuld!

Eure Übersteiger*innens

(P.S.: 1,60€, wie schon seit Jahren. Zum Abo (Print & PDF) hier entlang.)

 

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3.Spieltag (A) – Dynamo Dresden

SG Dynamo Dresden – FC St.Pauli 1:0 (0:0)
Tor: 1:0 Andreas Lambertz (7.)
Zuschauer: 29.350 (ca. 2.500 St.Paulianer)

Auswärtsberichte nach schmucklosen Niederlagen – auch so ‘ne Sache, die auf der Beliebtheitsskala nur kurz vor eitrigem Fußpilz steht.

Handeln wir kurz das Sportliche ab:
Lest den Kicker oder ähnliche Blätter für fundierte Kenntnisse. Als Laie bleibt mir nur, mich vom Braunschweig-Spiel zu wiederholen:

Kann nur besser werden.

Zum Drumherum:
Letztes Ferienwochenende, daher entschloss ich mich Junior mitzunehmen und für die Bahnanreise. “No Colours” als Kleidungskriterium und ein überzeugtes “Wir gehen jetzt die Semperoper angucken.” beim Aussteigen aus dem Zug sorgten dann auch für ein unbehelligtes freies Bewegen in Dresden selbst.
Allerdings war das vor dem Spiel wohl auch für alle anderen, selbst im Trikot, kein großes Problem.

Am Stadion angekommen stand man sich dann bei der Kontrolle die Beine in den Bauch, eine Ordnerin zog uns dann an der wartenden Schlange vorbei – wozu ein 8-jähriger doch alles gut ist.
Die Spürhunde am Einlass erinnerte ich noch vom letzten Auftritt hier, abgesehen von der recht langen Wartezeit verlief dies aber ziemlich entspannt und die Ordner hier waren auch allesamt freundlich.

Im Stadion selbst dann gefühlt auch deutlich weniger Nackendichte als bei den letzten Auftritten hier. Normalerweise sammelte sich da am Block links neben dem Stehplatzbereich doch ein ziemlicher Haufen des Thor Steinar-Fanclubs, da waren dieses Mal nur ein paar vereinzelte verlorene Gestalten zu sehen.
Viele Grüße an 1953 International. Es mag noch ein weiter Weg sein, aber man beschreitet ihn weiter und an solchen Kleinigkeiten sieht man ja auch, dass es vorwärts geht. Und dies eben in einem Umfeld, in dem diese Art der Arbeit weitaus unangenehmer ist als in unserer Wohlfühloase Millerntor.

Natürlich war noch nicht alles gut, siehe dazu auch den Eintrag bei Ultrapeinlich. Den Spruch bzgl. der Burka habe ich sogar noch mit einem gewissen Augezwinkern zur Kenntnis genommen, die folgende homophobe Tapete gegen USP und die Schickeria fand ich wesentlich “peinlicher” bzw. auch dümmer und niveauloser.
Davon ab traue ich den weiblichen USP-Fans durchaus eine passende Antwort zu, hat letztes Mal auch funktioniert.
Zur Halbzeit gab es dann noch eine akustische Wiederholung der “Wenn wir in die Elbe scheißen – gibt’s in Hamburg ws zu beißen!“-Tapete vom letzten Spiel. Immerhin kreativer als ein stumpfes “Scheiß St.Pauli”.

Wenn man die negativen Begleitumstände ausklammert ist der Support bei Dynamo aber nach wie vor beeindruckend. Mitmachquote in der Kurve bei nahezu allen Gesängen und Klatscheinlagen bei 95%, bis in die äußerste Ecke. Und wenn man die Gerade und die andere Kurve mitnimmt, versteht man im Gästeblock den eigenen Gesang fast nicht mehr.

Nach dem Spiel sind wir dann mit dem Shuttle zum Hauptbahnhof zurück, was ebenfalls relativ entspannt verlief.
Die mit dem Bus oder PKW angereisten Fans wurden dann zum neuen Sammelparkplatz ebenfalls mit Shuttle zurückgebracht, auch dies verlief wohl problemlos.Weniger gut verlief es für den aus Prag angereisten 9er-Barflies-Bus, der nach dem Spiel in Stadionnähe überfallen wurde. (Und die hier übernommene Pressemitteilung der Polizei stimmt inhaltlich auch.) Sich nach dem Spiel dann wegen der gestohlenen Rucksäcke noch mit der Deutschen Kripo unterhalten zu müssen, sorgte bei der Busbesatzung dann leider auch für einen unwürdigen Abschluß des Wochenendes.

Die weiteren im Artikel verlinkten Vorfälle habe ich nicht mitbekommen, sie zeigen aber, dass es natürlich auch weiterhin nicht sinnvoll ist, derartige Touren allzu sorglos (und in voller Montur) zu unternehmen.

Etwas ärgerlich war die Blocksperre dann für diejenigen, die den Stadionbereich zu Fuß (ohne Shuttle) verlassen wollten, denn nachdem es zunächst “Ja, gehen Sie bitte hier lang!” hieß, stand man dann recht sinnlos vorne am Zaun in der prallen Sonne und wartete, bis die Shuttle-Busse weg waren.
Das man dann mehr oder weniger alleine ein deutlich leichteres “Opfer” war, als wenn man sich hätte sofort und ohne Wartezeit aus dem Staub machen können, ehe die Dynamos feiernd aus dem Stadion kamen, ist ja leider auch kein neues Phänomen unerklärlicher Polizeitaktiken.

Unterm Strich: Für Junior und mich eine entspannte Tour und ein schöner Ferienabschluß.
Wenn nur der Fußball nicht wäre, wie so oft… // Frodo

Links:
– Bericht South End Scum: “Matchday 03” (English)
– Bericht Grenzenlos 1910: “Die Null steht
– Fotos USP
– Fotos Ultras Dynamo

Verein am Wochenende

Die U23 spielte bereits am Samstag an der Hoheluft gegen VfL Wolfsburg II und konnte einen Rückstand zweimal ausgleichen, am Ende stand es 2:2, beide Tore erzielte Kapitän Jan-Marc Schneider, den ersten nach Handelfmeter.
Mit sieben Punkten aus fünf Spielen steht man im gesicherten Mittelfeld, nächster Auftritt am Sonntag um 15.00h in Meppen.

Die Frauen starteten in die erste Regionalliga-Saison der Vereinsgeschichte gleich mal mit einem Ausrufezeichen, nämlich einem Spielabbruch.
Klingt spektakulärer als es ist, denn Schuld war (wie z.B. auch in zwei Spielen der Herren-Oberliga) das Hamburger Wetter bzw. ein Gewitter.
Bis dahin stand es nach einer guten Stunde gegen Mitaufsteiger VfL Jesteburg 1:1, die Führung hatte Nina Philipp erzielt.
Das Spiel wird wohl neu angesetzt.
Nächstes Spiel ist am Sonntag um 13.00h in Delmenhorst.

Die U19 verlor bei Hertha mit 6:3  (2:0) und hat nach vier (teils sehr unglücklichen) Spielen erst einen Punkt.
Weiter geht es erst am 11.9. gegen Hannover 96.

Die U17 holte bei Holstein Kiel im dritten Spiel das zweite Unentschieden (2:2), am Sonntag sollte dann um 12.00h (Königskinderweg) gegen Niendorf der erste Saisonsieg her.

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MT032 – Das Spiel über den Dritten

Nur drei Spiele (davon zwei Niederlagen), kein Gast, kein sonderlich langes Extra-Thema – trotzdem wieder knapp drei Stunden gefüllt.
Böse Zungen würden behaupten, dies sei nicht gerade ein Qualitätsmerkmal und tatsächlich wird die Gesprächsdisziplin bei der nächsten Sendung aufgrund des Gastes eine höhere sein müssen, aber dazu an anderer Stelle mehr.

Wir sprechen jedenfalls über:

  • VfB Stuttgart – FCSP
  • FCSP – Eintracht Braunschweig
  • VfB Lübeck – FCSP
  • Wilko liest aus alten Übersteigern (Nr.16)
  • Der Fanladen gewinnt den Julius-Hirsch-Preis des DFB

Gezieltes Abschweifen in Stoffthemen und andere Banalitäten wie immer inklusive, viel Spaß!

Links zur Sendung / Shownotes:

Kontaktadresse Blindenfussball (Hilfe für den 24./25.9. gesucht): blindenfussball(ed)fcstpauli.com
Letzter Spieltag Blindenfußball Bundesliga: 10.9. in Rostock
YouTube: Cannstatter Marsch
Wikipedia: Torhymnen
USP-Fotos: Fahnenmeer gegen Braunschweig
K-Block, Saisonvideo Dynamo Dresden
Blindenradio Dynamo Dresden

 

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DFB-Pokal, 1.Runde (A) – VfB Lübeck

VfB Lübeck – FC St.Pauli 0:3 (0:1)
Tore: 0:1 Vegar Eggen Hedenstad (16.), 0:2 Sören Gonther (61.), 0:3 Marvin Ducksch (88.)
Zuschauer: 13.000 (ca. 2.500 St.Paulianer)

Der Pokal.
Jener Wettbewerb, der traditionell den FC St.Pauli von Juli (Auslosung) bis August (1.Runde) begleitet.

Wobei: Ganz so furchtbar wie immer gemutmaßt ist es ja gar nicht:

Nur 14x in Runde 1 gescheitert in 30 Jahren, wer hätte das gedacht?
Gut, auch in den Runden danach konnte man noch bei unterklassigen Teams (Werder II, Energie Cottbus) scheitern, aber wer wird denn Erbsen zählen?

Lübeck also.
Bekanntlich in der jüngeren Vergangenheit eine Geschichte voller Missverständnisse, oder so.
Und die Lübecker Ultras taten im Vorfeld dann ihr Übriges:

– Zecken, die sich bei dem genannten Spiel in den Heimbereichen oder auch den Gebieten vor den einzelnen Blöcken aufhalten, werden nicht geduldet!

– Dies betrifft genauso Hopper und sonstige Touristen, die nicht ausdrücklich von der Lübecker Fanszene eingeladen sind!
(Quelle: Ultra’ Kollektiv Lübeck)

Großer Spaß, sollte allerdings noch besser werden.

Auf Seiten des FC St.Pauli wurde von USP ein gemeinsamer Marsch vom Lübecker Bahnhof zur Lohmühle organisiert, der auch von einem Großteil der 2.200 Personen mit Tickets für den Gästeblock angenommen wurde und sehr ruhig und entspannt verlief.

Die Ticketsituation war bei nur 13.000 Tickets natürlich schwierig, zumal sich der VfB Lübeck wohl, wie schon beim Pokalfinale vor einem Jahr gegen Holstein Kiel, wieder dafür entschied den Block 6 auf der Haupttribüne, in dem eigentlich die Lübecker Ultras beheimatet waren, nicht zu verkaufen. Damals war übermäßige Pyronutzung als Grund genannt worden.

Und obiges Lübecker Statement forderte dann natürlich auch entsprechende Reaktionen hervor:

Im Stadion wurden einem dann wieder die Vorzüge der doch ach so verhassten “modernen Arenen” bewusst:
Schlechte Sicht, kein Dach, dadurch schlechte Akustik, Dixie-Klos.
Will man auch echt nicht mehr dauerhaft haben.

Weiter aber ging es mit Lübecker Amüsement, denn vorm Stadion wurde ein Zettel mit Verhaltenskodex und “relevanten Fangesängen” verteilt, der es auf Umwegen dann auch in den Gästeblock schaffte:

Man weiß ja gar nicht, wo man anfangen soll:

  • “Regeln! Hierarchien! Respekt!”
  • “Politische Scheiße hat hier nichts zu suchen!”
  • “Ehre allen VfBer, die immer hier sind!”
  • In den sieben “relevanten Fangesängen” wird dreimal der Gegner gehasst, Scheiße gefunden oder ähnliches, in einem weiteren ist man gegen “Kommerz und Polizei”.

Wie hieß es damals noch bei der Gründung des HFC Falke?
“Wir wollen nicht mehr GEGEN etwas sein, sondern FÜR etwas.”
Weniger gegen, mehr für etwas – vielleicht klappt es dann irgendwann auch wieder mit Zuschauerzahlen und Stimmung, liebe Lübecker, nur so ‘ne Idee.
Denn wenn dann mal was aus der Lübecker Kurve zu hören war, so war es meist nur “Scheiß St.Pauli“, was die Sitzplatzbesucher der Haupttribüne offenbar nicht zum Einstimmen animierte.

Sportliches

Auf dem Rasen war es dann eine sichtlich motivierte Lübecker Truppe, die gegen eine sichtlich verunsicherte Mannschaft in Braun-Weiß ihren Erfolg möglichst schnell erzwingen wollte, über die gesamte Spielzeit aber Philipp Heerwagen nicht wirklich in Verlegenheit bringen konnte, der den am Gesäßmuskel verletzten Robin Himmelmann erwartungsgemäß souverän vertrat.

Umgekehrt kam auch von unseren Jungs zunächst nicht all zu viel nach vorne, die schon aus dem Braunschweig-Spiel bekannten und eher schwer zu erklärenden Fehlpässe im Aufbau setzten sich fort.
Und nachdem die bis dahin einzige Chance (Kopfball Bouhaddouz nach Ecke) schon einem Standard entsprang, brachte ein solcher dann auch die beruhigende Führung: Während neben mir im Block gerade anwesenden Hoppern und Touristen erklärt wurde, dass wir “sowas” (= direkter Freistoß) nicht könnten, schnappte sich Neuzugang Hedenstad den Ball, der davon ja nichts wissen konnte.
Schöner Freistoß, 1:0, auch wenn der nicht völlig unhaltbar erschien.

Hälfte zwei lief dann doch deutlich souveräner und hätte auch ergebnistechnisch noch höher ausfallen können. Zunächst versagte Schiri Thomsen dem Lübecker Marheineke die absolut verdiente frühzeitige Dusche. Dieser hatte gerade versucht, Fafa Picault ambulant mit der Stolle Rückenmarksflüssigkeit zu entnehmen, zumindest sah es vom Gästeblock so aus. Er bekam aber nur Gelb.
Immerhin brachte der folgende Freistoß (erneut ein Standard, die meisten von Buchtmann getreten und durchaus okay) dann das Kopfballtor durch Sören Gonther zum 2:0. Insbesondere nach dem unglücklichen Auftritt gegen Braunschweig wichtig für ihn und wenn dann das gesamte Team beim Torjubel zu ihm rennt und insbesondere Ziereis sich für ihn freut als hätte er selbst getroffen, so zeigt dies wohl auch, dass es in der Mannschaft weiterhin stimmt.

Ab dann lief es glatt und nahezu ohne Gegenwehr, lediglich das Auslassen diverser Chancen sei noch anzumerken und ein nicht gegebener Elfmeter für Bouhaddouz, der in die Kategorie “Kann man geben, muss man geben, kann man nicht übersehen” fiel.
Während ich beim Feldverweis dem Schiedsrichter noch eventuell verdeckte Sicht zugestehen möchte, verstehe ich hier nicht, warum er nicht pfeift. Er stand nahezu ideal, blickt nach dem (hörbaren) Tritt direkt vor uns sofort raus zum Assistenten, wohl um zu checken ob das Foul innerhalb oder außerhalb des Strafraums war, und vergisst dann ganz zu pfeifen.
Nun ja, passiert.

Und direkt anschließend kam dann noch Marvin Ducksch zu seinem Einsatz und erzielte postwendend den Endstand.

3:0, souverän die nächste Runde erreicht, fertig.

Die Auslosung erfolgt am nächsten Freitag, im Anschluss an die Bundesligapartie des FC Bayern gegen Werder Bremen.

Unsportliches

Zum Lübecker drumherum muss man wohl nicht viel sagen. “Scheiß St.Pauli” machte etwa 50% des “Liedguts” aus, eine Gruppe neben der alten Holztribüne erdoofte sich sogar zu “Deutsche, Wehrt Euch, geht nicht zu St.Pauli” und wollte eine U-Bahn bauen.
Zusammen mit dem einleitend bereits Erwähnten mehr als genug zu denen, Thema durch. Mögen sie noch viele Jahre ihre Viertklassigkeit genießen dürfen.

Auf unserer Seite war die Stimmung im Stehplatzbereich ganz gut, schwappte aufgrund der akustischen Gegebenheiten aber leider nur selten in den Sitzplatzbereich rüber.

Den bei den Toren gezündeten Rauch fand ich okay, wenn da aber Raketen (pyrotechnisch korrekten Begriff bitte selbst denken) auf andere Stadionbereiche oder sogar Menschen geschossen werden, so ist dies Scheiße.

Und so sehr man nach allem bereits Geschilderten auch “Lübecker! Arschlöcher!” inhaltlich teilen kann, so ermüdend ist es dann auch, wenn das mehr als ein oder zwei Mal angestimmt wird.
Dieser Punkt ist jetzt sicher eher Jammern auf hohem Niveau, aber ich hätte mir hier schon gewünscht, dass wir uns gar nicht erst groß auf deren intellektuelles (Nicht-)Niveau begeben, sondern sie in bester Tradition “noch nicht mal ignorieren, die Penner!”
Drüber stehen, auslachen, ignorieren, abreisen und sie ihrem Elend überlassen.

Und jetzt nächste Woche in Dresden gerne drei Punkte einsacken. // Frodo

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2.Spieltag (H) – Eintracht Braunschweig

FC St.Pauli – Eintracht Braunschweig 0:2 (0:1)
Tore: 0:1 Dominick Kumbela (40.), 0:2 Julius Biada (67.)
Zuschauer: 29.546 (ausverkauft, ca. 3.000 Braunschweiger)

Spielberichte nach (verdienten) Heimniederlagen schreiben.
In etwa so beliebt wie Fußpilz.

Beginnen wir mit dem Positiven:

1. Die Fahnenchoreo vor dem Spiel:

UnbenanntUnbenannt

 

2. Es kann nur besser werden.

Das war es dann auch schon.
Der Rest war Mist.

Auf dem Platz lässt es sich mit folgender SMS nach dem Spiel ganz gut zusammenfassen:

Null Ideen nach vorne, hinten keine Mittel gegen die Außen.
Und wir kriegen im MF keine Ableger / keine Bälle.

Neben dem Platz war nach der Choreo wohl die Meinung vorherrschend, dass man mit dem Fahnengewedel genug geleistet hätte und es war eher ruhig.
9.000(?) Braun-Weiße Fahnen – sah geil aus, keine Frage, aber der Dank dafür gebührt der Choreo-Gruppe und der Eigenanteil jedes Einzelnen außerhalb dieser Gruppe ist mit dem bißchen Gewedel halt doch sehr gering, da muss danach schon noch mehr kommen.
Sommerpause ist vorbei.

Vielleicht sollte auch Ewald mal mit dem “Wir sind zuhause unseren Fans gegenüber in der Bringschuld!” aufhören, auch darauf scheinen sich einige auszuruhen. Und es erinnert in zunehmendem Maße an Stanis “Bonusspiel“-Gerede, das konnte am Ende auch keiner mehr hören und es war eher kontraproduktiv.
(Und nein, das ist keine Kritik an Ewald, der soll sich ja auch weiter ums Sportliche kümmern.)

Aber: Alles egal, die Saison ist noch jung, wir hatten mit vielen Angeschlagenen eine nur halb gelungene Vorbereitung und wenn dann nach wenigen Minuten die Verteidigung durch Sobiechs Verletzung auch noch durcheinandergewirbelt wird trägt dies eben auch nicht zur Stabilität bei.
Sobiech hätte sich bei dem langen Ball wohl nicht so übertölpeln lassen, womöglich wäre dann auch die Situation um Gonthers Verstolpler nicht aufgetreten… und bei einem 0:0 wäre vielleicht alles viel sonniger.
Wir hätten aber trotzdem nur einen Punkt mehr und daher ist es vielleicht so dann doch wieder besser, weil nun hoffentlich alle wach sind.

Am Freitag in Lübeck muss eh gewonnen werden, da gibt es keine Diskussion. (Treffen am Hbf in der Marzipanstadt um 18.30h, alle in Schwarz. Lieb gemeinter Hinweis der Lübecker an “Zecken, Hopper und Touris” hier.)

Und so sind es eben jetzt zwei Wochen bis zum Spiel in Dresden, in denen man an Abläufen und Passwegen hoffentlich ausreichend arbeiten kann, damit dort mehr klappt als nur ein langer Ball nach vorne nach dem anderen.
Wird schon, kann ja nur besser werden. // Frodo

Links:
– Bericht – Grenzenlos St.Pauli: “Wenn jetzt Sommerpause wär

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Rückblick auf die Prognose 2015 und neue Prophezeiung 2016

Der erste Spieltag ist rum, die Glaskugeln wurden poliert, man kann jetzt einigermaßen fundiert in die Zukunft schauen.
Werden wir mit null Punkten sang- und klanglos absteigen? Oder die verbleibenden 99 Punkte locker einstreichen? Oder gar irgendwas dazwischen, wie so oft?
Nach dem 1:2 in Stuttgart ist vor dem Heimspiel gegen Braunschweig, Zeit für eine Saisonprognose.

Da fällt mir mein Satz vom letzten Jahr ein:
Ey, nächste Saison werte ich früher aus, ganz bestimmt!”

Jahaha, was hab ich gelacht…

Egal, hilft ja alles nichts, besser spät als nie.
Insgesamt haben sich 79(!!!) Personen an die Prophezeiung der letzten Saison gewagt und wenig überraschend lag keiner komplett bei allen Fragen richtig.

(Für die neuen Fragen: Bitte ganz runter scrollen.)

Im Einzelnen fragte ich Euch nach folgendem:

Platzierung des FC St.Pauli:
Man muss sich hier wieder in Erinnerung rufen, dass wir ja an einem denkwürdigen Tag in Darmstadt tränenüberströmt nur hauchdünn den Klassenerhalt sichergestellt hatten. Insofern schon überraschend, dass uns niemand auf die letzten drei Plätze packte.
Einige wenige trauten uns sogar die ganz große Überraschung zu, ein Mittelwert von 8,5 als Tabellenplatz war dann aber doch deutlich pessimistischer als der tatsächliche 4.Platz.
Und mit hmpf22, Gabi und Sven_Woskak1910 gab es sogar drei Personen, die jenen Platz exakt vorhersagten.

DFB-Pokal
Nun gut, die Auslosung hatte uns ein Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach beschert, der Tipp auf ein Ausscheiden in Runde eins war auch ohne nennenswerte Kenntnis unserer Pokalhistorie nicht allzu schwer und wurde von den meisten so auch dankend angenommen.

Anzahl Auswärtssiege
Ha, die Weisheit der Vielen! 6,1 Auswärtssiege sagten die 79 Propheten im Schnitt voraus, sechs Stück waren es dann auch am Ende.
(KSC, RB Leipzig, Die Region, Fürth, Duisburg & Sandhausen)

Punkte gegen die Aufsteiger (Bielefeld und Duisburg)
Dem 0:0 zum Auftakt gegen Bielefeld folgte ein 2:0 gegen den MSV Duisburg am 6.Spieltag.
In der Rückrunde erneut ein 0:0 auf der Alm sowie ein 2:0 beim MSV Duisburg.
Duplizität der Ergebnisse, acht Punkte insgesamt.
Das war dann sogar einer mehr als erwartet, denn lediglich 7 Punkte hatten man uns hier zugetraut.

Punkte gegen die Absteiger (Freiburg und Paderborn)
Auch gegen den SC Paderborn gab es in der Hinrunde ein 0:0 (auswärts), gegen den SC Freiburg sogar ein umjubeltes 1:0 am Millerntor.
In der Rückrunde dann erneut Duplizität der Ergebnisse, denn in beiden Begegnungen gegen die Absteiger lagen wir zur Halbzeit 0:2 zurück und verloren am Ende mit 3:4.
Macht insgesamt nur vier Punkte, wo doch 5,2 prophezeit worden waren.

Erfolgreichster Torschütze des FCSP und Anzahl Tore
33x genannt: Lennart Thy, der es ja dann bekanntlich mit acht Treffern auch wurde.
Es folgten:
– 16x Ante Budimir (zu dem Zeitpunkt noch nicht an Crotone verliehen)
– 8x Ryo Miyaichi (zumindest am Anfang der Umfrage noch unverletzt)
– 7x John Verhoek
– 5x Kyoung Rok Choi

Bei den erzielten Toren kam man im Schnitt auf neun Stück, immerhin nahe dran.

Plätze 1 – 3

Getippte Anzahl von Vereinen auf diesen Plätzen:

  • RB Leipzig (68x)
  • SC Freiburg (46x)
  • Die Region (25x)
  • 1.FC Union Berlin (25x)
  • Karlsruher SC (20x)
  • 1.FC Nürnberg (17x)
  • Fortuna Düsseldorf (14x)

Lautern, Union und der KSC waren damit dann ebenso wie Düsseldorf doch deutlich überschätzt, der Glubb hingegen eher unterschätzt. Hat ihm aber ja am Ende “dank” Relegation auch nichts geholfen.
Und Leipzig und Freiburg hingegen wurden hier fundiert prophezeit.

Plätze 16 – 18 

Die andere Seite der Tabelle:

  • SV Sandhausen (68x)
  • 1860 München (46x)
  • MSV Duisburg (39x)
  • FSV Frankfurt (36x)
  • FC Heidenheim (9x)
  • Arminia Bielefeld (9x)
  • SC Paderborn (6x)

Nun, da hat uns der SV Sandhausen (bekanntlich ja auch mit Minuspunkten gestartet) aber ein gewaltiges Schnippchen geschlagen, ebenso wie (leider, leider, leider) auch die Löwen sich der hier bereits geknüpften Schlinge entziehen konnten.
Gratulation hingegen an die sechs Weisen, die den Absturz des SC Paderborn prophezeiten.

Die Punktevergabe

Ich habe wie folgt gewertet:
Wer bei den Fragen nach Platzierung, Pokalrunde, Auswärtssiegen, Punkte gegen Auf-/Absteiger, Torschütze und der Anzahl Tore richtig lag, bekam jeweils drei Punkte.
Wer daneben lag, bekam pro Abweichung einen Minuspunkt. Ein Tipp auf Platz 6 brachte somit beispielsweise ebenso zwei Minuspunkte wie Platz 2. Die Anzahl Minuspunkte pro Frage ist auf -4 gedeckelt.
Wer den Torschützen falsch hatte, bekam dafür keine Minuspunkte.
Bei den Auf-/Absteigertipps gab es ebenfalls keine Minuspunkte, pro richtigem Tipp gab es zwei Pluspunkte.

Das Ranking

Zunächst einmal einen ganz herzlichen Glückwunsch an @MannImTurm!
Souverän den letzten Platz verteidigt, muss man auch erst mal schaffen.
15 Minuspunkte, Gratuliere!

Gewonnen hat hingegen @fraktionaugenzu.
Die korrekte Anzahl der Auswärtssiege, vier Punkte gegen Freiburg und Paderborn, Thy als Torschützenkönig, die drei Erstplatzierten komplett richtig und auch den Frankfurter Abstieg prophezeit.
Herzlichen Glückwunsch, für diese Saison einmal den Print-ÜBERSTEIGER im Abo nach Hause!
(Bezüglich der Adresse melde ich mich.)

1. fraktionaugenzu 14
2. Jo_Hinc 13
3. Mekky 13
4. seehase1910 12
5. El Veteran 10
6. Kiezpirat 9
7. älterer Sauftyp 9
8. hmpf22 9
9. RedSinner7 9
10. Josh 8
11. Uwe 8
12. Lazy_Luke 7
13. krambuli 7
14. Dictus 7
15. radikaloptimist 7
16. Kreisklasse_1910 7
17. DOS ALERT 7
18. nobynat 6
19. GT1910 6
20. Gabi 6
21. CarstenSchulz 6
22. Snoerk 5
23. HiddlesCookie 5
24. Hollywood1910 5
25. Nils 5
26. Mats Loser 5
27. Lukas 5
28. cparker 4
29. Uaaaah 4
30. Jochen Fritsch 4
31. donkeys_mh 4
32. StanisFrischetheke 4
33. Flecktier 4
34. Cromwell 3
35. Junior_Hinc 3
36. maltezizou 3
37. DerKiesel 3
38. ArthurAbendbrot 3
39. Tobster 2,5
40. EuropacupZukunftssieger 2
41. leifübertragung 2
42. linkedeeler 2
43. Hanseator 2
44. ollo 2
45. Francesca Olivieri 2
46. michaelhein 2
47. free-derry 2
48. NiceGuysSP 2
49. cryptosteve 1
50. ElPresidente 1
51. s_Heyer 1
52. Teddy Tria 0
53. Curi0us 0
54. Hanscustom 0
55. combat0r -1
56. öli -1
57. St.Pauli Streets -1
58. Birger -2
59. Jonny Jonas -3
60. Jens23 -3
61. Torf -3
62. EntenhausenBewohner -4
63. cody29 -4
64. ertin -5
65. Gröni -5
66. Stachelflosse -5
67. Buchi -5
68. sutje -5
69. wwhite -6
70. ElMo_Grande -6
71. Blastactionhero -6
72. Sven_woskak1910 -7
73. faxepolies -7
74. Bobby -8
75. Grasgrün -9
76. Mo -11
77. Edel aus Münster -13
78. CulturalTourist -14
79. mannimturm -15

Und da ja nach der Saison bekanntlich vor der Saison ist (oder, um genauer zu sein, wir ja inzwischen schon wieder mitten drin sind), hier die Fragen für die neue Runde:
(Am einfachsten per Copy&Paste in die Kommentare. Wer die Antworten im eigenen Blog oder sonstwo veröffentlicht, bitte auch als Kommentar hier vermerken, da ich mich sonst bei der Auswertung da sicher nicht mehr dran erinnern werde.)

  1. Auf welchem Platz landet der FCSP am Ende dieser Saison?
  2. Wie weit kommen wir im DFB-Pokal?
  3. Wer wird für den FCSP die meisten Tore in der Liga erzielen?
  4. Wer wird für den FCSP die meisten Vorlagen in der Liga geben?
  5. Wie oft spielen wir in der Liga zu null?
  6. Welche Mannschaften landen auf den Plätzen 1 – 3?
  7. Welche Mannschaften landen auf den Plätzen 16 – 18?

Abgabeschluß: Freitag, 12.August, 18.30h (Beginn 2.Spieltag) // Frodo

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Was macht eigentlich… André Trulsen

Gastartikel von Scheißegal St.Pauli.

Moin Truller, fangen wir mit der klassischen ersten Frage an: Wer hat dich 1986 zum FCSP geholt? Wie bist du hier gelandet?

Da muss ich etwas ausholen: Damals war ich Amateurspieler beim SV Lurup und habe dort drei Jahre in der 3. Liga gespielt. Wir sind im dritten Jahr abgestiegen, aber ich wollte weiterhin mindestens 3. Liga spielen. Mit Altona 93 war dann eigentlich schon alles klar, doch der damalige LigaObmann vom SV Lurup hat mich beim FC St. Pauli ins Gespräch gebracht. Über Hermann Klauck bin ich dann als 20. Mann in den Kader reingerutscht und von da an war ich ein St.Paulianer.

André Trulsen  (c) Ariane Gramelspacher

André Trulsen (c) Ariane Gramelspacher

Also du bist gar nicht explizit gescoutet worden? Willi Reimann, dein damaliger Trainer hat  nicht gesagt „Den Trulsen von Lurup, den will ich haben“?

Damals gab es noch kein professionelles Scouting. Die Hamburger Spieler kannte man und ich hatte das Glück auf meiner Seite und konnte mich durchsetzen. Sogar im ersten Spiel in der zweiten Liga war ich in der Startelf.

André Trulsen - Damals (Foto: privat)

André Trulsen – Damals (Foto: privat)

Nana, nicht so bescheiden, in deiner ersten Saison hast du 28 Spiele gemacht.

Ja, das war auch für mich etwas überraschend. Ich konnte die Vorbereitung gut nutzen, um Willi Reimann von meinen Qualitäten zu überzeugen.

Es war sowieso eine ganz besondere Zeit, mit einem tollen Team. Viele Spieler kamen aus Hamburg, zum Beispiel Zander, Koy, Golke, Thomforde, Ippig und Koch.

Die dann zwei Jahre später den Aufstieg in die 1. Bundesliga schafften…

Richtig. Direkt im ersten Jahr haben wir schon Relegationsspiele gegen Homburg gespielt und in der ersten Liga angeklopft . Im Jahr darauf haben wir den direkten Aufstieg geschafft. Es war der Wahnsinn damals für uns, dass wir als Hamburger mit unserem FC St. Pauli aufgestiegen sind. Was dann los war – in Ulm, um Ulm, in Hamburg und um Hamburg herum!

Ich soll dich übrigens von Dirk Zander grüßen. Der gab mir die die kryptischen Stichworte „Willi Reimann“ „Gummibären“ und „Halbzeitpause“ mit auf den Weg. Was hat es damit auf sich?

Hahaha, Willi Reimann hat wie immer in der Halbzeitpause gefragt, ob irgendwer Probleme hat. Da sagte ich: „Ja Trainer, ich hab so ein bißchen Magenprobleme“.

Da polterte Reimann „Truller, du frisst nur Gummibärchen und trinkst nur Cola. Kein Wunder, dass du Magenprobleme hast. Du spielst durch!“ Danach gab es die Gummibärchen nur noch heimlich.

1990/91 kam dann dieser bittere Abstieg in der Relegation gegen die Kickers. Ich hab schon mal gelesen, dass das dein Tiefpunkt in der Karriere ist.

Gelsenkirchen war in St.Pauli Hand und wir haben da echt versagt. Wir haben das nicht geschafft. Das ist sportlich wirklich mein tiefster Punkt gewesen.

Dann warst du 2 Jahre beim 1.FC Köln und über den Umweg Lurup zurück zu St.Pauli. Wie war das genau? Ich erinnere mich dunkel, dass es da um Ablösesummen ging und du deswegen die Zwischenstation Lurup gewählt hast.

Von 1991-1993 war ich in Köln, dort hat man mir nach zwei Jahren kein neues Angebot gemacht und der Verein wollte ganz gerne etwas von den 1,3 Millionen D-Mark zurück, die damals für mich als Ablöse bezahlt wurden, aber das wollte kein neuer Verein zahlen.

Laut damaligen Statuten war ich damit für jeden Amateurverein nach einer bestimmten Zeit spielberechtigt. So bin ich dann wieder zu Lurup in die 3. Liga. Ich wollte ja auch weiter Fußball spielen.

Aber St. Pauli hätte dich ganz gerne genommen?

St. Pauli und ich waren in Kontakt, aber die Forderung von Köln war St. Pauli zu hoch.

Zur Saison 94/95 konnte ich wieder zu St. Pauli zurückkehren, dank Seppo Eichkorn, der mich von Lurup zurückholte. Aber leider musste Seppo in der Vorbereitung zur neuen Saison gehen und wurde durch Uli Maslo ersetzt. Der hatte mich gar nicht auf dem Zettel und es hat etwas gedauert, bis ich unter Maslo Stammspieler wurde. Ich musste ihn RICHTIG sportlich überzeugen, das hat gedauert. Aber dann hatten wir eine gute Zeit zusammen.

Dann der Aufstieg 1995, zwei Jahre 1. Bundesliga und Abstieg, du bist dann aber mit St. Pauli in die 2. Liga gegangen und 2001 zum 3. Mal mit St. Pauli in die Bundesliga aufgestiegen.

Das waren Jahre mit Höhen und Tiefen: Klassenerhalt, Abstieg, Fast-Abstieg, Aufstieg!

Ab der Saison 2000/2001 war ich bei den sportlichen Verantwortlichen leider nicht mehr so gefragt. Doch ich habe ich mich zurück in die Stammelf gekämpft. Überraschend lief ich beim ersten Spiel auf, als Mittelfeldspieler und erzielte zwei Tore beim 6:3 Sieg in Ahlen. Beim nächsten Heimspiel gelang mir noch ein Kopfballtor gegen Mannheim beim 5:0 Sieg. 11 Tore für St. Pauli in zwei Spielen. Ein grandioser Start, der uns getragen hat in der zweiten Liga.

Mit dem Aufstieg habe ich sogar noch einen Erstliga-Vertrag bekommen und es noch einige Male in die Startelf geschafft.

Ich war 13 Jahre Spieler beim FC St. Pauli, davon 6 Jahre Erste Liga.

Ich bin sehr dankbar und glücklich über diese ganz besondere Zeit, in der ich ein Stückchen Vereinsgeschichte mitschreiben konnte.

Nach dem Abstieg 2002, ich war da gerademal 37 Jahre jung, wollte ich nach meiner Spielerzeit bei St.Pauli auch als Trainer dort einsteigen. Der Verein hat mir zu diesem Zeitpunkt leider nichts anbieten können und daher bin ich nach Kiel gegangen, sogar noch mal als Spieler. Im zweiten Jahr dort habe ich meine Trainerlaufbahn als  Spieler-Co-Trainer der zweiten Mannschaft in der vierten Liga begonnen. Erfolgreich – wir wurden Meister.

Und wer kam 2004 auf die Idee, dich hier zum Co Trainer zu machen?

Da war es Stanis Idee. Und Andi Bergmann war natürlich auch involviert. Das war damals eine ganz schwierige Phase für den Verein. Nach dem Abstieg aus der Ersten in die Zweite Liga, folgte der direkte Abstieg in die Dritte Liga, die man am letzten Spieltag mit Not gerade noch halten konnte. St. Pauli war fast kaputt und es standen kaum Mittel zur Verfügung. Ich bin aber trotzdem sehr gerne zurückgekommen und war glücklich und stolz wieder ein St.Paulianer zu sein.

Und 2005 hast du dann ja sogar nochmal auf dem Platz gestanden…

 Ja, an meinem 40. Geburtstag! Das war eine lustige Sache. Ich war noch auf der Spielberechtigungsliste und für beide Mannschaften ging es um nichts mehr, es war ein Geburtstagsgeschenk und ich durfte noch ca 20 Minuten spielen. Da kann ich dem Verein und natürlich auch Andi Bergmann nur danken, dass er das mitgemacht hat. Mein letzter Einsatz und gleichzeitig mein einziger Drittliga Einsatz für St.Pauli. Das war ein toller Moment, als ich zum Warmmachen rausgeschickt wurde und mich die Fans nochmal feierten. Im Spiel hatte ich sogar noch eine Torchance, einen Flugkopfball, den der Keeper toll rausgefischt hat. Und ich hatte statt der üblichen Nr. 2 die 40 auf dem Rücken, das war schon grandios.

Unser erstes Spiel in der neuen Saison führt uns in deinen derzeitigen Wohnort und deine bisher letzte Station im Trainergeschäft. Auch wenn sich da natürlich einiges verändert hat, gerade durch den Abstieg, kannst du ne kleine Einschätzung zum Spiel abgeben?

St. Pauli ist bestimmt nicht chancenlos, zumal die junge Mannschaft schon in der letzten Saison gezeigt hat, dass es auch gegen die Favoriten funktionieren kann. Es ist immer besser, gleich am Anfang gegen die Absteiger zu spielen, weil diese sich erst einmal finden müssen. Grundsätzlich ist es für einen Absteiger immer schwierig, durch den Umbruch in der Mannschaft, erstmal in die Liga reinzukommen.

Würdest du mir dann empfehlen, bei einem großen Wettanbieter  5€ auf St.Pauli zu setzen?

Erstes Spiel in der Saison, da würde ich eher auf ein Unentschieden tippen.

Wie muss man sich das eigentlich so vorstellen, wenn man als Trainer arbeitslos wird? Geht man da ganz normal zum Arbeitsamt und sagt „Hallo, ich bin Fußballtrainer, gerade entlassen worden und möchte einen Arbeitslosengeldantrag stellen“?

Ja, genau so läuft das. Vor meiner Zeit in Stuttgart war es so, dass ich zum Arbeitsamt gegangen bin und dort als arbeitssuchend gemeldet war. Es ist klar, dass man Fußballtrainer aber nicht vermitteln kann.

Man nutzt die Zeit in der Warteschleife um sich weiterzubilden, Training und Spiele diverser Mannschaften und Ligen anzuschauen.  Es ist gut präsent zu sein in den Stadien, um Kontakte zu bekommen und auch zu pflegen, um dann auch im Gespräch zu sein, wenn irgendwo ein Trainer gesucht wird. Grundsätzlich ist es keine schöne Situation, denn man will ja arbeiten und auf dem Platz stehen. Aber ich weiß natürlich auch, dass der Markt sehr schwierig ist, sehr voll ist und immer wieder neue Leute kommen. Ich bin dennoch positiv.

Was bedeutet dir der FC St. Pauli heute noch? Wie oft besuchst du noch Spiele?

Der FC St. Pauli ist in meinem Herzen ganz stark verankert. Der Verein hat mich geprägt, die Menschen, mit denen ich in meinen 18/19 Jahren bei St.Pauli zusammengearbeitet habe, mit denen ich Freundschaften geschlossen habe, das bleibt verwurzelt. Ich schau immer gerne zurück. Wenn ich in Hamburg bin, bin ich im Millerntor. Auch die Auswärtsspiele nehme ich dann und wann mit, wenn es passt. Am Montag bin ich auf jeden Fall im Stadion dabei. Liebe Grüße an alle St. Paulianer! Ich drücke St.Pauli die Daumen für eine geile Saison!

// Scheißegal St.Pauli

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MT031 – Saisoneröffnung 2016/2017

Da sind wir wieder!
Nach einer langen, fußballlosen Zeit geht es morgen Abend in Liga 2 und am Montag dann auch für den FC St.Pauli wieder los. Zeit also, Euch mit unseren gewohnt fundierten sportlichen Expertisen auf die neue Saison einzustimmen.

Mit unserem bestens vorbereiteten Neuzugang Johnny besprechen wir in nur etwas mehr als drei Stunden alles was Ihr wissen müsst (und vieles mehr) über:

  • Neuzugänge
  • Abgänge
  • Unsere Saisonprognose
  • Under Armour
  • Blindenfußball
  • Wilko liest aus alten Übersteigern (aus dem Exil)
  • FC St.Pauli Frauen- Aufstieg in die Regionalliga
  • Michel Mazingu-Dinzey aus Altligateam ausgeschlossen
  • Thomas Dierenga erneut mit fragwürdigen Klamotten

Außerdem erreichten uns diverse Hörerfragen, dafür vielen Dank, diese fließen bei den entsprechenden Themen immer wieder mit ein.

Ladet den Podcast auf Euer Smartphone, abonniert uns (siehe Button unten) mit dem Podcatcher Eurer Wahl und gebt uns bei iTunes gerne sechs Sterne… oder zumindest fünf, damit wir da mal die Charts aufmischen.

Links zur Sendung:
– Kontaktadresse Blindenfussball: blindenfussball(ed)fcstpauli.com
Video von Jonathan Tönsings erstem Tor als Nationalspieler
Video Mulgetha Russom (MTV Stuttgart), Abstimmung Amateur-Tor des Monats
– St.Pauli Streets: “Yakuza
MagischerFC Blog: “Verbotene Kleidung”
– Stellungnahme Michel Mazingu-Dinzey (FB)
Fanladen: Neue Tourshirts!
– OSTBLOCK: Sonnenbrillen

– Übersicht MillernTon-Folgen
AFM-Radio Portal
VdS/NdS-Folgen

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Preisübersicht: Dauerkarten 1. & 2. Fußball-Bundesliga 2016/2017

Hello again!
Lange erwartet, aufgrund zeitlicher Versäumnisse meinerseits später als sonst, aber nun ist sie da: Die beliebte Preisübersicht für Dauerkarten in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga.

(Die letzten Jahre zum Zurückblättern: 2011, 2012, 20132014 und 2015)

Wie immer gilt es, bevor man sich unnötig echauffiert, folgende Hintergründe zu den nackten Zahlen zu lesen:

Am Wichtigsten: Es ist nur eine Zahlenspielerei.
Nicht mehr hineininterpretieren als meine Langeweile in der Sommerpause, gepaart mit einer kleinen Affinität zu Excel-Tabellen.

Es gibt drei Kategorien, aus Gründen der Vergleichbarkeit alle für Vollzahler, ohne Ermäßigung oder Mitgliederrabatt.
Neben dem Stehplatz (i.d.R. der Stehplatz der Ultrà-Gruppierung, am Millerntor also die Süd statt der Gegengerade) gibt es zwei Sitzplatzkategorien:
Der günstigste Sitzplatz überhaupt, sowie der Teuerste auf der Gegengerade, ohne Business-Seats und Logen. Wenn es auf der Gegengeraden keine Sitzplätze gibt (trifft nur auf wenige Vereine in Liga 2 sowie auf Darmstadt zu), habe ich die (subjektiv) am ehesten vergleichbare Kategorie genommen, i.d.R. dann mittig auf der Haupttribüne.
Diese drei Kategorien zusammen ergeben eine Summe, nach der die Tabelle sortiert ist. Klar, könnte man anders lösen, aber auch nach zwei drei vier fünf Jahren mit einigen Vorschlägen ist eben immer noch keine (praktikable) bessere Lösung in Sicht.
Ebenfalls klar: Der “billigste” Sitzplatz in den Arenen von München, Schalke oder Dortmund bietet eine immens schlechtere Sicht aufs Spielfeld als die günstigsten Plätze in kleineren Stadien wie Freiburg, Sandhausen oder am Millerntor.
Und: ein Stadion mit hohem Stehplatzanteil muss über dieses Segment mehr Geld einbringen als ein Stadion mit fast nur Sitzplätzen, wo man die wenigen Stehplätze eben leicht sehr günstig abgeben kann. Außerdem gehen Vereine mit großem Stadion und geringerer Auslastung natürlich eher mit einem günstigen Preis an den Start als ständig ausverkaufte kleinere Stadien.
Einzig faire Variante wäre wohl eine Einzelplatzzählung mit jeweiligem Preis und am Ende die Teilung durch die Anzahl der Plätze… außerdem müsste dann irgendwie noch die Verteilung von Steh- und Sitzplätzen sowie besagte Stadiongröße einfließen.

Gerade letzteres sorgte auch in den letzten Jahren immer wieder für (teils hitzige) Diskussionen in den Kommentaren oder auch per e-mail, doch bis heute hat es, trotz vielfacher Aufforderung nach einem “Ey, ist doch ganz leicht, mach es einfach so und so!” noch niemand geschafft, zumindest für den eigenen Verein eine solche transparente “Preis-pro-Platz”-Vergleichszahl zu errechnen. Besonders erbost sind auch immer die Fans der Vereine, die oben stehen, doch auch von denen kam bisher noch nicht mal für den eigenen Verein eine Beispielrechnung, wie es “fairer” geht.
Insofern: nehmt die Statistik nicht ernster, als sie gemeint ist. Es ist eine Spielerei, die dann am Ende nach einer völlig fiktiven Summe sortiert ist, nämlich der Summe dieser drei Kategorien. Und es gibt wohl niemanden auf der Welt, der genau je eine Karte dieser drei Kategorien erwirbt, es bleibt also lediglich ein Beispiel.
Sollte ich stattdessen nach einer der drei einzelnen Kategorien sortieren? Ja, könnte man auch machen, dann würden wieder andere meckern. Immerhin sind die drei jeweils teuersten und günstigsten Vereine pro Kategorie farblich hervorgehoben.

Kauft sich jetzt irgendjemand die Dauerkarte eines anderen Vereins, nur weil der günstiger ist?
Wohl kaum. Wie gesagt, es ist nur eine Spielerei.
(Um wem das jetzt zu oft betont wurde: Ihr glaubt ja nicht, was ich mir schon alles anhören durfte. Von Betrug über Manipulation, Klickgeilheit (auf einem Blog ohne Werbung!) bis hin zu Schimpfworten oberster Kategorie war alles dabei.)

Nicht berücksichtigt sind Rabatte für Mitglieder, auch wenn man in den meisten Vereinen inzwischen Mitglied sein muss, um an eine Dauerkarte ranzukommen. Nur: Hat man dann erst mal eine Dauerkarte, könnte man auch wieder aus dem Verein austreten, würde sein Vorkaufsrecht aber trotzdem behalten.
Ebenso nicht berücksichtigt ist, ob der ÖPNV enthalten ist. Bein Vereinen wie dem FC Bayern ist dies, durch die Stadionlage, durchaus ein Kostenfaktor, nur geht es hier ja nicht um Gästefans, sondern um Heimfans, bei denen sicher oftmals bereits auch eine ÖPNV-Monats-/Jahreskarte vorliegt, auch dies ist also schwer transparent mit einzuberechnen.
Bei einigen Vereinen ist die U23 gratis mit drin, andere gewähren eine Ermäßigung, wieder andere haben keine U23 mehr, bieten dafür aber U19 und U17-Bundesliga gratis – die ist bei wieder anderen aber ohnehin für alle Gratis.
All diese Faktoren müssten also für den Einzelfall berücksichtig werden, fallen aus dieser Tabelle aber heraus.

So weit vorab die grundlegenden Infos, kommen wir zu den aktuellen Zahlen und Besonderheiten dieser Saison:

1.Bundesliga

Der Stehplatz kostet im Durchschnitt 183€ (Vorjahr: 181€) und damit knapp 11,-€ pro Spiel. Am günstigsten steht man (wie schon seit Jahren) beim VfL Wolfsburg (130€), dem FC Bayern (140€) und in Hoffenheim (150€).
Die teuersten Steher gibt es bei Darmstadt 98 (240€), unserem Nachbarn (225,70€) und Borussia Dortmund (207€).
Der “billigste” Sitzplatz ist im Durchschnitt für 331€ zu haben (Vorjahr: 321€), am Günstigsten in Wolfsburg (200€), bei der Hertha (232€) und Hoffenheim (256€).
(Ja, bei der Hertha gibt es in der Theorie keine Stehplätze, die 188€ für die Kurve zählen hier allerdings trotzdem als Stehplatz, da ja dort auch durchgehend gestanden wird.)
Auch für vermeintlich schlechte Sicht schon ziemlich in die Tasche langen muss man hingegen bei Darmstadt 98 (484€), dem SC Freiburg (465€) und dem BVB (382€).
Ein Sonderfall ist hier sicher Darmstadt 98, welches am Böllenfalltor durch die geringe Anzahl an Plätzen allgemein und an Sitzplätzen im Besonderen hier sehr hoch liegt.
Und im Premium-Segment (i.d.R. Gegengerade, teuerster Platz ohne VIP) zahlt man im Schnitt diese Saison 660€ (Vorjahr: 638€). Schlägt man hier mal die Brücke zur ersten Erfassung, 2011, so ist der Anstieg seitdem von 595€ mit 10% gar nicht so hoch, wie zumindest ich es erwartet hätte.
“Günstig” gut sehen kann man in Wolfsburg (400€, damit erneut “Gewinner” in allen drei Kategorien), Ingolstadt (trotz Erhöhung, 480€) und Leverkusen (520€).
Am teuersten sind die besten Plätze beim hsv (806,70€), dem 1.FC Köln (795€) und Eintracht Frankfurt (790€).

Die Vereine im Einzelnen:
Neben den beiden Aufsteigern haben fünf Vereine die Preise erhöht. Der 1.FC Köln (3%), unser Nachbar (4%) und Hertha (5%) taten dies in geringem Maße, Borussia Mönchengladbach schlägt mit 8% schon kräftiger zu. 15,-€ mehr für den Stehplatz (190€ statt 175€) bedeuten knapp einen Euro mehr pro Spiel.
Am deutlichsten hat aber der FC Ingolstadt angezogen, hier wurden die Preise nach dem Klassenerhalt um 18% angezogen, wobei dies insbesondere die teureren Sitzplätze betrifft. Der Stehplatz wurde mit 188€ statt 178€ deutlich geringer angehoben, die besten Plätze kosten hingegen jetzt 480€ statt 402€. Zum Vergleich: In der letzten Zweitligasaison kostete der Stehplatz in Ingolstadt noch 145€, der teuerste Sitzplatz 288€.

Kommen wir zu den Aufsteigern:
Der SC Freiburg erhöht um 32% gegenüber der Zweitligasaison. Vergleicht man den Preis hingegen mit der letzten Erstligasaison vor zwei Jahren, so ist der Preis auch um 9% erhöht worden, nur Gladbach und Leverkusen erhöhten unter den damaligen Erstligisten im gleichen Zeitraum stärker.
Immerhin trifft es auch hier eher die sitzende Fanszene, der Stehplatz ist lediglich von 180€ auf 185 erhöht worden.
Rasenballsport Leipzig hingegen ist erstmals in der Belle Etage und wohl viele haben vermutet, man würde, auch in Anbetracht der Stadiongröße, den Weg von Wolfsburg und Leverkusen gehen und mit verhältnismäßig günstigen Tickets sich ein möglichst volles Stadion “erkaufen”. Während dies in der Zweitligasaison tatsächlich noch so aussah (Platz 18), so scheint man dies für die 1.Liga als unnötig zu erachten und erhöht (für einen Aufsteiger und diese Stadiongröße) durchaus kräftig um 59%, bezogen auf die drei Kategorien.
Für den Stehplatzbereich sind es 20% (180€ statt 150€), im Sitzplatzbereich hingegen werden viele wohl notgedrungen den Platz wechseln wollen. Wer bisher für beste Sicht 450€ hinlegte, müsste für den gleichen Platz jetzt 740€ bezahlen.
Klar ist aber auch: Man liegt damit im Mittelfeld der Liga, in allen Kategorien.
Und: Nach dem Verkauf von 20.000 Dauerkarten wurde der Verkauf bereits Anfang Juli gestoppt, der Spott über die vermeintlich niedrigen Zuschauerzahlen dürfte vielen RBL-Gegnern also im Halse stecken bleiben.

Bei den übrigen Vereinen blieben die Preise stabil.

Dauerkarten-Preise 1.Bundesliga 2016/2017 Zum Vergrößern anklicken.

Dauerkarten-Preise 1.Bundesliga 2016/2017 Zum Vergrößern anklicken.

2.Bundesliga

Der Stehplatz kostet im Schnitt 175€ (Vorjahr: 168€) und ist damit nur unwesentlich günstiger als im Oberhaus. Allerdings ist die Spanne deutlich kleiner als dort, denn die günstigsten Tickets bei Hannover 96 (150€), dem FC St.Pauli (153€) sowie dem fränkischen Traumduo Nürnberg und Fürth (in den Farben getrennt, im Stehplatzpreis vereint, je 160€) sind von den teuersten Plätzen (Düsseldorf, Dresden und Braunschweig, je 195€) nicht annähernd so weit entfernt wie Wolfsburg von Darmstadt. Lediglich Erzgebirge Aue sticht mit mit 208€ etwas heraus, dies ist allerdings sicher auch dem Umbau des Stadions geschuldet.

Beim “günstig Sitzen” geht der Blick zum KSC (229€), in “Die Region” (235€) und zum Glubb (240€), während Union (420€), Bielefeld (390€) und Bochum (378€) hier am oberen Ende der Skala stehen. Zweimal also Kurvensitzplätze in einem Stadion mit Laufbahn besonders günstig, außerdem Lautern mit seinem nicht mehr all zu oft ausgelasteten Betzenberg.
Auf der anderen Seite reine Fußballstadien mit der Besonderheit bei Union, die ähnlich wie Darmstadt in Liga 1 aus wenig Sitzplätzen möglichst viel Geld machen müssen und Arminia Bielefeld, die (wie auch Aue) alle Sitzplätze im Stadion zum Einheitspreis anbieten.
Im Schnitt liegt das günstigste Sitzplatzticket bei 306€ (Vorjahr: 294€).

Die “beste Sicht” ist am günstigsten in Heidenheim (315€), Sandhausen (357€) und Aue  (352€ Einheitspreis für alle Sitze) zu erwerben, während in Düsseldorf (690€), bei Union (600€) und in Dresden (595€) deutlich mehr verlangt wird.
Im Schnitt ist dieses Segment für 472€ (Vorjahr475€) zu erwerben, knapp 20% teurer als noch 2011 (407€).

Die Vereine im Einzelnen:
Beginnen wir mit den Absteigern: Man ist sich erstaunlich einig, sowohl beim VfB Stuttgart als auch bei Hannover 96 ging man (bezogen auf alle drei Kategorien) um 20% mit dem Preis runter und liegen damit in der “unteren” Tabellenhäfte.

Acht Vereine hielten die Preise stabil, KSC und Heidenheim erhöhten um 2%, Fürth um 6%.
Braunschweig (9%) und Nürnberg (10%) erhöhten hingegen kräftiger und liegen damit beide wieder annähernd auf dem Niveau ihrer letzten Erstligasaison 2013/2014.

Bei den Aufsteigern ist mit den Würzburger Kickers ein Neuling dabei, der sich forsch gleich mal auf Platz 6 einordnet, der teure “günstige” Sitzplatz (350€) ist evtl. auch hier baulichen Gegebenheiten geschuldet.
Auch Erzgebirge Aue ist eine Besonderheit, denn gegenüber der letzten Saison in Liga 2, 2014/15, wurde um satte 30% erhöht. Allerdings ist dies wohl dem Umbau des Stadions geschuldet, die günstigen Stehplätze (unüberdacht) sind diese Saison nicht vorhanden.
Und schließlich kehrt Dynamo Dresden zurück und zeigt, was Angebot und Nachfrage im Business Fußball so wert ist. Knapp 10% mehr als bei der letzten Zweitligasaison, gleich der Sprung auf Platz 3, nachdem es vor drei Jahren noch Platz vier war. Allerdings dürfte dies der Anzahl verkaufter Tickets nichts anhaben, mit 18.000 verkauften Tickets wurde auch hier bereits Anfang Juli der Verkauf gestoppt.

Dauerkarten-Preise 2.Bundesliga 2016/2017 Zum Vergrößern anklicken.

Dauerkarten-Preise 2.Bundesliga 2016/2017
Zum Vergrößern anklicken.

Schmerzlich vermisst wird hier natürlich der SC Paderborn, der mit seiner Preisstrategie in den letzten zwei Jahren für allerlei Erheiterung sorgte, sofern man nicht direkt betroffen war.
Um den Spaß zumindest annähernd mit zu machen: Auch in Liga 3 bleibt der SC Paderborn erstklassig, denn das Stehticket kostet stolze 204€, Sitzplätze sind wahlweise für 416,50€ oder 501,50€ zu erwerben.
Ja, dafür hat man in Liga 3 zwei Spiele mehr inbegriffen, korrekt.
Aufgrund der bisher abgesetzten gut 1.800 Tickets wurde der ursprünglich nur bis zum 27.Juli angedachte Verkaufszeitraum jedenfalls bis Ende August verlängert.

Und nun viel Spaß in den restlichen Tagen, bis es dann wirklich endlich wieder los geht. // Frodo

P.S. Alle Daten sind manuell zusammengesucht, nach bestem Wissen und Gewissen. Sollte Euch trotzdem ein Fehler auffallen, meldet ihn gerne per Mail oder in den Kommentaren.
Gleiches gilt natürlich auch, wenn ihr konstruktive Vorschläge habt, wie man die Daten übersichtlicher / transparenter darstellen oder auswerten könnte.

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