Buchrezi: „Hamburger Flachbauten“

Peter Bruns und Claas Möller. Was haben das „Lehmitz“, der Teepavillon an der Hoheluftchaussee und die Kneipe „Zum Silbersack” gemeinsam? Sie alle sind in einem Hamburger Flachbau zu Hause. Getreu der Handwerksweisheit „Nichts hält länger als ein Provisorium“ verteilen sich diese ein- bis zweistöckigen Gebäude im gesamten Hamburger Stadtbild. Funktional und unspektakulär füllen sie Bebauungslücken – oft die, die nach dem Zweiten Weltkrieg als Trümmergrundstücke zurückgeblieben waren. Mit ihrer meist kleingewerblichen, gastronomischen oder kulturellen Nutzung sind die Flachbauten identitätsstiftende und menschenfreundliche Anlaufpunkte. Sie bilden einen fast schon rebellischen Kontrast zu den stolzen Pfeffersackvillen, den riesigen Einkaufszentren und den protzigen Glas-

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Containern – (Über-)Leben aus dem Müll

Der Tisch ist reich gedeckt. Wie zum Weihnachtsfest in fast jedem Haushalt. Doch es ist Spätsommer und ich bin auch nicht in einer Wohnung… In einer Glaskaraffe ohne Griff glänzt frischgepresster Orangensaft, auf den Tellern schmiegen sich gegrillte Bratwürste (auch vegane!) an Grillkartoffeln und in den kleinen Schalen wartet bunter Salat mit Tomaten, Gurken, Radieschen, grüner, gelber und roter Paprika, sowie Frühlingszwiebeln. „Is’ alles aus’m Container“, sagt Christiane, als sie das angeschnittene und mit Kräuterbutter gefüllte Baguette vom Grill nimmt. Sie lebt mit ihrem Freund Paul und Labrador-Mix-Hündin Kira in einem Zelt, das sie aus drei kaputten Zelten zusammengeflickt haben,

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Schwessi: Achtung Überlebensgefahr

Plattentipp Pussy Empire Recordings Von: Kurzpass Bei „Schwessi“ denkt man irgendwie an die große Schwester vom besten Kumpel. Und genau so ist sie auch. Wer seit Langem mit Udo Lindenberg arbeitet, textet und Dokus dreht und in der Jugend auf dem bayrischen Dorf laut eigener Angabe durch Musik von den Zitronen, Lindenberg, Rio Reiser und Nina Hagen sozialisiert wurde, ist nicht mehr zwanzig und hat einiges erlebt. Unter anderem auch als alleinerziehende Mutter im Tourbus und anderswo. All das fließt in die Songs ein, die nun auf ihrem ersten Soloalbum zu hören sind. Musikalisch sind das nette Popsongs, mal mit

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Literaturtipp

Schlaf schön, Hamburg Bilderreise mit Möwe Mona Gelesen von gejo Nach einem langen Flug weg von der kalten Nordsee hält Möwe Mona Ausschau nach einem wärmeren Unterschlupf. So begibt sie sich mit ihrem Nachwuchs auf die Reise nach Hamburg. Es ist schon spät, als Mona abends die große Stadt erreicht. Und sie ist so müde, doch überall ist es hell, laut & schmutzig. Ihr Streifzug führt sie erst zum Michel, zu einem Schiff, dann weiter zum Fischmarkt. Von da aus bis zum Planetarium im Stadtpark und wieder zurück zum Hafen. Doch immer, wenn sie sich in Ruhe wähnt, wird sie

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