Tatort Millerntor: Ein kniffliger Fall

Sheriff Elias Saad und Deputy Oladapo Afolayan überführen die Täter… Schon im Bus überkam mich ein mulmiges Gefühl: Vor unseren Heimspielen ist der 16er eigentlich immer voll und dazu in Braun und Weiß. Heute gab es allerdings auch ein paar schwarz-weiß-blaue Ganoven zu bestaunen. Aber die stiegen Altona aus und fuhren nach Berlin. Nichts muss – alles kann! Mit diesem Motto im Kopf machte ich mich also auf den Weg zum Millerntor. Pokal-Pleite abschütteln, raus aus den Köpfen. Nicht nur aus meinem. Der Kopf funktionierte halbwegs und unser Ex-Spieler-/ Trainer- / Vize-Präsi schwirrte durch meine Hirnwindungen: „Am Ende kackt die

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Back to the Top!

Oder: Scheißtag. Mit Happyend! – Ein Floskel-Weltrekordversuch… Während der FC St. Pauli mit einem absolut verdienten Sieg am heimischen Millerntor und der gestrigen Kieler Niederlage gegen Eintracht Braunschweig wieder Tabellenführer ist, kassierte der 1. FC Kaiserslautern seine siebte Liga-Pleite in Folge. Auch wenn die Gastgeber bei frostigen Temperaturen von Beginn an das berühmte Heft in die Hand nahmen, präsentierten sich die Pfälzer als der erwartet unangenehme und tiefstehende Gegner. Es wurde ein hartes Stück Arbeit für die Kiezkicker, doch wie im Hinspiel sorgten Elias Saad und Marcel Hartel für die braun-weißen Tore, der weiterhin unbesiegten Hürzeler-Elf. “Guten Morgen liebe Sorgen”,

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Support

Seit 1977 bin ich bei den Spielen unseres magischen FC dabei.Also, genau genommen seit dem 3. September 1977. (Für die Jüngeren unter der Leserschaft: Es war der erste Bundesligasieg der Braun-Weißen über die Rauten). Eine wirkliche “Fanszene” gab es damals noch nicht. Der Support beschränkte sich auf das Schwenken von kleinen, selbst genähten braun-weißen Fahnen und den gelegentlichen “Schlachtgesängen”: “Tor, Tor, Tor – St. Pauli vor!” 1987/88 nahm das Ganze mit dem Aufstieg in die Bundesliga natürlich an Fahrt auf. Zumal einige aus der linksautonomen Szene den Fußball – und natürlich stadtteilbezogen – das Millerntor für sich entdeckten. Plötzlich sahen

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Wie ich eine Zecke wurde

“Noch ein Mal mit der Achterbahn”, flehte ich meine Eltern an. “Mir ist schon schlecht”, hatte meine Mum abgewunken. Warum hatte sie sich auch zwei Tüten Schmalzkuchen reingestopft? “Lasst uns lieber zum Abschluss alle ins Riesenrad”, schlug sie stattdessen vor. “Voll öde”, befand mein Schulfreund Stefan, der uns begleitete. Meine Eltern hatten zugestimmt, dass er übers Wochenende bei mir schlafen durfte. Er wurde wohl eher ausquartiert, damit seine Eltern ungestört ihren zehnten Hochzeitstag feiern konnten. Nach zähen Verhandlungen über den Erwerb zweier Cola standen wir schließlich in der Schlange vor dem Riesenrad. Als unsere Gondel langsam in die Höhe glitt,

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