Wilder Ritt durch das Zentrum des Scheiterhaufens
Alle Fotos: CENTER OF THE PYRE

„Dunn Sh’raeg“
Auf ihrem neuen Album präsentiert CENTER OF THE PYRE eine gekonnte Mixtur über Rock nach Postpunk, über Balladen bis hin zu Wutausbrüchen. Ein prägnantes Schlagzeug treibt Bass und meist tiefe, schwere Keyboardtöne vor sich her. Dazu kreuzt eine meist verzerrte Gitarre ihren Weg, weiß aber wie die Tasten manchmal auch mit feinen Melodien zu überraschen. Die Stimmen von Sängerin und Sänger schweben über diesem Sound; manchmal lieblich, oft aber aggressiv, verzweifelt und auch wütend.
Da jeder der neun Songs den Vornamen „Center“ trägt, scheint die Orientierung auf dem Backcover zunächst etwas schwierig. Doch da helfen glücklicherweise die Nachnamen, und so heißen die Tracks dann eben „Center of Terror“, „Center of Rock“, „… of The Past“ oder „… of Our Subsouls“ undsoweiter.
Allein „Strange Center“ und „NoNoNo Center“ tanzen da geringfügig aus der Reihe. Tanzen ist das Stichwort: Die Songs laden mal mehr, mal weniger zum Tanzen ein, aber es sind so ziemlich sämtliche Tanzstile erlaubt!

Handwerklich fein gemacht, versucht CENTER OF THE PYRE die innere Qual zu besingen, die einen fühlenden Geist beim Blick auf die aktuelle Lage der Welt bemächtigen muss.
Wut, Ärger, Trauer, Angst, aber auch die andere Seite – Liebe, Zuversicht und Hoffnung wechseln sich oft in einem einzigen Song ab. So kommt weder textlich noch musikalisch Langeweile auf.
Mal fast tragisch melancholisch, dann wieder schnell, laut und wütend. Das Album lädt zum Abfrusten und Glücklichsein ebenso ein, wie zum Abtanzen und Mitfeiern. Und dieser feine Satz zum Ende der Labelinfo darf hier nicht fehlen, nein – muss einfach hier rein, weil er so wahr und „groß“ ist:
„Das Zentrum des Scheiterhaufens, dort wo die Hitze und Zerstörung am besten dazu geeignet war/ist, weise Frauen/Männer und queere Menschen zu pulverisieren, dient als Auslöser dieser Schallplatte. Sie versucht die ewige Frage „Warum fürchten sich Menschen vor allem was ’Anders‘ ist, und warum müssen sie es hassen und vernichten?“ auf unvergleichliche Weise zu beantworten“.
Chapeau!

Bei einem Live-Gig kann man bestimmt schnell auf einer Art „Trip“ landen und Live-Termine für den Herbst 2026 sind bereits in Vorbereitung! Also „abschnallen“ und watch out!
Kontakt:
Mail: centerofthepyre@gmail.com
Web: https://centerofthepyre.bandcamp.com
Booking-Kontakt (Sascha): killmerec@hotmail.com
// Hossa & Labelinfos
