NdS – SP25 – Fortuna Düsseldorf

Nach dem 2:0-Sieg des FC St.Pauli bei Fortuna Düsseldorf gab es hitzige Diskussionen über das ausgedehnte Liegen der Braun-Weißen auf dem Düsseldorfer Grün, u.a. auch bei RP Online.

Über das Spiel und alle Begleiterscheinungen sprach Maik mit Nick, die als Fortuna-Fan durchaus braun-weiße Sympathien hat und mit Michael, der auch zum Autorenkreis bei StPauli.nu gehört.
Nick hat sich hierfür extra die Mühe gemacht, das Spiel nochmal relive komplett anzuschauen und die strittigen Szenen auf ihre Schwalben/Schauspieltauglichkeit hin zu untersuchen. Michael hingegen reiste mit der Mannschaft an und nächtigte dann sogar im Stadion.

Viel Spaß!

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VdS – SP25 – Fortuna Düsseldorf

Sonntag um 13.30h wird im (formerly known as) Rheinstadion das Zweitligaspiel angepfiffen, welches vor der Saison wohl als Spitzenspiel vermutet worden war, zumindest von optimistischen St.Pauli-Fans. Tatsächlich aber ist es dies “nur” vom äußeren Rahmen her, da die Fortuna mit über 40.000 Zuschauern rechnet.

Sportlich hingegen ist zwar der FC St.Pauli noch gut im Aufstiegsrennen dabei, die Fortuna mit sieben Punkten Abstand zu Rang drei und sechs Punkten zu Rang 16 ist hingegen eher im Niemandsland der Tabelle.

Warum dies so ist und was wir für Sonntag so erwarten können, wie die traumatische Situation der letzten Minuten am 34.Spieltag der letzten Saison so war und vieles mehr, darüber sprach Maik mit Laura Reinkens. Viel Spaß!

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Lampedusa Soli-Hallenfußballturnier der Handballabteilung des FC St. Pauli

Fußball vereinigt die Menschen und kann mit seiner positiven Energie einen wertvollen Beitrag im täglichen Zusammenleben leisten.
Sport und Politik sind beim FC St. Pauli traditionell eng miteinander verknüpft. Der humanitäre Support der Gruppe Lampedusa in Hamburg ist seit einigen Monaten auf  kreative Art und Weise längst zur Aufgabe von Vereins- und Fanszene geworden.

Die Handballabteilung des FC St. Pauli hat hierzu in den vergangenen Monaten unterschiedliche Beiträge geleistet, u.a. mehrere Spendenaktionen „Bring your Duschgel“ initiiert, das Soli-Shirt „Lampedusa ist überall“ in Heimspielen getragen und gegen Spenden verteilt oder Einladungen zu Heimspielen der Oberligamannschaft ausgesprochen.

Im vergangenen Jahr hat bereits ein LampedusaSoli-Hallenfußball für die Refugees der Gruppe Lampedusa in Hamburg stattgefunden. Auf Grund der im Oktober stattfindenden polizeilichen Kontrollen, konnte das Turnier leider nur in reduzierter Form und ohne die Teilnahme der Flüchtlinge durchgeführt werden.
Nachdem es zu Beginn des Jahres wenig Aufmerksamkeit für die anhaltende und unveränderte existentielle Problematik der Gruppe Lampedusa in Hamburg gegeben hat, entschied sich die Handballabteilung für eine Neuauflage des Soli-Hallenfußballturniers mit acht teilnehmenden Teams, am 08. März 2014 in der Sporthalle der Budapester Straße in St. Pauli.

Die Handballabteilung wollte mit diesem Turnier ihre fortwährende, ausdrückliche Solidarität mit der Gruppe Lampedusa in Hamburg unterstreichen und ein wenig Abwechslung in den Alltag der Flüchtlinge bringen.

Insgesamt füllten bis zu 150 Besucher die Sporthalle oder verweilten zwischen den Spielen bei schönstem Sonnenschein, draußen auf Bänken und genossen, Kaffee, Kuchen, Brötchen, Bier oder Cola oder gegrilltes Veganes und Würstchen.

Der FC Lampedusa erschien an diesem Tag pünktlich und motiviert mit zwei Teams und einem großartigen Fan-Support in der Sporthalle. Nachdem fast alle Spiele in der Vorrunde vom FC Lampedusa 1 und 2 souverän gewonnen wurden, zeigten sich in den Halbfinalspielen dann erste Verunsicherungen im Team-Zusammenspiel. Die Marathon-Abteilung des FC St. Pauli glänzte durch eine gekonnte Mischung aus Teamplay und körperlicher Fitness und schickte den FC Lampedusa 1 in das (End-) Spiel um Platz 3 & 4.

Bilder sagen mehr als Worte.

Bilder sagen mehr als Worte.

Im 2. Halbfinale hingegen, überzeugte das Team FC Lampedusa 2 gegen die Handballabteilung, nach Unentschieden innerhalb der regulären Spielzeit, in einem aufregenden Penalty-Schießen. Unter Reggaemusik und afrikanischen Azonto-Klängen, feierten die mitgereisten Fans den Torhüter dermaßen ab, dass es Anlass zur Sorge gab, der Torhüter könnte aus einer Fallhöhe von 2 Metern abstürzen. Aber auch hier zeigte sich der Support der Gruppe Lampedusa in Topform.

Das Finale um Platz 1 entschied der FC Lampedusa 2 gegen die Marathonabteilung für sich, ebenfalls in einem spannenden 7m Schießen. Am Ende war für niemanden mehr nachvollziehbar, wer zu welchem Team gehörte.

Turniergewinner war erwartungsgemäß die Gruppe Lampedusa in Hamburg, die sich am Turniertag aus Bewohnern der Kirchenstandorte und anderer Unterkünfte zusammensetzte.

Noch bevor der Pokal an das Gewinnerteam übergeben werden konnte, wurde dieser unter lautem Jubel und Tanz aller Anhänger und Besucher aus den Händen der Turnierleitung gerissen und abgefeiert.

Siegesfreude

Siegesfreude

Neben dem Fußball stand das Sammeln von Spenden im Mittelpunkt des Turniers.

Im Vorfeld entwickelte sich die Organisation des Turniertages zu einem Musterbeispiel an Vernetzung und Support innerhalb der Fan- und Vereinsszene des FC St. Pauli.
Über die Abteilung hinaus haben unterschiedliche Gruppen und Geschäftsinhaber des Stadtteils den Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Mitwirkenden werden lassen.
Aus allen teilnehmenden Teams und aus dem Umfeld haben sich Menschen bereit erklärt, Dienste zu übernehmen, Kuchen zu backen und haben auf andere Art und Weise mit angepackt. Zahlreiche Sachspenden („Bring your Duschgel“) und ein kleiner Geldbetrag konnten zu Gunsten der Gruppe Lampedusa in Hamburg gesammelt werden.

Ein ganz besonderer Dank gilt dem Team von Gezi Park Fiction, die sich spontan angeboten haben, den gesamten Nachmittag für die Sportler und Besucher zu grillen.

Die Preise für die Siegerteams (der Herzen) setzten sich aus Spenden umliegender Geschäfte zusammen:
Hummel Store Hamburg, Schanzenstraße
Africa Shop Hamburg, Max Brauer Allee
Kleine Pause Eiscafe Hamburg, Wohlwillstraße
Kleine Pause Hamburg, Wohlwillstraße

Die medizinische Erstversorgung übernahm der Ortsverband des DRK zu besonderen Konditionen.

Das Lampedusa Soli-Hallenfußballturnier ist somit durch die Vernetzung und Mithilfe vieler Menschen im Stadtteil über die Handballabteilung hinaus gewachsen und wurde für alle zu einem unvergesslichen Tag.

Refugees: You’ll never walk alone!

(Weitere Fotos hier auf flickr, Danke dafür an MD-Protestfotografie.)

// Gastartikel von Melli, FC St.Pauli Handballabteilung

Links:
Auch beim MagischenFC gibt es einen Bericht vom Turnier: Unbent, unbowed, unbroken!

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NdS – SP24 – FSV Frankfurt

Tja, hätte klappen können… wäre aber unverdient gewesen. Eimi, freute sich über das Ergebnis verständlicherweise mehr als wir und berichtet vom Spiel und Drumherum des Auftritts des FC St.Pauli bem FSV Frankfurt, welcher aus sportlicher Sicht bekanntlich mit 0:1 in die Hose ging.

Eimi war es wichtig (zu hören am Ende des Gesprächs), noch auf das Bornheimer Stadtwappen hinzuweisen, welches eine Wolfsangel zeigt und daher schnell als Nazisymbol interpretiert wird. Dieses ist über 600 Jahre alt und auch im Vereinswappen des FSV vorhanden.
Da gab es gestern wohl Einige die dies eben als politisches Statement fehlinterpretierten.

Viel Spaß beim Anhören, Danke an Eimi für Deine Zeit!

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Verein am Wochenende (10/2014)

Ein Wetter am Wochenende, wie gemacht für Freiluftfußball!
Die 2.Ligamannschaft empfand das wohl auch so, Schönwetterfußball trifft es leider für einen sehr großen Teil der 90 Minuten am Besten. Schade, denn der FSV Frankfurt hatte in Bornheim deutlich eher ein Auswärtsspiel, von den 11.103 Zuschauern hielt wohl knapp die Hälfte mit Braun-Weiß.
Aber wie so oft: Hilft alles nichts, Tore schießen (und sinnvoll verteidigen) müssen die Jungs schon selbst. Klappt irgendwie nicht, der FSV traf nach neun Minuten eher per Zufall und danach rannten wir an. Mal mit mehr, öfter aber mit weniger Ideenreichtum, teilweise auch gar nicht.
Zu allem Überfluß kamen dann noch Gelbsperren für Rzatkowski und Thorandt sowie eine eher überflüssige Gelb-Rote Karte für Tom Trybull, dem an dieser Stelle zwar herzlich zum 21.Geburtstag gratuliert wird, aber: Argh! Ärgerlich. Und beim nächsten Mal dann bitte auch nicht noch ewig rumdiskutieren wenn es nur noch 5-6 Minuten sind und wir mit einem Tor hinten liegen. Aber: Kopf hoch, hätte wahrscheinlich eh nicht geholfen wenn wir noch ne Minute länger Zeit gehabt hätten. Und das Ding von Verhoek in der Nachspielzeit… naja, ein Punkt aus dem Spiel hätte wohl wieder nur über die tatsächliche Leistung hinweggetäuscht. Was mir aber erneut gefällt: Kein rumlabern von Vrabec, deutliche Worte zum Spiel und zur Leistung, da waren unter Stani, Schubert und Frontzeck deutlich mehr 08/15-Wortülsen am Start.
Wird jedenfalls, da davon auszugehen ist das auch Buchtmann nächste Woche noch nicht wieder fit ist, eine interessante Aufstellung in Düsseldorf.
Links:
- Fotos von Aux Armes (Flickr)

Die U23 hingegen trat schon Samstag, bei ähnlich schönem Wetter vor immerhin 347 Zuschauern an der Hoheluft an. Gegen Eintracht Norderstedt sollte die gute Serie der letzten Wochen ausgebaut werden… doch es kam anders.
Während es in Hälfte eins noch recht ausgeglichen war, die größeren Chancen aber bei den Gästen waren, schien es in Hälfte zwei dann für kurze Zeit mal so, als würden unsere Jungs zuschlagen können. Aber Pustekuchen. Ein sehr unglückliches Eigentor von Tjorben Uphoff, bei dem Philipp Heerwagen schon “empfangsbereit” nierderkniete, ehe der Ball so abgefälscht wurde, sowie dann in den Schlußminuten zwei weitere Gegentore aus der “Kategorie: Vermeidbar”, als Braun-Weiß alles nach vorne werfen wollte. Zack, 0:3, Ende.
Immerhin freute sich der Norderstedter Anhang, ein paar Gestalten hatten sich sogar tatsächlich in den Gästeblock begeben, einige mehr standen ganz normal im “Heim”bereich.
Tabellarisch zu verschmerzen, dank dem Lauf der letzten Wochen steht das Team von Thomas Meggle mit 29 Punkten auf Rang 10, damit sieben Punkte vor dem hsv, welcher den ersten Abstiegsrang bekleidet. (Wilhelmshaven als potentieller Zwangsabsteiger liegt noch dazwischen, wenn es dabei bleiben sollte wären es sogar noch drei Punkte Polster mehr auf den SV Eichede als ersten sportlichen Absteiger.)
(Spielbericht Vereinshomepage)

Die U19 hatte heute das leichteste Spiel der Saison. Beim Deutschen Meister und Überflieger der Liga, dem VfL Wolfsburg. Tatsächlich aber führten unsere Jungs zur Halbzeit mit 3:2 nach Toren von Federico Bastek (2, davon ein Traumfreistoß in den Winkel) und Kyoung Rok Choi. In der 72.Minute glich Wolfsburg aus, in der 85. und 89.Minute erzielte Oskar Zawada seine Tore 3 und vier an diesem Tag und brachte den VfL damit zum 5:3-Sieg. Trotzdem: Toller Kampf, Jungs.
In der Tabelle hat man damit Platz 6 nach oben und unten ziemlich abgesichert. Der Lokalrivale hingegen ist nach der 0:5-Klatsche in Bremen weiterhin stark abstiegsgefährdet, drei Punkte Rückstand sind es aktuell und das Derby kommt ja auch noch.
(Spielbericht Vereinshomepage
Video aller Tore auf dfb.tv)

Die U17 spielte Samstagvormittag beim hsv in Hagenbeck. Dazu muss man sagen, dass deren U17 die einzige Leistungsmannschaft im Fußballbereich ist, die derzeit nicht auf einem Abstiegsrang steht, was bekanntlich in der Bundesliga, der Regionalliga Nord und eben in der A-Jugend-Bundesliga (U19) ganz anders aussieht. Nach dem 12.Spieltag war der hsv sogar noch Tabellenführer, doch drei Niederlagen in den ersten vier Rückrundenspielen beendeten dies recht schnell. Klare Sache aber: Unser Team von Hansi Bargfrede spielt gegen den Abstieg und war hier klarer Außenseiter.
Danach sah es allerdings in der ersten Hälfte vor ca. 250 Zuschauern nicht aus, leichte Feldüberlegenheit und Chancenplus endeten fünf Minuten vor der Halbzeit in einem umjubelten Führungstreffer von Andranik Stepanyan, der erst mal über das gesamte Feld sauste, um dann über die Bande zu springen und auf der kleinen Stehplatztribüne seiner Mama ein Küßchen zu geben. Großes Kino, führte sogar zu einer besorgten Nachfrage:

 

 

 

 


Vielen Dank bei der Gelegenheit an Collinas Erben, wer sie noch nicht kennt/hört, sollte schnellstmöglich den Podcast abonnieren.

Egal, Seitenwechsel, die Leistung wie abgeschnitten. Der hsv jetzt spielbestimmend und mit Chancen, unsere Abwehr mit zwei Katastrophenschnitzern und Zack 2:1 für Mordor.
Am Ende gab es dann aber durch Terje Scheffel und nach schöner Vorarbeit von Marcell Sobotta doch noch den umjubelten und unterm Strich auch verdienten Ausgleich, der einen in der Tabelle durchaus wichtigen Punkt sicherte.
Nächsten Samstag (11.00h) geht es gegen den Vorletzten, Holstein Kiel, da könnten die derzeit zwei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge gerne ausgebaut werden.

Erfreuliches gibt es auch von der 4.Herren zu vermeldet: Nach einem “eher verhaltenen” *hust* Start ins Kalenderjahr konnte heute der Tabellenletzte Vahdet mit 5:1 aus der Feldstraße gejagt werden, was in der Kreisliga 2 wieder einigen Abstand zu den Abstiegsplätzen schafft.

Handball

Die meisten Teams hatten spielfrei, stattdessen gab es das LampedusaHH-Soli Hallenturnier in der Budapester Straße.
Das Miteinander und die Unterstützung standen natürlich im Vordergrund, am Ende gewann der FC Lampedusa 2 das Turnier und alle hatten sichtlich Spaß.

Vielen Dank an die Handballabteilung für die Organisation!
(Weitere Fotos hier auf flickr, Danke dafür an MD-Protestfotografie.)

Rugby

Auch im Rugby ist die Winterpause zuende. Nachdem es für die 1.Herren in der Meisterrunde der 1.Bundesliga letztes Wochenende noch eine 15:62-Niederlage gegen den souveränen Tabellenführer Hannover 78 gegeben hatte, konnte jetzt beim Berliner SV 92 mit 33:7 gewonnen werden. In der acht Teams umfassenden Nordstaffel macht dies aktuell Platz 5, Platz 4 würde im Viertelfinale wieder Heimrecht bedeuten.

Die 1.Frauen hatte noch spielfrei, am kommenden Samstag geht es an der Saarlandstraße um 14.30h gegen den Stuttgarter RC. // Frodo

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VdS – SP24 – FSV Frankfurt

Nach dem Heimsieg ist vor dem Auswärtsspiel, am Sonntag gastiert der FC St.Pauli am Bornheimer Hang beim FSV Frankfurt. Maik sprach dazu mit Eimi, seines Zeichens Fanbeauftragter beim FSV.

Themen war zum Einen die Arbeit eines Fanbeauftragten, zum Anderen natürlich der Ausblick auf Sonntag.
Viel Spaß!

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NdS – SP23 – 1.FC Union Berlin

Never change a winning team! Wie schon in der Vorwoche sprachen Sebastian und Maik mit Sebastian vom Textilvergehen und blicken auf das 2:1 des FC St.Pauli im Montagsspiel am Millerntor gegen den 1.FC Union aus Berlin.

40 Minuten bestes Zweitligaknowhow über das Spiel, Aufstiegschancen und Sinn & Unsinn einer Relegation, viel Spaß!

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23. Spieltag (H) – 1.FC Union Berlin

St.Pauli – Union Berlin 2-1 (0-0)
Tore: 0-1 Terodde (58.), 1-1 Schachten (61.), 2-1 Bartels (88.)
Zuschauer: 29.063 (ausverkauft – Gäste ca. 3.000)

Auch wenn ich absolut kein Freund von Topspielpreisen beim Fußball (und überall) bin, hier hätten die Fürsprecher solcher Zuschläge eine ziemlich leichte Argumentationsbasis: Flutlicht, beide unter den Top 5 der Liga, beide mitten im Rennen um die Aufstiegsplätze und wenn die Statistik bemüht wird, gab es in den letzten acht Spielen einen ansehnlichen Tordurchschnitt von 3,5.
Zum Glück jedoch sind wir am Millerntor weit von einer rein ökonomischen Betrachtungsweise von Spieltagsansetzungen entfernt.

Der Montag präsentierte sich so ungefähr um 14 Uhr mit einer netten Portion Sonnenschein, unweigerlich stieg das Spieltagskribbeln zunehmend, auch wenn die Sonne sich dann auch irgendwann verabschiedete (passiert ja abends ab und an). Bezugsgruppentechnisch waren wir schon drei Stunden vor Anpfiff am Stadion, überwiegend eine gewohnt entspannte Stimmung überall. Die Polizei wirklich übermäßig präsent, mit Reiterstaffel und allen Finessen der Deeskalation.

Interessanterweise haben wir dann vor dem Stadion mit einem Pärchen geschnackt, welches mit Union in Stockholm war und noch einmal ein paar eigene Einschätzungen mit reinbrachte (ich empfehle sonst die sehr hörenswerte Millerntonfolge mit dem Textilvergehen). Wir sind dann irgendwann rein, für ein Montagsspiel waren zumindest die Stehplätze schon sehr früh gut gefüllt.

Und überall war die Anspannung zu spüren, überall auch die Unsicherheit das Ergebnis vorherzusagen. Das Ding war eine komplett offene Kiste, jedenfalls vor Bekanntgabe des Kaders.
In gewisser Weise scheint die Nationalmannschaftsnominierung von Shkodran Mustafi auch Roland Vrabec inspiriert zu haben, denn dieser ging dann gleich mal den Jogi-Löw-Weg und zauberte einen „Unbekannten“ aus seinem Hut: Philipp Ziereis. Klar, im Kader stand er ab und an schon mal, durfte schon einige Male bei der Zwoten ran, trotzdem noch nicht eine Minute im Profifußball bei St.Pauli verbracht. Vrabec setzte ihn gleich von Beginn an auf die einzige Sechser-Position, da Buchtmann sich ja leider verletzt hatte. Außerdem durften Mohr, Verhoek und Kringe von Beginn ran, Bartels überraschend auf der Bank.

Die aufstiegsinteressierten Berliner änderten nichts an der Aufstellung gegenüber dem letzten Spiel, die haben halt schon einen ziemlich guten Kader mit einigen wirklich guten Kickern. Der erste Eindruck, dass Union aufjedenfall ein paar Prozentpunkte mehr auf den Platz bringen wollte, bestätigte sich in der Anfangszeit. Zu einer richtigen Dominanz reichte es zwar nicht, aber ich habe Union – das ganze Spiel über – als bessere Mannschaft auf dem Platz gesehen. So gab es in Hälfte eins halt ein Chancenplus bei den Eisernen, trotzdem stand unsere Defensive mit den „Neuen“ Mohr und Ziereis sehr gut. Mit einem verdienten, aber spannenden 0-0 ging es in die Pause, die Stimmung auf den Rängen ziemlich gut. Gerade in der Pause wurde einem bewusst, dass so einige Unioner stressfrei auf der Gegengerade rumhüpften, wird ja leider auch immer mehr zur Seltenheit.

Die zweite Hälfte ging dann relativ schnell in die Richtung „typisches“ Aufeinandertreffen von St.Pauli und Union. Die Berliner kommen deutlich motivierter aus der Kabine, können den verdienten Führungstreffer durch Terodde eintüten. Ausgangslage (wer hätte es gedacht) eine Ecke, Tschauner verhindert zunächst den direkten Kopfball, Terodde muss nur noch sein Bein reinhalten und zack, ist das Dutzend Gegentore nach Ecken voll. Diesmal war die Ecke allerdings wirklich perfekt gespielt und dementsprechend schon schwer zu verteidigen. Unabhängig davon unnötig, erst defensiv wirklich gute 60 Minuten zu spielen, um sich dann eine einfache Ecke einschenken zu lassen.

Schachter fand dies genauso unnötig und hat ja meist eine sehr charmante Art seine Wut über so etwas zum Ausdruck zu bringen. Er ließ den Gästeblock netterweise 90 Sekunden feiern, schnappt sich am 16er den Ball und dreht das Ding schön ins Tor. Union scheint ihm tortechnisch gut zu liegen, und irgendwie mag ich einfach seine grundsympathische Art sich über Tore zu freuen.

Danach war das Spiel wieder komplett offen, Bartels brachte zunehmend Schwung rein. Und irgendwie – vielleicht lag es am Flutlicht oder dem Bier – war es ein Spiel, wo ein weiteres Tor einfach in der Luft lag. Immer mal wieder gute Chancen auf beiden Seiten, und gerade als sich beide Mannschaften auf ein 1-1 einigen wollten, spielt Halstenberg einen pefekten Pass in den gegnerischen Strafraum, Bartels schippt das Ding irgendwie rein. Endlich mal wieder so ein Ding auf unserer Seite, endlich mal wieder als glücklicher Gewinner vom Platz gehen.

Insgesamt eine gute Leistung auf unserer Seite, Bartels kann so einen Erfolg nach zuletzt durchwachsender Leistung auch mal wieder gebrauchen. Besonders gut gefallen hat mir – neben Tschauner – Marcel Halstenberg. In meinen Augen spielt der sich immer besser ins Team hinein, und für einen Außenverteidiger macht der nach vorne echt richtig viel Wirbel. Auch das Debüt von Ziereis war echt gelungen, Trybull wird auch immer sicherer. Das könnte echt noch eine sehr feine Defensiv-Abteilung in der Zukunft werden.

St.Pauli also auf dem vierten Platz, trotzdem ist es oben in der Tabelle echt eine Wundertüte. Aus meiner Sicht gilt ein großer Dank Greuther Fürth, hätten die am Sonntag nicht gewonnen, wären wir auf dem dritten Platz gewesen. Genau, Relegations-Derby. Yeah!

So gerne ich mir die Situation vorstelle, wie Fabian Boll mit seinem letzten Schuss im Profifußball den entscheidenen Elfmeter nach einem Relegationsdrama/-krimi/-thriller/ -horror gegen die Vorstadt einnetzt und damit beim Dino die Lichterkette ausknipst, bin ich einfach kein Freund vom möglichen Relegationsspiel gegen den hsv. (Anm. Frodo: Och… Watt mutt dat mutt!)
Hier profitieren wahrscheinlich alle davon, außer die beiden Fanszenen von St.Pauli und dem hsv. Vorher schüren die Medien die Aufregung (Abendblatt) und den Hass (mopo), Sky bekommt Traumquoten, Viagogo verdient ein kleines Vermögen mit Stehplatzkarten zu 200 Euro und im Nachgang tingelt Rainer Wendt durch alle Talkshows und feiert die neue gesamt Gefahrenzone Hamburg. Dem Dino in der zweiten Liga zweimal die eigene Unzulänglichkeit aufzeigen, okay. Aber so ein Relegationsquark? Danke, nein.

Nun zurücklehnen und auf das nächste Spiel gegen Frankfurt freuen.

P.S: Seit langer Zeit mal wieder ein vernünftiger Auftritt des Gästeblocks.
P.P.S: Seit langer Zeit mal wieder ein vernünftiger Auftritt der Unparteiischen. Robert Kempter hat dieses ja nicht unwichtige Spiel ziemlich souverän über die Bühne gebracht, darf gerne wieder kommen. // Daniel

 

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#Nordderby100

SV Werder Bremen – Hamburger SV
Tor: 1:0 Zlatko Junuzovic (19.)
Zuschauer: 42.100 (ca. 5.000 Gäste)

Wie ich jüngst an anderer Stelle gestanden habe, habe ich eine durchaus lange Bremer- und Werderaner Vergangenheit. Als sich also abzeichnete, dass das 100. Nordderby zwischen Werder und dem hsv eher zu einem Existenzderby wird, bemühte ich mich frühzeitig um Karten. Eine Mischung aus alter Verbundenheit und Sensationstourismus. An dieser Stelle auch vielen, vielen Dank an Jana Miglitsch, gleichzeitig die Schwester eines meiner damaligen Mitspieler, die mir die Karten organisierte.
Ich traf gegen 13:00 Uhr am Hauptbahnhof ein, marschierte bei bestem Wetter noch zum Marktplatz und dann ging es auch schon zum Stadion, alles relativ entspannt. Wir standen vorm Ostkurvensaal, und beobachteten das Treiben. Insgesamt verhielt sich die Polizei zwar präsent aber zurückhaltend, Fantrennung fand nur bedingt statt, abgesehen vom Hauptbahnhof, wo die mit dem Metronom anreisenden hsv-Fans gleich Richtung Shuttle-Bus gebracht wurden. Zumindest auf dem Vorplatz standen “Fuck Werder!” und “Scheiß hsv!“-Schalträger recht einträchtig beeinander oder zumindest nur wenige Meter voneinander entfernt, ohne sich gegenseitig zu ermorden. Rainer Wendt wäre fassungslos gewesen, dies kann man dann auch mal lobend erwähnen. (Abgesehen davon, dass ich solche Schals dämlich finde, egal über welchen Verein.)

Irgendwann fuhr dann der hsv-Bus an der Ostkurve vorbei und wurde dabei mit Kaltgetränken begrüßt. Unnötige Aktion, aber zumindest hier konnte ich nicht feststellen dass über die Flüssigkeit hinaus Schäden am Fahrzeug verursacht wurden, flogen doch lediglich Weichplastikbecher. Im Sportstudio wurde abends erzählt, dass es Sachbeschädigung gegeben hätte, dies muss dann wohl später oder bereits an anderer Stelle passiert sein.
Grundsätzlich finde ich handfeste Aggression gegen Sachen ähnlich sinnlos wie gegen Menschen, scheinbar gehört dies aber inzwischen leider unter Fußballfans zum guten oder eben auch schlechten Ton.

“Rauten-Express” in Vorbeifahrt an der Ostkurve

Kurze Zeit später  dann andersrum, es kam es an gleicher Stelle zu einer versuchten Attacke von circa 50 hsv-Fans auf den Fanshop, mit welchem Ziel auch immer. Dies hatte sich dann auch schnell wieder erledigt und neben dem erneuten beidseitigen Austausch von Kaltgetränken ist wohl nicht viel passiert.

Ab ins Stadion, da wir bereits im Vorfeld viel von der Choreo gehört hatten und diese natürlich dann auch mitnehmen wollten. Sie war seit Monaten akribisch vorbereitet worden, von den Gruppen Wanderers Bremen und HB Crew. Auf jedem Platz lag der folgende Erklärzettel:

Regieanweisung zur Choreo

Nun ja, “stinkender Elbschlick” wäre mir als Bezeichnung nicht über die Tastatur gekommen, aber Fußball muss dreckig bleiben und solange es verbal bleibt passt das dann im Zweifel auch, geschenkt.
Auch die Stadionregie tat ihr Bestes um die Choreo zu unterstützen und pünktlich um 15:20 Uhr begann die begleitende Musik und damit die ca. zehnminütige Performance.

“Hundert Spiele wie im Märchen – Nur der SVW – HBC – WB07 – Dazke”

Es wurde dann von unten ein Buch hochgezogen, welches im Folgenden mit Schnüren von unten und oben “umgeblättert” wurde:

“Wir kamen, sahen…” (rechts im Bild die Stadtmusikanten)

“und…” (Die Stadtmusikanten nehmen Kontakt zu CFHH auf.)

“siegten.” (Der Kontakt endet im Rauswurf, wie aus dem Märchen bekannt.)

“Die Moral von der Geschicht’…”

“Bremen ist geil, Hamburg nicht! – DAZKE”

Laut Abendblatt soll das ganze circa 45.000 € gekostet haben und ein halbes Jahr Planung benötigt worden sein. Unterm Strich kann man nur sagen: es hat sich gelohnt und sah wirklich großartig aus. Das restliche Stadion war mit DIN A3-Plakaten bepflastert, auf dem die Bremer Speckflagge, das Werder-Wappen und “Die Nr.1 im Norden sind wir” zu sehe war.
Genau an jenem letzten “DAZKE” aber entzündete sich im Folgenden eine Diskussion. Unter einigen hsv-Fans, denen ich auf Twitter folge, gab es nach dem Spiel die Auffassung, dass DAZKE sei pietätlos gewesen. Um dies zu erklären, beziehungsweise zu verstehen muss ich wohl etwas ausholen.
Aus meiner Sicht gibt es hierfür, je nach persönlichem Empfinden und Interpretation, zwei mögliche Varianten:

  1. Das DAZKE bezieht sich auf eine Choreo, die die hsv-Fans vor einigen Jahren gemacht haben. Dabei wurde pro Block ein großer Buchstabe als Banner hochgezogen, wobei der Mittelblock das “N” quer hochzog und damit statt “DANKE” ein “DAZKE” erschien. Auch unter unter St.Pauli Fans hat sich DAZKE seitdem zum geflügelten Wort entwickelt und fest in den Sprachgebrauch eingefügt. Dementsprechend ist das DAZKE an dieser Stelle als Verarschung der hsv-Fans zu verstehen.
    Oder aber:
  2. Das DAZKE bezieht sich auf eine Hermann-Rieger-Dankeschoreo, die die hsv-Fans vor einigen Jahren gemacht haben. Dabei wurde pro Block ein großer Buchstabe als Banner hochgezogen, wobei der Mittelblock das “N” quer hochzog und damit statt “DANKE” ein “DAZKE” erschien. Auch unter unter St.Pauli Fans hat sich DAZKE seitdem zum geflügelten Wort entwickelt und fest in den Sprachgebrauch eingefügt.
    Durch den Tod von Hermann Rieger vor wenigen Tagen ist dies damit pietätlos und beschmutzt das Andenken an Hermann Rieger.

Puh, harter Tobak. Entscheidend ist hierbei tatsächlich, ob man das DAZKE nun mit der Choreo oder mit Hermann Rieger verbindet, ansonsten ist der Hintergrund ja gleich. Unstrittig, dass sich die Choreo damals auf Hermann Rieger bezog. Aber ist dies in der Wahrnehmung hängen geblieben, oder lediglich der DAZKE-FauxPas?
Für mich persönlich war Hermann Rieger immer eine Ikone, die vereinsübergreifend für seine Art geschätzt wurde. Die für eine Art von Vereinsidentifikation stand, die es heute im Profigeschäft nur noch selten gibt. Als er verstarb, gab es (ähnlich wie auch bei Walter Frosch) ausnahmslos Respektsbezeugungen, von Fans aller Vereine, über jede Farbenwahl hinweg. Neben vielen St.Paulianern kondolierten auch (und das ist dann eben für meine weitere Argumentation wichtig) viele Werder-Fans. Häme, Spott, sonstige Pietätlosigkeiten habe zumindest ich nicht wahrgenommen. Ich glaube auch, dass wir gesellschaftlich über derartiges zum Glück schon lange hinweg sind, auch und gerade unter Fußballfans.
Die Choreo war zu diesem Zeitpunkt von Hermann Riegers Tod (der übrigens am Sonntag in einer feierlichen Zeremonie im Stadion verabschiedet wurde) ganz sicher nicht nur fertig geplant, sondern auch fertig gebaut bzw. genäht.
Sicher ist: Zum Zeitpunkt der damaligen Planung war das DAZKE noch unverfänglich, niemand hätte dies als Affront gegen Hermann Rieger verstanden. Der Vorwurf aus den Reihen der Gästefans war jetzt, dass man doch in den knapp zwei Wochen aus einem “Z” noch hätte ein “N” machen können.
Ich bin als Textilhandwerklicher Volllaie überfragt, ob das möglich gewesen wäre, gehe im Zweifel aber erstmal davon aus. Die wichtigere Frage aber ist: War man sich auf Seiten der Bremer überhaupt bewusst, dass dieses Wort eben nicht als klares Veräppeln der Gäste verstanden werden würde, sondern als “Pietätlosigkeit“, als “Beschmutzen des Gedenken an Hermann Rieger“?
Ich persönlich denke bei DAZKE immer an die Choreo, nicht an die Person der diese gewidmet war, daher bin ich hier auch klar bei Option 1.
Eine bewusste Provokation? Ein bewusstes in den Dreck ziehen des Gedenkens? Nein, den Vorsatz bezweifle ich dann mal ganz stark.
Ich will keinem hsv-Fan vorschreiben, wovon er sich persönlich verletzt oder angegriffen fühlen soll oder nicht, ich bezweifle lediglich, dass diese Stoßrichtung von den Machern der Choreo so gewollt war bzw. sie sich dieser Intention überhaupt bewusst waren.
Okay, meine eigene Interpretation sollte klar geworden sein, wissen kann ich es natürlich auch nicht. Ihr könnt das gerne in den Kommentaren weiterdiskutieren.

Bezogen auf den Gästeblock fiel mir auf, dass der Sitzplatzbereich im Oberrang, der sich dort unter den Stehplätzen befindet, komplett gesperrt war. Die Türen dorthin waren verschlossen.
Störte aber nicht lange, irgendwann kletterten zahlreiche Personen an den überforderten Ordnern vorbei über die Zäune, in den Sitzplatzbereich.  Ich denke, der Sinn des Freilassens des Bereichs liegt darin, dass sonst gerne von dort Gegenstände in den Unterrang fliegen. Mag sinnvoll sein, klappte aber eben überhaupt nicht.
Im Gästeblock (im “gestürmten” Sitzplatzbereich) gab es parallel zur Choreo übrigens  auch ein bißchen Pyro.

Das Spiel selbst war dann ein Klassiker für die “Es lebt von der Spannung“-Floskel. Der hsv anfangs irgendwie strukturierter im Spielaufbau, ohne zwingend zu sein. Werder mit der alleinigen Taktik “Langer Ball auf Petersen und dann beten, dass es zu was führt!“. Letzteres klappte dann auch irgendwann, wobei man Hunt den Ball sicher noch 100x so hinwerfen kann und der Hackenpass kaum nochmal so ideal kommt. Glück muss man haben. Und dann hebt Jansen eben auch noch das Abseits auf und beschwert sich später in den Interviews, dass man in so einer Situation doch nicht auf Abseits spielen dürfe. Tja, haste Scheiße am Fuß…

Vom hsv kam danach nicht mehr viel, Lasogga wurde vom vorherigen “Angstfaktor” Lukimya komplett aus dem Spiel genommen, mehr als ein Lattenschuß von Calhanoglu fand nicht mehr statt.

In Hälfte zwei dann zunächst folgendes: Werders Mittelteil der Ostkurve zieht die Blockfahne hoch, darunter wird sich vermummt, dann kommt Pyro und Spielunterbrechung. Anschließend geht die Blockfahne wieder hoch um die Vermummung rückgängig zu machen, und damit den Videokameras ein Schnippchen zu schlagen.
Buuuh, Pyro, pööööse!
Egal, mir hat es gefallen. Robin Dutt eher nicht, wobei ihn in erster Linie die (u.a.) daraus resultierenden sechs Minuten Nachspielzeit geärgert haben dürften.

Dass diese überhaupt noch relevant waren, lag an der mangelnden Chancenverwertung der Bremer, die den Sack hätten schon früher zumachen müssen (und können). Vom hsv kam auch da nicht mehr viel, ein-zwei Distanzschüsse, fertig. Aber knappe Derbysiege fühlen sich ja eh besser an.
Glück für den hsv: Für sein Frustfoul in der Nachspielzeit hätte Lasogga aus meiner Sicht zwingend gelb-rot sehen müssen. Aber man kann nicht alles haben.
Gute Besserung jedenfalls an Slobodan Rajkovic, der bei einem Zweikampf im Rasen hängen blieb und sich dabei einen Kreuzbandriss zuzog. Bitter für ihn, nachdem er sich unter Slomka gerade erst aus der Verbannung zurückgemeldet hatte.

Beim Rückweg zum Bahnhof konnte man das ein oder andere Scharmützel begutachten, aber unterm Strich verlief wohl alles recht harmlos.
Am Bahnhof selbst wurde die Rückseite, wo die Shuttlebusse der Gästefans ankamen, so gesperrt, dass man von dort nur auf das Gleis gelangen konnte, wo der Metronom zurückfuhr. Immerhin waren damit aber die Fress- und Getränkebuden in der Halle auf der Rückseite auch erreichbar, was aus Sicht eines Gästefans schon mal deutlich besser ist als man es in vielen anderen Städten erleben muss.

Alles in allem ein toller Tag für mich, meine hsv-Live-Saisonbilanz weist damit nach dem 1:5 gegen Hoffenheim weiterhin null Punkte auf. // Frodo

Es schrieben auch:
- Papierkugelblog (Werder): “Jubiläumssieger
- Meine Saison mit dem SVW: “Sieg der Kampfschweine
- Nedsblog (hsv): “Nordderbyniederlage
- Nur der Tim: “Auswärts bei der Stinkeweser – Derbyniederlage
- Vert et blanc (SVW): “Es gibt nur cool und uncool und wie man sich fühlt
- Der Vierte Mann (hsv): “Nachlese zum 100.Derby

P.S.: Arschlochalarm gab es übrigens leider auch (taz)

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VDS – SP23 – 1.FC Union Berlin

Das Montagsspiel gegen Union wirft seine Schatten voraus, Sebastian und Maik sprachen mit Sebastian vom Textilvergehen. Wie man das von uns kennt, wurde aus den geplanten 20-30 Minuten dann doch eine gute Stunde, aber es gab eben auch viel zu besprechen.

Themen waren natürlich die Besonderheiten der “Eisernen” als Verein, die Geschehnisse um den Spielabbruch in Stockholm und natürlich ein Ausblick auf Montag.

- Übersicht MillernTon-Folgen
- Übersicht bisherige VDS/NDS – Gespräche

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