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Derby gegen die Rauten

Wir wollen diesmal keine vielen Worte verlieren. Der Magische FC ist jetzt seit 408 Tagen Derbysieger – Hamburg ist Braun-Weiß! Zur Einstimmung auf das morgige Derby gegen die Rothosen haben wir einige Impressionen aus den letzten Derbies gegen die Rauten zusammengestellt.

Alle Fotos von Arigrafie
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3.Spieltag (H) – SV Sandhausen (uvm.)

Choreo FC St.Pauli - SV Sandhausen "Die rote Front und die schwarze Front sind wir!"

Choreo FC St.Pauli – SV Sandhausen
“Die rote Front und die schwarze Front sind wir!”

FC St.Pauli – SV Sandhausen 2:1 (1:1)
Tore: 1:0 Christopher Nöthe (5.), 1:1 Rene Gartler (23.), 2:1 Lasse Sobiech (90. +2)
Zuschauer: 26.581 – (ca. 200 Sandhäuser)

BÄMM!

In your face, Trainerdiskussion!
Souveränes 2:1 eines guten Pferdes, welches eben nur so hoch springt wie es muss und dabei den Gegner durch ein Tor in der Nachspielzeit auch noch maximalst demütigt, indem man das Tor nicht einfach macht, sondern den Pfosten und den Verteidigerhintern zum Pingpong nutzt.
Wiederholung in Berlin absolut erwünscht, wenn es im Pokalfinale dann zum Derby kommt…

Okayokay, ich hab nichts geraucht, ich wollte nur mal positive Stimmung verbreiten.
Die ersten zehn Minuten waren durchaus ansehnlich und machten Mut auf Verbesserung, das Tor fiel völlig verdient und dank starker Aktion von Budimir (der bei Kallas Pass wohl in der Rückwärtsbewegung minimal im Abseits stand). Danach griff dann wieder die Angst langsam um sich, spielerische Grausamkeiten kamen dazu.
In den ersten vierzig Minuten war für mich Schnecke Kalla der beste Spieler, was er sich dann leider durch ein paar Fehlpässe in wenigen Minuten wieder kaputt machte. Aber: Wenn Vrabec nach dem Spiel etwas krypitsch Vorwürfe in Richtung Einsatz und Kampfgeist äußert, wird er Kalla damit sicher nicht meinen.

Der Ausgleich deutete sich dann zwar langsam an, fiel nach Schachtens unglücklicher Kopfballabwehr aber doch extrem überflüssig, vom restlichen Gestocher ganz zu schweigen. Klar aber auch: Im restlichen Spielverlauf verdiente sich der SVS den Ausgleich immer mehr und ohne Philipp “Hulk” Tschauner wären wir an diesem Abend wohl als Verlierer vom Platz marschiert.

Was man der Mannschaft aber keinesfalls absprechen kann: Den Willen. Ja, sie hat gewollt. Es passt spielerisch bei Weitem noch nicht alles zusammen (sehr vorsichtig formuliert), aber zumindest das teilweise andiskutierte “die spielen gegen den Trainer” konnte ich nicht entdecken, wenn es sowas überhaupt gibt.
Und dann begannen die letzten zehn Minuten, und mit ihnen der Gesang aus der Süd, erst leise, dann immer mehr um sich greifend, anschwellend:

Hey, FC St.Pauli – wir woll’n Dich siegen seh’n
Die ganze Kurve singt und tanzt für Dich
Unser Ein und Alles ja wir lieben Dich
Ooohoooohoooo…
Hey, FC St.Pauli – […]

Und dann: BÄMM! (siehe oben.)
Man kann Tore also doch ersingen!

Anschließend sagte mir jemand: “Ohne das Tor ist Vrabec weg!”
Hmmm… mag sein.
Fakt aber: Ohne das Tor fährt man mit nur zwei Punkten nach Fürth und steht dann schon mit dem Rücken zur Wand.

Auch “Das Leiden verlängert sich damit nur!” hab ich gehört.
Sollen andere beurteilen. Wie schon im Print-ÜS geschrieben, tue ich mich mit personellen Veränderungen generell schwer und empfinde Trainerdiskussionen und -wechsel oftmals nur als Alibi für die Spieler. Mag meiner eigenen Spielerkarriere geschuldet sein, in der Trainer selten bis nie den Unterschied machten, mag meiner fußballerischen Ahnungslosigkeit oder der Bremer Historie unter Otto Rehhagel geschuldet sein. Oder der Summe aus allem. Ist mir auch egal, ich entscheide das ja glücklicherweise eh nicht.

Und wie gesagt: Mit 97 Punkten steigen wir sicher auf…

Nach dem Spiel traf ich dann noch Stefan und Michael von CD Sandhausen, Beste Grüße! Letzterer sagte mehrfach: “Ich war schon ewig nach einem Fußballspiel nicht mehr so konsterniert!”
Kann ich verstehen, Sandhausen kratzte erheblich am Auswärtssieg, schaffte ihn aber eben nunmal nicht. Daher gibt es jetzt wohl auch beim SVS langsam eine Trainerdiskussion.

Links:
Bilder und Text bei Stefan Groenveld: “Last-Second-Win dank Lasse
Bilder und Text bei CD Sandhausen
Text bei Miesepetriger Alter Mann [fka Breitseite]: “Nicht mal unter Drogen…
Text und Bilder bei BeebleBlox: “Mit Dusel im Gewusel
Text beim FCSP South End Scum: “Matchday 03 – FCSP – SV Sandhausen
Text bei Keep calm and follow St.Pauli: “Lasse, alte Raute
Text bei Grenzenlos St.Pauli: “Ohne Wenn und Aber, aber…
Text bei Sitz[blog]ade: “Wo ist denn hier die Ausfahrt Richtung Fußball?
Text bei MagischerFC: “Der schmale Grat zwischen Wahn und Sinn
Text und Bilder bei KleinerTod: “Toller Schlußakkord nach schlimmen Vorspiel
Text bei Der Kiesel: “Ohne Tschauner wär der Trainer weg
Bilder bei USP
Bilder (inkl. Museum) bei Muckefuck Sankt Pauli
Text bei Quotenrock: “Horrorpingpong: Tschauner 2 – Gartler 1

Pokalauslosung:

Yeah! Ein Heimspiel!
Flutlicht, Ende Oktober.
Da ist es ja fast egal wer da kommt, die hauen wir weg.
Und die Statistik spricht auch klar für uns:

  • Letztes St.Pauli – Heimspiel gegen Leverkusen: 0:1
  • Letztes BVB – Heimspiel gegen Leverkusen: 0:2
  • Letztes St.Pauli – Spiel beim Dino: 1:0!
  • Letztes BVB – Spiel beim Dino: 0:3!

Mir fällt da echt kein Grund ein, warum wir vor dem Tabellenletzten der 1.Liga zittern sollten…

Und dann war da noch:

Rasenball Leipzig. Ich bin ja kein großer Freund des derzeitigen RBL-Bashings, weil ich bei den allermeisten anderen Vereine die selbe Scheiße in anderen Gewändern sehe.
Was ich bei denen aber erwartet habe ist, dass da im Hintergrund jemand sitzt, der sich Gedanken über öffentliche Wirkung des eigenen Handelns macht und strategisch geschickt die Aktionen koordiniert, um Rasenball in der Öffentlichkeit gut dastehen zu lassen.
Aber: Pustekuchen.
Beim Heimspiel gegen Aue griff man gleich doppelt ins Klo. Zum Einen wurden Anti RB-T-Shirts verboten, zum Anderen erteilte man Personen, die sich eines Verstoßes im Straßenverkehr schuldig gemacht haben Haus- bzw. Stadionverbot.
Klar, die Leute hinter den Shirts werden nicht immer die hellsten Leuchten im Solarium sein. Mit derlei Repressionen schafft man allerdings nur frisches Wasser auf deren Mühlen, da hätte ich die Leipziger für cleverer gehalten. Ignorieren und gut is’.
Uund ein Eingriff in den Straßenverkehr ist (ob nun Nötigung oder anders benannt) auch eine Straftat. Aber solange man nicht auch alles Rasern auf der Autobahn ein Stadionverbot erteilt, ist das einfach weit übers Ziel hinaus, bzw. ebenso ungeschickt wie die T-Shirt Geschichte. Man macht sich unnötig angreif- und kritisierbar, von der generellen Diskussion um den Blödsinn von Stadionverboten mal ganz zu schweigen.
Und diese zunehmende Vermischung von Dingen, die eigentlich zivil-/strafrechtlich geklärt werden müssten, mit Stadionverboten, ist auch absolut nichts Gutes und Sinnvolles, im Gegenteil.

Verein am Wochenende

Die U23 gastierte nach der letzte Woche deutlich zu hoch ausgefallenen 1:5 Pleite gegen Werder heute beim BV Cloppenburg, der bisher zwei Unentschieden gegen die beiden Braunschweiger Teams geholt hatte.
Nach einer Viertelstunde erzielte Erdogan Pini durch einen Elfmeter die 1:0 Führung, Bentley Baxter Bahn erhöhte noch vor der Pause auf 2:0, der Anschlußtreffer kurz vor Schluß war nur Statistik.
Nach dem 1:0 in Lüneburg also mit diesem 2:1 der zweite Auswärtssieg in Folge und sieben Punkte aus fünf Spielen, Saisonstart geglückt!
Nächsten Sonntag geht es um 14.00h im Edmund-Plambeck-Stadion gegen die U23 von Eintracht Braunschweig.

Die U19 war mit zweimal 2:2 in die Saison gestartet, zuhause nach Führung und Rückstand gegen Hertha sowie auswärts nach langer 2:0-Führung bei Hannover 96.
Gestern kam nun mit dem Derby das erste Spiel, welches man gewinnen MUSS, wenn man oben mitspielen will, die beiden bisherigen Gegner kämpfen sicher ebenfalls um die Spitzenplätze, was auch deren andere Ergebnisse zeigen.
Vor 250 Zuschauern ging es in Schnelsen torlos in die Pause, danach drehten unsere Jungs dann aber auf:
Der Führung durch Nico Empen (47.) folgte postwendend der Ausgleich (49.), Dennis Rosin brachten Braun-Weiß erneut in Führung (68.). Nachdem er selbst dann einen Straßschoß verschoss, machte es Maurice Litka dann in der 81. besser und traf vom Punkt zum 3:1, ehe erneut Rosin den nächsten Elfmeter dann in der 84.Minute zum 4:1 und Endstand verwandelte.
Glückwunsch, Jungs, fünf Punkte sind bei dem Auftaktprogramm ganz sicher eine sehr gute Ausbeute und machen absolut Mut, auch diese Saison wieder gar nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben.
Es ist jetzt erstmal Pause, weiter geht es erst in drei Wochen mit einem Heimspiel gegen Holstein Kiel.

Die U17 hatte dieses Wochenende spielfrei, der Auftakt war mit einem 1:4 gegen Hertha und einem 0:1 bei Hannover 96 bisher zwar punktlos, aber in etwa so auch zu erwarten gewesen.
Nächstes Wochenende geht es zu Werder, da ist mit einer Aufstockung des Punktekontos auch nicht zwingend zu rechnen, die Punkte muss man sich später holen.

Die Blindenfußball-Mannschaft war am Wochenende auch im Einsatz, beim 4.Spieltag in Gelsenkirchen gab es gestern ein unglückliches 1:2 kurz vor Schluß gegen den amtierenden Deutschen Meister aus Stuttgart.
Heute lief es dann auch ergebnistechnisch besser: Gegen Würzburg gab es trotz zweimaligem Rückstand einen 3:2 – Erfolg! Glückwunsch ans gesamte Team und eine gute Heimreise!
Der nächste und gleichzeitig finale Spieltag ist am Samstag in drei Wochen, also am

13.September auf dem Marktplatz in Lübeck weiter

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Verein am Wochenende (45/2013)

;)

Vorteil eines Montagsspiels: Man hat mehr Zeit für andere Mannschaften, bei mir waren es dieses Wochenende die U23 und die U19, für Handball hat es aus Babysittergründen leider nicht gereicht.

Regionalliga Nord: FC St.Pauli U23 – SV Werder Bremen U23, 1:2
The Return of the Bruns. Tja, er hätte sicher mehr seiner ehemaligen Fans verdient gehabt, so ergab sich nur sehr vereinzelt mal ein langgezogenes “Bruuuuuuuuuuuns” unter den nur 269 Zuschauern. Immerhin gab es einiges an Prominenz, u.a. waren Fabian Boll und Florian Kringe an der Hoheluft.

Das Spiel war auf dem Acker ziemlich zerfahren. Zunächst war Werder klar überlegen und erzielte auch schnell den Führungstreffer durch Kobylanski (9.), doch mit der Zeit kamen unsere Jungs (ohne Profiunterstützung, wenn man von Okan Kurt absieht) besser ins Spiel. Der Ausgleich durch Wriedt nach einem Abwehrschnitzer bei langem Ball fiel noch überraschend (22.), doch den verdiente man sich bis zur Halbzeit dann nachträglich und hätte sogar mehrfach in Führung gehen können.
In Hälfte zwei ging es dann mit leichten Feldvorteilen für uns weiter und die dickste Chance vergab Felix Drinkuth dann freistehend vorm Gästekeeper… logisch, dass aus dem Gegenzug sich dann das 1:2 entwickelt, erneut durch Kobylanski (80.).

Klar, alles kein Beinbruch. Wir haben mit die jüngste Truppe der Liga und Werder hat als Ziel den Aufstieg, ärgerlich war es trotzdem, weil unnötig. Aber Kopf hoch, nächste Woche Sonntag geht es zum TSV Havelse, bei denen läuft auch nicht alles rund.

A-Jugend Bundesliga: hsv U19 – FC St.Pauli U19
Da preist man dieses Spiel ewig an und dann wird es am späten Samstag irgendwann verlegt und niemand sagt mir Bescheid, Frechheit!
Jedenfalls freuten sich die Jungs vom Rautenradio, die ich gegen 10.30h in Hagenbeck fröhlich in meinen Kleinwagen packen konnte und wir erreichten noch pünktlich zum Anpfiff das Gelände am Ochsenzoll. Ich war da vorher noch nie und muss schon sagen: Donnerwetter… so viel Platz für Rasenplätze werden wir innerhalb Hamburgs sicher nie mehr bekommen.

Jedenfalls entwickelte sich auf dem Kunstrasen vor geschätzten 300 Zuschauern ein flottes Spiel, bei dem unsere Bhoys in Brown zwar feldüberlegen waren, jedoch wenig zwingende Chancen hatten. Die Gastgeber hingegen waren bei ihren Angriffen durchaus gefährlich, machten den Führungstreffer dann aber per Sonntagsschuß aus 20-25 Metern in den Winkel, was gleichzeitig der Halbzeitstand war.

Auch hier jede Menge Prominzenz, von unserer Seite u.a. Bernd-Georg Spies, Rachid Azzouzi, Timo Schultz, Christian Rahn und Thomas Meggle, beim hsv mit Jonathan Tah auch jemand, der letztes Jahr dieses Spiel noch selber bestritten hatte, außerdem Rudolfo Cardoso, Stefan Wächter, Roger Stilz und Zlatan Bajramovic und sicher viele andere mehr.

In Hälfte zwei kamen zum überlegenen Spiel dann auch die Chancen und glücklicherweise auch deren Verwertung hinzu. Das 1:1 erzielte Nico Empen (51.) aus dem Gewühl heraus mit seinem 9.Saisontreffer, der ja jetzt auch zu zwei Jugendländerspielen reisen darf, auch dazu herzlichen Glückwunsch!
Beim Ausgleich gab es einen (unnötigen und dummen, aber berechtigten) Freistoß von rechts aus dem Halbfeld, hereingegeben vom sehr starken Kyoung Rok Choi, welchen der ebenfalls herausragende Marian Andre Kunze per Kopf  (57.) aus kurzer Entfernung einnetzte. Aus unserer Sicht zwar leicht abseitsverdächtig, aber Abseits ist ja nur, wenn der Assistent winkt.
Das 3:1 war dann eine wunderbare Volleyabnahme von Kyoung Rok Choi (63.), damit war das Spiel dann auch durch. Innerhalb von nur zwölf Minuten hatte man es gedreht.

Gute Besserung dann noch an Choi, der nach einem bösen Zusammenprall mit dem hsv-Kapitän Benjamin Safo-Mensah mit einer Kopfverletzung ausgewechselt und (hoffentlich nur pro Forma) ins Krankenhaus gebracht wurde. Beide waren im Kopfballduell unabsichtlich zusammengerauscht, auch Safo-Mensah musste ausgewechselt werden, auch hier natürlich gute Besserung.

Durch den Sieg und gleichzeitige Punktverluste von Werder und Hannover schoben sich unsere Jungs auf Platz 2, der ja am Ende zum Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft berechtigen würde. Auch wenn die Saison noch lang ist: Nach jahrelangem Abstiegskampf eine großartige Leistung.
Wer sich das mal live ansehen will: Am Sonntag, dem 24.11. geht es um 13.00h gegen Holstein Kiel. Voraussichtlich am Königskinderweg, kurzfristige Verlegung an den Brummerskamp aber nicht ausgeschlossen.

Die U17 trat in der B-Jugend Bundesliga beim VfL Wolfsburg an und musste sich mit 0:2 geschlagen geben. Stark ersatzgeschwächt und aus dem jüngeren Jahrgang ergänzt hielt man bis zur Halbzeit das 0:0.
Damit bleibt es bei neun Punkten, welche auch der VfL Osnabrück auf dem ersten Abstiegsplatz hat. Gegen eben jenen VfL geht es am Samstag, dem 23.11. um 14.00h um wichtige Punkte.

Die U15 trat dann am Nachmittag an gleicher Stelle wie vorher die U19 an, musste sich gegen die bis dahin punktgleichen Nachbarn allerdings mit 2:1 geschlagen geben. Kein Beinbruch, weiterhin ein toller 4.Platz. Nächsten Samstag um 15.00h geht es am Brummerskamp gegen den TSV Havelse.

Die 4.Herren macht ebenfalls sehr viel Freude. In der Kreisliga 2 ging es heute an der Feldstraße gegen den Aufstiegsaspiranten Benfica, der mit 2:1 besiegt wurde! Gut, mag auch teilweise an den drei Platzverweisen (inkl. Torhüter) für die Gäste gelegen haben, aber die werden ganz sicher ihre Gründe haben, denn Schiedsrichter irren ja bekanntlich nicht.
Beachtliche Serie: Nach sechs Spielen hatte das Team einen Sieg und fünf Niederlagen und war Letzter. Aus den folgenden neun Spielen holte man fünf Siege und drei Unentschieden und belegt inzwischen Platz Sieben im absolut gesicherten Mittelfeld.

Nachtrag von Benjamin L., Verteidiger der 4.Herren, aus den Kommentaren:
Kurze Ergänzung: das mit dem Sieg der 4. Herren lag natürlich nicht an den Platzverweisen, da die letzten beiden Roten Karten in den Schlussminuten gezückt wurden – der Torwart flog z. B. nur einige Sekunden vor Abpfiff. Interessant aber: das war im Sechzehner der Vierten, Tätlichkeit gegen Kriller. Was er da zu suchen hatte? Man weiß es nicht …

Die 1.Frauen sind ja bekanntlich diese Saison in die Verbandsliga aufgestiegen und haben jetzt auch ihre eigene Facebook-Präsenz.
Nach einem hervorragenden Saisonstart gab es gegen Vier- und Marschlande heute zwar den zu erhoffenden Heimsieg, allerdings fiel er mit 4:3 durchaus hart erkämpft aus.
Elf Spiele, 22 Punkte, Platz 3, Top!

Handball

Die 1.Herren schreibt weiter an ihrer Erfolgsgeschichte. Am Samstag Abend wurde die HSG Hohn/Elsdorf an der Budapester Straße mit 28:21 besiegt und Platz 4 in der Oberliga gefestigt.
Weiter geht es am 23.11. um 19.30h zuhause gegen den Dritten, die TSV Ellerbek.

Ähnlich wie im Fußball gab es auch für die 1.Damen beim Handball im Sommer den Aufstieg, in diesem Fall in die höchste Liga auf Landesebene, die Hamburg-Liga. Nach sechs Spielen steht man mit fünf Siegen ganz hervorragend da, gestern wurde die SG Bergedorf mit 20:17 besiegt.
Im Spitzenspiel geht es nächsten Samstag um 15.15h in Esingen gegen den punktgleichen Tabellenführer.

Last but not least: Die 2.Damen hat heute Abend die bisher verlustpunktfreie SG Harburg mit 25:17 besiegt, Anschluß nach oben ist wieder hergestellt!

Hockey

Haha, nee, kleiner Scherz. Noch gibt es diese Abteilung nicht, aber ein paar St.Pauli-Fans denken über eine Gründung dieser Abteilung nach.
Wer also schon mal (Feld-)Hockey gespielt hat, oder aber jetzt damit in Braun-Weiß beginnen will, melde sich bitte bei blog (at) uebersteiger . de, wir leiten das dann gerne weiter.

Heimspiel gegen Energie Cottbus

Kleine Erinnerung: Alerta Action Day – Refugees Welcome

Nächste Sendung MillernTon

Am Mittwoch zeichnen wir die nächste Folge unseres Podcasts auf. Zu Gast werden wir auch jemanden aus dem Aufsichtsrat haben, wenn Ihr also Fragen habt, insbesondere im Hinblick auf die nahende JHV: Nur zu, wahlweise hier in den Kommentaren oder per Mail an blog (at) uebersteiger . de.

Dann mal auf drei Punkte am Montag Abend! // Frodo

 

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Verein am Wochenende (15/2013) inkl. 1860

FC St.Pauli – TSV 1860 München 3:1 (1:0)
Tore: 1:0 Daniel Ginczek (34.), 2:0 Fin Bartels (70.), 2:1 Rob Friend (73.), 3:1 Fin Bartels (74.)
Zuschauer: 28.892 (ca. 3.000 “Sechz’ger”)

Man hat mal wieder gesehen, dass Fußball ein Tagesgeschäft ist, Tagesform entscheidet, und eben nicht zuletzt diese Liga so ausgeglichen besetzt ist, dass Aussagen wie “So steigen wir ab!” oder ähnliches eine nur kurze Halbwertszeit haben.
Oder anders: Natürlich würden wir absteigen, wenn wir jedes Spiel so spielen würden wie in Regensburg oder Sandhausen oder den letzten 30 Minuten in Dresden. Wir würden aber eben auch aufsteigen, wenn wir immer so spielen würden wie gegen Kaiserslautern, bei 1860, nach dem 0:2-Rückstand gegen Dynamo oder eben über weite Strecken jetzt zuhause gegen die Löwen. Ähnlich äußerte sich auch der Löwen-Trainer auf der Pressekonferenz nach dem Spiel, der ungläubig auf die Tabelle blickte, die uns als 13. auswies und sich nochmal versicherte, ob die denn auch aktuell sei.
Allein: Konjunktive sind im Fußball für die Tonne, denn wir tun weder das eine noch das andere und stehen in der Tabelle eben genau da, wo wir diese Saison auch hingehören, passt schon.

Das Team war jedenfalls von Anfang an wach und es zeigte sich früh, dass das von manchen befürchtete “Die schießen uns hier ab!” ob unserer Verletzten und der Auswärtsstärke der Löwen nicht eintreten würde. Trotzdem dauerte es, bis das Geburtstagskind Daniel Ginczek die erlösende Führung erzielte, nicht zuletzt weil er selbst kurz vorher noch eine hundertprozentige neben den Pfosten setzte. Trockener Kommentar hinter mir: “Ich hätte den gemacht!” Antwort von mir: “Tschauner auch!“.
Aber, wie gesagt, klappte dann ja auch so, dank Vorbereitung und Zuckerpass von Thy, Bartels und Daube.
In der zweiten Hälfte war es dann zwar etwas enger, aber dank Fin Bartels wurde das Ding dann ja locker nach Hause geschaukelt. Zu dessen Kopfballtor sagte Boller nach dem Spiel gewohnt sachlich: “Wir nennen ihn in Anlehnung an Hrubesch seit Jahren nur Horst, war klar dass er den macht!“.

Insgesamt war mein “Man of the match” allerdings Florian Kringe. Ganz großartige Leistung! Immer anspielbar, ackerte wie blöd nach hinten, verteilte klug die Bälle. Wenn (sic!) der immer so spielen würde, käme der problemlos auch noch in der 1.Liga unter. Tut er aber eben auch nicht, aber für uns reicht es dann hoffentlich auch noch für mindestens ein weiteres Jahr.
Ebenso ein Sonderlob für Dennis Daube, der mir nicht nur aufgrund der Vorarbeit zum 1:0 gut gefiel. Auch Lennart Thy kommt langsam in Schwung, von ihm erhoffe ich mir ja auch noch deutlich mehr und gestern war immerhin ein Anfang.

Was gibt es zum “Drumrum” zu sagen?
Das Spiel begann mit einer schönen Choreo in der Nord: “Wir kommen aus den Norden – Wir rauben und wir morden!”, Respekt an Nord-Support und alle Helfer.
Dürfte nicht allzuviele Vereine in Deutschland geben, in denen es damit in jüngerer Vergangenheit Choreos auf allen vier Tribünen, jeweils unabhängig voneinander, ohne Ganzstadionchoreo, gegeben hat.

Dafür gab es kein “Aux armes“. Ja, gehört irgendwie dazu und find ich auch immer gut, um nochmal allen Klar zu machen, dass jetzt bitte gesungen werden darf. Ist aber sicher auch vernachlässigenswert, wenn es einfach mal nicht passt.

Schöne Geste auch vom Verein, der in der Halbzeit den großartigen Song vom Fanclub Catalunya einspielte, da von den Jungs und Mädels einige im Stadion waren. Und da auch uns schon Nachfragen erreichten, hier gerne nochmal das Video:

Lässig auch der Drummer einer bekannten deutschen Band aus der Medizinbranche, der so um die 68.Minute zum Bierholen aufbrach und beim zurückkommen in der 75.Minute meinem “Hast nichts verpasst!” ein grinsendes “Nee, war wohl nichts los!” entgegnete.
By the way: Ist es eigentlich schlimmer, bei jenem Champions League-Wunder des BVB nach dem 2:1 für Malaga das Stadion zu verlassen, oder sich danach dann mit dieser “Leistung” auch noch bereitwillig von den Medien vorführen zu lassen, abgelichtet mit Trikot und dem Versprechen: “Sowas passiert mir nie wieder!”?

Tja, und dann war da noch der Gastverein, die Nummer zwei aus München. Meine Antipathie zu denen ist gewachsener Natur, begonnen hatte das vor unzähligen Jahren mal am Bökelberg, als wir im 1860-Gästeblock ziemlichen Ärger bekamen und seitdem gab es auch kaum Gründe, diese Antipathie wieder in Sympathie zu verwandeln.
Das Abendblatt hat am Samstag einen lesenswerten Artikel dazu verfasst, was dort alles falsch lief und bei uns in einer vergleichbaren Situation eben richtig gemacht wurde, inklusive einem kurzen Blick auf das gegenwärtige Chaos.
Gestern gab es dann einen prall gefüllten Gästeblock, der aber zumindest auf Höhe Block 2 der Gegengeraden nicht einmal zu vernehmen war. ProHT auf Twitter hatte aber immerhin sechs mal “Scheiß St.Pauli!” vernommen, wenigstens etwas.

Celtic-Fans waren auch zahlreich da, aufgrund der gestrigen Celtic & St.Pauli-Party im Knust. Einige waren bereits am Donnerstag Abend im Fanladen, wo dank der BASCH und dem St.Pauli CSC eine Veranstaltung der Green Brigade stattfand, in der über die Geschichte der Gruppe und die Repression gegenüber Fußballfans in Schottland berichtet wurde. Sehr interessanter Abend, der mehr Zuhörer verdient gehabt hätte, leider auch sehr erschreckende Szenarien dort.

P.S.: Einen besonders lesenswerten Beitrag gibt es bei den Wochenendrebellen. Die ein oder andere Formulierung verlässt die St.Paulianische Definition der political correctness, aber ich habe schon lange nicht mehr beim Lesen eines Berichts über ein Spiel unsererseits so gelacht, positiv gemeint.

Weitere Fußballteams
Das fast noch wichtigere Spiel gestern fand leider fast unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt, das Derby in der Regionalliga Nord der U23 beim hsv.
460 Zuschauer verloren sich dank beschissener Spielansetzung durch die Hamburger Polizei in der Arena der vielen Namen, die Vorzeichen waren klar: Lt. Wikipedia reicht diese Saison Platz 15 zum Klassenerhalt, da der VfL Osnabrück wohl kaum noch aus der 3.Liga absteigen wird. Diesen 15.Platz hatten wir inne, sieben Punkte dahinter stand der SC Victoria und einen weiteren Punkt dahinter die Vorstadt, bei der diese Situation wohl lange unterschätzt worden war und kürzlich auch der Einsatz von acht Profis eine 1:4-Niederlage bei SW Rehden nicht verhindern konnte, bzw. vielleicht sogar mangels Einstellung erst herbeiführte.
Spielberichte gibt es zum Spiel genug, unterm Strich gab es einen Last-Minute-Sieg unserer Jungs, der die Vorstadt bei acht Punkten Rückstand zum rettenden Platz 15 verharren lässt, den derzeit Oberneuland inne hat, die auch noch zwei Nachholspiele haben. Das nenne ich mal ne Challenge.
Der SC Victoria hat nebenbei auch noch nicht aufgegeben, man erzielte (ohne Profileihgaben…) einen 4:2-Heimsieg gegen Rehden, wodurch der Abstand unserer Jungs auf den Abstiegsplatz weiterhin sieben Punkte beträgt.
Am Dienstag geht es um 18.30h am Millerntor(!) gegen den Tabellenführer Holstein Kiel, die Jungs freuen sich ganz sicher über zahlreiche Unterstützung.
Das schönste Bild des Tages steuerten übrigens unsere Coverhelden der 109 auf Facebook bei.

Die U19 empfing heute in der A-Jugend Bundesliga den Chemnitzer FC, welcher in tiefen Abstiegssorgen steckt. Durch das goldene Tor von Felix Drinkuth (41.) sprangen unsere Jungs auf den vierten Tabellenplatz, Glückwunsch!

Und für die größte Überraschung des Wochenendes sorgte die U15 in der C-Jugend Regionalliga. Die empfing nämlich als absoluter Außenseiter den überlegenen Tabellenführer aus Stellingen, der bisher aus 15 Spielen 14 Siege und ein Unentschieden geholt und auch das Hinspiel mit 6:0 deutlich für sich entschieden hatte.
Aber: An diesem Wochenende ging alles! 1:0 durch das Tor von Alexander Kaukart in der 46.Minute, sauber!

Handball

Big Points gab es auch für die 1.Herren in der Oberliga.
Gegen die SG Wift wurde in einem engen Match 23:21 in der Hölle Budapester Straße gewonnen, was auch überlebenswichtig war, da parallel Hohn/Elsdorf gegen Herzhorn gewann. (Was für Orte man hier alles kennenlernt…)
Die Tabellensituation ist damit zwei Spieltage vor Schluß sehr eng.
Drei Punkte Vorsprung (im zwei-Punkte-System) scheinen erst mal ganz komfortabel, allerdings gibt es am nächsten Samstag den großen Showdown in Hohn. Bei einer Niederlage ist es dann nur noch ein Punkt, die haben danach noch ein Heimspiel gegen Wift und wir müssen noch nach Bad Schwartau.
Wer also am nächsten Samstag noch sportliche Unterhaltung sucht, sollte sich nach Schleswig-Holstein aufmachen, es darf laut werden in der “Werner-Kuhrt-Halle”.

Die 2.Herren, ihrerseits im Abstiegskampf der Landesliga, holte beim Tabellendritten aus Ellerbek einen Punkt, der (wenn mich mein inzwischen erworbenes Wissen über Handballtabellen nicht trügt) gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt ist, da Rissen/Wedel gegen den Tabellenletzten aus Finkenwerder verlor und die zwei Punkte Vorsprung damit einen Spieltag vor Ende ausreichen, da man den direkten Vergleich gewonnen hat.
(In meinem nächsten Leben bastel ich Tabellensysteme für Sportarten, welch ein Spaß!)

Die 1.Damen hatte den Aufstieg in die Hamburg-Liga ja bereits am Montag durch ein 22:9 gegen Ellerbek klar gemacht, gestern vernichtete man dann Teutonia mit 30:11.
Nochmals Glückwunsch zum Aufstieg, viel Spaß und Erfolg schon mal für die Hamburg-Liga!

Rugby
Die 1.Herren eilt in ihrer ersten Bundesliga-Saison seit vielen Jahren weiter von Erfolg zu Erfolg. In der Meisterrunde gab es gestern (vor ca. 100 Zuschauern) einen 70:7 Erfolg an der Saarlandstraße gegen den Berliner SV, womit man kurzfristig sogar auf Platz 3 der Gruppe Nord vormarschieren konnte.
Am nächsten Samstag spielt man an gleicher Stelle um 16.00h gegen den Berliner RC.

Dart:
Jajaja, weiter geht’s!
Die Dartpiraten sind ebenfalls Derbysieger, den hsv3 besiegte man mit 9:3 und bleibt souverän an der Tabellenspitze.

Ich fasse zusammen:

  • Profis: 3:1 gegen 1860
  • U23: 2:1 in Mordor in der 89.Minute
  • U19: 1:0 gegen Chemnitz
  • U15: 1:0 gegen bisher ungeschlagenes Mordor
  • Handball – 1.Herren: 23:21 und zwei wichtige Punkte für den Klassenerhalt
  • Handball – 2.Herren: Auswärtspunkt beim Dritten und Klassenerhalt
  • Handball – 1.Damen: 30:11 und Aufgestiegen!
  • Rugby – 70:7!
  • Dart: Derbysieger!
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