Unser nächster Gegner: Holstein Kiel

Am Montag den 26. August 2019 ist mit der Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 e. V. ein alter Bekannter zu Gast am Millerntor. Die Störche sind seit der Saison 2017/2018 wieder in der zweiten Liga und haben mit den Platzierungen 3 und 6 in den vergangenen beiden Saisons eine beachtliche Leistung gezeigt.

Der Saisonstart

In der noch jungen Saison haben die Kieler bisher allerdings einen durchwachsenen Saisonstart hingelegt. Am ersten Spieltag gelang ein Unentschieden beim Heimspiel gegen den SV Sandhausen (1:1), gefolgt von einer 0:4 Auswärtsniederlage bei Darmstadt 98. In der ersten Pokalrunde beim FSV Salmrohr konnten die Störche dann einen ungefährdeten 6:0 Sieg einfahren, ehe am vergangenen Wochenende ein 2:1 Heimsieg gegen den Aufsteiger aus Karlsruhe gelang.

Der Kader

Erneut musste Holstein Kiel zur neuen Saison den Kader sowie das Funktionsteam in mehreren Bereichen anpassen. Wie auch in letztem und vorletzten Jahr übernahm ein neuer Trainer das Ruder an der Förde. Andre Schubert kam vom Drittligisten Eintracht Braunschweig und ist sicherlich jedem St. Paulianer in lebhafter Erinnerung. Er folgt auf Tim Walter, der dem Ruf der reizvolleren Aufgabe in Stuttgart folgte. Aber Schubert ist nicht der einzige altbekannte St. Paulianer auf der Trainerbank. Neben Schubert hat in dieser Saison auch Fabian Boll als Co-Trainer auf der Auswechselbank Platz genommen. Die Mannschaft musste insgesamt 14 Abgänge kompensieren und verpflichtete rund 10 neue Spieler. Namhafte Neuzugänge waren nicht dabei, vielmehr setzt Holstein wie in der Vergangenheit auf junge hungrige Spieler. Das Korsett der Mannschaft bilden Leistungsträger aus der vergangenen Saison wie die Innenverteidiger Dominik Schmidt und Hauke Wahl sowie der Linksverteidiger Johannes van den Bergh. Im Mittelfeld sind Alexander Mühling, Jonas Meffert und Jae-sung Lee stützen des Teams. Zumindest Jonas Meffert wird den Störchen am Millerntor keine Hilfe sein. Er kassierte am 3. Spieltag gegen Karlsruhe eine rote Karte.

Die Formation

In den bisherigen Saisonspielen hat sich bei den Kielern noch keine eindeutige Spielformation herauskristallisiert. Beim Heimspiel gegen Sandhausen und beim Pokalspiel in Salmrohr ließ Schubert ein 4-3-3 auf das Feld. Bei der Niederlage gegen Darmstadt spielte man gar nur mit einer Dreierkette in der Abwehr (3-4-3). Gegen Karlsruhe ließ Schubert dann mit einem 4-4-2 auflaufen. Für das Auswärtsspiel des KSV am Millerntor dürfte Schubert, trotz des Ausfalls von Meffert, auf die gegen Karlsruhe erprobte Formation zurückgreifen. Dies böte für die Kieler den Vorteil aus einer gefestigten Abwehr heraus empfindliche Konter gegen die Kiezkicker zu setzen. Der derzeit leistungsstärkste Spieler im Kader der Störche ist zur Zeit mit Sicherheit der Koreaner Jae-Sung Lee mit derzeit 2 Toren für die Kieler. Der Mann mit der Rückennummer 7 geht in seine zweite Saison. Nach Anfangsschwierigkeiten im letzten Jahr, auch bedingt durch seine erste internationale Station fern der Heimat, hofft das Kieler Umfeld auf eine Leistungssteigerung, die er bisher auch angedeutet hat.

Die Bilanz

Bisher trafen die beiden Mannschaften am Millerntor insgesamt 22 mal aufeinander. Dabei gelangen dem Magischen FC insgesamt 12 Siege, bei 8 Unentschieden und lediglich 2 Niederlagen. Auch das Torverhältnis spricht mit 45:24 für die Braun-Weißen. Allerdings ist die Bilanz seit dem Wiederaufstieg des KSV ausgeglichen. Sowohl Kiel als auch der FC St. Pauli konnten jeweils einmal am Millerntor gewinnen. Den höchsten Sieg gegen die Störche erzielte der FCSP am 6. September 2003 mit einem stattlichen 5:0 an der Förde.

Und sonst?

In bleibender Erinnerung ist sicherlich das Spiel aus September 2017 geblieben. Beim damaligen Auswärtsspiel der Braun-Weißen versuchten Kieler Ultras mehrere Zaunfahnen der Sankt Pauli Fans vom Zaun zu klauen. Mit Hilfe mehrerer Spieler konnte die Fahne den Angreifern wieder entwendet werden. Diese Aktion zeigte schon, dass das Verhältnis der beiden Fanlager nicht das Beste ist und so dürfte auch auf den Rängen ausreichend Motivation vorhanden sein um unsere Kiezkicker zum Sieg zu schreien.

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