Monatsarchive: Mai 2010

Corny Littmann ist zurückgetreten

Wie dem Abendblatt der letzten Tage und dem ÜS-Blog schon zu entnehmen war und die BILD heute gegen 12.15h vermeldete, ist Cornelius Littmann heute auf der Pressekonferenz um 13.00h als Präsident des FC St.Pauli zurückgetreten.
Und wie das in Zeiten des Web2.0. so ist, war seine um 13.00h verlesene Erklärung dann auch schon um 12.45h auf der Vereins-Homepage im Wortlaut nachzulesen.

Das Possenspiel der letzten Tage (Ankündigung des Rücktritts im Abendblatt durch Indiskretionen aus seinem eigenen Dunstkreis, vehementes empörtes Dementi inkl. der Verwendung des Wortes “Märchen” und dann heute der Rücktritt) sei ihm als Schauspieler mit der notwendigen Gabe zur Inszenierung auch gerne zugestanden. weiter

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Littmann will zurücktreten

Nachdem es die Spatzen schon seit mindestens einer Woche von den Dächern und Bäumen pfiffen, steht es nun heute auch im Abenblatt, damit auch zum ersten Mal im Licht der Öffentlichkeit. (Ich muss hier mal einen Ausdruck des Erstaunens los werden, dass es diese Info vorher nicht ins Forum geschafft hat. Spätestens nach dem Spiel gegen den FCUM am Sonntag hatte ich fest mit einem “Ich weiß was!”-Posting gerechnet. Aber umso besser, dass internes in diesem Verein jetzt auch zumindest mal ne zeitlang intern bleiben kann.) weiter

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34.Spieltag (H) – SC Paderborn

FC St.Pauli – SC Paderborn 1:2 (1:1)
Tore:
1:0 Marius Ebbers (19.), 1:1 Daniel Brückner (45.), 1:2 Nejmeddin Daghfous (81.)
Zuschauer: 19.901 (ausverkauft)

Schön war’s. Ein rundum entspannter Aufstiegstag… nur wenn ich ganz ehrlich bin, ist es eben doch nicht das gleiche wie 2001. Zum FC St.Pauli gehört ein Herzschlagfinale, die Entscheidung durch einen unberechtigter Handelfmeter in der Nachspielzeit, der an den Pfosten geht und dann vom Rücken des Torwarts ins Netz trudelt… natürlich erst, nachdem der erste Versuch bereits wiederholt werden musste.
Aber okay, ich will nicht meckern, auch wenn meine Saisonziele (DFB-Pokalfinale und Erreichen der Aufstiegs-Relegation) beide verpasst wurden und es an diesem Tag nur noch um die goldene Ananas die silberne Radkappe ging. Nächstes Jahr krieg ich bestimmt mein Finale und die Relegation 😉
Schwarzmarktpreise bis zum Mond, Schlangen überall bis nach Meppen… wohl ein kleiner Vorgeschmack darauf, was uns nächstes Jahr in der ersten Liga erwartet. Wenn da an der U-Bahn St.Pauli Stehplatzkarten für 150,-€ angeboten werden und es auch noch Vollidioten gibt, die das bezahlen, muss man sich echt nicht wundern, dass die da immer wieder stehen. Warum der Verein in Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt da nicht einschreitet, weiß ich allerdings auch nicht so genau, aber vielleicht wär das ja mal ein Thema für den ÜS.
Zum Spiel: Ich selbst wäre sehr gerne Meister geworden und muss schon mein Unverständnis darüber äußern, wenn solch ein erfahrener Profi wie Morena offensichtlich das falsche Schuhwerk wählt oder Richie frei vorm Tor so kläglich scheitert. Aber, auch klar: Völlig Ladde, die Jungs haben eine Woche gefeiert und das sei ihnen auch absolut gegönnt, da fehlen dann eben die letzten Prozent und in der Zweiten Liga gibt es eben kein Fallobst, dann wird derartiges auch ausgenutzt. Die Stimmung war grade vorm Spiel und zu Beginn bombastisch, das einschläfernde Gekicke tat dann aber auch seine Wirkung und so feierte man sich, wie so oft am Millerntor, mal lieber wieder selbst. Auch der Block 1 fand, wie schon gegen Augsburg und Koblenz wieder zu alter Form zurück. „Und schon wieder keine Schale, St.Pauli!“ nach dem 1:2 fand ich ebenso schön wie das „Erste Liga! Schulle ist dabei!“, welches bei Schulles Einwechslung vom Supportblock in der Mitte der GG herüberschwappte. Der Ohrwurm für mich war aber das von USP angestimmte „2.Liga war schön, Zeit für uns zu gehen!“ nach der vom letzten Aufstieg noch wohlbekannten „Schade, Magdeburger Jungs!“-Melodie.
Schön auch, dass in der medialen Nachbetrachtung (Tagesschau, Sport 1, Premiere, sky) fast nur der FC St.Pauli auftauchte und keine Sau die Meisterfeier aus der Region interessierte.
Womit wir beim Thema wären: Großartig, liebe Mannschaft! Ich hatte, nach den vollmundigen Ankündigungen („Die Mannschaft hat eine Überraschung vorbereitet!“ – „Ihr wisst ja gar nicht, was Euch erwartet!“) schon mit einer Rede, einer Tapete und ein paar netten Gesängen gerechnet, aber das Einlagespiel war dann wirklich der Hammer, ich habe Tränen gelacht. Sollte es tatsächlich jemanden geben, der es noch nicht gesehen hat, bekommt am Ende des sky-Berichts zumindest einen kleinen Eindruck und auf YouTube findet man vielleicht auch was. Aber aus reiner Chronisten-Pflicht muss ich es einfach noch mal aufzeichnen: Nach Spielschluss verließ das Team den Platz und kam nach drei Minuten wieder… zur Hälfte mit St.Pauli Trikots, die andere Hälfte in diversen bunt gemischten Erstligatrikots, standesgemäß zu Hell’s Bells. Hennings Frings und Schulle Jarolim bepöbeln sich schon beim Einlaufen, letzterer geht mehrfach per Schwalbe zu Boden. Nachdem er den Schiri bepöbelt bekommt er dann auch das „Schiri-Metzen-Gedächtnis“ Doppel Rot gezeigt und geht mit einer weiteren theatralischen Schwalbe pöbelnd vom Platz und zeigt der Gegengerade den Mittelfinger… unfassbar, das muss man gesehen haben.
Auch die „I’ve been looking for freedom“ Nummer fand ich großartig. Da mag man mich als billigen Jubelperser auf Ballermann-Niveau bepöbeln und im Forum zerhacken. Aber wer schon mal in nem Sonderzug im Partyabteil oder auf einer beliebigen Schlagerparty war, sollte wissen, dass derartiges manches Mal einfach aus der Situationskomik heraus entsteht und nichts mit Niveau oder Geschmack zu tun hat. Die Szenen in der Flimmerkiste nach dem Spiel in Fürth haben jedenfalls gezeigt, dass die Mannschaft Spaß an dem Song hatte… und dementsprechend muss man dann auch nicht groß drüber diskutieren, ob der Song nun passt oder ob man da mitsingen kann/darf/soll/muss. Wer nicht will, muss ja nicht, die Mannschaft hatte aber sichtlich dabei ihren Spaß und ein Großteil der Zuschauer eben auch.
Die restliche Feierei konnte ja auch auf sämtlichen Kanälen bestaunt werden und das auf der Reeperbahn mehr Leute waren als bei Bayerns Meisterfeier ist sicher eine Erwähnung wert. Ich persönlich war lieber im Fanladen und danach noch mit netten Leuten was zum Saisonabschluß essen, aber auch das ist ja zum Glück jedem selbst überlassen.
Gleiches gilt natürlich auch für Alkoholkonsum, aber bevor der Text jetzt hier entgleitet, heb ich mir das Thema lieber auch mal für nen Übersteiger – Artikel auf, schließlich stand auf den T-Shirts ja “Einfach mal glücklich sein!” und ich will mich dran halten… aber was will man erwarten, wenn „Wir saufen jetzt sechs Monate durch!“ schon von höchster Ebene lange vor dem Aufstieg anlässlich des Geburtstages als Motto ausgegeben wurde oder ein Präsidiumsmitglied in der Süddeutschen aufgrund seiner völlig verwahrlosten Erscheinung und komplett abgeschossen auf der Pressekonferenz als herrlich kultig und anders gefeiert wird. weiter

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33.Spieltag (A) – Greuther Fürth und der Aufstieg!

AUFSTIEG in Fürth, da führt kein Weg mehr dran vorbei.

Jetzt hat der Kiez und ganz St. Pauli schon 2 Tage Kopfschmerzen, die kombiniert mit versagenden Stimmbändern und Heiserkeit auch den Übersteiger voll erwischt haben! Redaktionelles Schlafmangelsyndrom, wie uns der Hausarzt attestierte Diagnose: AUFSTIEG in die Bundesliga pünktlich zur hundertsten Ausgabe. Na wenn das nichts ist.

WAS WAR DAS BITTE FÜR EINE GROSSARTIGE NUMMER!

Und das war erst der Auftakt sämtlich kommender Festivitäten, also noch drei Tage ausruhen und dann geht es richtig zur Sache, obwohl die Stimmung in und um Fürth und im bestens organisierten Sonderzug wohl schon lange nicht mehr so fantastisch war. Da konnte auch die halbstündige Verspätung zwischen Altona und dem Hauptbahnhof aufgrund der Krawallbrüder auf der Schanze nicht für Panik sorgen! War ja dank DFL noch genug Zeit bis zum Anpfiff. Es ging einfach alles nach vorne los.
Im Zug eine Mischung aus besten Kutten die es wohl je gab, mein Highlight dabei Justus himself. Warum einige sich wie zu einer Badtaste Party angezogen hatten erschließt aus dem Motto der Fahrt ja nicht direkt – ist auch Schnurzpiepe. Ist doch eigentlich ganz einfach: Nur den Kleiderschrank aufmachen und alles anziehen was schon seit Jahren unter den neuen Polohemden und Jeans verborgen liegt.
Schön das, weil es offensichtlich nicht die Exzesse gegeben hat die man in Zügen nicht sehen will. Schon in der Samstagnacht war im Partywagen die Hölle los, die meisten habe wohl eher gar nicht geschlafen, so dass in Fürth erst mal Kaffee und Kneipe auf dem Programm stand. Dauerte nicht lange da war die erste Gardinenpinte überfallen und leer getrunken. Die übrigen wenigen Stammgäste verzogen sich auch gleich aufgrund unserer besten Stimmung in die Hinterräume. Also Bier war leer und Kaffee kalt. Weiter den nächsten Laden entern…! weiter

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