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West Ham, Millwall, Twickenham – Ein Wochenende in London

Dem Ein oder Anderen wird auf Twitter meine (wieder)gewonnene Begeisterung für American Football schon aufgefallen sein. Dies hatte zur Folge, dass wir recht früh ein Familienwochenende für diesen Oktober in London geplant hatten, direkt nachdem die NFL ihre diesjährigen London Games veröffentlichte.

(Kleiner Einschub: All das, was viele momentan an jenem “modernen” Fußball so sehr stört, größtenteils ja auch zurecht, ist natürlich im Football noch viel Extremer. Während im Fußball schon bei den aktuellen Werbetouren in Sommer- oder Winterpause die Nase gerümpft wird oder bzgl. einiger Eskapaden im Englischen Profifußball (Pokalauslosung für den asiatischen TV-Markt etc.) aufgestöhnt wird, ist die NFL hier natürlich schon einige Schritte oder gar Kilometer weiter.
Die “London Games” feierten dieses Jahr ihr Zehnjähriges Bestehen, wohlgemerkt für Pflichtspiele! Außerdem gibt es nun auch jährlich ein Spiel in Mexiko, eine Erweiterung auf Asien ist angedacht – und am Ende könnte es auch immer noch eine feste Verlegung  eines Teams nach London geben.
Aktuell baut Tottenham Hotspurs seine White Hart Lane neu – in Zusammenarbeit mit der NFL, um dort dann zukünftig die London Games dauerhaft auszurichten, die aktuell noch in Wembley und Twickenham (quasi das Wembley für Rugby) stattfinden.
Das Geld dabei keine Rolle spielt und man auch durchaus neue Wege geht, kann man u.a. in diesem Video sehen: weiter

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Fußball in den West Midlands – Teil 1

von Christoph

Birmingham ist mit 1,2 Millionen Einwohnern Englands zweitgrößte Stadt und damit ein Anker in dem Midlands der Insel. Beheimatet sind dort gleich drei große Fußballclubs: Birmingham City, Aston Villa und West Bromwich Albion. Mit den Wanderers aus der Nachbarstadt Wolverhampton und Coventry City gesellen sich zwei weitere namhafte Teams in der unmittelbaren Nähe dazu und sorgen für einige regionale, interessante Begegnungen. Als die beiden erbittertsten Begegnungen gelten Aston Villa gegen Birmingham City und Wolverhampton Wanderers gegen West Bromwich Albion. Aber auch die anderen verbleibenden Derbys haben es in sich. Nur das Aufeinandertreffen zwischen City und Albion gilt eher als „friendly Derby“. weiter

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Und sonst so… (II)

Ja, “Und sonst so…” soll hier mal eine feste Rubrik werden, ich versuch es zumindest mal.
Die heutige Folge beginnt mit gleich drei Gratulationen:

4.Herren
Mein schlimmster Albtraum im Fußball gilt ja sportlichen Erfolgen… nämlich immer dann, wenn sie “passiv” erlebt werden. Beispielsweise ein Aufstieg an nem spielfreien Tag durch Pleiten der Konkurrenz, oder ähnliches.
An einem letzten Spieltag ist sowas allerdings eher ungewöhnlich, da in den meisten Ligen ja zeitgleich gespielt wird.
So lud die vom Übersteiger bekanntlich großzügig gesponserte 4.Herren des FC St.Pauli am gestrigen Samstag ja zum letzten Saisonspiel ein, um zum ersten Mal in der 25.jährigen Geschichte den Titel in der UHA01 zu holen, der höchsten Spielklasse die für Mannschaften aus dem “Untere Herren”-Bereich möglich ist. (Kleiner Exkurs: Während in vielen anderen Bundesländern ein einziger Liga-Kosmos existiert, mit Durchlässigkeit theoretisch bis ganz oben und ganz unten, sind in Hamburg die ersten und zweiten Mannschaften in einem eigenen Ligabereich, alles dadrunter spielt in einem separaten Ligen-Bereich.
Wir hatten ja auch hier angekündigt, dass es eine große Party geben sollte, umso größer meine Überraschung als Stoßstürmer Stemmen am Freitagnachmittag anrief um abzusagen. Der Gegner, Eimsbüttel III, hatte zuviele Verletzte zu beklagen und sagte mit nur noch acht zur Verfügung stehenden Spielern ab. Blöd sowas… weiter

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Birmingham Boys in Brown gewinnen Ligapokal

Okay, eigentlich war es nur die blaue Fraktion dieses ziemlich reisefreudigen St. Pauli-Fanclubs aus der zweitgrößten Stadt Englands. Aber die freuten sich umso mehr, dass ausgerechnet ihr Club, Birmingham City, dem das Loser-Image so hartnäckig wie ein Fluch anhaftet, das übermächtige Arsenal völlig verdient im Finale mit 2-1 schlug.

Der Fluch geht in das Jahr 1906 zurück, als zum Bau des Stadions St. Andrews eine Gruppe dort lagernde Gypsys vertrieben wurde. Diese rächten sich, indem sie Birmingham City dazu verfluchten, niemals einen Titel zu gewinnen. Tatsächlich gewannen die Blues zwar bereits 1963 den Ligapokal, doch damals weigerten sich fast alle großen Clubs an dem Wettbewerb teilzunehmen, so dass der Wert eher zweifelhaft blieb. Den überraschenden Erfolg haben sie möglicherweise Barry Fry zu verdanken, der das Team Anfang der 90er in der Dritten Liga trainierte. Als das Team drei Monate nicht gewonnen hatte, erfuhr er davon, dass man den Fluch brechen könne, wenn man in alle vier Ecken des Feldes gleichzeitig pinkele, was er dann auch tat. (Anm. des Layouters: Er tat das? Gleichzeitig? In alle vier Ecken? Wow…)
Seine Entlassung konnte er damit zwar nicht mehr verhindern, doch brachte ihm seine unorthodoxe Tat große Dankbarkeit und Beliebtheit bei den Brummies ein. weiter

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