Tansania Tagebuch – Teil VII

Im nächsten Teil nehme ich euch nach etwas langer Anfahrt mit in die Wildnis, na ja zumindest zu den wilden Tieren in den Mikumi Nationalpark.

  1. März Dar es Salaam → Mikumi Nationalpark
    Seit 6:30h wach. Nur 5 Std. geschlafen. Gehe im Meer schwimmen. Heute viel Plastik/Müll am Ufer.
    Frühstück, zusammenpacken. Auch wenn unsere Zimmer wahrscheinlich für die 2 Nächte, die wir weg sind, nicht belegt sein werden, so müssen wir sie doch räumen und natürlich auch einen Teil mitnehmen. Was nimmt man mit ins Outback? Ich auf jeden Fall diesmal die größere Kamera und Teleobjektiv.
    Um 11h fährt der Bus los. Halten kurz später im Einkaufszentrum, einige müssen Geld wechseln, ich eine SD-Karte kaufen. Und dann noch eine Tasse Kaffee kaufen, dann nochmal aufs Klo, dies und das und Zack ist wieder ne Stunde rum. Als wir endlich losfahren halten wir gleich wieder an einer Tankstelle, was unerklärlicherweise auch wieder eine Stunde dauert. Um zwei Uhr endlich wirklich auf dem Weg – bis wir dann nochmal halten und warten müssen bis der Simba-Bus zu uns aufschließt. 16h in einem kleinen Ort “Lunch“, was wieder hundert Jahre dauert und die Bestellungen zudem durcheinander kommen. Ich kriege außer ein paar Pommes nix ab.
    Schließlich kommen wir Nachts um 23 h im Nationalpark an, kurz vorher sehen wir einen Elefanten am Straßenrand. Einen richtigen, echten, riesigen Elefantenbullen. Große Aufregung im Bus.

    Teile mir ein Vierbettzimmer mit zwei Doppelstockbetten, immerhin mit Moskitonetz und Ventilator. Schlafe oben. Falle mit kaum was im Magen ins Bett.
Eng aber gemütlich und mit direktem Blick auf Affengroßfamilien und Antilopenherden: Unser Zimmer im Mikumi Nationalpark.
  1. März. Mikumi National Park

Mehr oder weniger ausgeschlafen. Aus dem Fenster sieht man Affen (Pavianart) und Antilopen. Viererzimmer ist doch etwas eng. Haken und Ablageflächen fehlen.

Frühstückssaal mit Wlan! Und Äffchen! Und Giraffen am Horizont!

Nach dem obligatorischen Training irgendwann am Tag große Feedbackrunde. Frauenempowerment. Es wird heiß diskutiert, sehr konstruktiv, auch sind die Herren der Runde (einer vom Vorstand, der Trainer Mussa, der Organisator Hilal, sowie 2 Fotografen) durchaus aufgeschlossen. Irgendwann fordern wir trotzdem den Safe Space ein und bitten sie zu gehen.

Ab 16h Safari in unseren eigenen Bussen, die natürlich nicht dafür gemacht sind. Abenteuerliches Geruckel und Geschaukel, mehrfach nur knapp nicht im Schlamm stecken geblieben. Aber unser Busfahrer (Held!) händelt das. Anders als der Simbabus, der einmal stecken bleibt. Bei dem sagenhaften Geschaukel sind Fotos schießen eine komplette Glückssache. Ein erfahrener Nationalparkranger hält natürlich immer wieder an, aber unser Busfahrer ist nicht dafür ausgebildet und meint langsam fahren müsse völlig ausreichen. Er bleibt trotzdem unser Held.

Viele viele Tiere gesehen: Affen, Giraffen, Elefanten, Antilopen, Ympalas, Marabous, Warzenschweine, Büffel, Zebras, Nilpferde, Adler, Geier, kleines knallrotoranges Vögelchen. Und ein Ohr und einen Schwanzzipfel von einer Löwin.

Ausgerechnet als wir wieder an unserer Barracke ankommen, wildes Gekreische! Ein Rudel Löwen direkt an unserem Bungalow! Bzw. Eine Löwin und etliche ihrer Jungen unterschiedlichen Alters. Ich sehe leider nichts, da ganz hinten im Bus und halte einfach nur meine Kamera hoch. Überraschenderweise erkennt man auf dem Foto die Löwin ganz gut (allerdings ist es trotzdem kein sehr sehenswertes Foto). Als plötzlich im Haus eine Tür zuknallt, rennt die Löwin auf uns zu – erst recht wildes Gekreische im Bus – und einer der Wildhüter schießt mit der Schreckschusspistole in die Luft, woraufhin die Löwenfamilie die Biege macht. Puh, Das war aufregend, auch wenn ich nichts gesehen habe!

Abendessen.

Und ein knallrotoranges Vögelchen.

Im nächsten Teil geht es dann weiter mit einer zweiten Safari und vor allem einem großen Turnier! Stay tuned!

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1 Antwort zu Tansania Tagebuch – Teil VII

  1. r. sagt:

    tolles elefantenfoto am #worldelephantday! die anderen bilder sind natürlich auch gut geworden, aber als elefanten-aficionado gefallen mir die natürlich am besten

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