Archiv des Autors: Kurzpass

Fontaines D.C. – A Hero’s Death

Partisan/PIAS

Postpunk nennt sich das, was die fünf Dubliner machen. Warum eigentlich. Das klingt nicht wie Nach-Punk, das klingt, als sei es schon in den 80ern da gewesen – ohne dabei etwas von der damaligen Wildheit eingebüßt zu haben. Verzerrer sind wichtig. Aber der Hammer ist diese Stimme von Sänger Grian Chatten – zwischen Mark E. Smith und The Streets. Sprechgesang, der hängen bleibt, der dir Wiederholungen um die Ohren haut, „I don‘t belong to anyone“, „That‘s a televised mind“ oder „Life ain’t always empty“. Mit krassem und bewusst eingesetzten irischem Einschlag. Während der Vorgänger „Dogrel“ noch eher retro und teils wirklich punkig klang, haben Fontaines D.C. (steht übrigens für Dublin City) auf „A Hero‘s Death“ einen ganz eigenen, sehr düsteren Stil entwickelt, der manchmal ein wenig wie ein Abgesang auf das Leben in der Welt, wie sie nunmal leider gerade ist, wirkt. Gar nicht fröhlich. Das liegt wohl auch daran, dass die fünf den Erfolg ihres Erstlings erstmal verdauen mussten und das natürlich musikalisch getan haben. Die Eierschalen sind weg, die Tierchen strampeln sich frei und das ist erst der Anfang. Anspieltipps: die Single-Auskoppelungen „I don‘t belong“, „Televised Mind“, „A Hero‘s Death“ – Das Album erscheint am 31. Juli.
//kurzpass weiter

Teilen:
Veröffentlicht unter Rezensionen | Schreib einen Kommentar

„Lage der Liga“: Rückblick nach vorne

von Hermannus Pfeiffer

Sportlich betrachtet setzte sich in der zurückliegenden Saison der Trend der Ära Göttlich fort. Dieser Negativlauf hat wirtschaftliche Folgen, die wiederum die sportliche Zukunft belasten. Allein am letzten Spieltag hätte der FC St.Pauli bei einem günstigen Verlauf zusätzliche Einnahmen aus der Fernsehvermarktung von 1,7 Millionen Euro buchen können, hat das „Hamburger Abendblatt“ errechnet. Noch stärker belastet Corona den Etat.

Derweil tut sich was. Die Deutsche Fußball Liga GmbH (DFL) und der DFB in Frankfurt setzten zwar die Wiederaufnahme des Spielbetriebes in den Ligen 1 bis 3 politisch durch, trotz sonst rigider Corona-Beschränkungen. Aber ausgerechnet die Anhänger von Eintracht Frankfurt rührten sich und brachten den Ball bundesweit ins Rollen.  weiter

Teilen:
Veröffentlicht unter Allgemein, Und sonst so | Verschlagwortet mit , , , , | 1 Kommentar

Buchrezension

Mario Leo / Alex von Kuczkowski
“Kaufen Sie Ronaldo!”
Wie Facebook, Instagram und Google den Profifußball verändern

Verlag Die Werkstatt, ISBN 978-3-7307-0493-6, 16,90 €

Es geht nicht nur um Fernsehgelder. Schon lange nicht mehr. Trikotsponsoren der Clubs? – Ja, sind wichtig und immer schwerer zu finden. Denn Nike und Co. binden sich mittlerweile lieber an einzelne Spieler – allen voran natürlich CR7. Der verdient mit Instagram-Werbung weit mehr im Jahr als aktuell bei Juve, nämlich 50 Millionen.  weiter

Teilen:
Veröffentlicht unter Rezensionen | Verschlagwortet mit | Schreib einen Kommentar

„Ich habe mir meine Auslösung verdient“

Thees Uhlmann hat eine neue Platte, die ziemlich gut ist. Und er hat eine Menge zu erzählen – über Arschlöcher in Kneipen, Fannähe und seinen Wunsch nach internationalem Fußball am Millerntor

Von Sebastian

Du hast dir für deine neue Platte fast sechs Jahre Zeit gelassen. Was hat sich inzwischen bei dir geändert bzw. wie hast du dich verändert?

Jede Menge. Ich merke die fortgeschrittene Zeit vor allem an meiner Tochter. Sie ist jetzt 12 und versteht inzwischen ganz genau, was ich mache – und sie findet es peinlich. Mit sieben oder acht wäre das vielleicht noch überlebensgroß gewesen. Bei meiner letzten Platte war sie bei meinem Konzert in Köln dabei und ist nach einer Stunde einfach eingeschlafen. Weil der Altvordere steht da oben rum, schwitzt und grölt und es interessiert sie nicht. weiter

Teilen:
Veröffentlicht unter Allgemein, Und sonst so, Was macht eigentlich... | Kommentare deaktiviert für „Ich habe mir meine Auslösung verdient“