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Lampedusa: Flüchtlinge aus Libyen in Hamburg

Zugegeben, es gibt für dieses Thema kompetentere Seiten als uns, die in den letzten Wochen schon unglaublich viel tolles für die Gruppe geleistet haben und es weiterhin tun, exemplarisch seien hier der OSTBLOCK, der MagischeFC-Blog und die Facebook-Seite des Zeckensalon genannt.
(Und wer von dem ganzen Thema noch nichts mitbekommen hat, diese ganzen Fan-Seiten aber irgendwie obskur findet, dem sei mal ein zur Einführung ins Thema sehr guter Artikel in der Süddeutschen empfohlen.)

Heute morgen allerdings kam mir dann endgültig der Kaffee wieder hoch, als (ich gestehe, ich lese es sonst regelmäßig und auch mangels Alternative meist gerne) das Abendblatt, in der für andere Blätter des Verlags sehr typischen Manier, den bisherigen recht sachlichen Berichterstattungspfad verließ. Bisher fand ich die Artikel dort unaufgeregt und sachlich Fakten schildernd, ohne zu werten. Lediglich die Leserbriefe zu dem Thema musste man meiden.
Heute aber kam dann doch das Verlagshaus durch und man konnte dort (wenn auch im Artikel dann abgeschwächt und relativierend) in der Überschrift den gleichen Eindruck bekommen, den die BILD auf den Passanten-Stoppern heute in der ganzen Stadt zu vermitteln versucht: Endlich ist einer dieser Wilden durchgedreht, stoppt diese Kriminellen! Sie essen sonst bald unsere Kinder und verbrennen danach ihre Stofftiere, oder umgekehrt! weiter

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Nazis auf’s M… äh… auf die Stille Treppe!

“Und man muss es mal so deutlich sagen und bei der Realität bleiben: Wir werden landauf, landab dafür gerühmt, dass wir gegen Nazis stehen. Dann muss man sich auch mal gerademachen! Wenn einer Nazi-Sprüche macht, muss ihm klar sein, dass ihm das auch körperlich nicht guttun wird.“
– Sven Brux auf der gestrigen Pressekonferenz –

Widerspruch? Gegenrede? Garantiert nicht von mir, nicht aus der Fanszene des FC St.Pauli, wohl aber (erwartungsgemäß) von Medien und Polizei.

Die Fakten: Es gab in der Vergangenheit immer wieder Angriffe auf Fans des FC St.Pauli, die eindeutig politisch motiviert waren. Bei vielen davon war die Polizei gar nicht dabei (Neumünster, Kiel) oder hielt sich unauffällig im Hintergrund (Rostock in den 90ern) und es hätte Schwerverletzte und Schlimmeres gegeben, wenn man sich da auf das Verlassen hätte, was Polizeipressesprecher Mirko Streiber gestern bei Hamburg1 als “Gewaltmonopol des Staates” bezeichnet hat. weiter

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