Lampedusa: Flüchtlinge aus Libyen in Hamburg

Zugegeben, es gibt für dieses Thema kompetentere Seiten als uns, die in den letzten Wochen schon unglaublich viel tolles für die Gruppe geleistet haben und es weiterhin tun, exemplarisch seien hier der OSTBLOCK, der MagischeFC-Blog und die Facebook-Seite des Zeckensalon genannt.
(Und wer von dem ganzen Thema noch nichts mitbekommen hat, diese ganzen Fan-Seiten aber irgendwie obskur findet, dem sei mal ein zur Einführung ins Thema sehr guter Artikel in der Süddeutschen empfohlen.)

Heute morgen allerdings kam mir dann endgültig der Kaffee wieder hoch, als (ich gestehe, ich lese es sonst regelmäßig und auch mangels Alternative meist gerne) das Abendblatt, in der für andere Blätter des Verlags sehr typischen Manier, den bisherigen recht sachlichen Berichterstattungspfad verließ. Bisher fand ich die Artikel dort unaufgeregt und sachlich Fakten schildernd, ohne zu werten. Lediglich die Leserbriefe zu dem Thema musste man meiden.
Heute aber kam dann doch das Verlagshaus durch und man konnte dort (wenn auch im Artikel dann abgeschwächt und relativierend) in der Überschrift den gleichen Eindruck bekommen, den die BILD auf den Passanten-Stoppern heute in der ganzen Stadt zu vermitteln versucht: Endlich ist einer dieser Wilden durchgedreht, stoppt diese Kriminellen! Sie essen sonst bald unsere Kinder und verbrennen danach ihre Stofftiere, oder umgekehrt!

Im Artikel selber wird dann recht schnell klar, dass es sich eben nicht um einen der Flüchtlinge handelt, u.a. weil er schon vor einem Jahr bei der Hamburger Polizei auffiel, als die Lampedusa-Flüchtlinge ja noch gar nicht in Hamburg waren.
Gut, interessiert die BILD eh nicht, geschenkt. Vom Abendblatt hätte ich nach der richtigen Darstellung im Artikel dann auch eine etwas weniger reisserische Überschrift erwartet. Schade, sehr. (Und da es sich eh hinter einer Paywall versteckt spare ich mir hier auch den Link.)

Was uns zum Anlass dieses Artikels führt: Zum Einen die Richtigstellung der heutigen Berichterstattung.
Und zum Anderen die Ankündigung eines Solikonzerts am Donnerstag im Hafenklang:

Lampedusa Soli-Konzert im Hafenklang

// Frodo

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2 Kommentare zu Lampedusa: Flüchtlinge aus Libyen in Hamburg

  1. insertnamehere sagt:

    Den Link kannst du trotz Paywall posten. Den gibt man einfach komplett bei Google ein und landet dann hinter der Paywall.
    Ansonsten hast du natürlich vollkommen recht

    • Frodo sagt:

      Ja, und man kann das www. auch einfach durch mobil. ersetzen, dann geht es auch.
      Aber man muss das ja nicht auch noch durch Klicks unterstützen 😉

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