Freundschaftsspiel (A) – FC Winterthur

FC Winterthur – FC St.Pauli 0:3 (0:1)
Tore: 0:1 Mahir Saglik (39.), 0:2 Sebastian Schachten (59.), 0:3 Mahir Saglik (86.)
Zuschauer: 6.600

Das Leben birgt die größten Zufälle und von einem profitierte ich an diesem Wochenende. Ein guter Freund aus Zürich, der schon seit Ewigkeiten trotz der Entfernung eine Dauerkarte hat und den ich einst bei einem Spiel der Zweiten Mannschaft in Göttingen kennenlernte, heiratete am Freitag auf einer Alm südlich von Zürich. Er hatte im Interesse der anreisenden Hamburger (und natürlich auch im eigenen) darauf geachtet, den Termin auf ein spielfreies Wochenende zu legen. Doch was er da noch nicht wusste, war der später fixierte Termin eines Freundschaftsspiel unserer Bhoys in Brown beim FC  Winterthur am Tag drauf, nur ein paar Kilometer nördlich von Zürich.

Glücklicherweise erfolgte die Veröffentlichung des Termins noch vor meiner Flugbuchung, so dass ich den Rückflug auf Sonntagmittag legte und mein erstes Spiel mit dem FC St.Pauli im Ausland erleben durfte.

Am Freitag fand also zunächst die kirchliche Hochzeit statt. Und wenn in einer kleinen Holzkapelle auf einem Schweizer Berg als erstes Lied “Balu” von Kettcar gespielt wird, muss diese Ehe unter guten Sternen stehen, keine Frage. Euch beiden jedenfalls auch hier und damit schriftlich nochmals alles erdenklich Gute für die Zukunft!

Samstag ging es dann mit dem PKW gen Winterthur (Danke an Fahrer, Fahrerin und Mitfahrer), wo ich mich dann erstmals mit dem dortigen FC  beschäftigte. Vereinfacht ausgedrückt eine Mischung aus der sympathischen Einfachheit und Bodenständigkeit sowie linker Grundausrichtung von Klubs wie Babelsberg und TeBe, sowie dem Versuch im Profifußball mit eben diesen Attitüden zu bestehen wie beim FC St.Pauli.

Das Stadion, die “Schützenwiese”,  fasst theoretisch 12.000 Zuschauer, ist derzeit aber nur für 8.500 zugelassen und besteht aus drei Stehtraversen und einer überdachten Sitzplatztribüne. Die Gegengerade bietet auch einen leicht erhöhten zweiten Stehrang und damit eine super Sicht. Die Heimkurve nennt sich “Bierkurve” und soll insbesondere auch auf Auswärtsfahrten diesem Namen alle Ehre machen.
Die Siurupkurve des FC WinterthurDiese Kurve hat dann auch noch eine großartige Besonderheit: über ihr steht in der einen Ecke eine kleine provisorische Tribüne mit ca. 50 Sitzen für den Nachwuchs: Die “Sirupkurve”. Stilecht mit einem Nichtraucherbereich vor ihr ausgestattet und mit festgeschraubten Trommeln vor der ersten Sitzreihe. Im Eingangsbereich des Stadions befindet sich eine Art Bar, die Bierkurve ist mit diversen Bierständen (ach was…) und anderem ausgestattet, Viva con Agua war mit einem eigenen Stand und Losverkauf vertreten und dadurch auch ins Halbzeitprogramm eingebunden.

Der Verein hatte explizit auf Fantrennung verzichtet und der Geschäftsführer Moesli sprach von einem langgehegten Wunsch, den FC St.Pauli auf der heimischen “Schützenwiese” begrüßen zu dürfen.  Es war eine rundum angenehme Atmosphäre, bei der man sich wirklich sehr willkommen fühlte, allein dafür schon mal ein großes Dankeschön an den FC Winterthur.

Während bei Ligaspielen im Schnitt ca. 2.500 Zuschauer erscheinen, war die Schützenwiese hier mit 6.600 Zuschauern mehr als gut gefüllt, davon gut ein Drittel mit Utensilien unseres Vereins ausgestattet, wenn auch mundartlich die meisten definitiv nicht aus Norddeutschland kamen. Zu Beginn gab es im “Gastsektor” ein bisschen Rauch, dies zieht in der Schweiz wohl auch bei Freundschaftsspielen eine automatische Geldstrafe für den Ausrichter nach sich, schade.

Weniger schade, eher amüsant war dann das Aufhängen einer kleinen hsv-Fahne in der Bierkurve, was wahrscheinlich von den dort Stehenden nicht mal bemerkt wurde. Ein paar St.Paulianer machten sich flugs auf den Weg und als sie dort waren und dezent nachfragten zuckten die Umstehenden allesamt unbeteiligt die Achseln und murmelten “Macht das ruhig weg.” Der eigentliche Eigentümer konnte nicht ausgemacht werden. Allerdings sorgte ein junger Mann mit einem etwas martialisch aussehenden “Deutschland”-Polo für Aufmerksamkeit, der auf Nachfrage was er denn mit dem Shirt hier wolle, nur ein “Ist doch ein Freundschaftsspiel!” von sich gab, obwohl er nicht zwingend nach Freundschaft aussah. Eben diese Freundschaft wurde dann auch von mehreren deutlich angezweifelt und ihm fiel dann gerade noch rechtzeitig ein, dass er heute ja noch andere Termine hatte. Vielleicht traf er da ja auch den Besitzer der Fahne wieder, schließlich spielte der hsv nur zwei Stunden nach unserem Schlusspfiff in Luzern (2:2 übrigens, wie ich am Tag drauf im Flieger erfahren sollte).

Sportlich bewegt sich der FC Winterthur im Mittelfeld der zweiten Schweizer Liga und die gezeigte Leistung dürfte bei uns so Pi mal Daumen zur Liga drei reichen. Unsere Jungs bekleckerten sich leistungstechnisch zwar nicht gerade mit Ruhm aber zu einem lockeren 3-0 durch Saglik (2x, erstes per Kopf und zweites per angeschossen werden) und Schachten (Distanzschuss) reichte es dann doch. Für einen “durchtrainierten” St.Pauli-Fan reichte es nach dem dritten Tor sogar für eine Flitzer-Einlage. Sehr clever angelegt, er sprang kurz über den Zaun, lief einmal jubelnd um das fünf Meter vor ihm stehende Tor und sprang schnell zurück in den Block, Ordner waren da eh kaum in der Nähe, war ja alles entspannt. Nicht mal der sich gerade über den Gegentreffer ärgernde Torwart bekam etwas davon mit.

Nach dem Spiel gab es im Stadion dann noch ein gemütliches Beisammensein mit einer Atmosphäre wie bei Spielen unserer Zweiten an der Waidmannstraße. Kinder spielten auf dem Rasen, beide Fangruppen standen buntgemischt herum und ließen den Tag gemütlich ausklingen, bevor es später für viele noch los ging, u.a. gab es noch ein Talco-Konzert in Winterthur.

Ich flog dann am Sonntagmittag wieder gen Hamburg, übrigens mit der selben Maschine wie die Spieler des hsv nach dem Spiel in Luzern. Insofern konnte ich die eine Stunde Verspätung auch verschmerzen, da ich permanent “Geschieht denen recht!” vor mich hinmurmelte. Geteiltes Leid war hier wirklich halbes Leid. Und da ich keinen Becher mit isotonischer Flüssigkeit dabei hatte, hab ich auch Guerrero in Ruhe gelassen.

Unterm Strich ein tolles Wochenende, vielen Dank an alle die dazu aus unterschiedlichen Gründen beigetragen haben. // Frodo

Links:
Fotos und Bericht auf der offiziellen Homepage
Fotos bei den Südzecken

Sonstige Ergebnisse:
- U23 in der Regionalliga mit erstem Sieg: 2:1 gegen Havelse vor 400 Zuschauern an der Hoheluft.
- U17 nach zwei Unentschieden in der B-Jugend-Bundesliga am 4.Spieltag mit dem ersten Sieg, 1:0 bei TeBe.
- 4.Herren im ersten Punktspiel souverän 3:1 gegen Sternschanze 3.
- Handball: Nach dem unglücklichen Aus im DHB-Pokal (29:28) hat die 1.Herren ihr erstes Punktspiel in der Oberliga HH/SH mit 31:30 gegen Bad Schwartau 2 gewonnen!

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Der Weinbar St.Pauli wurde gekündigt!

Folgender Text ging heute über den Mailverteiler der Weinbar St.Pauli und ist auch dort im Blog nachzulesen.
Der Text spricht für sich und macht fassungslos. Der ÜS drückt Heiko und Raphael die Daumen, dass es vielleicht (und sei es durch jetzt aufzubauende Öffentlichkeit) doch noch eine Lösung in den bisherigen Räumen gibt oder sich eventuell noch eine räumliche Alternative bietet.
Schickt obigen Link weiter, macht die Sache publik, wenn es weitere Möglichkeiten zur Hilfe gibt wird es sicher auf der Seite der Weinbar erwähnt und auch wir bleiben dran.

Liebe Gäste und Freunde,

wir wurden rausgeworfen. Unser Mietvertrag für die Weinbar Sankt Pauli am Neuen Kamp 19 wurde zum Ende des Jahres gekündigt. Hintergrund sind Lärmbeschwerden eines Mieters im Haus, der sich „beim Fernsehen gestört“ fühlt und sich seit März 2011 massiv bei der Hausverwaltung über uns beschwert hat. Doch damit nicht genug: Da der Mieter eine Mietminderung angekündigt hat, wurde uns mit einer Schadenersatzforderung gedroht.

Wir sind gleichermaßen traurig und verärgert. Die Lärmbeschwerden des Mieters sind unberechtigt. In unserer Bar läuft Hintergrundmusik auf Zimmerlautstärke über eine kleine Anlage. Unsere Gäste sind ruhige Weinliebhaber, die sich unterhalten. Disco findet bei uns nicht statt. Die Unplugged-Konzerte, die nur einmal im Monat stattfinden, sind spätestens um 22 Uhr beendet. Sonntags bis dienstags haben wir gar nicht geöffnet. Mit Ausnahme dieses einen Mieters hatten wir nicht eine Beschwerde wegen etwaiger Lärmbelästigungen.

Das vom Mieter angefertigte „Lärmprotokoll“ ist größtenteils unglaubwürdig. Dort sind viele Abende aufgelistet, an denen es aufgrund der geringen Anzahl an Gästen in der Weinbar definitiv nicht laut war. Eine Liveband soll an einem Abend für Krach gesorgt haben, wo keine spielte. Auch gab es angeblich am Ostersonntag schlimmen Lärm von uns – an dem Tag hatten wir geschlossen…

Die Hausverwaltung hat die Lärmbeschwerde des Mieters als zutreffend beurteilt, ohne sich die andere Sicht der Situation vorher anzuhören. Ein klärendes persönliches Gespräch hat sie mit der Begründung „dafür habe ich keine Zeit“ abgelehnt. Auf unsere ausführlichen schriftlichen Darlegungen ist sie überhaupt nicht eingegangen. Einen Ortstermin mit Lautstärketest hat es nicht gegeben.

Natürlich finden bei uns ab und zu Geburtstags- oder Firmenfeiern statt, im Schnitt 1 x im Monat. Aber das ist normal für einen gastronomischen Betrieb, der darauf angewiesen ist. Es stellt sich aber auch die Frage der Verhältnismäßigkeit: Der Neue Kamp ist tags wie nachts eine laute und belebte Straße. DOM samt Feuerwerke, Flohmärkte, Fußballspiele, Demonstrationen, Polizeieinsätze, Nachtleben. Der Neue Kamp ist eine vierspurige und vielbefahrene Straße, auf der 24/7 Verkehr rollt. An 97 % aller Monatsstunden findet absolut keine von uns verursachte Lärmbelästigung statt. Ausnahmslos alle Menschen, mit denen wir darüber gesprochen haben, sind fassungslos darüber, dass der Mieter sich ausgerechnet auf unsere kleine Bar eingeschossen hat.

Die Weinbar Sankt Pauli hat mit ihrem unverwechselbaren Konzept und den außergewöhnlichen Events bereits für einiges an Aufsehen in der Hamburger Kulturszene gesorgt. Viele Menschen aus St. Pauli und außerhalb sind begeisterte Stammgäste geworden. Auf Veranstaltungen konnten wir Geld für gemeinnützige Organisationen sammeln und spenden, u.a. OGSY Kenia-Projekt, KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Wir sind fester Bestandteil des Stadtteils und haben ein hervorragendes Verhältnis zu unseren Nachbarn am Neuen Kamp, mit denen wir sogar schon ein Straßenfest organisiert haben. Inhabergeführte und preiswerte Läden haben es in einem Quartier wie dem Schanzenviertel ohnehin immer schwerer. Die Idee der „Weine fürs Volk“ und unser Konzept setzt der Gentrification etwas entgegen. Bislang erfolgreich.

Wir haben in den vergangenen Wochen viel Bestärkung und Solidarität von Euch bekommen, das ist ein gutes Gefühl. Dafür vielen lieben Dank!

Wie, wo und ob es mit der Weinbar weitergeht, wissen wir noch nicht. Es war uns aber ein wichtiges Anliegen, Euch über die derzeitige Situation zu informieren.

Weinbar Sankt Pauli, 01.09.11

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6.Spieltag (A) – Eintracht Braunschweig

Eintracht Braunschweig – FC St.Pauli 1:0 (0:0)
Tor: 1:0 Dennis Kruppke (65.)
Zuschauer: 23.510 (ausverkauft, ca. 2.500 St.Paulianer)

Ich weiß jetzt wieder, warum ich “Die Leiden des jungen Bibers” seinerzeit eingestampft bzw. nicht weiter fortgeführt hatte. Es sind diese doofen Auswärtsspiele, bei denen die Hin- und Rückfahrt zwar dank der Mitfahrer äußerst angenehm und mit interessanten Gesprächen verläuft, aber auch mangels Besonderheiten (Busfahrer mit “lustigen” Durchsagen oder “ausgefallenem” Musikgeschmack, Bahnstreik, Begegnung mit anderen Fangruppen am Bahnhof, Autobahnvollsperrung, Entführung durch Außerirdische oder irgendwelche Sonderzugbesonderheiten) absolut unspektakulär ist und das Spiel eigentlich ebenfalls so vor sich hin plätschert und sicher 0-0 endet. Was soll man da schon groß zu schreiben?

Den wahrscheinlich größten Aufreger, jenes mysteriöse Ackermatch am Uelzener Bahnhof verpassten wir, da wir “erst” um 07.57h mit dem Niedersachsen-Ticket losfuhren, so dass wir schon um kurz nach elf im idyllischen Braunschweig waren. Wer die amüsanten reisserischen Berichte einer Hamburger Boulevardzeitung verfolgt hat, dürfte spannende Bilde von einem derben 200 gegen 50 Schlachtfest im Kopf haben… War wohl eher ein Zehntel der ersten Zahl auf unserer Seite gegen ein Fünftel der zweiten Zahl auf Magdeburger Seite, zumindest wenn man die eher amüsiert/gelangweilt zuschauenden abzieht, wie mir andere Frühausteher berichteten. Den größten Spaß besorgte aber ja eh besagtes Boulevardblatt mit folgender Formulierung “Die Fangruppen gaben nach den Auseinandersetzungen bekannt, dass ohne das Eingreifen der Polizei noch massivere Ausschreitungen geplant waren.” Tja… da standen sie dann wohl, die Rädelsführer der beiden Gruppen, nachdem die Polizei sie gewaltsam auseinandergebracht hatte und sprachen deprimiert ob der verpassten Eskalation in die Mikrofone. Oder haben die sogar eine Pressemitteilung verfasst? Oder stammt diese Info gar von der Bundespolizei selbst, weil einer der Streithähne enttäuscht ein “Och Menno, wenn Ihr nicht gewesen wärt, dann wäre es hier so richtig abgegangen, Digga, ich schwör!” von sich gab? Würd ich gern mal wissen, mir fehlt aber die Zeit das auf ultras.ws gewissenhaft zu recherchieren.
Andererseits gab es noch ein weiteres bemerkenswertes Zitat: “Bisher ist noch unklar, wo die Gruppen unbemerkt von der Polizei in die Züge eingestiegen sind.” Wahnsinn, diese Ultras… 200 USPler, in kleinen Gruppe, ohne Gesänge… und getreu dem Motto “Jeder nur ein Kreuz!” haben sie sich brav mit PKWs vorher aufgemacht, um sich gleichmäßig auf die Milchkannen zu verteilen, an denen der Zug zwischen Hamburg und Uelzen so hält.
Da es sich hier kaum um ein Reporterzitat handeln dürfte, sondern eher um einen Satz der so oder ähnlich von der Polizei gekommen sein muss, wäre das doch mal eine willkommene Gelegenheit über Sinn und Zweck von Zivis nachzudenken… wenn die es nicht mal schaffen, 200 brandschatzende Terroristen am zerstören des Uelzener Hundertwasser-Bahnhofs zu hindern, weil sie einfach nicht mitbekommen, dass die (und mit welchem) Zug fahren!
Als wir ankamen, war jedenfalls schon alles vorbei.

Ich find ja Hannover schon ausgesprochen häßlich, aber wer bitte wohnt denn freiwillig in Braunschweig? Aus Hannover kommt man wenigstens noch schnell weg (Danke an Christian für den Hinweis). Den Gefängnistransport per Gäste-Shuttle ersparten wir uns zumindest auf dem Weg zum Stadion und fuhren nach einem verspäteten Frühstück mit der Straßenbahn zum Stadion.

Die Gästekurve hat durch das Dach natürlich deutlich gegenüber früher gewonnen, trotzdem leidet das Stadion (und insbesondere die Heimkurve) natürlich unter der Laufbahn. So konnte man von uns aus recht regelmäßig Anfeuerung der Heimkurve (und ab und an auch der Gegengeraden) optisch ausmachen, zu hören war jedoch über 90 Minuten nichts… und auch wenn wir permanent laut waren, dürfte es umgekehrt genauso gewesen sein. Support bei uns war acuh ganz gut, Hit des Tages war das “Wir hol’n die Meisterschaft – Und schießen Rostock ab…”-Lied, welches es mir schon in Bochum angetan hatte, feine Sache.

Das Spiel war okay und endet normalerweise unentschieden, wobei die Braunschweiger in Anbetracht der Chancen den Sieg selbstverständlich deutlich mehr verdient hatten als wir. Tschauners Fehlgriff sei ihm gestattet, passiert anderen auch. Und ob man uns da jetzt den ein oder anderen Elfer geben muss oder nicht, schau ich mir nochmal im Fernsehen an, ist aber schlußendlich auch egal. (Nachtrag: Über den Handelfmeter kann man zumindest diskutieren.)

Die sieben Teams, die da jetzt oben stehen, werden sicher den Aufstieg unter sich aus machen, wobei bei Braunschweig sicher momentan immer noch die Aufstiegseuphorie mit punktet, andererseits hat ein guter Start schon anderen Teams zu unerwarteten Platzierungen verholfen. Für Duisburg und Bochum scheint der Weg schon jetzt sehr weit zu werden.

Die Rückfahrt ließ mich das Ergebnis unserer Zweiten gegen Magdeburg hören (0-2) und dann aus Zeitgründen in Hannover in den ICE umsteigen.

Solche Spieltage braucht kein Mensch, dafür kann man sich jetzt zwei Wochen an den Tabellen der ersten beiden Ligen erfreuen. Und nächstes Wochenende sehe ich dann tatsächlich mein erstes St.Pauli-Spiel im Ausland, wenn ich wegen einer Hochzeit in Zürich weile und die Jungs beim FC Winterthur antreten. Da gibt es dann sicher auch wieder mehr zu berichten. // Frodo

Und sonst so:

- Gleich zwei Lesetipps im heutigen Abendblatt:
Erstens ist unser Lieblingskolumnist Thees da heute auf ner ganzen Seite zu bewundern und es liest sich sehr gut… nicht nur, weil er uns so lieb grüßt.
Zum zweiten gibt es einen Artikel über das “Thinghaus” in Grevesmühlen. So kurz vor der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern absolut lesenswert. Bei der Gelegenheit dann einfach nochmal der sowieso ständig zu empfehlene Link zum NPD-Blog.

- Save the Date – 17.September – Old Firm an der Waidmannstraße!
Weitere Infos folgen sicher noch.

- Scheiß Wochenende
Die Profis verlieren 0:1 in Braunschweig, die II. 0:2 gegen Magdeburg, die A-Jugend gar 0:4 gegen den hsv (mit drei Toren und einem Assist eines Spielers, der letzte Saison noch für uns kickkte), die B-Jugend verliert 1:0 in Osnabrück. Da kann man fast froh sein, dass die C-Jugend spielfrei hatte.
Und da kann es dann auch niemanden mehr wundern, dass unsere Handball-Männer trotz großartigem Kampf im DHB-Pokal in der 1.Runde mit 28:29 beim Ludwigsfelder HC ausschieden. Trotzdem Gratulation, Jungs, auf eine tolle Saison! Und wer da diese Saison ab und zu mal vorbei schauen will, dem sei dann schon mal dieser Samstag empfohlen, da kann man sich ab 14.15h in der Halle an der Budapester Straße aufhalten und am Abend dann das erste Oberliga-Spiel gegen Bad Schwartau II sehen.

- hsv
Ja, geht momentan ja nicht anders, man kommt nicht drum rum über den putzigen Dino aus Stellingen zu reden. Neben dem ohnehin schon großartigen Spielverlauf des Samstags erfreute mich dann auch die Nachberichterstattung.
In der Sportschau redete sich Steffen Simon dann mal so richtig schön in Rage und lederte gegen Jarolim. Es fing mit einem “Jarolim… den kann man ja auch umpusten!” an und steigerte sich über ein “Man sieht was er denkt: Will mich denn keiner berühren? Dann streck ich halt mein Bein raus!” bis hin zu einem erstaunten “Jarolim… und hier fällt er mal NICHT!“.
Im Abendblatt stand dann heute, dass Oenning nicht sonderlich viel Rückendeckung im Fanlager hätte. Stimmt so natürlich überhaupt nicht, zumindest bei uns und im Fanlager des SV Werder ist der Mann absolut beliebt! Würde mich nicht wundern, wenn der in zwei Wochen im Weserstadion mit Standing Ovations begrüßt wird.
Zum Abschluß (weil es so schön passt) dann noch der Comic der Woche unseres Comicgotts Guido Schröter. (Unten weiter klicken…)

- Lesung
Unser Redaktionsmitglied Markus Flohr liest am nächsten Dienstag aus seinem Buch “Wo Samstag immer Sonntag ist” über seine Zeit als Student in Israel.

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Preisvergleich 1. & 2.Bundesliga – Dauerkarten 2011/2012

Dauerkartenpreise im Vergleich

Als die Dauerkartenpreise des FC St.Pauli für die neue Saison rauskamen, ging ein Aufstöhnen durch die Reihen, wahlweise auch resignierendes Kopfschütteln.
Von dem erhofften Rückgang auf Zweitliganiveau war nichts zu spüren, rechnet man die Karte für das Spiel in Lübeck hinzu konnten einzelne Kategorien sogar geringfügig teurer werden. Wir haben dies zum Anlass genommen, die Dauerkartenpreise der ersten beiden Ligen zu vergleichen.

Die hier zu sehenden Excel-Tabellen sprechen natürlich für sich und Zahlen lügen bekanntlich nicht. Trotzdem sollte man keiner Statistik trauen, die man nicht selbst gefälscht hat, daher einige Worte zur Einordnung dieser Zahlen.

Da wir uns nicht in Malta oder Liechtenstein befinden, wo sich teilweise mehrere Vereine ein Stadion teilen, ist so ein Vergleich selbstverständlich nie wirklich gerecht. Ein Kurvenstehplatz bei Verein A kann eine deutlich bessere Sicht als bei Verein B bieten, die Verkehrsanbindung bei Verein C ist deutlich besser, dafür hat D höhere Parkplatzgebühren und die Preise für Wurst, Wasser und Bier sind auch überall unterschiedlich, von der Qualität ganz zu schweigen. Und bei Sitzplätzen muss man sich nur die Entfernungen eines Sitzplatzen im Oberrang des Volksparks mit dem „schlechtesten“ Sitzplatz im deutlich kleineren Stadion des SC Freiburg vorstellen, um auch den „günstigsten“ Sitzplatz nicht als gerechten Maßstab nehmen zu können.

Für diese Tabelle wurden drei Kategorien berücksichtigt, mit der Absicht, eine möglichst breite Spanne an Preisen abzudecken und trotzdem annähernd vergleichbar zu bleiben:

-        Stehplatz Heim, möglichst der Bereich der als „Fankurve“ bezeichnet wird
-        Sitzplatz Heim, der günstigste verfügbare Preis, ohne Familien- oder andere Sonderblöcke
-        Sitzplatz Heim, Gegengerade, bester Platz mittig, ohne VIP-Plätze

Hinzu kam, dass der FC St.Pauli nur 16 „echte“ Heimspielen hat und einen dementsprechenden Preis veröffentlichte, was ebenfalls den Vergleich erschwerte. Borussia Dortmund hingegen veröffentlichte seine Preise gleich inklusive der drei Champions League Gruppenspiele. In beiden Fällen haben wir den Preis auf 17 Heimspiele umgerechnet.

Weitere Faktoren (wie z.B. Stadiongröße, Mitgliederermäßigung, Anzahl der ermäßigten Karten und Unterschiede in dem Kreis der Ermäßigungsberechtigten, evtl. Rabatt im Fanshop, ÖPNV inklusive oder nicht, Eintritt zu Testspielen, der zweiten Mannschaft oder den Jugendmannschaften) spielen da noch mit rein, sind aber auch schlecht neutral in Zahlen auszudrücken, ich habe also überall den Preis für Vollzahler genommen, so vorhanden nahm ich einen Preis mit Frühbucherrabatt.

Die Sortierung erfolgte jeweils nach der Spalte „Summe“, also dem Gesamtpreis aller drei Kategorien. Die Sortierung der einzelnen Kategorien kann ggfs. deutlich davon abweichen.

Here we go: 2011_Dauerkartenpreise_Bundesliga

Die erste Bundesliga

Knapp 168,-€ zahlt der durchschnittliche Stehplatzfan also für sein Jahresticket in der Belle Etage, wobei der FC Bayern mit 120,-€ (7,06€ pro Spiel) am günstigsten ist (und auch günstiger als alle Zweitligavereine, außer dem FSV Frankfurt), der FSV Mainz 05 nimmt mit 212,-€ (12,47€) in seiner neuen Coface-Arena das meiste Geld.
Wer möglichst „billig“ sitzen will, zahlt im Schnitt 302,-€, die Spanne reicht hier von 198,-€ (11,64€) beim VfL Wolfsburg, der damit sogar noch den Mainzer Stehplatz unterbietet, bis hin zu 434,-€ (25,52€) beim FC Schalke 04. Auch der hsv schneidet mit 200,70€ (11,80€) noch sehr günstig ab, wobei dort ein Platz unterm Dach in der Kurve natürlich auch eine gänzlich andere Sicht bietet als beispielsweise in kleineren Stadien wie Wolfsburg oder Hoffenheim.
Der Platz mit der besten Sicht bietet dann auch die größte Preisspanne. Durchschnittlich sitzt man mittig auf der Gegengeraden für 595,-€, wobei Bayer 04 Leverkusen mit 470,-€ (27,65€) den günstigsten Platz anbietet und damit nur knapp über dem o.a. billigsten Ticket der Schalker liegt. Immerhin drei Vereine kassieren sogar mehr als 700,-€: Der 1.FC Köln (725,-€/ 42,65€), der hsv (727,70€) und als Primus erneut der FC Schalke mit 742,-€ (43,65€)! Klar ist auch: Diese drei Vereine hatten in der letzten Saison eine Auslastung von 95% oder mehr, das zahlende Publikum macht diese Preispolitik also (notgedrungen) mit.
Würde man nun (sehr theoretisch) von jeder dieser drei Kategorien je eine Dauerkarte erwerben, bietet die Hertha mit 878,-€ das günstigste Gesamtpaket an, Wolfsburg, Nürnberg und Leverkusen liegen ebenfalls auf diesem Niveau. Am teuersten ist mit 1.358,-€ der FC Schalke, trotz des großen Fassungsvermögens, Mainz (mit der neuen Arena), Köln, Dortmund und der hsv folgen auf den Plätzen.
Eine Information noch nebenbei: Inzwischen ist bei 17 Erstligavereinen ÖPNV inklusive, lediglich der FC Bayern macht hier eine Ausnahme. Dabei ist gerade dort ein Fußmarsch aus der Innenstadt mit am unwahrscheinlichsten.

Die zweite Bundesliga

Die Stehplatzkarte ist im Schnitt knapp einen Euro pro Spiel günstiger als im Oberhaus, 151,22€ zahlt der Kurvenfan. Mit 117,-€ (6,88 pro Spiel) ist der FSV Frankfurt am günstigsten. Der FC St.Pauli bietet mit den Plätzen in Nord und Süd die zweitgünstigsten Plätze an (130,-€ / 7,65€, wohlgemerkt den 16er Preis auf 17 Spiele hochgerechnet. Aber auch mit der 10,-€ Stehplatzkarte für das Spiel in Lübeck steht man bei uns im Ligavergleich immer noch günstig). Der TSV 1860 München schießt hier mit 192,-€ (11,29€) den Vogel ab, ist damit 72,-€ teurer als die Bayern und hätte in der ersten Liga auch nur den FSV Mainz „vor“ sich in der Preistabelle.
Die günstigste Sitzplatzdauerkarte gibt es in Aue (176,-€ / 10,35€), am tiefsten greift man hierfür in Aachen (355,-€ / 20,88) und Bochum (350,-€) in die Tasche, Durchschnitt in der Liga sind 250,-€. Hier liegt der FC St.Pauli mit 270,-€ (15,88€) für den Platz auf der Nord oder den Blöcken 1 und 6 der Gegengeraden im teuren oberen Drittel.
Bei den Plätzen mit bester Sicht sichert sich Energie Cottbus mit 294,-€ (17,29€) den Best-Price-Award, Aachen hingegen mit 539,-€ (31,70€) erneut die teuersten Plätze, hier dicht gefolgt von Eintracht Frankfurt (517,-€) und Fortuna Düsseldorf (510,-€), die ebenfalls noch die 500er Marke überqueren. Die Plätze in den Blöcken 3&4 der Gegengeraden sind derzeit mit 402,-€ noch in der Mitte der Liga angeordnet. Nach ÜS-Informationen soll der Preis hierfür auch nach Neubau der Gegengeraden nicht exorbitant steigen, es wird von weniger als 420,-€ gesprochen.
Für das bereits in Liga eins angesprochene fiktive Paket aus je einem Ticket jeder Kategorie zahlt man in Cottbus nur 612,50€, in Aachen hingegen wäre man 1.063,-€ los. Mit 802,-€ liegt der FC St.Pauli hier exakt mittig in der Liga.

Die Vergleichbarkeit hinkt natürlich in der zweiten Liga durch die größeren Komfortunterschiede der Stadien noch weit mehr als in Liga eins, nur zehn Vereine haben ÖPNV inklusive und es gibt darüber hinaus bei einigen Klubs noch weitere Vergünstigungen. So haben Cottbus, Fürth, Braunschweig, Duisburg und Aachen die Spiele der II.Mannschaft inklusive, teilweise sind die A-&B-Jugend Bundesliga mit drin, bei Ingolstadt gab es das Testspiel gegen den hsv gratis mit dazu und Paderborn und Cottbus gaben noch einen Frühbucherbonus.
Besonders kreativ gab sich gar der VfL Bochum: Sollte der Aufstieg nicht gelingen, gibt es anteilig für jede Heimniederlage das Geld zurück!

Vergleich und Fazit

Während der Unterschied beider Ligen im Stehplatzbereich mit einem Euro pro Spiel noch sehr gering ist, langt man bei den Sitzplätzen im Oberhaus schon deutlicher zu. Die „billigste“ Karte kostet im Schnitt 50,-€ mehr, bei den Sitzen der besten Sicht sind es gar knapp 190,-€ mehr, wobei hier sicherlich neben dem sportlichen Faktor auch der höhere Komfort in den Stadien mit einfließt und die erste Liga es sich aufgrund der perfekten Auslastung nahezu aller Stadien eben auch erlauben kann.

Der FC St.Pauli zählt für uns gefühlt zu den teureren Vereinen, was er rein von den Zahlen her nicht ist. Über das Inkludieren des ÖPNV wurde schon viel diskutiert und es gibt für Pro und Contra gute Argumente, vielleicht wäre es aber für die Zukunft zumindest eine Überlegung wert, den Dauerkarten-Inhabern freien Eintritt zur A- und B-Jugend zu gewähren. Die Einnahmen bei beiden Mannschaften dürften nicht allzu hoch sein und könnten, falls sie bisher einem wichtigen Zweck dienen, vielleicht ja auch (z.B.) aus dem Etat der AFM ausgeglichen werden. Beide hätten aber sicher mehr Zuschauer verdient und vielleicht wäre dies eine gute Möglichkeit dafür.

Eine persönliche Anmerkung noch: Alle Preise wurden im Juni/Juli manuell von den einzelnen Vereinsseiten zusammengesucht und nach bestem Wissen und Gewissen eingetragen. Hierbei kann natürlich der ein oder andere Fehler / Zahlendreher passiert sein, auch wenn ich nicht davon ausgehen. Sollte Euch sowas auffallen, informiert mich doch bitte.
Die hier verlinkte PDF-Datei liegt selbstverständlich auch als Excel-Tabelle vor, wer sie zwecks eigener weiterer Recherche gerne hätte, schreibe mir wahlweise eine Mail (Frodo at uebersteiger Punkt de) oder verewige sich hier in den Kommentaren und hinterlässt dort den Wunsch nach der Tabelle. Wer an solchen Zahlenspielen Gefallen findet, kann hier auch noch einen Artikel aus dem Juli finden, als wir einen ähnlichen Vergleich für die Trikotpreise der beiden Ligen gemacht haben. // Frodo

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5.Spieltag (H) – MSV Duisburg

FC St.Pauli – MSV Duisburg 2:1 (1:1)
Tore: 1:0 Kevin Schindler (33.), 1:1 Branimir Bajic (38.), 2:1 Fin Bartels (90. +3)
Zuschauer: 23.354  (ca. 2.000 Gästefans)
Gelb-Rot: Vasilios Pliatsikas (69.)

Und da sage nochmal einer, Fußball sei doch nur Sport…

Dom, Millerntor, Flutlicht, der Stoff aus dem die Träume sind. Worte zu finden fällt schwer, dabei hatte dieser Abend wirklich alles, was das Gesamtgefühl FC St.Pauli ausmacht.
Man stelle sich alleine mal vor, man kommt als Fan eines Vereins zu uns, der in Sachen Fanzine nicht so breit aufgestellt ist, wie wir. Da gibt es das Basch, den Kiezkieker, die Fanräume-Zeitung und den Übersteiger… nennt man wohl Informationsüberflutung. Und so gibt es tatsächlich immer noch Sammler, die weder dieses noch jenes kaufen und stattdessen einfach nur die Stadionzeitung für ihr Archiv haben wollen. Nichts gegen die VIVA, aber die wissen ja gar nicht, was sie alles verpassen.

ÜS-Verkauf ging wie von selbst, dies war aber nach der “Steilvorlage” des Abendblatts vom Samstag auch kaum anders zu erwarten. Wer keinen ÜS ergattern konnte, findet hier den Artikel von Mathes zu den Planungen der neuen Gegengerade. Weitere Infos und/oder Sichtweisen gibt es auch beim Magischen FC.

Ich denke, es ist am wichtigsten, dass diese Diskussion jetzt noch annähernd rechtzeitig den Weg in die Öffentlichkeit fand und nun einigermaßen sachlich (sofern dies bei unser aller Wohnzimmer geht) geführt wird. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile, ein wichtiger Aspekt ist hier ganz sicher, dass Konkurrenz das Geschäft belebt und einzig durch das Vorhandensein eines Gegenmodells bereits viele Sachen im Modell von Hellmich (zum Positiven) verändert wurden, die sonst so vielleicht als in Stein gemeisselt hingenommen worden wären. Als prägnantestes Beispiel dienen hier sicher die geplanten tragenden (aber Sicht behindernden) Pfeiler, die jetzt eben nicht mehr vorhanden sind. Sollte die Welle am Ende nicht kommen, hat sie, allein schon durch zahlreiche durch sie gewonnenen Nachbesserungen am anderen Modell, trotzdem absolut ihre Berechtigung bzw. wichtiges zum Gelingen beigetragen.
Überhaupt ist es aus meiner Sicht etwas unverständlich, dass es hierfür keine generelle Ausschreibung oder zumindest eine Art Ideenwettbewerb gab, sondern es normalerweise bei dem einen geplanten Hellmich Modell geblieben wäre. Auch wenn durch die Stadionbau AG sicher die schlimmsten Böcke vermieden worden wären, kann doch die Prämisse hier nur sein, das bestmögliche Modell am Ende zu bauen… und nicht das erstbeste.
Ich persönlich(!) bin von der Welle nicht begeistert, da allein die oberen überhängenden Ränge für mich keine Option wären, da würde ich vor Höhenangst sterben. (Nicht, weil es so hoch ist, sondern weil man hier eben halbwegs schwebt.)
Auch möchte ich kein “Experiment” in meinem Wohnzimmer… denn man kann ja schlecht nach den ersten zwei Spielen sagen “Och nööcoole Idee, Digga, aber bockt jetz’ doch nich‘ so, mach’ ma wech!
Umgekehrt gilt es eben auch, noch vorhandene Kröten im Hellmich Modell nicht zu schlucken, sondern dieses weiter zu verbessern.

Wichtig ist aber eben weder was ich für Befindlichkeiten habe, noch was andere gefühlt dafür oder dagegen haben. Es muss hier das in Summe beste herausgeholt werden… und wenn hier von beiden Modellen noch der ein oder andere Vorteil jeweils auf das andere übertragen werden kann, bin ich mir sicher (auch dank der Beteiligung der Stadionbau AG), dass wir am Ende eine Gegengerade da stehen haben werden, die großartig ist und durch ihre Besucher auch weiterhin einzigartig sein wird. Sowohl mit dem Hellmich-Modell, als auch der Welle.
Die Diskussion (auch im Forum) wird sicher noch ein paar Tage von Emotionen geleitet werden, die sich hoffentlich schnell versachlicht und am Ende muss es eine Sachentscheidung sein, auch wenn hier niemand sich in der Sache frei von Emotionen, Geschmäckern und subjektiven Vorlieben machen kann.

Und vor allem anderen: Die Finanzierung muss auf soliden Füßen stehen, unabhängig vom Modell. Und zu der gibt es nach wie vor keinerlei Informationen.

Zurück zum Spocht:
Herrlich… so soll es sein. Wie schon beim Sieg gegen Aachen, um den am Ende noch gezittert werden musste und ebenso beim Sieg in Bochum, stelle ich nach solchen Spielen einfach immer wieder fest, dass ich gerne genau so gewinne: Knapp, glücklich aber nicht unverdient, dem Herzinfarkt nahe. Wer will da schon 8:1 gewinnen, oder 5:0?
Ich kann mir jedenfalls nur schwer vorstellen, dass es bei derartigen Ergebnissen Torjubel gibt, die derartige Ergebnisse zustande bringen:
Ja, liebe Brille, war schön mit Dir. Unser gemeinsamer Weg wurde plötzlich beendet, als beim Jubelpogo der beiden vor mir Sitzenden die Brille vom Kopf geschlagen wurde und die Dame trotz meiner hektischen Versuche sich nicht vom wilden Auf- und Ab-Springen zu Song 2 abbringen ließ. Mach es gut…

Aber, um es mal mit einer Twitter-Antwort zu beantworten: Das war es wert, der definitiv schönste Torjubel seit Asamoahs sanftem Einnicken am 16.Februar 2011. Und wenn das dann Zuhause nur trocken mit “Harry Potter ist eh out” kommentiert wird, scheint die Zeit für eine neue Brille ohnehin gekommen.

Wir haben jetzt also gegen die drei Tabellenschlusslichter drei Heimsiege erzielt, andererseits bei den beiden Topfavoriten auf den Aufstieg auswärts gut gepunktet und stehen daher (spielerischer Glanz hin oder her) auch völlig zurecht da oben.
Das Spiel in Braunschweig wird sicher eine harte Nummer, aber ich freue mich tierisch darauf.

Ich wurde dann auch letztens wieder gefragt, wie ich denn eigentlich bei Toren und Siegen jubeln könnte, wenn ich doch eigentlich auch gerne noch ein Jahr in Liga zwei bleiben würde. Ganz einfach: Das Leben ist kein Wunschkonzert, und solange wir keine 40 Punkte haben, brauchen wir eh jedes Tor und jeden Punkt.
Und wenn es dann mal soweit ist, guck ich mir mal an wie wir so stehen, wie realistisch dann noch ein Relegationsderby ist und mache mir dann weitere Gedanken über meinen persönlichen Torjubel. Außerdem wäre für mich ja ein Aufstieg nichts schlimmes (ganz so bescheuert bin ich dann doch nicht), ich komme nur eben auch gut ohne die erste Liga aus, und gerade die beiden letzten Spiele haben doch gezeigt, dass es völlig egal ist in welcher Liga man spielt, Hauptsache man rockt! Sowohl auf dem Platz, als auch auf den Tribünen.

In diesem Sinne: Man sieht sich Sonntag im Eintracht-Stadion!// Frodo

Was sonst noch war / Linktipps:
- Leider durch den Verkauf des ÜS bis zum Anpfiff und in der Halbzeit verpasst hab ich die Aktion / das Transpi, welches vom Soccer Sound und TeBe Fans organisiert derzeit durch die deutschen Stadien tourt, und von der St.Pauli Mafia ans Millerntor gebracht wurde. Klickt selbst: Aktion gegen Schwulenhass
- Wie immer: Schöne Fotos bei Stefan Groenveld
- Der Spielbericht von pathos93
- Wer gerne mehr Ahnung von Taktik und solch überbewerteten Dingen haben möchte, lese diesen Artikel im ohnehin empfehlenswerten Blog der Spielverlagerung.
- Susi lässt weiter tanzen, leider mehr oder weniger vom Präsidium genehmigt, da es “nur” außerhalb der 90 Minuten gestattet ist. Wer gerne ein paar mehr Hintergründe hätte, was seit dem ersten Aufschrei passiert ist, lese diesen Artikel aus dem Heft. Stay tuned…
- Der “Hool” ist tot… Ruhe sanft im Bushimmel!
- Bilder auch bei USP

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Übersteiger 104 erscheint am Montag gegen den MSV Duisburg

Tja, das war zwar zeitlich anders geplant und abgesprochen, aber da heute (Samstag) das Abendblatt schon mal (wenn auch ohne Bilder) was veröffentlichte und zumindest eine zeitlang (wenn auch versehentlich) auf der Vereinsseite Bilder online waren, die so eigentlich vor Montag um 20.00h nicht an die Öffentlichkeit sollten, können wir unser Cover jetzt ja auch vorab bringen, bevor es dann am Montag wahrscheinlich eh in allen Hamburger Printmedien was zu sehen gibt.
Auf dem Cover gibt es eine von zwei möglichen Varianten der neuen Gegengeraden zu sehen, die “Welle”. Im Heft beschäftigen wir uns auf fünf Seiten mit einem Vergleich der beiden Modelle, es gibt auch umfangreiches Bildmaterial, damit man sich einen optischen Eindruck verschaffen kann.

Es ist noch nichts entschieden, aber eine möglichst breit aufgestellte Diskussion kann bei der Wahl zu unserem neuen Wohnzimmer sicher nicht schaden, dazu wollen wir mit diesem Heftschwerpunkt beitragen.

Der zweite große Part im Heft ist ein weiteres Thema, welches vor der Öffentlichkeit bisher verborgen blieben war, nämlich den Anwaltlichen Streitigkeiten von Seiten “Susis Show Bar” in unsere Richtung seit der Ausgabe 101.

Weitere Artikel:

  • Interview mit der Schreiberin hinter zuckerpass.com
  • Rückblick Aktionstag “Warum bist Du eigentlich bei Sankt Pauli?”
  • Ein Preisvergleich der Dauerkarten in den beiden ersten Ligen
  • Vorstellung der Neuen
  • Ein Blick auf die wirtschaftliche Lage der Liga
  • Ein Hochzeitsbericht
  • Die U23 in der Regionalliga
  • Bericht vom niederländischen Pokalfinale 2011
  • Was macht eigentlich Michel Mazingu-Dinzey?
  • Bericht vom Aktionsbündnis gegen Homophobie und Sexismus
  • 7.Herren im Vatikan

Sowie die zu erwartenden aber ebenso lieb gewonnenen Standards wie Gegnerstatistik, zwei Seiten Neues von den Alten, Neues von den ganz Alten 4.Herren, Döntjes, Comic und Leserbriefe.

Erhältlich sind wir voraussichtlich ab ca. 15.00h für die gewohnten 1,60€ im Fanladen (zumindest wenn der Hamburger Stadtverkehr den Kurierfahrer unserer Druckerei Minx pünktlich durchlässt) und dann ab Pi mal Daumen 18.00/18.30h rund ums Stadion und danach an den gewohnten Verkaufsstellen.

Ein Wort noch an die Abonnenten: Bedingt durch die Brisanz des Titelthemas hatten wir den Redaktionsschluß sehr hinauszögern müssen und sind besagtem Drucker absolut dankbar, dass das Heft überhaupt bis zum Spieltag fertig wird. Dies heisst aber auch, dass wir es erst am Montag nachmittag selber erhalten und die über 300 Abo-Hefte dann hoffentlich noch am Montag vorm Spiel eintüten und zur Post bringen werden. Mit Glück habt Ihr das Heft also am Dienstag, mit Pech erst am Mittwoch. // Frodo

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4.Spieltag (A) – VfL Bochum

VfL Bochum – FC St.Pauli 1:2 (1:1)
Tore: 1:0 Christoph Dabrowski (7.), 1:1 Fin Bartels (32.), 1:2 Max Kruse (84.)
Gelb-Rot: Sebastian Schachten (86.)
Zuschauer: 22.913 (geschätzt 3.500 Gästefans)

Schon vor der Saison dürfte das Spiel in Bochum für viele ein auserwähltes Highlight gewesen sein, da sich das (formerly known as) Ruhrstadion einfach durch seine Schlichtheit und nahezu perfekte Größe und Akkustik auszeichnet und einfach ohne viel Schnickschnack mitten in einem Wohngebiet steht. Das hier ist Fußball!

Hinzu kommt, dass die Bochumer Fans… ähm… stimmlich auch nicht gerade zur Gegenwehr neigen und man so sehr leicht Heimspielatmosphäre aufkommen lassen kann.

Nach bestem Fußballwetter sah es hingegen nicht aus, die Anfahrt an einem Freitag Nachmittag war sowohl über die A7 als auch die A1 staulastig und die Wand aus Wasser, landläufig Regen genannt, machte das Fahren auch nicht schöner. Aber was tut man nicht alles.

Anstoß am Freitag Abend, 20.30h, Flutlicht, Live-Übertragung in 50 Länder… wer braucht denn da noch die erste Liga?
Die Kurve war mehr als gut gefüllt, auch wenn es für den offiziellen Gästesitzplatzbereich noch Karten gab, dafür gab es in den anschließenden Blöcken noch mehr als genug braun-weiße. Umgekehrt hörte man während der 90 Minuten den VfL kaum, zumindest im Gästeblock.

Den ersten Aufreger gab es dann abseits des Platzes, als ein Thor Steinar-Jacken-Träger meinte,auf der Geraden, zwei Meter neben unserem Stehplatzbereich provozieren zu müssen, inkl. seiner Begleitung. Auf den Oberkörper tätowiert soll auch noch eine White Power Tätowierung gewesen sein, seine Gesten taten ein Übriges. Nun schwangen sich einige auf den Zaun, einige sogar drüber, ohne ihn allerdings wirklich erreichen zu können und irgendwann war er dann weg. Ich hatte schon Polizeieinsatz und Stadionverbote kommen sehen, aber der Ordnungsdienst hat das relativ cool und gelassen geregelt, nachdem der Typ dann weg war. Dafür dann auch mal ein Kompliment. Nach dem 1:0 machte er von zwei Blöcken weiter wohl auch noch Zeichen mit seinem rechten Arm, zum Glück gab die Mannschaft ihm später noch die entsprechende Antwort.

Zum sportlichen: Ein etwas ungeordneter Auftakt mit einem frühen Rückstand, danach aber eine absolut überzeugende Leistung.
Und genau genommen sogar eine Sensation: Allein in Hälfte eins gab es drei absolut gefährliche Ecken, die den Bochumer Keeper Luthe zweimal zu Glanzparaden zwangen. Auch die Abgezocktheit von Bartels beim Ausgleich sieht man so bei ihm vorm Tor nicht alle Tage.
In der zweiten Hälfte dann ein etwas ausgeglicheneres Spiel, bei dem auch Bochum eine Zeitlang an der erneuten Führung schnupperte, Sobiech räumte aber erneut alles weg und als man sich schon langsam mit dem Punkt anfreundete fügte Max Kruse seinen Worten eine weitere Tat hinzu und tütete die drei Punkte ein, feine Sache.

Es folgte eine zweifelhafte gelb-rote Karte für Schachten sowie eine großartige Feier im Gästebereich, sowie eine deutlich schnellereRück- als Hinreise.

Was bleibt?
Definitiv zwei Ohrwürmer:

Zum einen das sich bereits in den letzten Wochen andeutende Ärzte-Cover:
Ich liebe Dich!
Ich träum von Dir!
In meinen Träumen, bist Du EUROPACUPSIEGER!
Doch wenn ich aufwach, dann fällt mir wieder ein:
Du spielst ganz woanders, in Liga zwei!
(To be repeated)

Zum anderen etwas kürzer, aber dafür nicht weniger ins Ohr gehend:
Wir hol’n die Meisterschaft!
Und schießen Rostock ab!
DFB-Pokaaaaaal? Ist uns scheißegaaaal!
(To be repeated)

Aus vier Spielen zehn Punkte zu holen ist natürlich absolut im oberen Bereich. Insbesondere, da vor der Saison die beiden Topfavoriten Eintracht Frankfurt und VfL Bochum hießen und wir beide nun schon auswärts hatten.
Aber, um es mal mit Andre Schuberts Worten zu sagen: “Mit zehn Punkten steigt man ab!”, also locker bleiben und gegen Duisburg weiter machen. // Frodo

Und sonst so

Für einen eigenen “Und sonst so…” Beitrag reicht es bei mir zeitlich diese Woche wohl nicht, daher in Kürze gleich hier mit bei:

Übersteiger Nr.104 am Montag gegen den MSV Duisburg
Kleingeld in Form von 1,60€ bereit halten, am Montag erscheinen wir mit unserer neuen Ausgabe.
Schon mal ein Hinweis an die Abonnenten: Aufgrund einiger sehr aktueller Artikel und der Krankheit unseres Layouters mussten wir den Redaktionsschluß verschieben und bekommen das Heft nun erst am Montag geliefert. Ob wir es am Spieltag dann noch zur Post schaffen ist ungewiss, kann also sein das Ihr das Heft erst am Mittwoch oder im allerschlimmsten Fall am Donnerstag in Händen halten werdet.

Stani, bei Dir piept’s wohl!
Nee, nee, nee, wie kommt man denn auf so einen Scheiß?
Die Geschichte ging ja inzwischen durch so ziemlich alle Medien, daher hier nur kurz der Verweis auf diesen Artikel, mit dem gestern alles begann und der seitdem auch regelmäßig aktualisiert wurde.
Nach dem einleitenden Text sollte man (wenn man das nochmal nachlesen will) nach unten scrollen, wo sich auch ein Pressespiegel befindet und die Entwicklungen nach oben weg chronologisch aufgelistet sind.
Unglaublich, keine Frage, hier wird die Gefährdung der Gesundheit von Gästefans billigend in Kauf genommen.
Spannend wird nun sein, wie sich der DFB und auch die TSG Hoffenheim verhalten werden, letztere distanziert sich deutlich von der Aktion, muss sich aber natürlich einige kritische Fragen gefallen lassen, die im Artikel ja auch schon aufgelistet werden.
Auf Schwatzgelb.de gibt es ebenfalls einen sehr lesenswerten Artikel mit guter Zusammenfassung und auch einigen neuen Entwicklungen.

Unter anderem ist es natürlich sehr fraglich, wie das hier zu sehende… äh… Dings denn so unbemerkt ins Stadion gebracht und an die Stromversorgung(!) angeschlossen werden konnte.

Und zu den Dortmunder Fans: Einige der Gesänge sind ne glatte sechs und schlichtweg Homophob… was allerdings erst mal nichts an obiger Thematik ändert, denn das Ding hätte ja auch Lärm gemacht, wenn die Dortmunder rythmisch klatschend “Hallo lieber Herr Hopp, wie finden Sie unsympathisch!” gesungen hätten.
Das Problem ist außerdem kein BVB-Problem, denn solche oder ähnliche Gesänge werden wahrscheinlich bei 75% der Vereine in den ersten drei Ligen vorkommen und es ist als St.Pauli Fan natürlich immer ein leichtes, sich darüber zu echauffieren, während man von vielen anderen dann nur mit “Ey, is Fußball, Digga, komma kla’!” belächelt wird. Wie also das Thema konstruktiv angehen, ohne gleich wieder als Besserfan dazustehen?
Hierzu gibt es derzeit eine sehr gute Kampagne von Tennis Borussia Berlin in Zusammenarbeit mit Project Soccer Sound, bei dem ein Banner von Stadion zu STadion gebracht wird, um vor Ort auf das Thema aufmerksam zu machen, lt. FARE auf Twitter macht es am Montag dann am Millerntor Station.
Immerhin mal was.

Jahresbericht der ZIS
Die Zentrale Informationsstelle Sport hat ihren Bericht der letzten Saison fertiggestellt. Ähm… nee, ich schreib mal besser nichts. Wer trotzdem neben diesem hanebüchenen Gewäsch interessanten Aufsatz noch mehr dazu lesen will, dem sei die Auseinandernahme des Artikels beim Magischen FC Blog empfohlen.

Offener Brief der Frauen- und Mädchenfußballabteilung
Wir hatten letzte Woche diesen Brief hier veröffentlicht, Donnerstag fand wohl ein Gespräch im Verein statt, heute kam diese Reaktion der Rugby-Abteilung.
Über das “Verständnis von Sport, Solidarität” und dem, was die Rugby-Abteilung für den “Geist des Vereins” hält, sollte man dann vielleicht tatsächlich mal bei der JHV sprechen.
Wir freuen uns jedenfalls, dass die Dart-Abteilung auch in Zukunft nicht in die Verlegenheit kommt, Beach-Volleyball Teams anzumelden.
Oder anders: Das die Rugy-Abteilung (wie jede andere auch) auch in Zukunft selbst bestimmen darf, was in ihrer Abteilung so passiert.

Spanischer Profi beendet mit 24 Karriere
Javier Poves, seines Zeichens bis zum Sommer bei Sporting Gijon in der Primera Divison beschäftigt, hat hingeschmissen. Keine Verletzung, kein Formknick sei die Ursache, sondern die Abscheu vor dem kapitalistischen Fußballsystem. Er sei gegen das System und wolle jetzt erst mal die Welt kennenlernen und danach Geschichte studieren.
Im verlinkten Artikel steht das gleiche wie in zig anderen, die sich alle auf den SID berufen, leider reicht mein Spanisch für den originalen El Pais Artikel nicht aus, aber im Zweifel werden die schon alles wissenswerte daraus übersetzt haben.
Bewundernswert sicher, wenn jemand für sich zu dieser Überzeugung kommt, nicht länger für ein System arbeiten zu wollen, in dem Leute reich werden und sie den Tod anderer in anderen Kontinenten dafür billigend in Kauf nehmen, und sei es durch Unterlassung.
Mal gucken, ob man von ihm nochmal was hören wird, sei es im Fußball oder anderswo.

Testspiel gegen Werder und eine Neuverpflichtung
In der Nacht zu Sonntag sickerte es langsam durch, gestern Morgen waren nicht einmal die Mitarbeiter des Kartencenters informiert und irgendwie ging dann doch alles gut aus.
Heute um 18.00h gab es den Anstoss zum Testspiel gegen den SV Werder, der Eintrittspreis betrug 8,-€ und am Ende hatten die 7.324 Zuschauer beim 4:5 neun Tore gesehen, unsere erzielten Schindler, Saglik (2x) und Funk.
Schindler? Ja, Kevin Schindler, der bisher für Werder spielte und in den vergangenen Jahren an Duisburg, Augsburg und Rostock verliehen war, sich aber eben in Bremen nicht durchsetzen konnte. Nun soll er es bei uns besser machen und hat zunächst einmal einen Vertrag bis Ende des Jahres mit Option auf eine weitere Saison unterschrieben. Hier findet Ihr ein Interview mit ihm.
Die Ablösemodalitäten werden wie gewohnt nicht veröffentlicht, im Bremer Weser-Kurier mutmaßte man über 150.000,-€.
Herzlich willkommen, Kevin!

Kölner Scheißeschmeisser
Bäh… ohne Worte.

Last, but not least: Radiowerbung, wie sie sein sollte!
- Nur das 0:1 im Derby
- Nur die nationalen Wettbewerbe
- Nur das Pfeifkonzert
- Nur ein Punkt
- Nur der Relegationsplatz
- Nur der hsv!

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Offener Brief der Frauen- und Mädchenfußballabteilung

OFFENER BRIEF der Frauen- und Mädchenfußballabteilung des FC St Pauli von 1910 e.V.

Uns reicht’s!  

An der Frauen- und Mädchenfußballabteilung vorbei wurde kürzlich vom Präsidium und unter Mithilfe einer Einzelperson ein drittes Frauenfußballteam außerhalb der Frauenfußballabteilung, jedoch innerhalb des FC St. Pauli beim Hamburger Fußball Verband (HFV) gemeldet. Wir möchten mit diesem Brief zu dem entstandenen abteilungsinternen und inzwischen abteilungsübergreifenden Konflikt sowie zu der damit verbundenen beispiellosen Autonomieverletzung unserer Abteilung Stellung beziehen.

 Wer wir sind

USP-Tapete beim Heimspiel gegen AachenDie Frauen- und Mädchenfußballabteilung besteht seit nunmehr 21 Jahren. Grundlegend ist unser  Selbstverständnis (http://www.fcstpauli-frauenfussball.de/selbstverstandnis.html), das 2008 verabschiedet wird und unter anderem die Selbstverwaltung als Grundprinzip beschreibt sowie Leitlinien für das sportliche und soziale Miteinander festhält. Damit unterscheiden wir uns bewusst von anderen Vereinen.

Die  sportliche Bilanz der Abteilung ist positiv: gab es 2003/2004 nur ein Mädchenteam (welches mit Unterstützung des Fanladens aufgebaut wurde) sowie ein Frauenteam, spielen mittlerweile vier Mädchen- und zwei Frauenteams sowie eine Ü30 für den FC St. Pauli.

Um den vielen nachrückenden Mädchen eine leistungssportliche Perspektive im Verein zu bieten, entscheidet sich die Abteilung, zur Saison 08/09 ein leistungsorientiertes Team zu gründen. Unter dem Trainer Kai Czarnowski wird das neugegründete 1. Frauenteam ungeschlagener Meister der Bezirksliga, steigt damit bereits in der ersten Saison in die Landesliga auf. Der Erfolg wird 2009 durch die Verleihung der bronzenen Leistungsnadel durch das Präsidium gewürdigt. In der Saison 09/10 erreicht das Team als Aufsteiger den 5. Platz. Ein Nachrücken ermöglicht den zweiten Aufstieg in Folge in die Verbandsliga, Hamburgs höchster Spielklasse. Es gelingt der Einzug ins Viertelfinale des ODDSET Pokals.

Flemming Nielsen ist seit Mitte 2006 Mädchentrainer unserer Abteilung; seit 2009 bei den A-Mädchen. Mit diesem Team gewinnt er zweimal die Staffelmeisterschaft.

Die Frauen und Mädchenfußballabteilung hat sich niemals dem Leistungsgedanken verwehrt oder diesen gar abgelehnt. Im Gegenteil: Die Abteilung hat aus sich selbst heraus die Entscheidung für leistungsorientierten Frauenfußball getroffen und im Selbstverständnis festgehalten. Warum wir nicht wie andere Vereine den sportlichen Erfolg um jeden Preis als höchstes Ziel sehen, erklärt sich von selbst.

Keine Macht für Niemand

Wie ist es nun dazu gekommen, dass Flemming Nielsen und diverse A-Mädchen den Verein zunächst verlassen, um dann ein 3. Frauenteam außerhalb unserer Abteilung aber trotzdem beim FC St. Pauli zu melden?

Zur Abteilungsversammlung im April 2011 stellt Flemming einen „Antrag auf Änderung der Abteilungsordnung“ (http://www.fcstpauli-frauenfussball.de/antrag_4.html). Sein Bestreben, eine „sportliche Leitung“ zu etablieren, die „allein entscheidungsbefugt die sportlichen Belange“ aller Teams regelt, widerspricht grundsätzlich unserem Selbstverständnis, da “Teams und TrainerInnen/BetreuerInnen sowie alle einzelnen Spielerinnen untereinander gleichberechtigt” sind.

Der Antrag kommt aufgrund eines Fristversäumnisses nicht zur Abstimmung.

Auf der Versammlung erfolgt eine Mehrheitsentscheidung zur Bildung der AG „Sportliches Konzept“, deren Ergebnis nach Ablauf einen Jahres der Abteilung zur Abstimmung vorgelegt wird. Die AG tagt bis heute mehrfach, Flemming Nielsen beteiligt sich nicht. Er lehnt eine Mitarbeit aufgrund „fachlicher Inkompetenz“ klar ab.

Der Antrag und sein Verhalten drückt unserem Empfinden nach eine große Respektlosigkeit aus. Flemming Nielsen hat offensichtlich kein Interesse, sich einem basisdemokratischen und gemeinsamen Prozess auszusetzen, wie es in unserer Abteilung üblich ist. Ein Ehrenamt dient der Sache und nicht dazu, eigene Interessen zu verfolgen oder persönliche Ziele umzusetzen.

Entweder 1. Frauen oder gar nicht?

Auf der gemeinsamen Sitzung von TrainerInnen, BetreuerInnen und Abteilungleitung am 3. Mai 2011 teilt der Trainer der 1. Frauen, Kai Czarnowski mit, dass er für zwei weitere Jahre seinen Posten behalten möchte. Flemming äußert, dass er der Abteilung unter diesen Umständen (Kai bleibt Trainer der 1. Frauen) nicht weiter zur Verfügung stehen würde.

Es erfolgt eine Einladung des Präsidiums zum Thema Frauen- und Mädchenfußball an Flemming, Ulf Ancker (Co-Trainer A-Mädchen), den Amateurvorstand und unsere Abteilungsleitung. Der Amateurvorstand (Bodo) weist auf den Ehrenrat als richtige Adresse zur Beilegung von Konflikten zwischen Mitgliedern und Vereinsorganen hin. Das Treffen wird von Seiten des Präsidiums wieder abgesagt.

Knapp einen Monat später gibt Flemming per Email sein definitives Ausscheiden aus der Abteilung bekannt. In den kommenden Wochen herrscht aufgrund unklarer Aussagen von Flemming bezüglich der Zukunft der A-Mädchen große Verunsicherung im Mädchenbereich. Flemming Nielsen nimmt Kontakt zu anderen Vereinen auf, findet jedoch keine neue sportliche Heimat.

In einem Gespräch mit dem Präsidium äußert die Abteilungsleitung deutlich, dass alle Mädchen eine breitensportliche oder leistungsorientierte Perspektive innerhalb der Abteilung haben. Einvernehmliches Ergebnis dieses Gespräches ist es, dass für Frauen- und Mädchenfußball im Verein keine weiteren Kapazitäten zur Verfügung stehen. Viele A-Mädchen kündigen im Juni ihre Vereinsmitgliedschaft.

Das Motiv für Flemming’s Antrag (s.o.) wird in dem Versuch die Abteilungsleitung vor die Wahl zu stellen, im Sinne von „wenn der Trainerposten der 1. Frauen nicht frei ist, stehe ich nicht zur Verfügung“ mehr als deutlich. Nachdem er mit dem Antrag scheitert, versucht er nun mit allen Mitteln seine persönlichen Ziele zu erzwingen. Was das Präsidium hier für eine Rolle spielt, bleibt dabei mehr als fraglich….

Ein 3. Frauenfußballteam wird von Flemming Nielsen gemeldet – von der Abteilungsleitung abgemeldet – vom Präsidium erneut angemeldet

Am 1. Juli meldet Flemming Nielsen ein 3. Frauenfußballteam (!), das in der Kreisliga Ost parallel zu den 2. Frauen unserer Abteilung (KL West) in direkter Konkurrenz um den Bezirksliga-Aufstieg steht. Vermutlich ist dieses Team der Rugbyabteilung angegliedert. Da Flemming Nielsen nach den Regularien des HFV nicht zu jener Meldung befugt ist, wird diese von der Abteilungsleitung wieder zurückgezogen.

Zu unserer großen Überraschung meldet das Präsidium (!) am 27. Juli erneut ein Frauenteam beim Hamburger Fußballverband an. Ob dieses 3. Frauenfußballteam, welches von Flemming Nielsen trainiert wird, und zum Großteil aus ehemaligen A-Juniorinnen besteht, wirklich der Rugby-Abteilung(!) zugehörig ist oder direkt dem Präsidium untersteht, entzieht sich bis zum heutigen Tag unserer Kenntnis. Fakt ist, dass es nicht Teil der Frauenfußballabteilung ist. Einen Antrag auf Gründung dieses Teams innerhalb unserer Abteilung gab es zuvor nie. Das Präsidium hält es nicht für notwendig, unsere Abteilungsleitung hinsichtlich dieser geplanten und vollzogenen Meldung zu informieren.

Die Abteilungsleitung wendet sich an den Ehrenrat.

Wir stellen fest, dass sowohl die Rugby-Abteilung jedoch insbesondere das Präsidium sich in nicht zu tolerierender Weise in die Autonomie und Belange unserer Abteilung einmischen. Wozu braucht der FC St. Pauli überhaupt Abteilungen, wenn jeder durch Kontakte zum Präsidium Teams melden kann? Seid ihr noch ganz sauber? Hier wird ausgehend, von einer normalen abteilungsinternen Kontroverse eine Dimension erreicht, die den gesamten Amateursport beim FC St. Pauli betrifft. Nach unserem Verständnis der Organisationsstruktur des Vereins ist der Amateursport in Abteilungen strukturiert.

Teams einer jeweiligen Sportart sind demnach nur in der entsprechenden Abteilung zu melden. Die geschehene abteilungsfremde Meldung durch das Präsidium ist für uns vollkommen unverständlich. Sie ist insbesondere durch ihre respektlose Art des stillschweigenden Nicht-Informierens ein Schlag in das Gesicht aller Amateursportabteilungen.

So scheint es für uns von Nöten, über eine Satzungsergänzung o.ä. Voraussetzungen  dafür zu schaffen, dass sich ein solches Possenspiel in keiner Abteilung wiederholt und somit der Vereinsfrieden gewahrt bleibt. Es kann nicht sein, dass eine Person erst eine Abteilung intern und dann u.U. mehrere Abteilungen in unterschiedliche Lager spaltet. Wir finden es absolut unprofessionell von Seiten des Präsidiums, sich auf eine solche Vorgehensweise einzulassen, bei der die entsprechenden Gremien innerhalb des Vereins schlichtweg übergangen werden.

Wir fordern aufgrund der vorgefallenen Ereignisse:

1.)    Es darf generell keine konkurrierenden Teams gleicher Sportart in unterschiedlichen Abteilungen geben!

2.)    Das 3. Frauenteam wird offiziell wieder abgemeldet!

Wer sich mit unseren Forderungen solidarisieren will, kann dies in Form einer onlinepetition auf: www.fcstpauli-frauenfussball.de machen.

St. Pauli, am 8.8.2011. unterzeichnet von Spielerinnen aus allen Frauenteams:

Sabine Herkenrath, Katrin Pingel, Sonja Fliegel, Anna von Villiez, Tine Kreich, Annette Matthes, Nicole Appel, Birgit Kaiser, Jessica Bodetko, Mareike Wittkuhn, Sabine Merz, Sabrina Weis, Rebecca Tabaschnik, Marisella Hirschmann, Levke Nommsen, Franziska Gröll, Dörte Krickels, Nadine Gerdes, Cathrin Baumgardt, Tarja Kühne, Jessica Adam, Daphne Heinsen, Hagar Groeteke, Nicole Beckmann, Romina Garcia Hinsch, u.v.m.

Und TrainerInnen aus allen Teams: Kai Czarnowski (1. Frauen), Alejandro Martinez Saavedra (2. Frauen), Gabriele Kröger (Ü30-Frauen), Christian Rohloff (B-Mädchen), Lilly Wunderlich & Alexandra Klüber (C-Mädchen), Helen Blatz (D-Mädchen)

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3.Spieltag (H) – Alemannia Aachen

FC St.Pauli – Alemannia Aachen 3:1 (2:1)
Tore: 0:1 Tobias Feisthammel (7.), 1:1 Max Kruse (17.), 2:1 Florian Bruns (45., Foulelfmeter), 3:1 Max Kruse (90.+1)
Gelb-Rot: Manuel Junglas (88.)
Zuschauer:
23.517 (ca.2.000 Gästefans)

Alte Faustregel: Heimspiele gewinnen, Auswärts nen Punkt… reicht zur Meisterschaft bzw. zum Aufstieg! Also alles im Lack.
Mir ist auch relativ egal, ob ich überhaupt sofort wieder in diese erste Liga hoch will, oder mir die zweite Liga nicht eh viel sympathischer ist, darüber kann man sich so ab ca. Spieltag 25 mal genauer Gedanken machen. Es sieht aber nach momentanem Stand der Leistungen nicht zwingend nach 100 Punkten nach 34 Spieltagen aus, und nach aktuellem Stand der Ergebnisse eben auch nicht nach einem Durchreichen in Liga drei. Ich wiederhole mich: Also alles im Lack.

Natürlich war es ein bißchen wie “nach Hause kommen”, nachdem die ersten drei Pflichtspiele (inkl. Pokal) alle außerhalb ausgetragen werden mussten und so war es sicher auch in vielen Fällen ein freudiges Wiedersehen mit der jeweils umstehenden oder -sitzenden Bezugsgruppe. Und nach einem wirklich schönem und lautstarken “Aux Armes” sah dann wieder vieles altbekannt aus: Boll war nach seinen zwei Toren gegen Ingolstadt, seinem Assist für Bartels in Frankfurt und seiner unfreiwillige Vorarbeit für Alex Meier auch am fünften Liga-Tor in unseren Spielen beteiligt, dieses Mal nach einer unglücklichen Vorarbeit zur Volleyabnahme des Aacheners.
Es sah danach aus, dass er von Sobiech irgendwie irritiert wurde, der in den ersten Minuten ohnehin etwas neben sich stand, später aber zur aus den ersten Spielen bekannten Stärke zurückfand.

Ein Wort noch zu Boller: Mensch, Du musst doch niemandem mehr etwas beweisen! Natürlich freue ich mich, wenn die Innenbandverletzung nicht so schlimm war. Aber muss man in dieser Phase der Saison das Risiko eingehen, so eine Verletzung zu unterschätzen oder gar zu verschlimmern, noch dazu wenn mit Daube und Funk zwei absolut würdige Vertreter parat stehen? Ich bin kein Arzt und vielleicht lieg ich hier auch völlig daneben, dann entschuldige bitte… aber wenn bei dieser Szene in der zweiten Halbzeit, als Du da verletzt liegen bliebst, ein neuer Schaden an der alten Verletzung bei herausgekommen wäre, hätte ich mich ganz bestimmt ins Krankenhaus begeben und Dir noch eine gescheuert, versprochen!

Zu den anderen Spielern:

  • Ebbers: Fuck… Gute Besserung, und zwar schnell!
    Ich hab mir mit 18 Jahren auch mal den Ellenbogen ausgekugelt, ich hoffe es ist “nur” das, dann sollte es schnell wieder klappen. Hängt aber eben davon ab, ob noch weitere Bänder oder gar Knochen geschädigt wurden, näheres hierzu wohl erst am Montag.
    Ich war damals ein halbes Jahr raus, aber als Torwart ist das natürlich eine gänzlich andere Nummer, als Feldspieler sollte das mit Verband sehr viel schneller gehen, als Profi mit der entsprechenden medizinischen Abteilung sowieso. Ich tippe also eher auf 2-3 Wochen.
  • Kalla: Oberschenkel-Verletzung. Ebenso gute Besserung, schnell!
  • Thorandt: Es gilt ähnliches wie bei Boll, mit etwas mehr Verwunderung in Richtung Trainer: Thorandts Leistung in Trier war “übersichtlich”, hinzu kam ein (wenn auch kurzes) Fehlen beim Training in der Woche. Ich hätte vor dem Spiel schon einiges an Geld auf ein Comeback von Ralph Gunesch gesetzt… aber das hätte ich dann eben verloren.
    Muss ich nicht verstehen, bin ja nicht nur Nicht-Arzt sondern auch Nicht-Trainer und warte dann mal auf Bochum.
  • Tschauner: Erneut der Fels in der Brandung, als es am Ende eng wurde. Am Anfang ähnlich wie Sobiech etwas fahrig, da zum Glück ohne Folgen.
  • Bruns: Nee, läuft irgendwie noch nicht, muss besser werden
    Den Elfer holt er gut raus und nutzt das Ausrutschen des Aacheners durch den Schritt vor ihn “professionell”. Macht das der Stürmer im WM-Finale wird er für seine Cleverness gelobt und gefeiert, macht das Gekas gegen uns will man ihn am nächsten Pfahl aufknüpfen. Definitiv keine Schwalbe, aber eben auch kein “Muss man geben!”-Elfer.
  • Takyi: Puh… ich hab das Gefühl, er ist irgendwie noch nicht in der Liga angekommen. Sein Spielstil wirkt oftmals aufreizend lässig, was ihn auch nie zum großen Publikumsliebling wird werden lassen, da man am Millerntor eben eher auf Kämpfertypen mit der Technik auf Carlo Werner-Niveau steht, aber wenn dann zum fünften Mal die Ballannahme mit der Brust und elegantem Abtropfen zum postwendenden Ballverlust führt, weil die Gegner Gedankenschneller und grobmotorisch genug sind, muss er eben auch mal ein bißchen mehr “Fight” auspacken.
    Kann er, wird er auch noch. Da hab ich nach wie vor keinen Zweifel dran.
  • Kruse: Zwei Dinger gemacht, auch sonst mit ner klasse Leistung, sauber.
    Ist auf der einen Seite der korrekte Hinweis an die, die ihm seine geäußerten Wechselabsichten übel nahmen, auf der anderen Seite aber auch nicht mehr als normal wenn er die an sich selbst gestellten Ansprüche erfüllen will: Also: Gut gemacht, weiter so!

Ansonsten business as usual mit einer aus meiner Sicht guten Stimmung, insbesondere auch am Ende, als Aachen nah am Ausgleich war, dies wurde auch vom Aachener Trainer Hyballa sowie Andre Schubert in der Pressekonferenz so gesagt. Die beiden waren da ohnehin recht amüsant, wer einen Flimmerkisten-Account hat sollte sich das bei Gelegenheit nochmal anschauen.

Die Fanzine Familie des FC St.Pauli hat die Gazzetta verabschiedet, nach dem Kiezkieker erschien nun mit dem Basch der zweite der beiden Nachfolger, beide lesen sich auf ihre unterschiedliche Art beim ersten Überfliegen sehr gut. Jeden Respekt dieser Welt zumindest schon mal, wenn die es wirklich beide durchhalten zu jedem Heimspiel zu erscheinen.
Der Übersteiger erscheint mit der Ausgabe 104 dann übrigens auch zum nächsten Spiel gegen den MSV Duisburg.

Um zum Eingangsstatement zurückzukehren: Mit nem Punkt in Bochum wäre ich zufrieden, dann wäre man weiterhin absolut auf Kurs. // Frodo

 

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Und sonst so… (XV)

Trauer um Harald Stender
Das Herz des FC St.Pauli blieb einen Moment lang stehen und ein ganz großer St.Paulianer ist von uns gegangen.
Es ist seiner sicher seiner unwürdig, seinen Tod in dieser Rubrik und nicht in einem eigenen Artikel zu erwähnen, aber für derartiges gibt es ja zum Glück noch ein “echtes” Heft. Hier daher nur der Verweis auf den Text beim Magischen FC.
Tschüss, Harald!

Die Geschichte des Fussballs
Hallo Adidas… herzlichen Glückwunsch zum Deal um den Ligaball “Torfabrik”. Für die Zukunft wäre es schön, wenn der auch noch fair gehandelt wird. In den diversen “Fair Play” Kampagnen der Fußballverbände von der FIFA über die UEFA bis hin zum DFB ist von “Fair Trade” nämlich leider noch keine Rede.
Alles weitere zum Thema findet Ihr auf der Seite www.Geschichte-des-Fussballs.de, nämlich eine Kampagne der BUNDjugend, auf der Ihr auch eine Online-Petition unterzeichnen könnt.
Eine knappe Antwort des DFB steht dort auch unter “Neuigkeiten”.

2. Spieltag (A) – Eintracht Frankfurt
Montags könnt ich kotzen… aber berufsbedingt eben nicht immer auswärts fahren. Dementsprechend bleibt auch hier nur der Verweis auf andere Seiten, die vor Ort waren, wie z.B. erneut den Magischen FC oder die Breitseite. Oder Ihr lest bei Pathos 93… obwohl letzterer selber auch gar nicht da war, ist aber wie immer großartig zu lesen.
Kurzfazit vom Sofa: Ähnlich wie bei der Breitseite. Schön und richtig, dass USP auf den organisierten Support aus Solidarität verzichtet hat, auch wenn es “die Frankfurter” sicher in großen Teilen nicht verdient hatten. Konsequenz zeigt sich aber eben darin, zu seinen Prinzipien auch dann zu stehen, wenn es unbequem wird.
Sportlich: Ich hab die erste Halbzeit als “ganz okay” empfunden, mehr aber auch nicht, was wohl in erster Linie an der mangelnden Chancenverwertung lag. Die letzte halbe Stunde brachte dann altbekanntes, nämlich betteln um den Ausgleich, der dann auch kam, wenn auch unglücklich nach Bollers Kopfballabwehr in die Mitte.
Aber ein Punkt beim erklärten Überflieger der Liga ist so schlecht sicher nicht und wenn jetzt ein Heimsieg folgt ist man absolut im Plan, mindestens.

DFB-Pokal, 1.Runde, (A) – Eintracht Trier
Pokalfinale, Pokalfinale,
wir gucken jedes Jahr das Pokalfinale!
Ab Runde zwei, schalten wir an,
und gucken dann TV bis zum Pokalfinale!

No comment.
Ach, einen dann doch: Die angeblich so harten und einschneidenden Einnahmeverluste durch den Bierbecherwurf hätte man im Pokal sicher minimieren bis vergessen machen können. Hätte…

Worte gefunden hat hingegen das Lichterkarussell. Lest bitte unbedingt auch den ersten Kommentar, er erhellt den Tag ungemein.

Wutzrock – Umsonst und draußen
Der frühe Vogel fängt den Wurm, daher hier schon mal der Hinweis auf das vom 26. – 28. August 2011 stattfindende Wutzrock-Festival. Es findet statt am Eichbaumsee im Hamburg-Allermöhe. (A25 Abfahrt Allermöhe, Nähe S-Bahn Mittlerer Landweg)
Neben vielen anderen sind auch Slime und Le Fly dabei.
Der Eintritt und das Zelten sind frei. Bitte keine Getränke auf das Festival-Gelände mitnehmen, da sich das Festival über den Getränkeverkauf finanziert.
Alle Infos hier: www.wutzrock.de

War Hitler Fußball-Fan?
Ich hatte hier vor einiger Zeit schon mal den Blog eines Bayern-Fans aus Indien verlinkt, der über die Entstehung deutscher Vereinsnamen geschrieben hatte.
Auch sein neuester Artikel ist durchaus lesenswert. Ich find es ja immer wieder spannend wenn jemand Dinge mit einem gesunden Blick von außen betrachtet, über die man sich selbst nie oder zumindest schon lange nicht mehr Gedanken gemacht hat.
Anhand des Beispiels eines Länderspiels gegen Norwegen schreibt er seine Gedanken zur Fußballaffinität (oder eben auch nicht) Hitlers auf, verbunden mit der Frage, ob dieser denn auch einen bestimmten Verein bevorzugt hätte.
Schlußendlich kommt er zur Überzeugung, dass Hitler Fußball relativ egal war und dementsprechend es auch keinen Verein gab, erläutert dies aber anhand der Vereinsnamen, die in dem Zusammenhang schon mal genannt wurden.

Einfach mal laufen lassen
Puuuh… die Planungen für den Bau der neuen Gegengeraden laufen ja noch, ich hoffe mal, dass die hier vom Trainer Baade aufgegriffene “Always Ultra“-Kampagne bei uns nicht verwendet wird. Ansonsten sehe ich beim Torjubel ganz neue Gefahrenpotentiale.
In der neuen Stuttgarter Cannstatter Kurve kann man jetzt nämlich (zumindest bei den Männer-Klos) auch während des Wasser lassens weiter auf den grünen Rasen blicken… wieviel da wohl aufgrund der Unachtsamkeit mehr vorbeigeht, als dank des fortgeschrittenen Alkoholkonsums in der Vergangenheit eh schon?
Auf den Frauen-Klos besteht die Möglichkeit übrigens nicht, dort kann frau erst beim Händewaschen wieder aufs Feld schauen.

Stadionheft zum Spiel gegen Aachen
Und wer sich jetzt schon mal einstimmen will, klicke hier zum Download der morgigen VIVA als PDF.
Sehr schickes Cover mal wieder, außerdem super das Schulle offensichtlich eine eigene Rubrik bekommen hat.Mehr zu lesen hab ich zeitlich noch nicht geschafft, also viel Spaß!

Einkaufstipps
Die Fanzine-Familie des FC St.Pauli nimmt bekanntlich Abschied von der Gazzetta, die dafür gleich zwei Nachfolger gebahr: Der Kiezkieker hatte ja bereits beim Hauswärts-Spiel in Lübeck-Premiere und erscheint dementsprechend morgen bereits mit der Nummer 2, das Erstlingswerk hingegen bietet das neue Basch an. // Frodo

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