Der Antrag

Die Meldung des KICKER gestern Abend war dann ja doch ein kleiner Aufreger. Der FC St.Pauli hat (bereits am 10.November) einen Antrag an die DFL gestellt, dass auf der DFL-Mitgliederversammlung am 2.Dezember folgendes beschlossen wird: Vereine, die dank Ausnahmegenehmigung von der sonst gültigen “50+1 Regel” befreit sind, werden von den Erlösen aus der zentralen Vermarktung (TV, Spielball etc.) ausgeschlossen.

Konkret würde dies bedeuten, dass die 100%igen Bayer- und VW-Töchter Leverkusen und Wolfsburg sowie die im Besitz von Hopp befindliche TSG Hoffenheim nicht mehr an den TV-Erlösen partizipieren.
Zur Erklärung: Diese schlüsseln sich aus der 5-Jahres-Wertung der DFL auf, in denen die letzten fünf Saisons summiert werden, wobei die aktuellen Jahre jeweils schwerer ins Gewicht fallen. Außerdem, dies könnte später noch interessant werden, sind diese Tabellen für die 1. und 2.Liga getrennt. Der Tabellenletzte der 1.Liga in dieser Wertung (dieses Jahr Darmstadt 98) bekommt also immer mehr Geld als der Tabellenerste in Liga 2, auch wenn dieser weniger Punkte aus den letzten fünf Jahren erzielt haben sollte.

Der Aufschrei war erwartbar und erfolgte jetzt in Form eines gemeinsamen Schreibens der drei Vereine, ergänzt durch die vorauseilende Solidarität von Hannover 96, für die ab 2017 auch eine Ausnahmegenehmigung auf Anfrage erteilt werden könnte, da Martin Kind dann 20 Jahre als Sponsor fungiert, was Voraussetzung für die Ausnahme ist.
Schon auch erstaunlich, wie einig man sich dann plötzlich in solchen Fällen ist. Nicht.

In Anbetracht der Tatsache, dass eine (wie auch immer geartete) “gerechtere” Verteilung der (insbesondere) TV-Gelder seit Jahren zu den Diskussionsfeldern innerhalb der DFL gehört, durchaus ein smarter Move des FC St.Pauli, offensichtlich initiiert von Andreas Rettig, der sich in seiner Funktion bei der DFL in den letzten Jahren sicher auch schon häufig Gedanken rund um die Thematik gemacht haben wird und im Zweifel auch schon viele informelle Gespräche mit anderen Vereinen geführt haben dürfte.
Es ist also kaum zu erwarten, dass St.Pauli mit dem Vorschlag im Regen stehen wird, auch wenn das Schreiben der anderen vier Vereine dies versucht so darzustellen.
Auch eine Aufkündigung der Solidargemeinschaft, wie im Schreiben mehrfach betont, ist hier nicht wirklich zu sehen, vielmehr haben besagte Vereine ja durch die Ausnahmegenehmigung selber schon den Weg beschritten, auch wenn dies in den Fällen Bayer und VW eher historisch gewachsen ist.

Man wird den Antrag also wohlwollend “smart und geschickt” nennen können, umgekehrt aber auch “populistisch und nicht zu Ende gedacht“,  je nach Sichtweise und Vereinsbrille. Denn ähnlich wie bisherige Forderungen wie die Verteilung nach Zuschauerzahlen oder Einschaltquoten hat natürlich auch dieser Antrag Schwächen und nicht die eine goldene Lösung, bei der alle Hurra schreien. Allerdings ist Andreas Rettig clever genug, um beide Sichtweisen bedacht zu haben, ich unterstelle ihm hier also schon bewusstes Kalkül, dafür ist er gerade in dieser Thematik viel zu bewandert um irgendwas halbgares einzureichen, ohne sich mit möglichen Alternativen für die Diskussion als solche gewappnet zu haben.
Und zu einer solchen Diskussion gehört eben auch, erst mal mit der Maximalforderung an den Start zu gehen und die Medien einzubinden.
Dem KICKER liegen sowohl der Antrag des FC St.Pauli als auch das Schreiben der vier anderen Vereine (19.November, Donnerstag) vor, es ist also davon auszugehen, dass diese ein mindestens ebenso großes Interesse an einer öffentlichen Diskussion haben.

Kurz zu den bisherigen Diskussionen:
Eine Verteilung nach Zuschauerzahlen (wahlweise Gesamt- oder nach Auswärtsfans) ist schwammig und manipulierbar, wird außerdem durch regionale Faktoren und immense Kilometerunterschiede oder durch die Schwierigkeit der Anstosszeiten teilweise ausgehebelt.
Einschaltquoten unterliegen ebenfalls der Schwierigkeit der Ansetzung, denn natürlich ist ein Einzelspiel hier mit mehr Zuschauern ausgestattet als eine Partie mit drei-vier Parallelspielen.
Und bei diesem Antrag? Es ist objektiv klar bemessen, wer eine Ausnahmegenehmigung hat und wer nicht, klar. Allerdings wäre dann jetzt die Diskussion zu eröffnen, was z.B. RB Leipzig (Red Bull) oder den FC Bayern (mit seinen “strategischen Partnern” Adidas, Allianz und Audi) von den genannten Vereinen unterscheidet.
Klar, beide sind ein eingetragener Verein und auf dem Papier erfüllen sie die 50+1 Regel.
Sollte der Antrag aber durch gehen, ist davon auszugehen, dass es lediglich neue Möglichkeiten geben wird, die Regel kreativ zu umgehen, vielleicht finden sogar Leverkusen und Wolfsburg dann Mittel und Wege, nach außen hin diese Regel wieder neu zu erfüllen.
Ein (nach außen) kommunizierter Ausstieg von VW wäre aktuell vielleicht sogar ein Königsweg für beide Seiten.

Auch schwierig ist es natürlich, wenn die Vereine komplett von den TV-Geldern ausgeschlossen werden, denn natürlich gehören sie weiterhin zum “Gesamtkonstrukt” und sind im Paket TV-Vermarktung ja enthalten. Man müsste ihnen dann ja konsequenterweise einräumen, sich selbst zu vermarkten, alles andere ist schwer vermittelbar. Dies würde aber auch bei Vereinen wie Bayern oder Dortmund eventuell Begehrlichkeiten wecken, die man so als anderer Verein auch eher nicht wollen dürfte.

Noch nicht online zu finden, aber im Print, beschreibt der KICKER daher bereits auch eine Variante des Antrags, den der FC St.Pauli auf der Versammlung abstimmen lassen möchte: Statt die Vereine ganz von den Geldern auszuschließen, werden sie für jede Saison mit Punktabzügen bestraft. In der Geld-Tabelle, wohl gemerkt, nicht im Liga-Betrieb, klar.
Und damit komme ich zurück zu obiger Anmerkung, dass die Tabellen für beide Ligen getrennt geführt werden. Denn wenn dies beschlossen werden würde, würde sich für den FC St.Pauli (aktuell) keinerlei Vorteil ergeben, da die drei/vier betroffenen Vereine allesamt in einer anderen Liga (sprichwörtlich) unterwegs sind.

Unterm Strich ist der Antrag also durchaus clever, weil er die Diskussion neu entfacht, kurz bevor der nächste TV-Deal Tatsachen für die nächsten Jahre schaffen wird. Ob er die Verteilung dieser Gelder noch beeinflussen wird, selbst wenn man ihn annimmt, ist zwar ungewiss, aber er schafft die Grundlage für Diskussionen.

Und er zeigt das auf, was man sich seit der Neuwahl des Präsidiums beim FC St.Pauli und erst Recht nach der Verpflichtung von Andreas Rettig auf die Fahnen geschrieben hatte und von außen auch erhoffen konnte: Der Verein ist nicht mehr die Realitätsfremde Fundamentalopposition aus dem “Freudenhaus der Liga”, sondern man versucht ernsthaft und konstruktiv an den Gegebenheiten des Profigeschäfts mitzugestalten. Und man hat mit Rettig jemanden im Boot, der Gehör findet im Profifußball (No offense, Martin Kind).
Am Ende kommt dieser Antrag wahrscheinlich so nicht durch, vielleicht auch der angedeutete Alternativvorschlag nicht, aber es kommt Bewegung in ein festgefahrenes System, welches vielleicht in der aktuellen Auslegung nicht mehr ganz zeitgemäß ist.
Dass die davon Profitierenden daran festhalten wollen ist klar, allerdings ist es sehr fraglich ob sie dafür eine Mehrheit finden werden.

Man darf gespannt sein, in welche Richtung sich die Diskussion entwickelt und wie eine neue Lösung am Ende aussehen wird. Viel zu verlieren hat der FC St.Pauli dabei nicht wirklich, auch wenn dies von den anderen Vereinen so dargestellt wird. Er kann aber einiges gewinnen. // Frodo

P.S. Es gab im Verlauf des Tages dann viele mehr oder weniger qualifizierte Äußerungen dazu. Der Verein reagierte dann auch, mit einem Tweet:

Links:
Magischer FC – Blog (inkl. 1860-Bericht)
effzeh.com
– Die WELT
NDR
Tagesspiegel
– Spiegel Online
– TAZ

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14.Spieltag (H) – ForThyna Düsseldorf

FC St.Pauli – Fortuna Düsseldorf 4:0 (2:0)
Tore: 1:0 Lennart Thy (12.), 2:0 Lennart Thy (22.), 3:0 Lennart Thy (69.), 4:0 Lennart Thy (85.)
Zuschauer: 29.017 (ca. 2.000 Fortunen)

Was soll ich groß schreiben?
#ThyAmo!

Statistik-Quiz:
Letzter Spieler des FCSP mit vier Toren in einem Pflichtspiel?
(Lösung)

Letzter Spieltag, an dem wir nur dank der Tordifferenz in einem relevanten Tabellenbereich vor jemand anderem standen?
(Lösung)
(Spoiler: Gefühlt irgendwas um 1912 rum, tatsächlich doch noch gar nicht so lange her.)

Willkommen in der Wortspielhölle:

 

Musik:

Thy amo

Leeeeeeeeeeeeeennart – ThyThyThy
Lennartlennartlennart Thy!

There will be an answer – Lennart Thy!

Links:
– Bericht Fangirl1910: “Kann man mal so machen
– Bilder bei Stefan Groenveld: “Vier gewinnt
– Musik bei Schuninio: “Thy amo

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MT025 – Wohlfühloase FC St.Pauli

25x MillernTon! Jubiläum!

Zeit, grade am Anfang mal etwas zurück zu blicken.
Und natürlich auch Zeit, neue Gipfel zu erklimmen. Machen wir, indem wir den obersten Menschen im Verein eingeladen haben:
Den Präsidenten des FC St.Pauli, Oke Göttlich.

Christoph und Wolf waren leider verhindert, so haben Justus, Wilko, Sebastian und ich uns mit ihm unterhalten. Über dies, das, jenes, Under Armour, (N)Olympia und vieles mehr.
Gerade zu den beiden Aufregerthemen der letzten Wochen soll diese Sendung natürlich nicht die JHV ersetzen, bei beiden Themen wird also eher grundsätzliches subjektiv diskutiert als das es “exklusive Enthüllungen” gibt, aber gerade nach dem Blödsinn den man zuletzt in dem ein oder anderen Medium zu beiden Themen lesen “durfte”, bringt das die Diskussion ja vielleicht auch wieder etwas mehr zurück zur Sachebene.

Links:
Offener Brief des Fanladen zum Umgang der Polizei in Berlin
Pro/Contra Olympia auf der Vereinshomepage
Pro / Contra Artikel zu (N)Olympia beim MagischenFC-Blog

– Übersicht MillernTon-Folgen
AFM-Radio Portal
VdS/NdS-Folgen

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(Bei iTunes freuen wir uns auch sehr über Eure Bewertung.)

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On Air:

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Unterwegs in Bristol und Swansea – Teil 2:

Swansea City AFC – Tottenham Hotspurs 2:2 , 04. Oktober 2015

von Christoph (Teil 1: Bristol City FC – MK Dons)

Fast hätten wir es nicht rechtzeitig zum Spiel geschafft. Schuld war die englische Eisenbahn. Wer sonst. Diese fuhr an jenem Sonntag nicht ganz so, wie wir gedacht und vorher recherchiert haben. Zudem machten die fehlenden Gepäckschließfächer im fast ganzen Land einen Zwangsstopp in unserem Cardiffer Hotel notwendig. Aber, es ist noch einmal gut gegangen. Wir fuhren in Richtung Swansea noch einen kleinen Umweg an der Küste entlang, bekamen dafür aber einen herrlichen Ausblick auf das Meer geboten. „Engineering works“ waren der Grund. Ein Wort dessen Ankündigung auf der Homepage der National Rail normalerweise großes Unbehagen bei uns auslöst. Aber diesmal wussten wir einfach nichts davon und waren entsprechend entspannt.

Die Waliser sind ein freundliches Volk. Die rund eineinhalb stündige Zugfahrt von Cardiff nach Swansea (mit rund 165.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Wales) verkürzten nette Gespräche mit unseren Sitznachbarn. Einer war auf der Rückreise von einem Spielbesuch am Vortag seines Vereins Manchester City. Viele Waliser verfolgen mangels eigener Alternativen Vereine der englischen Premierleague. So waren auch viele einheimische Spurs Fans unterwegs. Die sahen wir allerdings wegen unserer knappen Anreise erst auf der Rückfahrt. Also ging es – wieder aus Zeitmangel – mit dem Taxi zu Stadion. Diesmal für sechs Pfund. Das Liberty Stadium, Swanseas neues zu Hause seit dem Jahr 2005, liegt etwas außerhalb der Innenstadt, ist aber gut mit dem Linienbus 4 vom Bahnhof erreichbar. Man könnte die Entfernung auch zu Fuß zurücklegen, sollte aber sowohl die hügelige Topographie als auch die ungefähre, richtige Richtung im Hinterkopf haben. Sonst wird es anstrengend, wie bei unserem Rückweg…

The white rock

The White Rock

Allerdings hat man von den umliegenden Hügeln einen hervorragenden Blick auf den tiefer gelegenen „White Rock“, wie der Ground im Volksmund oft genannt wird. Wohl, weil die Farbe Weiß bei allen außen sichtbaren Materialien dominiert. Ein Pre-Match-Bier gibt es direkt in zwei sterilen Neubauten am Stadion, auch für Gästefans. Sie bieten aber keine echte Fußball-Pub-Atmosphäre. Daher ist man vor und nach dem Spiel besser im Pub am Bahnhofsvorplatz aufgehoben. In der Innenstadt finden sich auch noch ein paar weitere wenige Pubs und Restaurants, sowie ein beliebter Fish & Chips-Imbiss direkt am Stadion. Viel mehr aber auch nicht.

Ar hyd a nos (walisisch) – All through the night

Für 45 Pfund (rund 60,- Euro – nicht gerade ein Schnäppchen) enterten wir den mit 2.000 Fans der Lillywhites gefüllten Gästeblock. Das Liberty war ausverkauft. 21.000 Zuschauer finden dort auf einer einrangigen, umlaufenden Tribüne Platz. Schön kompakt und laut. Tatsächlich: Laut! „And we were singing, Hymns and Arias, Land of my fathers, AR HYD Y NOS (ein walisisches Volkslied) erzeugte Gänsehaut. Der Homesupport auf dem East Stand, natürlich direkt neben dem Gästebereich auf dem North Stand, war für britische Verhältnisse mehr als gut! Die Waliser wurden ihrem guten Ruf gerecht. Warum sie allerdings im legendären Buch „Rivalen- der etwas andere Führer zu den 92 englischen Profivereinen“ in der dort (nicht ganz ernst gemeinten) Gestörtentabelle auf den vorderen Plätzen eingestuft sind, erschließt sich uns nicht. So schlimm war’s nicht. Der sonst gute Auswärtssupport der Spurs Fans kam nur schwer in Gang. Genauso wie das Team auf dem Platz. Der dänische Freistoßspezialist Eriksson musste mit einem seiner typischen Tore die Londoner nach einem verdienten 0:1 Rückstand in der 27. Minute im Spiel halten. Der Spott der Waliser war den Gästen sicher, als Harry Kane dann in der 32. Minute einen Eckball unglücklich in das eigene Netz bugsierte: „Harry Kane, he score when he wants“. Und wieder rannte Tottenham einem Rückstand hinter her. In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein ansehnliches Spiel mit leichten Vorteilen für die Spurs. Swansea (mit dem Ex- Hoffenheimer und Ex-Londoner Sirgudsson im Team) blieb aber bis zum Schluss brandgefährlich und hatte nach dem Ausgleich zum 2:2 (wieder Freistoß Eriksson) ganz kurz vor Schluss sogar das Siegtor vor Augen. Nationalkeeper Lloris verhinderte Schlimmeres. Die Londoner konnten mit dem Punkt zufrieden sein.

Nach einem Pint und Klönschnack mit Groundhopper und St.Pauli-Fan Frank (er war sowohl in Sachen Fußball als auch Rugby auf Tour) ging es mit dem Zug mit besagten Walisischen Spurs Fans wieder Richtung Cardiff. Sie sahen in uns übrigens eine Möglichkeit für Schlafgelegenheiten bei internationalen Spielen in Hamburg. Waren dabei allerdings sicherlich in Unkenntnis über die aktuellen Chancen Hamburger Vereine auf irgendwelche internationale Wettbewerbe. Glück gehabt! Die beiden durch eine üble Cider-Beer Mischung angetrunkenen und damit nervigsten Londoner Sitznachbarn gingen während der Fahrt verloren und wurden anschließend unter Polizeibegleitung am Bahnhof Cardiff gesichtet. Die Reste ihres Sixpacks fuhren wohl alleine weiter nach London.

In Cardiff (walisisch: Caerdydd)

Tags drauf hatten wir in Cardiff noch die Gelegenheit für ein wenig Sightseeing (Kathedrale, Cardiff- Castle, Millenium Stadium) und ausgiebiges Shopping in den für Fußballfans einschlägigen Stores wie sport- direkt, Fred Perry & Co. Die Stadt war aufgrund der laufenden Rugby Weltmeisterschaft u.a. mit Fahnen der Teilnehmerländer schön geschmückt und versprühte eine einladende Atmosphäre. Neben unzähligen Pubs und Bars (von einer Transen-Bar bis Karaoke war alles dabei) laden auch gepflegte Restaurants und Cafe`s zum Essen ein. Sehr empfehlenswert zum Frühstück: Bill`s Restaurant. Ein English Breakfast der feinen und frischen Art. Ein Gaumenfestival im Gegensatz zu Wetherspoon & Co.

Beeindruckend ist der Standort des Millenium Stadiums, dem walisischen Nationalstadion. Nämlich mitten im Zentrum der Stadt. Es überragt mit seinen Pylonen die klotzige Mantelbebauung, wirkt von der Flussseite her aber nicht zu mächtig. Wie ein kleines Kind kommt der direkt anliegende, kleine Cardiff Arms Park daher. Ein altes, 12.500 Zuschauer fassendes Rugby Stadion, welches von den Vereinen Cardiff Blues und Cardiff RFC genutzt wird. Alles was wir sehen, insbesondere das Millenium Stadion, schreit nach einem weiteren Besuch Cardiffs. Erstmal keine Beachtung fand der Cardiff City FC, welcher erstens in einem langweiligen Neubau seine Spiele austrägt und zweitens seit dem Besitzerwechsel 2012 eine Menge Sympathien verloren hat, siehe auch hier: http://blog.uebersteiger.de/2013/06/04/cardiff-city-fans-bitten-um-unterstutzung.
Aber bei einem „Severnside Derby“ gegen Bristol City holen wir das sicher mal nach.

Zum Schluss entdecken wir vor der Rückfahrt zufällig noch einen Art Wagenstandsanzeiger der englischen Eisenbahn: Ein unauffälliges Schild am Bahnsteighäuschen für den Wagen Nr. D (Coach D), aber nur für diesen.
Des Rätsels Lösung: Im Coach D, aber offensichtlich nur in dem, sind Platzreservierungen buchbar. Angezeigt durch Handzettelchen natürlich. Sensationell, die englische Eisenbahn. // Christoph

 

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12.Spieltag (H) – SC Freiburg

FC St.Pauli – SC Freiburg 1:0 (0:0)
Tor: Marc Rzatkowski (90. +1)
Zuschauer: 29.546 (ausverkauft, ca. 3.000 Gästefans)

Fußballphrasen-Bullshit-Bingo:

1.) Im Fußball gleicht sich alles irgendwann aus.
2.) Du darfst das entscheidende Tor nicht zu früh schießen.

Als Beleg für diese Thesen liegen vor: Die Spiele des FC St.Pauli bei Union und gegen Freiburg.

Joah, kann man mal so machen. In der Vorwoche noch am Boden zerstört, weil man in beiden Halbzeiten Gegentore in der Nachspielzeit fing und schlußendlich den verdienten Auswärtssieg verdaddelte. Diese Woche hingegen in einem Musterkapitel bei “0:0-Spiele für Dummies” zugeschlagen, als wohl schon lange keiner mehr mit einem Tor rechnete.

Ansonsten alles super, an diesem Sonntag. Okay, abgesehen von der Anstoßzeit, mit 13.30h werde ich einfach nicht warm, auch wenn man sich langsam dran gewöhnt haben sollte. Jedenfalls ausverkauftes Haus, endlich auch mal wieder ein prall gefüllter Gästeblock in Liga 2.

Und in Hälfte eins ein FCSP, der wohl den merklich größten Unterschied zur Hinrunde der letzten Saison plastisch auf den Rasen zauberte: Defensive Ordnung.
Gegen die vermeintliche “Übermannschaft mit der Torfabrik” ließ man überhaupt nichts zu. Gerade mal eine gute Schußchance, die kläglich in den Himmel gejagt wurde, ansonsten panzerten Sobiech & Ziereis alles weg. Sehr stark, beide zurecht auch mit einer glatten 2 im Kicker.
Umgekehrt war das eigene offensive Rezept lediglich darauf ausgelegt lange Bälle nach vorne zu dreschen, meist direkt von Himmelmann, unter Umgehung des Mittelfeldes. Wirkte plan- und einfallslos, wäre aber ein-, zweimal sogar fast aufgegangen und war am Ende vielleicht die kraftsparende Variante, die uns das Übergewicht in der letzten halbe Stunde zusicherte.

Ansonsten hinterließ in Hälfte eins nur noch Nils Petersen einen bleibenden Eindruck.

Da wohl viele vor dem Spiel eine Niederlage zumindest einkalkuliert hatten, herrschte verhaltener Optimismus auf den Rängen, mit wohlwollendem Applaus ging es in die Kabine.
Und am Tage der HoGeSa-Demonstration des HoGeSa-Demonstratiönchens war es auch wieder mal eine große Freude, “Antifa Hooligans” als Einstimmungsmusik für die zweite Halbzeit zu hören.

Und zur zweiten Hälfte wurde es dann auch gleich besser.
Zunächst gab es leichten Unmut des restlichen Stadions aufgrund der Pyro-Aktion der Süd. Sah schick aus, auch wenn ich zugeben muss, schon schönere Rauch- und Pyro-Aktionen in der Süd gesehen zu haben. Allerdings war hier die Message zwischen den Schwaden (“1312” und “Scheiß auf Eure Stadionverbote – wir bleiben auf Zündung”) wohl wichtiger als die reine Optik.
Zur Pyro- und der “Aber das kostet den Verein doch unnötig Geld!“-Diskussion dann bitte direkt ins Forum, meine Position dürfte bekannt sein.
(Nachtrag: Und vorher am besten noch dies hier lesen.)

Und irgendwann wurden unsere Jungs dann sogar das spielbestimmende Team, mit Chancen, mit schönem Kombinationsspiel, mit Marc Rzatkowski als Antreiber, der ja in Hälfte eins dank der über ihn hinwegfliegenden Bälle die Kräfte für die Offensivbemühungen sparen konnte. Und eben auch mit Jeremy Dudziak und Jan-Philipp Kalla als kämpferisches und/oder spielerisches Duo über die Außen.

Trotzdem, siehe oben, schrie das Spiel permanent “Ich gehe 0:0 aus!” ins Rund und es hatten sich wohl auch alle bereits damit arrangiert.
Die Stimmung war größtenteils dem “taktischen Hochgenuß” entsprechend: eher konsumierend. Der Gästeblock schaffte mangels Inspiration vom Feld akustisch auch kaum den Weg in die Gehörgänge der Gegengerade.

Und als Daggi dann die Nachspielzeit durchsagte, unterbrach sie plötzlich der Torjubel. Ein Einwurf, Verlängerung per Rückzieher über Dudziak, Volleyabnahme Thy – und den von Schwolow zur Seite abgewehrten Ball kann Rzatkowski dann in aller Ruhe reindreschen, wunderbar. Der Rest war Jubel.

Auf der Pressekonferenz arbeitete sich Christian Streich nochmal am ausbleibenden Elfmeterpfiff beim Zweikampf zwischen Hornschuh und Maximilian Philipp ab. Wenn er selbst sagt, dass es ein absolut klarer Elfer war, andere hingegen von einer zweifelsfrei richtigen Entscheidung sprechen, so liegt die Wahrheit wohl in der Mitte, ähnlich wie der Kicker es bewertet. Kann man pfeifen, muss man nicht. Glücklich für uns, aber keine Fehlentscheidung.

 

Nach der Heimniederlage gegen Sandhausen vor der Länderspielpause erwarteten viele, dass man jetzt “durchgereicht” werde, die Spiele bei Union, gegen Freiburg, in Bochum, gegen Düsseldorf, bei 1860, gegen Nürnberg und in Lautern hatten einige schon mit sieben Niederlagen am Stück verbucht. Nun stehen nach zwei Begegnungen vier Punkte und die Rückkehr auf Platz 3, mal gucken was dann am Freitag in Bochum so möglich ist.

Junior und ich machen uns dahin übrigens wieder auf den Weg und sind ja auswärts diese Saison noch ungeschlagen. Ich weiß nur noch nicht, wie wir (bei positivem Ausgang) Mama dann von den Reisen zu den restlichen Spielen überzeugen… // Frodo

Links:
– Bericht und Bilder bei BeebleBlox: “Beinahe Bundesligafeeling
– Bericht Province Fanatics: “Last Minute Sieg
– Bericht Grenzenlos Sankt Pauli: “Oben auf und oben dran
– Bericht South End Scum: “Killers on the loose”” (English)
– Bericht Hamburg ist Braun-Weiß: “Last-Minute-Sieg gegen Freiburg
– Bericht Millerntor.Hamburg: “I’ve got this strange feeling of dèjá vu
– Bericht Nice Guys: “Senf dazu #9
– Bericht Fangirl1910: “10 (zum Glück nicht) nackte Friseusen
– Bericht pathos93: “Du darfst Dich auch freuen
– Bericht Schuninio: “It’s like s story of love
– Bericht Magischer FC: “Ein Spiel mit einem Nachspiel
– Bericht BreitSeite: “Ihr seid doof, Ihr seid Forum
– Bilder Stefan Groenveld: “War ja klar…
– Bilder bei USP
– Bilder auf FCStPauli.com

Vergleich zum Vorjahr (Spieltag)

SpGegner 14/1514/15Gegner 15/1615/16Vergleich
1Ingolstadt (H)1:1Bielefeld (H)0:08. / 1 / +-0P
2Aalen (A)0:2KSC (A)2:16. / 4 / +3P
3Sandhausen (H)2:1Fürth (A)3:23. / 7 / +3P
4Fürth (A)0:3Leipzig (A)1:02. / 10 / +6P
51860 (H)1:2Frankfurt (A)0:14. / 10 / +6P
6Aue (A)0:3Duisburg (H)2:03. / 13 / +9P
7Braunschweig (H)1:0Braunschweig (A)0:03. / 14 / +7P
8Frankfurt (A)3:3Heidenheim (H)1:03. / 17 / +9P
9Union (H)3:0SC Paderborn (A)0:03. / 18 / +7P
10Düsseldorf (A)0:1Sandhausen (H)1:33. / 18 / +7P
11KSC (H)0:4Union (A)3:35. / 19 / +8P
12Nürnberg (A)2:2SC Freiburg (H)1:03. / 22 / +10P

Vergleich zum Vorjahr (Gegner)

SpGegner 14/1515/16Vergleich
1Arminia Bielefeld (H)0:00:0BÄMM!
2KSC (A)0:32:13 Pkt besser
3Fürth (H)0:13:26 Pkt besser
4Leipzig (A)1:41:09 Pkt besser
5Frankfurt (A)3:30:18 Pkt besser
6Duisburg (H)3:12:08 Pkt besser
7Braunschweig (A)2:00:06 Pkt besser
8Heidenheim (H)0:31:09 Pkt besser
9Paderborn (A)0:10:010 Pkt besser
10Sandhausen (H)2:11:37 Pkt besser
11Union (A)0:13:38 Pkt besser
12SC Freiburg (H)1:11:010 Pkt besser
Arminia Bielefeld & MSV Duisburg stehen für Erzgebirge Aue und den VfR Aalen.
SC Freiburg und SC Paderborn stehen für FC Ingolstadt und Darmstadt 98.
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11.Spieltag (A) – 1.FC Union Berlin

1.FC Union Berlin – FC St.Pauli 3:3 (2:1)
Tore: 0:1 Waldemar Sobota (22.), 1:1 Eroll Zejnullahu (42.), 2:1 Maximilian Thiel (45.), 2:2 Marc Hornschuh (54.), 2:3 Jeremy Dudziak (72.), 3:3 Benjamin Kessel (90. +4)
Zuschauer: 22.012 (ca. 3.000 St.Paulianer)

Vor dem Spiel? Hätte ich den Punkt genommen.
In der Halbzeit? Wäre ich auch mit einem Punkt zufrieden gewesen.
Aber… aber… ach, scheiße.

Es ging also mal wieder an die Alte Försterei, mein zweitliebstes Stadion in Deutschland, nach dem Bochumer Ruhrstadion. (Millerntor außerhalb der Wertung, logisch.)
Nach dem etwas tragischen Ausflug letzte Saison, bekanntlich Juniors erstes Auswärtsspiel ever, sollte es dieses Mal ohne Tränen klappen, so der Plan.
Hat nicht geklappt, so viel sei vorweggenommen.

Die Anreise verlief mit dem ICE absolut entspannt, vom Bahnhof ging es dann Tourimäßig erst mal zum Hackeschen Markt, wo gemütlich ein Frühstück eingenommen wurde.
Und während Junior da so an seinem Croissant mit Nutella kaute, machte mich Facebook darauf aufmerksam, dass Arne sein letztes Spiel verloren hatte.
Lieber Arne, wir kannten uns über Twitter zunächst nur flüchtig, wie es dort eben so ist, wenn man sich gegenseitig folgt aber eben noch nicht live getroffen hat. Beim Pokalspiel letzte Saison aber hat es dann geklappt und über Facebook bekam ich dann erst so langsam Deine Krankengeschichte mit. Arschlochkrankheit.
Mach es gut, wo immer Du bist. Alles Gute und ganz viel Kraft für Deine Frau und Euren Sohn. #TeamArne

(Ja, es gibt derzeit einen “Nachruf” aus dem braunen Sumpf Dortmunds der durch die sozialen Medien geistert, den ich hier aber bewusst nicht verlinke und auch in den Kommentaren nicht freischalten werde. Wer ihn finden will, wird dies auch so schaffen. Ich verstehe auch jeden, der sinngemäß schreibt, dass hier das Ignorieren nicht mehr geht und man derartiges zeigen muss, um es noch stärker zu bekämpfen, aber in diesem Blog wird es keine Links zu Nazi-Seiten geben, Punkt.)

Tja… und so saß ich da, mir war schlecht und ich hätte heulen können, doch mir gegenüber ein strahlender Siebenjähriger der sich auf die Alte Försterei freute.
Lebbe gehd weidda, irgendwie, so also auch dieser Bericht.

Wir fuhren nach Köpenick und am Ostkreuz stieß Thomas (Ex-Blunties) zu uns, den ich ewig nicht gesehen hatte. Auch Berlin ist dann irgendwie doch nur ein Dorf, schön Dich getroffen zu haben!
Den Fußweg von der S-Bahn zum Stadion bewältigten wir dann unbehelligt und stressfrei, wie den ganzen Tag, trotz St.Pauli-Schal und -Mütze bei Junior.

Im St.Pauli-Forum gibt es ein paar Berichte von weniger schönen Erlebnissen, daher von mir nochmal ein paar subjektive Worte zur Beziehung beider Vereine:
Niemand will eine Fanfreundschaft. Fanfreundschaften sind zu 99% ganz großer Scheiß und sinnloser Schwachsinn, der höchstens zum Vermarkten von Freundschaftsmerchandise dient.
Freundschaften zwischen Fangruppen können in der Gesamtheit nicht funktionieren, weil diese sich ja oft selbst innerhalb eines Vereins nicht alle grün sind und keine Fanszene (schon gar nicht die beim FC St.Pauli und Union Berlin) als homogen bezeichnet werden kann.
Es gibt auch bei St.Pauli Leute, mit denen ich keinen Bock habe auf Auswärtsfahrt zu gehen. Und bei Union gibt es eben neben solchen Leuten auch noch politischen Ausschuß, den man dort nicht wirklich los wird. Darauf geringschätzig herabzublicken ist eine dieser selbstherrlichen Eigenschaften, wegen derer eben auch St.Paulianer zurecht kritisiert werden, als im Elfenbeinturm sitzend. Denn natürlich ist es leicht, bei St.Pauli “gegen Nazis” zu sein und sich “grade zu machen”. Bei anderen Vereinen ist dies in der Regel schwieriger und darüber zu urteilen maße ich mir nicht an.
Der Verein allerdings macht vieles richtig und genug Gruppen bei Union auch. Ich persönlich habe bisher auch in der berüchtigten “Abseitsfalle” noch keine Probleme bekommen, trotz St.Pauli-Schal. Anderen ist aber genau dies passiert.
Das Leben ist nicht schwarz/weiß, es gibt viele Zufälle, viele Situationen die man vielleicht nur durch Glück übersteht oder gar nicht erst mitbekommt.
Trotzdem: Meine Erlebnisse mit Union sind bisher ausnahmslos positiv. Vielleicht muss ich dann doch erst mal eins auf die Fresse bekommen, bevor ich meine Meinung dazu ändere. (Nein, es werden keine Bewerbungen angenommen.)
Fanfreundschaften funktionieren nicht, Kontakte wird es meist auf persönlicher Ebene geben. Und die funktionieren eben zu einigen Vereinen bei mehr Leuten, bei anderen weniger.

Nachtrag, 15.30h: Der Fanladen hat sich in einem Offenen Brief bei der Berliner Polizei für die Art der Zusammenarbeit “bedankt”.

Am Stadion angekommen dann die für uns komfortable Einlasssituation der Sitzplätze, auch hier ist über den Stehplatzbereich anderes zu hören gewesen, dies nun auch schon wiederholt, sehr schade.
Die Gäste-Sitzplätze hingegen wurden zu dieser Saison aus der Kurve auf die Haupttribüne verlegt. Da man bisher in der Kurve mindestens ein Drittel des Spielfeldes wegen der Plexiglasscheibe zum Heimbereich nicht sehen konnte, eine deutliche Verbesserung. Für die, die erst spät im Stehplatzbereich erscheinen, bleibt die Sicht dort natürlich gleich schlecht.
Und noch einen alten Bekannten getroffen: Peter nebst Gattin, von den Braun-Weißen Tulpen aus Holland. Auch hier war die Wiedersehensfreude groß.

Ein weiterer Vorteil der neuen Plätze: Während wir beim letzten Spiel von der Heimkulisse so gut wie nichts mitbekamen, weil der Gästeblock so laut war, ist es auf der Haupttribüne ausgeglichener und man bekommt beide Seiten gut mit.
Der Nachteil: Stimmung auf den Sitzplätzen gab es fast gar keine, lediglich nach den Toren wurde der ein oder andere Gesang übernommen.
Gleiches galt allerdings auch für den Heimbereich, die Haupttribüne ist an der AF stimmungstechnisch totes Land und wird auch nicht per Wechselgesang oder ähnlichem eingebunden.

Genug der Vorrede, Anstoss!
Und ein Spiel, wie es für unsere Auswärtsauftritte dieses Jahr sehr typisch ist. Hinten gut stehen, Nadelstiche nach vorne, irgendwann geht einer rein.
Gut war, dass wir noch zwei Tore nachlegen konnten, da machte das eine Gegentor in der Nachspielzeit dann auch nicht mehr viel aus…

Ach, Moment. Da waren ja noch diese komischen drei Minuten am Ende der ersten Halbzeit.
Tja, Robin Himmelmann wird jetzt wohl erst recht alles dransetzen den Aufstieg zu realisieren und nächstes Jahr dann gucken, ob es an der Stadt liegt und es auch im Olympiastadion ein doofes Gegentor gibt, oder es eben doch nur an der AF liegt. Oder sogar explizit nur an jenem Tor, in der anderen Hälfte des Feldes zeigte er gewohnte Klasse. Passiert, abhaken.
Und gleiches gilt natürlich auch für Fafa Picault beim zweiten Tor, mit dem kleinen Unterschied das sein Ballverlust ebenfalls “passiert”, er sich dann aber sicher von Ewald einiges dafür anhören durfte, danach einfach reklamierend stehengeblieben zu sein.

Okay, nach den beiden Gegentreffern war es dann mit der “Nicht heulen!”-Ansage erstmals vorbei, wo Junior doch Gegentreffer eins noch tapfer mit Fassung ertragen hatte.
Der Ball war aus, ganz klar!” Nee, eben nicht, leider.
Wir hatten das Spiel bis dahin komplett unter Kontrolle, durch die zwei Murmeln lagen wir plötzlich hinten. Da kann man als Siebenjähriger schon mal die Fassung verlieren.

Und in Hälfte zwei ging es dann weiter, als wären diese drei Minuten gar nicht gewesen. Maier – Pfosten.
Dann der verdiente Ausgleich durch Hornschuh.
Freistoß Maier – Pfosten.
(Und nebenbei: Beide Pfostenschüsse wieder auf das Himmelmannsche Tor…)
Und beim Treffer von Dudziak gab uns das Tor dann doch etwas zurück, denn auch Daniel Haas dürfte sich beim Anschauen der Wiederholung noch ein paarmal gefragt haben, was genau er da eigentlich vor hatte.

Tja, und dann kam jene Nachspielzeit, von der es jetzt schon zig Darstellungen gibt. Ich bin mir relativ sicher, dass im Stadion drei Minuten durchgesagt wurden. Im Fernsehen wurden wohl zwei gesagt/gezeigt.
Wie dem auch sei, Schluß ist, wenn der Schiri abpfeift… und als er dies tat brachen dann auch bei Junior alle Dämme. “ABSEITS!” soll es da gewesen sein, was man aus dem Block in der anderen Kurve natürlich auf unseren Plätzen ganz genau erkennen konnte. Die roten Plastiksitze mussten einge Tritte aushalten, es ging aber nichts kaputt, ich schwör.
Tja, inzwischen konnte ich den Schiedsrichter dank der Bilder des Vereins-TVs von der Todesliste nehmen, aber in diesen Minuten nach Schlußpfiff hätte er Junior besser nicht begegnen sollen.

Stimmung

Solider Auftritt des Gästeblocks mit durchgehenden Gesängen. Im Textilvergehen wurde behauptet, wir hätten nur zwei Lieder (“Das Schnelle und das Langsame“), was natürlich eine bodenlose Frechheit ist und sicherlich mit dem ersten Auswärtssieg von Effenberg bestraft wird, so.
Im Heimbereich wie geschrieben das Stimmungsloch Haupttribüne, dafür (subjektiv) mehr Alarm als bei den letzten beiden Spielen auf Waldseite und Gegengerade. Und dieses “Wonderful Days“-Lied war dann auch spätestens nach dem Intro beim Textilvergehen als Ohrwurm bei mir angekommen, schönen Dank.
Um Euch dran teilhaben zu lassen, hier auch der Text:
“Hey FC Union – stürme hinaus,
in Berlins Südosten bist du zuhaus,
zwischen Wiesen und Wäldern, Tälern und Seen,
Oh Köpenick, Du bist wunderschön.”

Ach, und dann gab es ja noch die “Scheiß St.Pauli!“-Rufe.
Siehe oben, Abschnitt zu Fanfreundschaften. Passt schon, aus dem Alter mich darüber zu ärgern bin ich nun wirklich hinaus. Junior dichtete aber daraufhin später die Hymne auf “Immer wieder – kein Eisern Union!” um und konnte dann auch schon wieder lächeln. Muss das Leben schön sein in dem Alter.
Solange man sich vor und nach dem Spiel gut unterhalten und in die Augen schauen kann, finde ich sowas nicht schlimm.
Wenn dies (siehe oben) im Einzelfall natürlich auch nicht mehr möglich ist, ist dies dann deutlich schlimmer als solche Rufe.

Mit einem Berliner Kollegen und Unioner schauten wir dann in Bahnhofsnähe noch die zweite Halbzeit von hsv – Leverkusen auf sky in der Einzeloption, da die Jungs die schon länger da saßen sich das so ausgesucht hatten, hsv-Fans.
“Ach, Pauli hat Unentscheiden gespielt? Ich hätte es denen aber gegönnt zu gewinnen!”
Solche Leute sind ja die schlimmsten.
Darüber hinaus: 45 Minuten verschenkte Lebenszeit die einem niemand zurückgibt, was für ein fürchterlicher Kick.

Immerhin sahen wir da dann auch noch den Beweis dafür, dass es alles schon vorher fest stand. Zumindest der Berliner Kurier hatte alles schon in seiner Samstagsausgabe geahnt, inkl. dem für schlechte Boulevardzeitungen verpflichtend fehlenden “St.”:

Berliner Kurier, 17.10.2015

Berliner Kurier, 17.10.2015

Juniors Auswärtsbilanz bisher:
4 Spiele – 1 Sieg (RBL), 2 Unentschieden (Braunschweig & Union), 1 Niederlage (Union letzte Saison). Könnte schlechter sein, diese Saison immerhin noch ungeschlagen. Und in Bochum sind wir auch!

Und: Vor etwa einem Jahr gab es (siehe Tabellen unten) am 10.Spieltag ein ähnliches Erlebnis. Nach überlegen geführtem Spiel fingen wir uns in Nürnberg in der 87.Minute den späten Ausgleich und verpassten den dringend nötigen Auswärtssieg. Die Tabellensituation war allerdings eine gänzlich andere… // Frodo

Links:
Textilvergehen Podcast
– MillernTon VdS (Vor dem Spiel, Yannick im Gespräch mit Gero)
– Bilder Union-Foto-Hupe.de
– Bilder Groundhopping etc (FB)
– Bilder Vereinshomepage
– Bericht Textilvergehen: “Dafür tun wir uns die Scheiße das ganze Jahr über an!
– Bericht Fangirl1910: “Nicht verliebt in Berlin
– Bericht Grenzenlos Sankt Pauli: “Da war mehr drin
– Bericht South End Scum: “Matchday 11” (English)

Vergleich zum Vorjahr (Spieltag)

SpGegner 14/1514/15Gegner 15/1615/16Vergleich
1Ingolstadt (H)1:1Bielefeld (H)0:08. / 1 / +-0P
2Aalen (A)0:2KSC (A)2:16. / 4 / +3P
3Sandhausen (H)2:1Fürth (A)3:23. / 7 / +3P
4Fürth (A)0:3Leipzig (A)1:02. / 10 / +6P
51860 (H)1:2Frankfurt (A)0:14. / 10 / +6P
6Aue (A)0:3Duisburg (H)2:03. / 13 / +9P
7Braunschweig (H)1:0Braunschweig (A)0:03. / 14 / +7P
8Frankfurt (A)3:3Heidenheim (H)1:03. / 17 / +9P
9Union (H)3:0SC Paderborn (A)0:03. / 18 / +7P
10Düsseldorf (A)0:1Sandhausen (H)1:33. / 18 / +7P
11KSC (H)0:4Union (A)3:35. / 19 / +8P
12Nürnberg (A)2:2SC Freiburg (H)1:03. / 22 / +10P

Vergleich zum Vorjahr (Gegner)

SpGegner 14/1515/16Vergleich
1Arminia Bielefeld (H)0:00:0BÄMM!
2KSC (A)0:32:13 Pkt besser
3Fürth (H)0:13:26 Pkt besser
4Leipzig (A)1:41:09 Pkt besser
5Frankfurt (A)3:30:18 Pkt besser
6Duisburg (H)3:12:08 Pkt besser
7Braunschweig (A)2:00:06 Pkt besser
8Heidenheim (H)0:31:09 Pkt besser
9Paderborn (A)0:10:010 Pkt besser
10Sandhausen (H)2:11:37 Pkt besser
11Union (A)0:13:38 Pkt besser
12SC Freiburg (H)1:11:010 Pkt besser
Arminia Bielefeld & MSV Duisburg stehen für Erzgebirge Aue und den VfR Aalen.
SC Freiburg und SC Paderborn stehen für FC Ingolstadt und Darmstadt 98.
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Unterwegs in Bristol und Swansea- Teil 1:

Bristol City FC – Milton Keynes Dons 1:1, 03. Oktober 2015

von Christoph

Fresh Smoothies, Vegetarian Food, bycicle parking- klingt nicht nach England, ist es aber! Bristol ist ab sofort die Referenz unter den englischen Städten. Neben reichlich Kultur finden sich auch schicke Bars, Clubs und Restaurant auf und entlang dem Wasserarm, der sich durch die Innenstadt windet. Junggesellinnenabschiede und anderweitige, abendliche Gruppenausflüge gibt es natürlich auch hier, aber bei weitem nicht so geschmacklos wie in vielen anderen Städten auf der Insel. Diese Gegend ist also schick und nicht arm. Aber macht sich das beim Fußball bemerkbar?

Die Antwort ist: Ja! Am und im Stadion ist so gut wie keine Polizei zu sehen, nur Ordner versehen ihren Dienst. Und noch besser: Es darf draußen auf der Straße, außerhalb der Pubs, auch Alkohol getrunken werden, was viele Stadionbesucher auch nutzen. Entlang der Mauer am gegenüberliegenden Park treffen sich viele Rot- Weißen für einen Pre Match Talk. Wir sind in der Championship, der englischen Zweiten Liga, beim Bristol City FC. Zu Gast ist heute einer der unbeliebtesten Vereine überhaupt, die Milton Keynes Dons, die mit der Lizenz des Traditionsvereins FC Wimbledon im Jahre 2004 in die Wohnstadt Londons transferiert und gegründet wurden. Der Unternehmer Pete Winkelmann wollte in seiner Heimatstadt unbedingt einen Spitzenclub samt passendem Stadion etablieren und fand mit dem FC Wimbledon ein für diesen Zweck geeignetes, überschuldetes Opfer aus London. Die Fans des Londoner Clubs zogen nicht mit in die rund 70 Kilometer entfernte Vorstadt, sondern gründeten mit dem AFC Wimbledon damals einen eigenen Verein, der es mittlerweile bis in die vierte englische Liga, der League Two, geschafft hat. Die MK Dons benötigten hingegen elf Jahre um dorthin zu gelangen, wo sie hin wollten: In die Zweite Liga. Die Schadenfreude bei mehreren, vergeblichen Versuchen (auch in den Play-Offs) in den letzten Jahren war groß und stetig. Vor dem Spiel in Bristol stehen sie auf dem vorletzten Rang. Das Team aus dem Westen Englands leider noch einen Rang dahinter. Viel Spannung war also nicht zu erwarten.

Und genauso kann es auch. Auf spielerisch geringen Niveau gelang es den “Robins“ (Rotkehlchen) nicht, die 1:0 Führung aus den ersten Minuten der ersten Halbzeit über die Zeit zu bringen. Ganz im Gegenteil. Die Dons standen einem Sieg nach mehreren, gut herausgespielten Torchancen deutlich näher. Das der Ausgleichstreffer erst in der Nachspielzeit gelang, verdankten die Roten ausschließlich ihrem gut aufgelegten Torwart. Die Stimmung war entsprechend durchschnittlich unaufgeregt, obwohl sich die sangesfreudigen Heimfans und Gäste (momentan) eine Tribüne teilen. Der Atyeo Stand ist noch die letzte alte, verbliebene Tribüne des sich im Umbau befindlichen Ashton Gate Stadiums. In der Ecke zum abgerissenen West Stand sammeln sich die ultraorientierten Fans, eine Entwicklung, die auch vor der Insel keinen Halt macht. Die Gruppe nennt sich „The Park Enders“. Ob sie aus den East End Ultras hervorgegangen ist, deren Fahne aufgrund des Schriftzuges „Ultras“ schon mal kameraträchtig von Ordnern abgehängt wurde, ist nicht ganz klar. Das Wort „Ultra“ an sich steht im Zusammenhang mit Fußball bei englischen Behörden auf der ganz schwarzen Liste…
Auf jeden Fall pflegen sie eine Fanfreundschaft zum derzeitigen holländischen Erstdivisionär Willem II, was sowohl die Anwesenheit von einigen Niederländern beim Spiel als auch diverse Fahnen und Aufkleber auf der Tribüne erklärt. Nach Spielende war es mit der Fantrennung bereits direkt am Tribünenausgang vorbei, so dass ein kleines Grüppchen verhaltensauffälliger sonst unauffälliger MK Don Fans den direkten, aber nur kurzen Kontakt zu den Heimfans fanden. So blieben als Highlight des Tages eher die „Dancing Cranes“ (tanzenden Kräne) im Gedächtnis: Eine abendliche, vierzig minütige Licht- und Bewegungs- Perfomance an drei erhaltenen Hafenkrähnen auf der ehemaligen Hafenseite der Stadt Bristol.

Dancing Cranes in Bristol

Dancing Cranes in Bristol

Vom der Innenstadt gelangt man mit der Buslinie 24 nach Ashton. Es fährt auch ein extra Shuttlebus an Spieltagen aus der City zum Stadion. Gefunden haben wir den aber nicht. Die Taxifahrt kostet rund 6 Pfund bis an den Stadtrand. In der Nähe des Stadions finden sich ein paar Pubs und Kioske, die sich alle an der Ashton Road befinden. Dort hält an der Ecke Bath Street auch der Bus. Das Hauptticketcenter und der Fanstore befinden sich allerdings genau auf der anderen Stadionseite. Excellent Essen kann man im Old India in der Saint Nicholas Street. Das indische Restaurant bietet traditionelle indische Speisen in den schicken Räumlichkeiten der alten Börse von Bristol.

Bristol erreicht man direkt aber teuer ab Hamburg Airport mit der britischen Fluglinie bmi. Günstiger gestaltet sich der Flug mit easyjet nach London Gatwick Airport und von dort mit einer Bahnfahrt (Dauer ca. 2,5 Stunden) mit Umstieg in Reading. Mit Frühbucherrabatt ist ein Bahnpreis bis zu ca. 40 Euro möglich. Groundhopper könnten auf dieser Strecke bei Bedarf noch Swindon Town und Reading FC mitnehmen.

Und außerdem ist Bahnfahren bekanntermaßen auf der Insel ziemlich lustig: Dass es äußerst gefährlich ist, Koffer auf einer Rolltreppe zu transportieren, weiß man nach mehrfachen Durchsagen und Hinweisschildern, klar… Dass man aber in klimatisierten, englischen Zügen aufgrund der sommerlichen Hitze dehydrieren kann (in England wohlgemerkt, nicht Ägypten oder so), wissen wir erst seit den entsprechenden Hinweisschildern… Türen von Zügen mit Intercity Standard werden geöffnet, in dem man das Sichtfenster der Tür herunterschiebt, um die Tür mit dem Arm durch das Fenster von außen aufzumachen. Darauf wären wir nicht gekommen. Was fehlt? Genau, ein Hinweisschild! Für’s Protokoll: Mit Hilfe von Kennern der englischen Eisenbahn haben wir es geschafft, den Zug rechtzeitig vor Abfahrt zu verlassen. // Christoph

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MT024 – Buttersäure-Anschlag

Tja, plötzlich saßen wir da nur noch zu Dritt, Gäste hatten wir auch nicht eingeladen.
“Cool, dann schaffen wir das ja mal in 90 Minuten!”

Haha, ja, wir haben auch alle gelacht.

Und anschließend sprachen wir über die Spiele in Braunschweig und Paderborn sowie gegen Heidenheim und Sandhausen sowie den RTL Interactive Vertrag, eine alte Geschichte rund um Buttersäure und Podcasts.

Viel Spaß!

– Übersicht MillernTon-Folgen
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Auf Ewalds Spuren: Trainer gesucht!

Wie der geneigte Blog-Leser weiß, habe ich selbst einige Zeit für das beste Team der Welt gespielt, die 4.Herren des ruhmreichen FC St.Pauli, welche aktuell in der Kreisklasse 12 im Hamburger Fußball-Verband spielt und nach neun Spieltagen souveräner Tabellenführer ist.
Da weitere ÜBERSTEIGER-Redaktionsmitglieder für diese Mannschaft spielten und unser Layouter Kriller immer noch die Buffer für die Vierte schnürt, sei hier sehr gerne auf deren aktuelle Trainersuche verwiesen.

Moin liebe Sportsfreunde!
Die 4. Fußball-Herrenmannschaft des FC St. Pauli sucht ab sofort einen Trainer.
Wir spielen in der Kreisklasse 12 und haben den Aufstieg als Saisonziel definiert. Somit liegt der Leistungsanspruch ebenso hoch, wie der an unseren Teamspirit.
Unser neuer Trainer sollte nach Möglichkeit Erfahrung im Ligabetrieb (KK, KL oder BL wünschenswert) und in der Trainingsgestaltung mitbringen. Zudem ist die Identifikation mit unserem Verein und dessen Werten unerlässlich.
Wir trainieren Dienstags und Freitags, die Heimspiele finden i.d.R. Sonntags um 17 Uhr an der Feldstraße (Kunstrasen) statt.

Bei Interesse gerne an folgende Mailadresse schreiben:
fcstpauli4@gmx.de
Mit sportlichen Grüßen,
der Mannschaftsrat von FCSP IV

Also, meldet Euch.
(Und wenn Ewald und Remigius Ehlert mal krank sind… wer weiß?) // Frodo

4.Herren, feat. blue-rebels

4.Herren, feat. blue-rebels

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8.Spieltag (H) – 1.FC Heidenheim

FC St.Pauli – 1.FC Heidenheim 1:0 (1:0)
Tor: Sebastian Maier (34.)
Zuschauer: 29.154 (ca. 500 Gästefans)

Ich schrieb letztens, glaube ich (oder wollte es zumindest):
Über Siege schreiben ist schon geiler…

Und nun gewinnen wir fünf von acht Spielen und es stellt sich fast schon sowas wie Routine ein. Die Jungs spielen einen (für diese Liga) sehr ansehnlichen Kombinationsfußball mit schnellem Direktspiel (was natürlich auch immer mal wieder weniger ansehnlich ist, wenn mal was schief geht, aber deswegen spielen wir ja auch in Liga 2) und stehen in der Defensive unfassbar sicher, namentlich herausragend mit Lasse Sobiech und Philipp Ziereis.
Was die beiden da aktuell alles wegschädeln ist bemerkenswert.

Und ja: In den letzten fünf Spielen kassierten wir gerade mal ein Gegentor – jenen Kunstschuss von Halimi in Frankfurt.

Ansonsten ist zum Spiel nicht viel zu sagen. Solider Arbeitssieg, der uns in der letzten Saison so sicher nicht gelungen wäre. Ich würde sogar behaupten, die Leistungen beider Teams waren in etwa ähnlich wie beim Heimspiel letzte Saison, das Ergebnis mit dem 0:3 war allerdings ein komplett anderes.
So ist das, wenn man oben steht.

Glückwunsch an Sebastian Maier zu diesem Tor, welches übrigens nicht nur Lienen und der Mannschaft zu verdanken ist (“Die sagen mir vor jedem Spiel, ich soll schießen!“), sondern auch meinem Sitznachbarn Christian, der Millisekunden vor seinem Schuss ein lautstarkes “ZIEH AB!” ins Rund brüllte.
(Und für den MagischenFC-Blog: Ja, ich hoffe er behält das Selbstvertrauen :))

Nun geht es am Wochenende also zum SC Paderborn, die aus den acht Spielen bisher zwei Siege (in Düsseldorf und gegen den KSC) und sechs Niederlagen einfahren konnten.
Mal gucken, was da so geht.

Abschließend: Gute Besserung, Enis Alushi.

Drumherum:

Auch eher unspektakulär, einziges Thema war die Anstosszeit von 17.30h. Diese gibt es nun bekanntlich schon seit der Saison 2004/2005, allerdings wird sie durch Gewöhnung auch nicht wirklich besser.
Dabei ist die Beschwerde der Heidenheimer generell natürlich richtig, ob da jetzt aber zu einem Anstoss um 20.00h mehr angereist wären, sei mal dahingestellt. Da ist sicher der Wochentag an sich das Störende, denn beim Heimspiel letzte Saison am Wochenende war der Gästeblock noch voll. // Frodo

Links:
– Fotos Stefan Groenveld: “Das Pferd…
– Fotos Sabine Scheller: “Eindrücke von der Südtribüne VIII
– Bericht Grenzenlos Sankt Pauli: “Ruhezone Aufstiegsränge
– Bericht MagischerFC-Blog: “Zeig mir den Weg nach oben
– Bericht Schuninio: “1312 KM an einem Mittwoch

Vergleich zum Vorjahr (Spieltag)

SpGegner 14/1514/15Gegner 15/1615/16Vergleich
1Ingolstadt (H)1:1Bielefeld (H)0:08. / 1 / +-0P
2Aalen (A)0:2KSC (A)2:16. / 4 / +3P
3Sandhausen (H)2:1Fürth (A)3:23. / 7 / +3P
4Fürth (A)0:3Leipzig (A)1:02. / 10 / +6P
51860 (H)1:2Frankfurt (A)0:14. / 10 / +6P
6Aue (A)0:3Duisburg (H)2:03. / 13 / +9P
7Braunschweig (H)1:0Braunschweig (A)0:03. / 14 / +7P
8Frankfurt (A)3:3Heidenheim (H)1:03. / 17 / +9P
9Union (H)3:0SC Paderborn (A)0:03. / 18 / +7P
10Düsseldorf (A)0:1Sandhausen (H)1:33. / 18 / +7P
11KSC (H)0:4Union (A)3:35. / 19 / +8P
12Nürnberg (A)2:2SC Freiburg (H)1:03. / 22 / +10P

Vergleich zum Vorjahr (Gegner)

SpGegner 14/1515/16Vergleich
1Arminia Bielefeld (H)0:00:0BÄMM!
2KSC (A)0:32:13 Pkt besser
3Fürth (H)0:13:26 Pkt besser
4Leipzig (A)1:41:09 Pkt besser
5Frankfurt (A)3:30:18 Pkt besser
6Duisburg (H)3:12:08 Pkt besser
7Braunschweig (A)2:00:06 Pkt besser
8Heidenheim (H)0:31:09 Pkt besser
9Paderborn (A)0:10:010 Pkt besser
10Sandhausen (H)2:11:37 Pkt besser
11Union (A)0:13:38 Pkt besser
12SC Freiburg (H)1:11:010 Pkt besser
Arminia Bielefeld & MSV Duisburg stehen für Erzgebirge Aue und den VfR Aalen.
SC Freiburg und SC Paderborn stehen für FC Ingolstadt und Darmstadt 98.
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