Adventskalender Fußballlieder – Tag 6

Vorbemerkung:
(Siehe Tag 1.)

Die Regeln:
Jeden Tag um 07.00h geht ein Türchen auf, in bester Kamke-Manier zunächst mit einem breiten Schlüsselband an Möglichkeiten. Sprich: Ich beschreibe das Lied, Ihr dürft in den Kommentaren munter raten. Google ist hierfür natürlich untersagt, in den meisten Fällen sollte es aber auch so klappen, wenn auch sicher nicht immer und für jeden.
Gegen Mittag (diese Zeit kann variieren nach Wochentag und Tagesplanung, sowie je nach dem ob es schon jemand erraten hat) folgt dann die Auflösung im gleichen Artikel, normalerweise per YouTube-Video.

Tag 6:

Die letzten zwei Tage waren zu einfach? Ja, definitiv.
Dafür wartet heute wohl die schwierigste Tür des ganzen Kalenders, eingesandt von @maltacalcio.

Fangen wir mit Grundsätzlichem an:
Das Lied wird nicht auf Deutsch gesungen. In der gesuchten Version singt es sogar der Spieler, von welchem das Lied handelt.
Diesen Spieler als “prominent” zu bezeichnen, wäre stark untertrieben. Als Fußballer brachte er es zu einer gottähnlichen Verehrung seiner Fans, die Trainerkarriere lief dann schon weniger erfolgreich. Und das Privatleben… nun ja, für die Vorbildfunktion sollte besser die aktive Fußballerzeit in Erinnerung behalten werden.

Er selbst hat diverse Titel gewonnen, u.a. Meister in zwei Ländern, dazu Weltmeister. Ich selbst habe ihn allerdings einmal live 5:0 5:1 in einem Pflichtspiel verlieren sehen.
Ein Wunder…

Und im gesuchten Lied wird nun seine Lebensgeschichte nacherzählt. Der Titel des Liedes bezeichnet eines seiner schönsten bekanntesten Tore.

Achtung, kleine Planänderung: Ich habe im Blog jetzt die Kommentarfunktion auf “immer freigeben” geschaltet und werde daher nur noch falsche Antworten oder Nachfragen sofort freischalten, vermerkt dann sicher oft mit erklärenden/helfenden Anmerkungen meinerseits, damit der Ratespaß für alle anderen nicht verloren geht.

Auflösung:

Entweder war es doch sehr viel einfacher als ich dachte, oder es hat die letzten Tage tatsächlich zu viele Leute abgeschreckt, dass andere die richtige Antwort schon vorher genannt hatten.
Jedenfalls: Natürlich ist der gesuchte Spieler Diego Maradona.
(Lustigerweise passt vieles in der Beschreibung auch auf einen Deutschen Nationalspieler dessen Nachname mit “Ma…” beginnt, der hat aber niemals eine annähernd so schöne musikalische Darbietung gegeben.)

Das Tor? Natürlich jenes Tor der Hand Gottes.

Besagtes 5:1 (da stand zunächst 5:0, ich bitte um Verzeihung) war eines jener “Wunder von der Weser”, als der SV Werder den SSC Neapel im Europapokal nach einem 3:2 auswärts dann auch im Weserstadion regelrecht auseinandernahm.

Und die hier gezeigte Version erzeugt einfach bei mir bei jedem Ansehen wieder einen Gänsehaut, einfach fantastisch.

Eine Übersetzung des Liedtextes, welches Diego selbst hier in gemütlicher Atmosphäre zum Besten gibt, gibt es u.a. hier.

Und jetzt alle: “Marado, Marado!”
La Mano de Dios – Diego Maradona

Was bisher geschah:

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Adventskalender Fußballlieder – Tag 5

Vorbemerkung:
(Siehe Tag 1.)

Die Regeln:
Jeden Tag um 07.00h geht ein Türchen auf, in bester Kamke-Manier zunächst mit einem breiten Schlüsselband an Möglichkeiten. Sprich: Ich beschreibe das Lied, Ihr dürft in den Kommentaren munter raten. Google ist hierfür natürlich untersagt, in den meisten Fällen sollte es aber auch so klappen, wenn auch sicher nicht immer und für jeden.
Gegen Mittag (diese Zeit kann variieren nach Wochentag und Tagesplanung, sowie je nach dem ob es schon jemand erraten hat) folgt dann die Auflösung im gleichen Artikel, normalerweise per YouTube-Video.

Tag 5:

Heute geht es nicht um die sonst üblichen “Tschingderassa Bumm & Gute Laune”-Songs, die es sonst so häufig im Fußballzusammenhang geht.
Eher ein “Tabubruch”, ein notwendiger.
Zum Glück nicht ungehört verhallt, aber eben nach zwei Jahren auch schon fast wieder aus der Öffentlichkeit verdrängt, da der Tag eben noch nicht da war.
Der Sänger ist zwar ausgewiesener Fußballfan und Dauerkarteninhaber eines Verein, im Lied selbst aber geht es nicht um einen Verein sondern um ein Thema, welches in den Medien immer mal wieder situativ hoch gehandelt wird, dann aber auch wieder verschwindet.

Als das Lied erschien, war es dann auch mal Thema im MillernTon-Podcast und der Sänger selbst war zu Gast.
Ganz unbescheiden meine ich: Eine unserer besten Episoden.

Auflösung:

Okay, das war zu leicht, keine Frage.

Trotzdem sei der Hinweis auf die MillernTon-Folge mit Marcus Wiebusch hier nochmal erlaubt, wenn man die damaligen Spiele skippt (was man natürlich nicht tun muss) erfährt man immer noch sehr viel interessantes zum Song und der Entstehungsgeschichte.

Was bisher geschah:

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Adventskalender Fußballlieder – Tag 4

Vorbemerkung:
(Siehe Tag 1.)

Die Regeln:
Jeden Tag um 07.00h geht ein Türchen auf, in bester Kamke-Manier zunächst mit einem breiten Schlüsselband an Möglichkeiten. Sprich: Ich beschreibe das Lied, Ihr dürft in den Kommentaren munter raten. Google ist hierfür natürlich untersagt, in den meisten Fällen sollte es aber auch so klappen, wenn auch sicher nicht immer und für jeden.
Gegen Mittag (diese Zeit kann variieren nach Wochentag und Tagesplanung, sowie je nach dem ob es schon jemand erraten hat) folgt dann die Auflösung im gleichen Artikel, normalerweise per YouTube-Video.

Tag 4:

Zurück in Deutschland. Ich würde behaupten, der FC St.Pauli ist der Verein, dem am häufigsten in annähernd ernsthafter Musik gehuldigt wird.
Andere würden behaupten, es sei der Verein um den es im heutigen Lied geht, wobei dann die Frage ist ob lokale Gesänge zu diversen Anlässen, die dann eben rein zufällig auch Stadiontauglich sind, hier mit eingerechnet werden dürfen.

Jedenfalls ist hier der bisherige Running Gag “der Verein hat auch schon bessere Tage gesehen” nur insofern richtig, als das dieser natürlich auch schon mal Titel geholt hat und es in den letzten Jahren eben nicht tat. Davon ab haben die Fans dieses Vereins das Grinsen aktuell schon ziemlich fest eingemeißelt.
Im Lied heute geht es aber zweifelsohne um den Verein als solchen und es wird hauptsächlich eine mehr oder weniger haltbare geographische Behauptung aufgestellt. Anfangs werden diverse Orte genannt von denen man normalerweise noch nie gehört hat. Und natürlich steht man zu seinem Verein.

Noch einfacher geht nicht, oder?

Auflösung:

Okay, dies bedarf wohl keiner weiteren Erklärung, die Antworten kamen schnell und es war dann wohl doch zu leicht.

Immerhin: Es gibt hierzu (wie auch für einige weitere Vereinshymnen) eine sehr schöne Version des WDR, unter dem Titel “Kurvenklänge”.

Was bisher geschah:

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Adventskalender Fußballlieder – Tag 3

Vorbemerkung:
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Tag 3:

Wir bewegen uns erstmals im Ausland, wenig überraschend natürlich in England, allerdings nicht in London.
Ich würde dieses Lied als absoluten Klassiker der Fußballsongs bezeichnen, tatsächlich schaffte es das Lied Jahre später (in einer Neuafnahme) sogar noch in zwei unterschiedlichen Jahrzehnten in die UK-Charts.
Der besungene Verein, der diesen Song auch weiterhin als Stadionlied vor dem Anpfiff spielt, hat (quasi ein Running Gag dieses Adventskalenders) schon bessere Zeiten (und höhere Ligen) gesehen, immerhin geht die Kurve aktuell mal wieder nach oben.
“Wir haben Einiges gemeinsam durchgemacht, es gab viele Auf und Abs”, heisst es daher (sinngemäß) auch völlig zurecht in einer Liedzeile.
So bewegt man sich also weiterhin gemeinsam voran und schreit seine Liebe laut heraus.

Auflösung:

Ja, das war nicht sooooo schwer.
“Marching on together”, Leeds United. Aktuell immerhin in Liga 2 im Bereich der Play-Offs, die am Ende Aufstiegsspiele in die Premier League bedeuten würden.

Was bisher geschah:

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Adventskalender Fußballlieder – Tag 2

Vorbemerkung:
(Siehe Tag 1.)

Die Regeln:
Jeden Tag um 07.00h geht ein Türchen auf, in bester Kamke-Manier zunächst mit einem breiten Schlüsselband an Möglichkeiten. Sprich: Ich beschreibe das Lied, Ihr dürft in den Kommentaren munter raten. Google ist hierfür natürlich untersagt, in den meisten Fällen sollte es aber auch so klappen, wenn auch sicher nicht immer und für jeden.
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Tag 2
Wir befinden uns im gleichen Bundesland wie gestern, ein leichter Techno-Beat wird eingangs mit fröhlichem Pfeifton unterstützt und die eigenen Farben werden besungen.
Auch dieser Verein (bzw. seine Vorgänger) hat schon bessere Tage gesehen, immerhin sind alle Gegner hier immer an der…
Nee, jetzt hätte ich es fast zu einfach gemacht.

Kleiner Insider: Meinen lieben Kumpel Meili aus Zürich, langjähriger Dauerkarteninhaber beim FC St.Pauli, habe ich im Stadion dieses Vereins bei einem Pflichtspiel gegen den FC St.Pauli im Sommer 1999 kennengelernt.

Auflösung:

Okayokay, der Hinweis mit dem Pflichtspiel im Sommer 1999 war vielleicht etwas irreführend, denn es handelte sich um ein Spiel der Amateure im Jahnstadion zu Göttingen. Völlig bekloppter Typ, der Meili <3

Dementsprechend: “Bei uns spielt jeder Gegner, immer an der Leine!”, natürlich.
Und wenn ein Verein in der Landesliga spielt, so kann man wohl wirklich von besseren Tagen in der Vergangenheit berichten.

Nichts desto trotz ein Klassiker, insbesondere auf diversen BAFF-Partys in Oer-Erkenschwick lauthals gegröhlt.
Viel Spaß!

Der Kalender bisher:

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Adventskalender Fußballlieder – Tag 1

Vorbemerkung:
Bedankt Euch bei @HeinzKamke, der hat (zumindest in meiner Wahrnehmung) irgendwann mal damit angefangen seine Leser mit diesen täglichen Veröffentlichungen ab dem 1.Dezember zu erfreuen. (Und macht es ab diesem Jahr hier.)
Inzwischen zieht das weitere Kreise und irgendwann am 29.11. kam ich auf die lustige Idee mit Fußballsongs ähnliches zu versuchen. Das ich ein Faible für Vereinslieder habe, sollte inzwischen bekannt sein.
Für einen graphischen Kalenderaufbau mit Türchen etc. hat es nicht mehr gereicht, für Limericks schon mal erst recht nicht, aber nach kurzer Nachfrage auf Twitter platzte mein Nachrichtenfach aus allen virtuelle Nähten und Abends saß ich mit 30 eigenen und 40 eingesandten Liedern da und musste auf 24 verschlanken.

Daher: Diese Liste ist absolut subjektiv, erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und die Reihenfolge der Türchen ist wild gemischt, soll aber weder ab- noch aufsteigend eine Wertung beinhalten.
Außerdem habe ich versucht es so Trashfrei wie möglich zu halten, weswegen sowohl der Paderborner Halbzeit-Song als auch “SG Wattenscheid 09” nicht auftauchen werden.
Umgekehrt sind kommerzielle Titel und “erwartbare” Klassiker raus, auch “You’ll never walk alone” wird daher nicht dabei sein.

Allerdings gab es so viele Einsendungen, dass es (fast) alle Lieder, die es nicht in diesen Kalender geschafft haben, am 30.November auf Twitter unter dem Hashtag #TürchenSongs anzuschauen gab. Und ganz evtl. bastele ich ja am 25.Dezember dann auch noch eine YouTube Playlist mit allen Liedern.

Die Regeln:
Jeden Tag um 07.00h geht ein Türchen auf, in bester Kamke-Manier zunächst mit einem breiten Schlüsselband an Möglichkeiten.
Sprich: Ich beschreibe das Lied, Ihr dürft in den Kommentaren munter raten. Google ist hierfür natürlich untersagt, in den meisten Fällen sollte es aber auch so klappen, wenn auch sicher nicht immer und für jeden.
Wenn Ihr zum ersten Mal kommentiert, muss ich den Kommentar erst freischalten.

Gegen Mittag (diese Zeit kann variieren nach Wochentag und Tagesplanung, sowie je nach dem ob es schon jemand erraten hat) folgt dann die Auflösung im gleichen Artikel, normalerweise per YouTube-Video.

Tag 1
Starten wir mal ganz einfach, ein Stück weit vielleicht sogar vorhersehbar.
Der heutige Vereinssong kommt von einem Verein, der vom NDR als “Nordklub” bezeichnet wird, sportlich aber schon bessere Zeiten gesehen hat. Wobei, aktuell ist es auch nicht ganz so dramatisch schlecht.
Der aktuelle Trainer hatte einst einen riesigen Stein im Brett der Braun-Weißen Fanszene, inzwischen aber will er für nur noch für die Fans in der Ostkurve kämpfen und schreien.
Wenn der Ball das Netz küsst, grüßt er sie in ihrer doch recht seltenen Trikotfarbe.

 

Auflösung

“Wir die Fans aus der Ostkurve – Wir sind stets für Dich bereit. […]
Hat der Ball das Netz geküsst – dann hat Osnabrück gegrüßt […]
Nur für diesen Verein woll’n wir kämpfen und schrei’n. […]”
Dies sollten doch textliche Hinweise genug gewesen sein, dachte ich zumindest.

Und natürlich hat Trainer Joe Enochs eine große Braun-Weiße Vergangenheit, zumindest in einer Zeit in der die Amateure bei uns noch einen deutlich größeren Stellenwert in der Fanszene hatten, als es heute der Fall ist.

Viel Spaß, morgen um 07.00h geht’s weiter.

 

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14.Spieltag (A): 1.FC Heidenheim (Papa&Sohn-Tour)

1.FC Heidenheim – FC St.Pauli 2:0 (1:0)
Tore: 1:0 Marc Schnatterer (20.), 2:0 Marc Schnatterer (81., Foulelfmeter)
Zuschauer: 13.000 (ca. 1.500 St.Paulianer)

(frei nach Udo Jürgens)
Es gibt kein’ Fußball ohne Leiden
wenn Du ein St.Paulianer bist.
Ich glaub so wird es immer bleiben,
dass man nur zweiter Sieger ist.
Doch wir woll’n Fußball ohne Leiden,
auch wenn wir zu St.Pauli steh’n.
Und trotzdem werden wir stets bleiben,
zu keiner ander’n Mannschaft geh’n!
Dudududududu, dudu…

 

(weniger frei nach Thees Uhlmann)
Tragik ist wie Liebe, ohne Happy- End,
und eines ist wirklich sicher, dass die Tragik St.Pauli kennt.
[…]
Manche hängen ihre Fahnen in den erstbesten Wind.
Doch die Liebe beweist sich erst, wenn der Wind zunimmt.
Und Liebe ohne Leiden hat noch niemand geseh’n.
Man kann ein Lied davon singen, man kann sich selbst nicht versteh’n.

Drama, Baby.

“Du fährst mit Deinem achtjährigen Sohn auswärts? Mit St.Pauli?!? In dieser Saison?!?!?
Wo ist das Jugendamt, wenn man es mal braucht?”

Tja, man hat es nicht leicht als St.Pauli-Fan, aktuell.
Okay, die BVB-Fan haben es (wenn man Twitter-Usern glaubt) aktuell noch viel schwerer, schließlich haben die am Wochenende sogar verloren, aber gleich danach kommen wir. Zumindest gleichauf mit anderen Hamburger Fußballfans.
United we schäm, oder so.

Die 2.Liga ist in dieser Saison für Auswärtsfahrten aus Hamburg immer noch nicht so richtig super geeignet, wenn man Kinder mitnehmen will.
Nach wie vor ist es eher eine “2.Liga-Süd”.
Dementsprechend wollen Fahrten mit Junior von langer Hand geplant sein und außer Berlin (Danke, Montag), Hannover, Bochum, Düsseldorf und Braunschweig braucht man für alles andere meist schon eine Übernachtung.
Da mir die Voith-Arena in meiner Sammlung bisher noch fehlte, ging die Planung bei Terminbekanntgabe auch schnell los und es ergab sich, dass eine Kombination mit dem Spiel des FC Bayern gegen Bayer Leverkusen im Bereich des Möglichen lag.
Flüge gebucht, Hotel gebucht, Mietwagen gebucht, Karten organisiert. Kurz aufgrund des LH-Streiks nochmal organisatorisch ins Schwitzen gekommen, aber am Ende lief reisetechnisch alles glatt.

Womit wir wieder beim Ausgangspunkt sind: Muss man / Darf man seinem Kind in der aktuellen sportlichen Situation Auswärtsfahrten mit St.Pauli überhaupt antun oder ist das eher FSK18?
Nun, Junior ist als St.Pauli-Fan und Dauerkartenbesitzer abgehärtet genug und es gibt aktuell nicht wohl viele Fußballfans in seinem Alter, die schon von einem Auswärtssieg bei RB Leipzig(!) berichten können, gleichzeitig aber auch von einer Niederlage bei Dynamo Dresden.

Will sagen: Er ist für sein Alter in das Braun-Weiße Stahlbad der Gefühle bereits recht gut eingetaucht, quasi bis zum Seepferdchen. Ein Abstieg wäre dann wohl das Gold-Abzeichen, mal gucken ob wir das dann am Ende der Saison auf die Badehose bügeln müssen.

Voith-Arena Heidenheim, Blick aus dem Gästeblock

Voith-Arena Heidenheim, Blick aus dem Gästeblock

Jedenfalls lief die Tour bis Heidenheim schon mal sehr vielversprechend. Parkplatz gefunden, ein paar Meter gelaufen, rein in den Gästeblock.
Das Stadion liegt in so einer Art Kessel und ist im Sommer bestimmt nochmal viel hübscher anzusehen, bei Nebel im November entspricht es aber eher der Tristesse des FCSP im Allgemeinen.
Die Stimmung im Heimbereich entspricht größtenteils unserer Tabellenregion und man fragt sich schon so ab und an, warum wir eigentlich momentan da stehen wo wir stehen und andere Vereine so viel besser.
Die einfache Antwort darauf gab es dann im Spiel, nachzulesen im Fachmagazin Eurer Wahl.

Die Verletzung von Christopher Buchtmann (Teilanriss Innenband, Gute Besserung!) passt dann eben perfekt in diese Saison, immerhin war der für ihn eingewechselte Dennis Rosin ein echter Lichtblick. Und ich bleibe langfristig dabei, dass dies einer ist, der irgendwann internationale Pflichtspiele bestreiten wird.
Womöglich nicht für uns…

Rosins Alleingang in Hälfte eins, ein Flugkopfball von Bouhaddouz in Hälfte zwei… naja, ob dann noch der Ausgleich gefallen wäre, wenn es den (eher unberechtigten) Elfmeter gegen uns nicht gegeben hätte, sei mal dahingestellt.

Und jetzt?
Abmelden vom Spielbetrieb?
Nee, immer noch nicht. Freitag Kaiserslautern weghauen, dann sehen wir weiter.
Mit den 60 noch zu vergebenen Punkten könnten wir ganz evtl. ja sogar noch auf Platz 3 klettern…

(Für ernsthafte Analysen bitte das Qualitätsmedium Eurer Wahl ansteuern, mir ist aktuell nicht danach und Junior kann noch nicht so schnell tippen.
Oder Ihr wartet auf den nächsten MillernTon, voraussichtlich am 14.12.)

Links:
MagischerFC Blog

FC Bayern München – Bayer Leverkusen 2:1 (1:1)

Abpfiff in Heidenheim, auf zur Allianz-Arena. Schließlich stand sie schon seit Jahren auf Juniors Wunschliste und die erbärmlichen Veranstaltungen des TSV 1860 dort wollte ich ihm nicht antun, wir wären sonst wieder bei FSK18, insbesondere gepaart mit der aktuellen Auswärtsform des FC St.Pauli.
Also die Bayern! Rechtzeitiges Kümmern brachte uns zwei Sitzplatzkarten im Mittelrang der Bayernkurve (Danke an @JoelinhoMUC) und über den P&R-Parklatz Garching waren wir dann auch rechtzeitig an der Arena angekommen. Auch eine Vollsperrung auf der A8 hatte uns nicht ernsthaft aufhalten können.

Junior war dann doch sichtlich beeindruckt. Unfassbare Menschenmassen, ein Riesen-“Berni” vor der Arena, diese strahlend Rot beleuchtet, Video-Walls schon an den Eingängen, eine Bezahlkarte statt Bargeld, rote Knicklichter auf den Plätzen… schöne, neue Fußballwelt. Oder so ähnlich.
Ich erfreute mich immerhin am freien WLan, als einigermaßen neutraler Besucher eine nette Annehmlichkeit.
(Und nein, brauche ich am Millerntor nicht, Danke.)

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Nach 3-4 Minuten fragte Junior dann: “Wo sind denn eigentlich die Leverkusener?”.
Tja, ist halt schon alles ne Nummer größer und tatsächlich fiel der Gästeblock auch optisch kaum auf, die paar Banner im Oberrang gingen von unseren Plätzen aus fast unter.

Fußballerisch bleibt festzuhalten, dass Bayern von der Dominanz der Pep-Jahre aktuell weit entfernt ist, aber auch für diese Erkenntnis gibt es sicher bessere Quellen als diesen Blog.
(Btw: Ihr hört alle eh den Rasenfunk und spendet dort auch, oder?)

Stimmungstechnisch hört man ja oft genug, dass in der Allianz-Arena eher Totentanz herrscht. Nun saßen wir fast direkt über den Ultras der Bayern und zumindest denen kann man nicht den Vorwurf machen, leise zu sein.
Ziemlich durchgehender 90-Minuten-Support, wie man ihn eben kennt.
Allerdings: Das restliche Stadion schweigt dazu einstimmig. Nun kann man die Henne/Ei-Diskussion führen und sich fragen, ob das restliche Stadion schweigt weil die Gesänge eher selten bis nie etwas mit dem Spiel zu tun haben oder ob die Schickeria ihr Ding durchzieht weil der Rest eh nicht mitmacht.
Fakt ist, dass hier im gesamten Spiel nur drei Mal “gemeinsam” supportet wurde. Nämlich 2x bei “Steht auf, wenn Ihr Bayern seid…” und kurz vor Schluss bei “Super-Bayern!“.
Ansonsten singen eben die Ultras und der Rest des Stadions grantelt Fußball guckend vor sich hin.

Exemplarisch dafür vielleicht folgende Szene: Douglas Costa schießt Mitte der 2.Hälfte zum zweiten Mal binnen kurzer Zeit eine Flanke in die Arme von Leno, was den Herrn vor uns zu einem emotionalen “JETZT NIMM DEN ENDLICH RAUS!”-Ausbruch bringt.

Trockener Kommentar von Junior: “Das ist aber Jammern auf ganz schön hohem Niveau, der sollte sich mal ein Jahr lang nur Spiele am Millerntor anschauen!

Wohl wahr.
Kurze Zeit später aber ist jener Costa frei durch und holt zumindest die Ecke raus, die dann zum 2:1-Siegtreffer führt.
Dies erfreut dann auch den Herrn vor uns.

Erstaunlich dann, wie früh hier teilweise das Stadion verlassen wurde, denn das 2:1 war ja alles andere als in Stein gemeißelt. Insbesondere Eltern mit Kindern “mussten” dies aber wohl tun, wenn sie nicht noch stundenlang im Parkhaus auf die Abreise warten wollten. Prioritäten und so…

Für uns ging es nach einem kurzen Mini-Twitter-Treffen dann auch ins Hotel, ausruhen für die letzte Etappe.

SpVgg Unterhaching – FC Bayern München Amateure 2:1 (1:0)

Gefühlt war dies dann das Highlight der Tour.
Wir trafen uns am Sonntag zum Brunch im White Rabbit’s Room mit Stefan, Felix und Jasper, was allgemein einen schönen Rundumblick über den Münchner Fußball ermöglichte, größtenteils aber zum Leidwesen des Letztgenannten wenig Gutes am TSV 1860 ließ… völlig zurecht, natürlich.
Selbst Juniors anstehendes Referat in der 3.Klasse über “Weihnachten in den USA” konnte erfolgreich besprochen werden.

Anschließend ging es dann für Stefan, Felix, Junior und mich weiter in den Hachinger Sportpark, wo wir dank Stefan beste Plätze auf der Haupttribüne hatten und vorher sogar noch eine exklusive Führung durch die Hachinger Räumlichkeiten bekamen, inklusive einem Fototermin mit dem Hallenmasters-Pokal des DFB, welchen Haching bekanntlich als letzter Verein gewann, ehe der Hallenfußball für Profivereine in Deutschland quasi abgeschafft wurde.

Die Spielvereinigung lag vor dem Spiel mit 16(!) Punkten Vorsprung auf Platz 1, die Bayern waren Zweiter.

"Der Klausi"

“Der Klausi”

Ein besonderes Highlight war dann noch “der Klausi”, der vor dem Spiel mit der Trompete die “Hymne des Freistaats Bayern” zum Beste gab, sieht man ja auch nicht oft.
5.000 Zuschauer hatten sich schlussendlich eingefunden und es gab ein Spiel auf durchaus ansehnlichem Niveau… okay, wenn man das als St.Pauli-Fan aktuell sagt, hat das nicht ganz so viel Relevanz, aber was soll ich machen.
Der Gästeblock war auch gut gefüllt und – zurecht angemerkt von Felix – der Support war ähnlich intensiv wie der Support der Schickeria am Tag zuvor, allerdings deutlich situationsbezogener.

Zur Pause führte Haching durchaus verdient mit 1:0, nach der Pause war es ausgeglichener, auch wenn die Gastgeber einen Strafstoß verschossen. Und nach knapp einer Stunde prophezeite Junior voller Inbrunst, dass Bayern kurz vor Schluss den Ausgleich schiessen, Haching aber in der 93. den Sieg per Handelfmeter erzielen würde.
Tatsächlich erzielte Bayern den Ausgleich nur eine Minute nach seiner Prophezeiung, aber der Ex-Kölner Sascha Bigalke erfüllt Juniors Vorhersage dann buchstäblich mit der letzten Sekunde des Spiels, wenn auch nicht per Strafstoß.
2:1 für Haching, 19 Punkte Vorsprung.
Ratet mal, welche Geschichte einer prophetischen Gabe ich mir seit gestern Nachmittag ungefähr 100x anhören durfte…?

An der Stelle sei nochmals auf die schwachsinnige Aufstiegsregelung aus der Regionalliga verwiesen – denn die 19 Punkte Vorsprung helfen den Hachingern gar nichts, wenn sie dann in der Relegation scheitern. Beispielsweise an Carl-Zeiss Jena oder dem SV Meppen, die beide eine ähnlich beeindruckende Saison spielen.
Wie gestern mehrfach besprochen: Aus fünf Regionalligen sollte es doch problemlos möglich sein auf vier Regionalligen zu verschlanken, dafür hat dann jeder Meister auch einen Aufstiegsplatz sicher.
Bitte übernehmen, DFB, Danke.
(Und bei der Gelegenheit dann auch noch gleich diese unsinnige Regel abschaffen, dass ein Drittligist keine Regionalliga-Mannschaft haben darf, sondern diese bei einem Abstieg aus der 2.Liga zwangsabsteigen muss. Fällt mir grad so ein, völlig uneigennützig natürlich.)

Nun denn, am Abend waren wir dann auch wieder in Hamburg und es war wie so oft, wenn man mit dem FC St.Pauli auswärts unterwegs ist: Ein super Tour, wenn man den braun-weißen Fußball ausklammert. // Frodo

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13.Spieltag (H) – Fortuna Düsseldorf (und: Verein am Wochenende 46/16)

FC St.Pauli – Fortuna Düsseldorf 0:1 (0:1)
Tor: 0:1 Daniel Buballa (36., Eigentor)
Zuschauer: 29.546 (ausverkauft, ca. 3.000 Fortunen)

Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß.
(Andreas Brehme, Filosof & Profed, oder so.)

In Würzburg?
Wenigstens gekämpft – bis auf 25 Minuten in Hälfte eins auch auf Augenhöhe (mit einem Aufsteiger, der grad drei Mal in Folge verloren hat).
Eigene Torchancen? So um und bei eine.
Dummes und unglückliches Eigentor, 0:1.

Gegen Düsseldorf?
Ähnlich, Partie deutlich ausgeglichener, allerdings zuhause und gegen einen Gegner, der in Heimspielen mit Fug und Recht als Lieblingsgegner bezeichnet werden kann.
Eigene Torchancen? So um und bei eine.
Dummes und unglückliches Eigentor, 0:1.

Funfact I: Seit 250 Minuten hat kein Gegner mehr gegen uns getroffen, Danke an @rueckbau für den Hinweis.
Funfact II: 2x hintereinander 0:1 durch ein Eigentor verlieren? Schaffte vor uns in Liga 2 nur LR Ahlen, 2005. Quelle: OptaFranz, auf Nachfrage.
Die Niederlagen gab es gegen den SC Paderborn und Sportfreunde Siegen am 4. & 5.Spieltag, am Ende kam LR Ahlen aber noch auf souveräne 35 Punkte.
(Okay… und steig trotzdem als Vorletzter ab.)

Knappe Stunde vorm Anstoß

Was bleibt? Zwei unglückliche Niederlagen, die aber jeweils auch nicht unverdient waren. In Würzburg hätte man uns in Hälfte eins regelrecht abschießen können, gegen Düsseldorf war die Fortuna bis zum erzielten Treffer auch deutlich feldüberlegen und zog sich erst danach zurück – was uns dann aber eben auch nicht in die Situation brachte, Chancen zu erarbeiten.

Spielerisch fehlen uns momentan die Mittel, hierzu sei explizit auch nochmal auf den jüngsten MillernTon verwiesen, in dem ÜS-Taktikexperte timbo etwas schilderte, was man auch gestern auf dem Rasen ganz klar erkennen konnte:
Derzeitiges Hauptmuster im Offensivspiel ist es, den Ball lang nach vorne zu schlagen, wo Bouhaddouz im besten Fall den Ball fest machen kann, dies aber auch nicht zwingend nötig ist weil dann eben aus dem Mittelfeld alle anderen nachrücken sollen um den zweiten Ball zu gewinnen, wenn der Ball von der Verteidigung geklärt wird.
Allein: Dieses “nachrücken und den zweiten Ball gewinnen” scheitert eben meist daran, dass jener zweite Ball nicht gewonnen wird und wir daher in Strafraumnähe viel zu wenig Ballbesitz haben.

Und für ein anderes Spielsystem, in dem wir den Ball spielerisch nach vorne bringen, fehlen uns aktuell wohl sowohl die dafür nötigen Spieler als auch die entsprechende Sicherheit und das Selbstvertrauen. Ein Teufelskreis.

Das Drumherum

FCSP - F95, Gästechoreo vor dem SpielEigentlich war alles angerichtet. Statistischer Lieblingsgegner, volle Hütte, ausverkaufter Gästeblock mit (fast ausnahmslos) sympathischen Leuten die sogar eine Choreo dabei hatten und zumindest anfangs sowas wie Hamburger Wetter.

 

 

Die Stimmung war auch anfangs okay (wobei das “Aux armes…” fehlte?), ein wirkliches Aufbäumen in Hälfte zwei und der oft beschriene Roar aber fehlte – ähnlich wie auf dem Platz. Wechselwirkung.

Zunehmend auch Unmut. Vereinzelte Pfiffe zur Pause (wenn auch gleich lautstark mit “St.Pauli”-Anfeuerungsrufen übertönt), hörbares Unmutsstöhnen bei Rückpässen, insbesondere mit zunehmender Spielzeit.
Zumindest zu Letzteren: Wir sind Tabellenletzter mit deutlichem Rückstand zum rettenden Ufer, wir haben bisher erst einen Saisonsieg, wir haben seit Ewigkeiten nicht mehr zu Null gespielt… wo soll da die nötige Sicherheit für nen Zuckerpass nach vorne oder der Mut für ne Einzelaktion herkommen? Und wird das mit lautem Unmut besser? (Ja, ohne Unmut wird es auch nicht besser, aktuell.)
Nahezu ausnahmslos kamen diese Rückpässe wahlweise unter Bedrängnis zustande oder waren als Sicherheitsmaßnahme gedacht, weil es keine andere Anspielstation gab. Und dann ist mir der Rückpass zu Robin Himmelmann eben immer noch lieber als ein Ballverlust.
(Gedanklich hier die Szene von Sören Gonther gegen Braunschweig einfügen.)

Und nun?

Tja, nüscht.
Weitermachen, was auch sonst?
Abmelden vom Spielbetrieb wäre ziemlich sinnlos und mit 2-3 Siegen in Folge wäre man auch wieder in ruhigeren Gefilden. Sieht momentan nicht danach aus, aber Nürnberg hat das gerade sehr eindrucksvoll vorgemacht. (Zum Vergleich: Tabelle nach Spieltag 5.)

Das nächste Spiel findet am Samstag um 13.00h beim 1.FC Heidenheim statt, die haben grade in Bielefeld verloren, gegen die wir bekanntlich absolut souverän in der Nachspielzeit gewonnen haben.
Wir sind also quasi Favorit, oder so.

Und, wie sang schon ein großer Deutscher Dichter und Denker:

Tragik ist wie Liebe,
ohne Happy End.
Und eines ist wirklich sicher,
dass die Tragik St.Pauli kennt.

Also: Samstag, Heidenheim.
Hinfahren, warmmachen, rausgehen, weghauen.

Links:
– Bilder Stefan Groenveld
– Bericht und Bilder: Beebleblox
– Bericht: Nice Guys (Aluhüte United!)
– Bericht: FCSP Athens South End Scum (English)
– Bericht Grenzenlos 1910

Verein am Wochenende

Bevor wir uns jetzt alle weinend in die Arbeitswoche verabschieden, schaue ich lieber auf die anderen Teams im Verein, da lief es nämlich fast ausnahmslos besser:

Die 1.Frauen rockt weiterhin die Regionalliga!
Die Aufsteigerinnen hatten sich zuletzt mit einer 1:2-Niederlage gegen Holstein Kiel und einer 1:6-Pleite bei Spitzenreiter Werder II die ersten Saisonniederlagen abgeholt.
Samstag dürften die Erwartungen im Rückspiel gegen die verlustpunktfreien Bremerinnen also auch übersichtlich gewesen sein, doch es kam anders!
Einen frühen Rückstand konnte Ann-Sophie Greifenberg in der Feldarena kurz vor der Pause per Schuß von der Strafraumgrenze ausgleichen, kurz vor Schluß gab es sogar den viel umjubelten Siegtreffer zum 2:1, nach Ecke per Kopf erzielt durch Carlotta Kuhnert.
Ausführlichere Infos und viele Bilder gibt es beim Torknipser.
Aktuell also 3.Platz, 23 Punkte aus elf Spielen, großartig!
Nächsten Sonntag geht es zu Fortuna Celle, Anstoß dort um 13.00h.

Die U23 blieb erneut ohne Gegentor!
(Okay, das Heimspiel gegen Hildesheim fiel aus.)
Während für die Regionalliga Nord damit die Hinrunde abgeschlossen ist, sind unsere Jungs jetzt (mit eben jenem Spiel Rückstand) auf einem ungefährdeten 11.Tabellenplatz. 16 Spiele, 24 Punkte, elf Punkte Vorsprung auf den ersten regulären Abstiegsplatz.
Klingt also grundsätzlich gut und entspannt – hilft nur alles nichts wenn die Profis absteigen sollten, denn dann stünde man als Zwangsabsteiger leider fest.
Aber: Siehe oben, nützt ja nüscht, weitermachen.
Nächste Woche beginnt mit dem Spiel beim 1.FC Germania Egesdorf/Langreder (17.) die Rückrunde.

Die U19 hingegen hatte einen ziemlich miesen Saisonstart, in erster Linie durch einen unglücklichen Spielplan bedingt.
Inzwischen hat man aber die meisten Gegner auch auf Augenhöhe hinter sich und sich nach und nach ins Mittelfeld gearbeitet. Am Sonntag kam durch einen Treffer von Irwin Pfeiffer ein 1:0 bei Energie Cottbus hinzu, zwölf Spiele und 13 Punkte bedeuten aktuell vier Punkte Luft auf den ersten Abstiegsplatz.
Am kommenden Sonntag um 12.30h steht ein Sechs-Punkte-Spiel gegen den SV Werder an, der aktuell mit zehn Punkten noch knapp über dem Strich steht.
Damit wäre die Hinrunde dann abgeschlossen.

Die U17 hatte spielfrei und tritt am Sonntag in Bremen ebenfalls zum letzten Hinrundenspiel an.
Im Gegensatz zur U19 ist man dabei allerdings krasser Außenseiter, denn Werder ist hier mit zwölf Siegen aus zwölf Spielen souveräner Spitzenreiter.
Unsere Jungs haben aus den zwölf bisherigen Spielen 16 Punkte geholt und damit sechs Punkte Luft vor dem ersten Abstiegsplatz.

Einen Doppel-Heimspieltag gab es beim Handball.
Um 18.00h spielten die 1.Frauen in der Oberliga HH/SH ein “Vier-Punkte-Spiel” gegen den ATSV Stockelsdorf. Beide Teams ging mit 4:10 Punkten ins Spiel und dem Sieger winkte ein Platz im unteren Mittelfeld als Belohnung.
Blöd: Belohnt wurden dann die Gäste, die mit 20:21 am Ende die Oberhand behielten. Unsere Frauen liegen mit 4:12 Punkten aktuell auf einem Abstiegsplatz, nächsten Sonntag geht es zum Bredstedter TSV, der auch nur einen Zähler mehr hat und den ersten Nichtabstiegsplatz belegt.

Um 20.00h traten die 1.Herren dann in der Oberliga HH/SH an, mit 5:7 Punkten bis dahin auch nur knapp über der Abstiegszone.
Zu Gast war der TSV Hürup, Tabellendritter.
Und die “Hölle Budapester Straße” machte ihrem Namen dann auch mal wieder alle Ehre, am Ende stand ein 23:22-Sieg für Braun-Weiß und mit 7:7 Punkten liegt man wieder in ruhigem Fahrwasser.
Nächste Woche geht es nach Tornesch, wo man beim Tabellenletzten TuS Esingen die nächsten Punkte einfahren will.

Spielberichte der Handballabteilung findet Ihr immer auf knickwurf.de.

// Frodo

 

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Fahrstuhl fahren mit der BILD

Es begab sich am Donnerstag, dass der Verein folgenden Tweet absetzte:

Ehrlich gesagt rutschte der mir fast durch, da ich Herrn Diekmann (wie auch alle anderen mir bekannten BILD-Accounts auf Twitter) konsequent geblockt habe und mir daher der Zusammenhang fehlte.
Ja, diese Haltung sei mir auch kurz nach dem “Tag der Toleranz” weiterhin zugestanden, kann ja jeder gegebenenfalls doof finden oder anders handhaben, die Nutzung der Medien ist ja weiterhin sehr individuell einstellbar, zum Glück.

Der Wirbel um diesen Tweet nahm dann natürlich unter dem #FCSP-Hashtag recht schnell zu und wurde im Ton dann auch sehr hart, was mich zu dem Zeitpunkt noch die Augenbraue hochziehen ließ, denn ich empfand den Tweet als solchen eher als “Okay”, denn man nahm (in meiner Wahrnehmung) eher nochmal augenzwinkernd Bezug auf die damaligen Situation, in der Kai Diekmann sich bekanntlich nicht allzu sehr mit Honig Ruhm bekleckert hat. Eher also ein Schulterzucken meinerseits.

Jenes Max Goldt-Statement hat seitdem nichts von seiner Berechtigung verloren, trotzdem hatte ich das Ganze noch als “Naja, den einen Pott Honig, aus welchen Gründen auch immer… wird seine Gründe haben. Muss ich nicht gut finden, ist jetzt aber auch kein Grund für nen Shitstorm.” abgetan.

Nun hat sich der Verein ausführlicher geäußert.

Und… nun ja, mein anfängliches Schulterzucken hat sich inzwischen dann doch in ein “verärgertes Augenbrauen hochziehen mit kombiniertem nervösen Fingergetippe auf dem Schreibtisch” verwandelt, vorsichtig formuliert.

Um es klar zu sagen: Was unser Vizepräsident Joachim Pawlik in seiner Freizeit oder auch in seinem beruflichen Wirken macht, ist seine Sache. Das kann ich gut oder scheiße finden, hat mich aber (sofern gewisse Grenzen nicht überschritten werden) als St.Pauli-Fan nicht oder nur sehr begrenzt zu interessieren.
Ich würde auch eine Einladung Kai Diekmanns in beruflichen Zusammenhängen unter dieses Dach packen. Das kann ich doof finden und für eine eventuelle Wiederwahl im Hinterkopf abspeichern, grundsätzlich aber ist das noch etwas, was ich einem ehrenamtlich tätigen Präsidium in einem Land mit freien Medien absolut zugestehen muss, auch wenn ich persönlich die BILD noch so sehr als menschenverachtend und unzumutbar erachte.
Und auch wenn dann da ein Pott Honig und das RefugeesWelcome-Kochbuch verschenkt wird, gehe ich erstmal davon aus, dass dieses entsprechend von Pawlik oder seiner Firma gekauft und bezahlt wurde und dann darf er damit eben auch machen was er will.

Grenzwertig bzw. auch grenzüberschreitend wird es in meinen Augen dann, wenn hier Berufliches und das Amt des FCSP-Vizepräsidenten vermischt wird, denn wie anders ist es zu erklären, dass der Geschäftsführer Andreas Rettig überhaupt auf dieser Veranstaltung auftaucht und dann auch noch in ein Gespräch mit Diekmann gebracht wird?
Wer das Gespräch von Andreas Rettig im letzten MillernTon gehört hat, wird diesem (auch wenn wir dort das Thema BILD ausgeklammert hatten, weil es dazu alles schon mehrfach gesagt worden war) zweifellos abnehmen, dass er wenig Lust hat, hier auf Herrn Diekmann und Co. zuzugehen.
Wenn sich in einem solchen Rahmen, wie bei dieser Veranstaltung, aber eben dieses Gespräch “ergibt”, dann kann man sich zwar wünschen, dass Rettig Diekmann ansatzlos das Honigglas ins Gesicht pfeffert und ihn anschließend lächelnd ins UKE fährt oder zumindest den Inhalt des Glases lächelnd von oben auf ihn niederfließen lässt – einem normalen Verhalten zwischen erwachsenen Menschen in entsprechenden Funktionen auf solch einem Event entspricht dies aber natürlich nicht.
Es ist also schon nachvollziehbar, dass Rettig dann gute Miene zum Diekmannschen Spiel macht – welches dieser natürlich auch medial entsprechend bestens beherrscht.
Und ob die Einladung zum Spiel dann auf Rettigs oder Pawliks Bestreben hin erfolgte, ist dann auch ziemlich Wurst, denn da lag das Kind bereits mit gebrochenen Beinen im Brunnen.

Spätestens die Veröffentlichung über Diekmanns Twitter-Account brachte das Ganze dann in die Welt und der Verein versuchte mit dem Tweet eben (aus meiner Sicht) Schadensbegrenzung zu betreiben, in dem man zumindest das damalige Thema (und die damals auch eindeutig verteilten Rollen, s.o.) nochmals in Erinnerung rief. Ein “Diekmann, Du dummer Mensch mit kleinem Penis, geh Stuhlgang verrichten und habe Beischlaf mit Deinem Meniskus!” wäre vielleicht ein besserer Tweet gewesen… aber damit sind wir dann wieder bei vernunftgetriebenem Umgang unter Erwachsenen und es ist imho auch gut oder zumindest okay, dass dieser Tweet eben dann so lautete wie er lautete und nicht wie jetzt hier erdacht.
(Copyright ist aber hiermit freigegeben, wenn das jemand so tweeten will, nur zu.)

Das eigentlich Schlimme an dieser Geschichte ist doch folgendes:
Der Verein hat es damals geschafft, die BILD (und Kai Diekmann) medial zu bezwingen. Die Vielzahl an positiven Reaktionen zeigen dies ebenso wie die (immerhin) paar Vereine, die sich damals dem Protest angeschlossen haben.
Und ein Sieg gegen die BILD ist hierzulande für große Gruppen oder Vereine immer noch ähnlich selten wie ein Sieg gegen den FC Bayern in der Fußball-Bundesliga.
Das Ding war durch, das Spiel war abgepfiffen – und mit diesem Abend und der Einladung von Joachim Pawlik an Kai Diekmann UND Andreas Rettig wurde völlig unnötig noch eine Verlängerung eingeläutet, die Diekmann die Gelegenheit gab, doch noch den Ausgleich zu erzielen.

Und dies ist ihm gelungen, denn dass sich jetzt, in dieser sportlich durchaus prekären Situation, mehrere Leute überhaupt wieder mit diesem Herrn und diesem Print-Erzeugnis befassen, dass es innerhalb von Fanszene und Verein schon wieder einen völlig unnötigen und überflüssigen Ärger gibt – dies ist mehr als nur ärgerlich.

Insofern, Joachim Pawlik: Zukünftig bitte strikter zwischen Beruf und dem Amt des Vizepräsidenten trennen und den Verein und seine Angestellten aus Kungeleien mit der BILD heraushalten, Danke.
Ein völlig unnötig aufgemachtes Fass.

Damit der Artikel jetzt aber doch noch positiv endet:
Lest den Aufruf des MagischenFC-Blogs zum sportlichen Zusammenhalt und hört den aktuellen MillernTon.
Fazit bei beiden: Wir steigen nicht ab.

Und: Hört auf Max Goldt, weiterhin.

P.S.: Der MagischeFC-Blog hat sich auch zum Thema geäußert, ebenfalls lesenwert..

// Frodo

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MT035 – Alles Taktik

Die Pause seit der letzten Sendung war berufsbedingt etwas länger, dafür versuchen wir mal was total verrücktes: Wir reden tatsächlich über Fußball!
Inhaltlich!

Noch dazu: Wir haben jemanden eingeladen, der sich damit auskennt!
Und die anderen durften trotzdem mitreden…

Viel Spaß also in den knapp zwei Stunden mit uns (Justus, Johnny, Maik) und Tim, Taktik-Experte des Übersteigers. Die restlichen MillernTonis ließen sich entschuldigen.

Themen:

  • FCSP – Hertha
  • FCSP – 1.FC Nürnberg
  • Kickers Würzburg – FCSP
  • Julius-Hirsch-Preis

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