"St. Pauli? - Ich möchte nicht darüber reden".

0:2-Pleite im Ländle

Fußball, du bist ein Arsch! Es war doch alles angerichtet – doch der Teller blieb leer! Wie üblich gab es zu Beginn eines langen Fußballsamstags die Konferenz der 2. Liga, u. a. mit dem absoluten Derby-Kellerduell-Knaller Münster vs. Bielefeld. Und bereits beim Anblick der sattgrünen Rasenflächen und den Fans auf den Rängen stieg das „Fieber der Erwartung“ zum Spiel in Heidenheim. Also noch ein Kellerduell, nur eben eine Liga höher. Der Auftrag war klar formuliert: Drei Punkte mussten her!Der einzige Gedanke beim Anpfiff war: „Bitte kein Unentschieden!“ Doch es wurde viel schlimmer als gedacht. Wie soll es nur weiter gehen mit

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1:1 – und wieder nur ein Punkt

Mets erst ins Netz, dann Elfer verursacht Freitagabendspiel + Flutlicht + Dom = Ständig dasselbe Dilemma… Und auch dieses Mal ist mit dieser Formel kein Sieg für den FC St. Pauli herausgekommen. Der tragische Held des Abends ist zweifelsohne Karol Mets: Erst gelingt ihm in seinem 88. Spiel in Braun-Weiß sein erstes Tor und dann verschuldet unser Este den Strafstoß, der kurz vor dem Ende doch noch zum Kölner Ausgleich führte. Jubel und Trauer liegen eben oft nah beieinander. Das Schlimmste an so einem Abendspiel um 20:30 Uhr ist ja, dass man irgendwie die Zeit bis zum Anpfiff überbrücken bzw.

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0:5 – Das war gaaaaanz knapp

Kiezkicker trotzen möglichen Meisterschaftskandidaten alles ab! Da waren sie (schon) wieder, diese Parameter: Abendspiel, Flutlicht, Dom! Und auch am kommenden Freitag gegen Köln werden die bunten Lichter neben dem Millerntor ihre grellen Blitze in den Abendhimmel schießen. Es bleibt aber dabei: Der Dom muss weg! Kick-off um 18:30 Uhr ist als Start in eine lange Samstagnacht eigentlich bestens geeignet; wäre da nicht diese Zeit, die es bis dahin zu überbrücken gilt. Mit jeder verstreichenden Minute oder, präziser, jedem denkbaren 517-Sekunden-Intervall stieg die Anspannung auf den Straßen zum Millerntor – und auch vor der Tastatur. Warum 517 Sekunden? Dazu später. Zunächst

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1:1 – Immerhin ein Punkt bei Union!

Trainer befiehlt: „Arschbacken zusammenkneifen und durch!“ Bei der Pressekonferenz in den Tagen vor der Partie, gab unser Coach Alex Blessin die Marschroute für unsere Kicker vor: „Arschbacken zusammenkneifen und durch“. Klingt irgendwie ähnlich wie einst Stani mit seinem „Rausgehen! Warm machen! Weghauen!“. Und Blessin erkannte zudem: „Tatsache ist, dass es weitere sieben Endspiele sind und dass wir uns natürlich nicht mehr so viele Ausrutscher erlauben können“. Soweit korrekt. Als Ausrutscher kann man den Punktgewinn in Berlin zwar nicht unbedingt bezeichnen, nur es sind halt zwei Zähler zu wenig. Zunächst einmal eine wichtige Frage an die (Hobby-) Psycholog*innen hier: Ist es

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