Archiv der Kategorie: Was macht eigentlich…

„Ich habe mir meine Auslösung verdient“

Thees Uhlmann hat eine neue Platte, die ziemlich gut ist. Und er hat eine Menge zu erzählen – über Arschlöcher in Kneipen, Fannähe und seinen Wunsch nach internationalem Fußball am Millerntor

Von Sebastian

Du hast dir für deine neue Platte fast sechs Jahre Zeit gelassen. Was hat sich inzwischen bei dir geändert bzw. wie hast du dich verändert?

Jede Menge. Ich merke die fortgeschrittene Zeit vor allem an meiner Tochter. Sie ist jetzt 12 und versteht inzwischen ganz genau, was ich mache – und sie findet es peinlich. Mit sieben oder acht wäre das vielleicht noch überlebensgroß gewesen. Bei meiner letzten Platte war sie bei meinem Konzert in Köln dabei und ist nach einer Stunde einfach eingeschlafen. Weil der Altvordere steht da oben rum, schwitzt und grölt und es interessiert sie nicht. weiter

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Heute zu Gast am Millerntor: Holstein Kiel

Am Montag ist mit der Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 e. V. eine alte Bekannte zu Gast am Millerntor. Die Störche sind seit der Saison 2017/2018 wieder in der zweiten Liga und haben mit den Platzierungen 3 und 6 in den vergangenen beiden Saisons eine beachtliche Leistung gezeigt.

Der Saisonstart

In der noch jungen Spielzeit haben die Kieler bisher allerdings einen durchwachsenen Saisonstart hingelegt. Am ersten Spieltag gelang ein Unentschieden beim Heimspiel gegen den SV Sandhausen (1:1), gefolgt von einer 0:4 Auswärtsniederlage bei Darmstadt 98. In der ersten Pokalrunde beim FSV Salmrohr konnten die Störche dann einen ungefährdeten 6:0 Sieg einfahren, ehe am vergangenen Wochenende ein 2:1 Heimsieg gegen den Aufsteiger aus Karlsruhe gelang. weiter

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Was macht eigentlich… André Trulsen

André Trulsen  (c) Ariane Gramelspacher

André Trulsen (c) Ariane Gramelspacher

Gastartikel von Scheißegal St.Pauli.

Moin Truller, fangen wir mit der klassischen ersten Frage an: Wer hat dich 1986 zum FCSP geholt? Wie bist du hier gelandet?

Da muss ich etwas ausholen: Damals war ich Amateurspieler beim SV Lurup und habe dort drei Jahre in der 3. Liga gespielt. Wir sind im dritten Jahr abgestiegen, aber ich wollte weiterhin mindestens 3. Liga spielen. Mit Altona 93 war dann eigentlich schon alles klar, doch der damalige LigaObmann vom SV Lurup hat mich beim FC St. Pauli ins Gespräch gebracht. Über Hermann Klauck bin ich dann als 20. Mann in den Kader reingerutscht und von da an war ich ein St.Paulianer.

Also du bist gar nicht explizit gescoutet worden? Willi Reimann, dein damaliger Trainer hat  nicht gesagt „Den Trulsen von Lurup, den will ich haben“?

Damals gab es noch kein professionelles Scouting. Die Hamburger Spieler kannte man und ich hatte das Glück auf meiner Seite und konnte mich durchsetzen. Sogar im ersten Spiel in der zweiten Liga war ich in der Startelf.

Nana, nicht so bescheiden, in deiner ersten Saison hast du 28 Spiele gemacht.

Ja, das war auch für mich etwas überraschend. Ich konnte die Vorbereitung gut nutzen, um Willi Reimann von meinen Qualitäten zu überzeugen.

Es war sowieso eine ganz besondere Zeit, mit einem tollen Team. Viele Spieler kamen aus Hamburg, zum Beispiel Zander, Koy, Golke, Thomforde, Ippig und Koch.

Die dann zwei Jahre später den Aufstieg in die 1. Bundesliga schafften… weiter

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Was macht eigentlich… Dirk Dammann

Gastartikel von Scheißegal St.Pauli.

Moin Dirk. Du hast vor St. Pauli beim VfL Stade gespielt – wer hat dich 1990 zu St. Pauli geholt?

Ich bin damals von Helmut Schulte zu St.Pauli geholt worden. Wir hatten mit Stade seinerzeit einen Mega-Lauf in der HH-Oberliga und eine bis heute, glaube ich, unerreichte Rekordsaison gespielt (Anm.d.Red: nur 5 Unentschieden und keine Niederlage in der Saison). Anschließend sind wir in der Aufstiegsrunde ebenfalls ungeschlagen in die Oberliga-Nord (damals die 3. Liga) aufgestiegen…

Erzähl mal von deinen ersten Jahren bei St. Pauli. Ich hab dich später als unglaublich geilen Libero erlebt, gibt es heute ja nicht mehr, wie hast du dich denn damals so gesehen? Ein Freund von mir nennt dich den Beckenbauer der 90er….

Die ersten Jahre waren für mich eine Findungsphase. Ich war als offensiver und eigentlich bis dato auch torgefährlicher Mittelfeldspieler gekommen. In den ersten Jahren habe ich dann glaube ich alle Positionen im Mittelfeld gespielt – links, rechts, zentral, offensiv, defensiv …

Durch viele Verletzungen der damals gestandenen Mitspieler wie Peter Knäbel, Jürgen Gronau, Michael Dahms usw. konnte ich in meiner ersten Saison zwar viel spielen, habe aber nie richtig MEINE Position gefunden. Und meine im Amateurbereich vorhandene Torgefährlichkeit hatte ich leider auch verloren…

So wurde ich immer weiter nach hinten geschoben und Seppo Eichkorn hat mich dann in meiner zweiten Saison bei St.Pauli das erste Mal auf der Libero-Position eingesetzt. Jan Kocian, damals tschechischer Nationalspieler, konnte verletzungsbedingt nicht spielen und ich musste ihn ersetzen. Ich glaube, ich habe es ganz ordentlich gemacht. Ich durfte anschließend sogar spielen, als Jan dann wieder fit war. Wenn ich mich recht erinnere, hat damals Papa Heinz Weisener beim Trainer sein Veto eingelegt und darauf gedrängt Jan wieder spielen zu lassen…

So habe ich aber damals meine Position gefunden. Eigentlich aus der Not heraus, aber im Nachhinein war es für mich der Beginn meiner besten Zeit bei St.Pauli. Zumindest habe ich mich auf der Position sehr wohl gefühlt…

Gerade dein erstes Jahr bei St. Pauli verlief ja recht enttäuschend. Eigentlich “Stammspieler” in der ersten Bundesliga und dann diese scheiß Relegation gegen die Stuttgarter Kickers, die nach zwei Unentschieden erst im dritten Spiel im neutralen Stadion in Gelsenkirchen entschieden wurde. Was hat dich damals am meisten geärgert? weiter

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