Schlagwort-Archive: Frauen-WM

Und sonst so… (XII)

Elfmeter ist, wenn die Schiedsrichterin pfeift
Es tut mir leid, so ganz ohne Frauen-WM Döntjes geht es einfach nicht.
Der Lacher der Woche war sicher das Handspiel von Bruna (Äquatorial-Guinea) beim Spiel gegen Australien. Der Ball springt vom Pfosten zurück, sie steht am Fünf-Meter-Raum und fängt den Ball sicher… als Feldspielerin. Die Schiedsrichterin war geistig wohl abwesend, auch die Kommentatorin des ZDF echauffierte sich zwar nach der Zeitlupe fürchterlich, hatte es aber live ebenfalls nicht gesehen.
Wer es bisher nicht gesehen hat, schaue hier:
httpv://www.youtube.com/watch?v=Z3eUN2qQT1U weiter

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Und sonst so… (X)

Juhu, zehnte Ausgabe, ein erstes kleines Jubiläum!
Und das feiere ich dann mal so, wie die Rubrik ursprünglich gedacht war, nämlich als bunte Döntjes-Sammlung, ohne große eigene Kommentare:

Geht wieder looooohooooos!
Der Fanladen hat die ersten Infos zu Auswärtsfahrten veröffentlicht, neben dem Auswärtssieg bei der Eintracht gibt es zum einzigen Saisonspiel in den Braun-Roten Event-Trikots sogar einen Sonderzug (nach Trier)!
Alle hin da!

Auf Eurosport.com gibt es ein absolut lesenswertes Interview mit Michael Gabriel, seines Zeichens Leiter der KOS (Koordinationsstelle Fanprojekte). Wichtige Sätze über Fans, Ultras und die Medien, fernab vom üblichen Schwarz/Weiß mit jeder Menge Grautönen.
Schade höchstens, dass es wahrscheinlich (auch prozentual) mehr Fans/Ultras geben wird, die sich darüber Gedanken machen, als Journalisten, Politiker oder Polizisten. weiter

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Und sonst so… (VIII)

Oooooh, wie ist das schööööön!
Gestern veröffentlichte der Gazzetta-Blog das Ergebnis einer schweißtreibenden Tätigkeit. Mit Hilfe von AFM, Skinheads und vielen fleißigen Händen erstrahlt die Südkurve ab sofort in einem neuen Glanz. Wun-Der-Schön, Danke!

Tatort
Ich gestehe: Ich gucke Tatort. Nahezu alles, außer den Borowski und den Österreicher.
Und normalerweise hat diese Schwäche für Batic und Leitmayr, Odenthal und Kopper, Ballauf und Schenk, Thiel und Börne und natürlich Cenk Batu (momentan mein persönlicher Favorit, unverständlich das die Quoten so schlecht sind und der wohl abgesetzt wird) wenig bis nichts hier im Blog zu suchen.
Sonntag aber war quasi doppelter Pflichttermin, denn Ulrike Folkerts ermittelte im Fußball-Milieu und in Nebenrollen sollten neben Theo 20er auch Löw, Bierhoff, Steffi Jones und Celia Okoyino da Mbabi auftreten. Wer? Achso, ja, genau, die junge Dame die jüngst auch die DFB-Pokal-Lose gezogen hat.
Es bemühte sich auch im Vorfeld niemand großartig, Handlung oder handelnde Personen irgendwie als relevant für den Tatort an sich zu bezeichnen. Es wurde von allen recht offen zugegeben, dass hier lediglich 90 Minuten auf dem Premium-Sendeplatz der ARD im öffentlich-rechtlichen Fernsehen als Werbetrailer für die Frauen-WM im eigenen Land zur Verfügung gestellt wurden, auch wenn ich das jetzt vielleicht etwas offensiv formuliere. 
Ansonsten war die Handlung spätestens nach zehn Minuten auf einem Realitätsniveau wie der Film Sucker Punch, als nämlich zum einen zunächst die muslimische Topspielerin des Bundesligaclubs während des Trainings der restlichen Spielerinnen für mehr oder weniger erotische Fotos am Torpfosten posierte, zum anderen der Manager des Clubs der Trainerin die Hölle heiß machte, weil die Zuschauerzahlen nach drei Niederlagen ja jetzt so dolle einbrechen würden.
Ersteres würde wohl, selbst wenn die Nationalspielerinnen sich für sowas nicht zu schade wären, kaum parallel zum Training des restlichen Teams stattfinden. Letzteres hingegen ist für einen Dorfverein wie den “FC Eppheim”, der ja von der 4.Liga in die Bundesliga durchmarschiert ist und dort vor schätzungsweise 250 Zuschauern spielt natürlich dermaßen lächerlich, das tut schon weh. Kommen da jetzt nur noch 245, weil die fünf Erfolgs-Ultras ihre Bengalos jetzt lieber beim Eppheimer Eishockey-Achtligisten abfackeln? Oder sind fünf ältere Herren weniger da, weil sie sich diesen Grottenkick ab sofort nicht mehr antun? Mal ganz abgesehen davon, dass es bei drei Niederlagen in Folge noch nicht allzuviele Heimspiele gegeben haben kann, die einen Trend bei den Zuschauerzahlen überhaupt zulassen.
Aber es war schon immer unmöglich, Fußballfilme auf ihren Realitätsgehalt hin zu überprüfen. Wenn ich mich unterhalten lassen will, ohne zu viel eigenes Wissen einzubringen, sollte ich also bei Black Swan bleiben, da bin ich komplett ahnungslos und es ist mir auch egal, (Achtung, Spoiler) ob man mit ner klaffenden Bauchwunde noch zwei Akte durchtanzen kann bevor man stirbt.
Die restlichen 80 Minuten zogen dann so ziemlich jedes Klischee durch, welches man sich für Frauenfußball im Krimi so vorstellen kann und am Ende war der Mörder doch sogar auch noch der Gärtner… bzw. der Platzwart, womit wir beim einzigen Highlight des Abends wären: Rennert, Herz und Seele des Vereins! Der ist schon vor der Umbenennung des Verein (FC soll die Abkürzung für den sponsernden Chemie-Giganten im Hintergrund sein) da gewesen und trägt ab und an auch noch trotzig die alten Klamotten inkl. altem Vereinslogo auf und macht auch bei nem Training mit handgezählten Null Zuschauern noch lecker Bockwurst für den Herrn Kommissar warm, weil sowas eben zum Fußball dazugehört. Großartig dann die Schlußszene, als er in bester Hooliganmanier die vollverglaste Loge/das Büro des Sponsors zerlegt und eine “Früher war alles besser!” und “Leute wie Ihr macht den Fußball kaputt!“-Kanonade nach der anderen abfeuert, während er dabei ist den Manager ins Jenseits zu befördern, wovon ihn Kopper schlußendlich nur mit einem Knieschuß abhalten kann.
Ich sehe zur neuen Saison schon die zahlreichen “Rennert”-Gedächtnis Doppelhalter in den Kurven vor mir.
Das ein “dermaßen durchgeknallter Irrer” natürlich nur ein Mörder sein kann, hat sicher auch der DFB als Bedingung gestellt. weiter

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