1:1 gegen Rastlose Brause Liebhaber

Foto: Kim Bär
Da gab es reichlich Vorarbeit für einen lustigen Nachbericht, doch bis kurz vor dem Abpfiff war die Witzigkeit komplett abhanden gekommen. Zwar war das spielerisch, taktisch und auch kämpferisch eine hundertprozentige Steigerung gegenüber dem Grottenkick im Derby, doch die Chancenverwertung bleibt das ganz große Manko der Blessin-Elf. Dann rettete ein Strafstoß in der Nachspielzeit die Laune und ließ einen dennoch irgendwie ratlos zurück. Der Gefoulte soll ja bekanntlich nicht selbst schießen, doch Kaars ließ das Millerntor beben.
6, 3, 19, 16 = FCSP und 18, 2, 12 = RBL. So zusammengerechnet, spielte also 44 gegen 32, auch wenn das Ergebnis irgendwo zwischen Hand- und Basketball pendeln würde. Also hätten wir somit eigentlich schon gewonnen. Was RBL außer der Bezeichnung für ein grässlich-süßes „Getränk“ in Verbindung mit einem Retortenclub sonst noch so bedeuten kann, erfahrt ihr anhand einiger teils Respektlosen Beispiele Logischweise im folgenden „Spielbericht“.

Natürlich wurde heute auch mit zahlreichen Bannern an die Befreiung des KZ Auschwitz vor 81 Jahren und alle Holocaust-Opfer gedacht. Draußen war es Rutschig, der Boden glatt, Laufen machte keinen Spaß. Die Rotznase Blieb Laufend und so lud die Ruhige Bettähnliche Liegefläche vor dem TV zum Verweilen ein. Das Essen stand mit Röstkartoffeln, Buletten und Lauchgemüse schon bereit. Wahlweise Rollmops, Bratkartoffeln und Labskaus oder eben Röstis, Broccoli und Leichte Sahnesoße oder vegan eben Ruccolasalat, Blumenkohl und Laktosefreie Sahnesoße. Nachdem ich anschließend einen Randvollen Bierbecher Leergetrunken hatte, ging es gegen die Rastlosen Brause Liebhaber auch schon los. Unsere Jungs zeigten sich von Beginn an Raubeinig, Beißwütig und Laufstark. Die Gäste bewiesen sich dagegen als Richtig Böse Lausbuben.

Hätte man mir vor 20 Jahren (vorher-) gesagt, dass unsere Jungs im Jahre 2026 gegen die Rauten in einem „sensationellen Krimi“ ein 0:0 holen und gegen Richtig Blöde Leipziger 1:1 spielen, hätte ich vehement protestiert: Denn das wäre (als) unmöglich (erschienen). Schließlich wurde der Dosen-Retortenclub erst am 19.05.2009 offiziell gegründet und ist damit knapp 100 Jahre jünger als der FC St. Pauli. Bäng!

Gegen Raffgierige Betriebssport Liebhaber zeigten unsere Jungs aber eine Richtig Berauschende Leistung, nur eben ohne den vielleicht etwas Ruhe Bringenden Lohn. Denn nach 66 Minuten ging Rot-Blau-Lila nach einem Eckball in Führung. Ein fast Ratloser Blessin Ließ wechseln und schickte unter anderem Käpt’n Jackson als Rudelführer und Beglückenden Lotsen auf den Rasen.
In einem Richtig Bösen Laufduell kam Kaars im 16er zu Fall und es gab den Strafstoß, den der Gefoulte selbst verwandelte. Chapeau!
Am Ende heißt es nun: Ruhig Bleiben, Leute! Es gibt noch Reichlich Bundes Ligaspiele. Und dazu gilt für alle Spieler erst mal Regenerieren, Beruhigen, Locker werden.
// Hossa
