Schlagwort-Archive: Jan-Philipp Kalla

Wer kommt? – Wer geht?

Update: 30.08.2020 – Verpflichtung von Simon Makienok und Christian Spreckels; Weggang von Leo Østigård und Henk Veerman

Die Saison 2019/2020 ist geschafft. Der FCSP belegt nach 34 Spieltagen Platz 14 und hat damit eine völlig enttäuschende Saison hingelegt. Immerhin gingen die Kiezkicker in beiden Derbys jeweils mit 2:0 als Sieger vom Platz. Jetzt gilt es den Blick nicht zurück, sondern nach vorne zu richten. Die Planungen für die neue Saison laufen bereits, obwohl noch nicht klar ist, wann die neue Bundesliga-Saison angepfiffen wird. Bei der Verkündung der Zu- und Abgänge halten wir uns an offiziellen Statements des Vereins.  weiter

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34.Spieltag (A) – SV Darmstadt 98

SV Darmstadt 98 – FC St.Pauli 1:0 (0:0)
Tor: 1:0 Tobia Kempe (71.)
Zuschauer: 16.150 (ca. 2.000 St.Paulianer)

Wisst Ihr, was das besondere an den Saison 1979/80 – 1983/84 war?
Richtig, es war das letzte Mal, dass der FCSP einer Spielklasse mehr als vier Jahre in Folge angehörte. Mit dem gestrigen Klassenerhalt vom Sonntag ist dies aktuell für die 2.Liga auch wieder der Fall, fünf Jahre in Folge. Sollten wir dann auch 2016/2017 noch Zweitligist sein, so wäre dies (sechs Jahre oder mehr in Folge) sogar erstmals seit den elf Jahren in der damaligen Regionalliga Nord (2.Liga) von 1963 – 1974 der Fall.
Serien sind eben dazu da, gebrochen zu werden.
Wie ich drauf komme? Der @TeddyTria hat dies (neben vielen anderen Dingen) im Saisonverlauf immer wieder als ein stichhaltiges Argument für den Abstieg angeführt. Ebenso haltlos, wie ich mich immer wieder bemüht habe, positive Statistiken für den umgekehrten Fall, den Klassenerhalt, herbeizuzerren.
Am Ende gilt halt: Entscheidend ist auf dem Platz, und wir sind sicher beide froh, dass dieses Mal ich Recht behielt, war in den letzten Jahren auch schon oft genug andersrum.

Und auch, wenn man jetzt einfach mal glücklich sein und nach vorne schauen sollte: Ein Rückblick muss erlaubt sein.
Freitag, 20.März, 20.15h. Es läuft die 88.Minute des 26.Spieltags, es steht 0:0 an der Alten Försterei. Angesichts der Tabellensituation könnte ein Punkt für den FCSP zwar zuwenig sein, aber bei der bisherigen Auswärtsbilanz wäre der Punkt immerhin ein Achtungserfolg und ein Zeichen im Abstiegskampf.
Und dann: Sein Auftritt: Pauli, bekannt aus der Sendung mit der Maus. Der Maulwurf, sonst auch gerne vom ungeliebten Hamburger Boulevard als Kosenamen für unseren Verein benutzt, wahlweise in der eigenen Fanszene oftmals als abfälliger Begriff für Modefans, buddelte sich auf Höhe des Sechzehners vor der Gästekurve an die frische Luft, guckte sich fröhlich um und sah einen Ball auf sich zukommen, den Sören Gonther zu Robin Himmelmann zurückgespielt hatte und dieser ihn sich nochmal vorlegte. Pauli duckte sich weg, aber sein Hügel war noch da. Der Ball hoppelte, “Skyman” schlug ein Luftloch, Sebastian Polter erzielte das 1:0 für Union.
Der FCSP jetzt Tabellenletzter, vier Punkte Rückstand auf Platz 15. Von den verbleibenden acht Spielen tritt man sechs Mal gegen Teams an, die zu jenem Zeitpunkt noch aufsteigen wollen, u.a. Lautern, Darmstadt und den KSC, alle drei Spiele auswärts.
Wetten auf den direkten Klassenerhalt hätten wohl selbst kühne Optimisten wie ich nicht mehr abgeschlossen, den Relegationsplatz jeder mit Kusshand genommen.

Seit Sonntag wissen wir: Es sollte anders kommen.
Puuuuuh…

Die Anspannung war groß, Tickets für Sonderzug und den Gästeblock waren unfassbar begehrt und rar, ich selbst wurde am Sonntag um 4.45h dann sogar eine Viertelstunde vor dem Wecker wach.

Im Zug dann alles verhältnismäßig entspannt, auch wenn die Diskussionen natürlich in so ziemlich allen Abteilen nur um die diversen Konstellationen gingen.
Grundtenor, zumindest in den Diskussionen an denen ich teilnahm: Direkter Abstieg passiert nicht, Relegation ist möglich aber die Tendenz ging meist zum direkten Klassenerhalt. Wenn auch, zugegeben, selten einhergehend mit einer Niederlage, sondern zumeist mit einem Punktgewinn oder sogar einem Auswärtssieg.

In den beiden Partywagen (musikalisch unterteilt in 1x USP-Gewummse und 1x Trash/Sonstwas) herrschte auf der Hinfahrt auch noch vorsichtige Zurückhaltung.

In Darmstadt pünktlich angekommen empfing uns die Polizei. Und das “empfangen” ist dann wörtlich gemeint, denn da stand auf dem Platz ein Lautsprecherwagen, aus dem Hells Bells erklang und einem freundlich die Besonderheit des Tages, auch für Darmstadt, erklärt wurde und man überaus freundlich Willkommen geheißen wurde.
Ähm… ja, ich hab mal auf einer Podiumsdiskussion gesagt, dass ich mich freuen würde, wenn man als Fanszene gelassener auf die Polizei als solche reagieren würde, nicht immer gleich aggressiv, und dass ich mir Umgekehrtes natürlich erst recht von der Polizei erhoffen würde. Das Auftreten als solches der Darmstädter Polizei war also sicher angenehmer als ein “Helme auf, Anstarren, Filmen, in die Busse drängen“, aber irgendwie dann doch schon fast wieder too much.
Fußballfans, ey, denen kann man es auch echt nicht recht machen, ich weiß.

In den Bussen ging dann wegen Dummheit und zu viel Alkoholkonsum eine Scheibe zu Bruch und ich befürchtete Schlimmes, aber immerhin hielt sich auch hier die Polizei angenehm zurück, obwohl es sogar St.Paulianer gab, die sich der Polizei als Zeuge bereitwillig anboten. Manche Dinge… naja.

Am Stadion gab es dann den “Biergarten Lichtwiesn“, der extra für die Gästefans früher öffnete und so wohl einen Rekordumsatz verzeichnete, wohlgemerkt mit absolut fairen Preisen. Das dürfte sich dann in der Bundesliga schnell herumsprechen, allerdings haben die aktuell Samstags eigentlich geschlossen. Immerhin da haben wir uns dann offensichtlich auch ausnahmslos gut benommen:

Liebe St. Pauli-Fans, am letzten Sonntag waren viele von euch zu Gast in unserem Biergarten direkt am Stadion. Eure…

Posted by Studentenwerk Darmstadt on Dienstag, 26. Mai 2015

Hinein ins Stadion, um mich rum lauter “Hach, herrlich, so ein echtes Stadion. Wie früher!”
Ja, schon richtig. War sicherlich hilfreich, dass wir Ende Mai hier spielten und nicht Mitte Februar im Schneesturm, sonst wäre die Begeisterung vielleicht verhaltener ausgefallen.
Aber: Natürlich, schickes Ding, das Böllenfalltor. Und bei dem Gedanken wer hier nächste Saison alles her will und sich um die knapp 1.700 Gästetickets prügeln darf, um dann auf eine Schotterlaufbahn zu gucken und mangels Dach bei noch so viel Lärm nicht wirklich gehört zu werden, musste ich schon lächeln.
Charme, wie am alten Millerntor. Aber ich werde alt, ich werde mich spätestens im Oktober dann doch wieder über unsere Überdachung freuen.

Zum Spiel muss ich nichts schreiben, zumindest die Highlights dürfte jeder gesehen haben. Die Gefühlswelten im Gästeblock hingegen… schon sehr speziell. Neben mir die Aufsichtsratschefin, hinter mir ein Aufsichtsrat – ich war als ruhender Pol mit einem gerüttelt Maß an Grundoptimismus sehr gefragt.
Aber als dann nach einigen Minuten Düsseldorf und Karlsruhe führten und ich ein fröhliches: “Na, dann können wir ja jetzt abschenken!” in die Runde schmiss, war das auch wieder nicht richtig.
Und die letzten Minuten, nachdem Männel zum 2:2 für Aue getroffen hatte… nun ja, Tiefenentspannung suchte man auf den Traversen des Böllenfalltors im Gästeblock da vergeblich, selbst ich transpirierte ganz leicht, Temperaturunabhängig.
Aber dann: Abpfiff bei uns, Abpfiff in Heidenheim (- Aue) und in Karlsruhe (- 1860) und endlich befreiter Jubel. Das Ende einer ganz schlimmen Saison, aus der man zwar mit einem blauen Auge, aber dann eben doch gestärkt hervorgehen kann, hoffentlich zumindest.

Der Verein hat heute im Vereins-TV die letzten Minuten auf der Bank veröffentlicht, die geben die Stimmung dort wohl auch ganz gut wieder, inkl. einem panischen “Aue führt, wir müssen ein Tor machen!“:

Der Sturm auf den Rasen war mir suspekt, “feiern” wollte ich in dem Sinne eigentlich nicht, auf Verbrüderungsszenen mit Fans anderer Vereine stehe ich auch nicht so, aber zugegebenermaßen gehören die Darmstädter ja schon zu den sympathischeren Fanszenen hierzulande. Muss und darf ja zum Glück auch jeder selbst entscheiden.
Als dann irgendwann unsere Spieler und das Team drumrum doch noch den Weg in die Kurve antreten konnten, zog es mich auch auf den Rasen, und wen man in diesen Minuten dann alles erleichtert umarmen konnte kann ich jetzt hier gar nicht mehr aufzählen. Zumindest bei einem fast nackten Jan-Philipp Kalla machte ich noch Halt und bedankte mich für sein gehaltenes Tor-Versprechen in Kaiserslautern, auch ihm war die Erleichterung deutlich anzusehen.

Zurück zum Bahnhof, ab in den Sonderzug und irgendwann auch in den Partywagen. Klar ist: Sollte die Playlist irgendwann veröffentlicht werden, können wir uns den Ruf eines Punkrock-Vereins mal ganz getrost abschminken.
Aber “hsv, Du bist meine Frau!” traf eben das Humorzentrum und spätestens bei L.A.K. konnte man den laut mitgröhlenden Reisenden die Erleichterung im Gesicht ablesen.
Und das trifft es wohl am Besten: Erleichterung.
Die Grenzen zu “Paaaaaaaadie!” sind sicherlich fließend, aber zumindest für mich stand in diesen Stunden der Rückfahrt im Vordergrund, einer ziemlichen Katastrophe für den Verein gerade noch mal entgangen zu sein. Die Gesichter der mitfahrenden Aufsichtsrats- und Präsidiums-Mitglieder erzählten ähnliches.
U23-Abstieg, TV-Millionen, Arbeitsplätze – Ihr kennt das.

Gegen 02.00h war der Sonderzug dann auch wieder in Altona angekommen, auf das Knust hatte ich da dann doch keine Lust mehr, es wäre wohl auch eh kaum noch jemand da gewesen.
Partywagen ausgeladen, ab nach Hause, Pfingstmontag noch das Hamburger Pokalfinale mitgenommen, fertig.

Was bleibt?
Danke!

Danke, Präsidium, Sportchef, Trainerteam.
Ich hab keine Ahnung, ob Ewald ein guter Trainer ist und Ahnung von Taktik und so weiter hat. Ich hab selbst überhaupt keine Ahnung davon, insofern glaube ich das jetzt einfach mal.
Ist aber auch völlig egal, denn neben der durch Ewald neu gewonnenen Sicherheit in der Defensive hat er es vor allem geschafft, dieser Mannschaft den Glaube zurückzugeben. Als Du, Ewald, vor Deinem ersten Heimspiel die Fans eingeschworen hast, in dem Du vor den Tribünen auf und abgelaufen bist und sie angeschrien hast, schrieb ein Bielefelder Fan auf Twitter: “Jaja, hat er bei uns beim ersten Spiel auch gemacht.”
Hier hast Du weitergemacht, Du hast es bei jedem Spiel gemacht, Heim wie Auswärts. Du hast, ob nötig oder nicht, den Fans das Gefühl vermittelt, wichtig zu sein und Einfluss auf das Spielgeschehen zu haben. Hat uns geholfen, hat vielleicht auch der Mannschaft geholfen. Hat jedenfalls geklappt.
Und wenn man sich an jene Tage im Dezember zurückerinnert, wo das neue Präsidium mit dem neuen Aufsichtsrat jene sehr gewagte Personalrochade durchführte, so kann man jetzt eben rückblickend sagen: Wow, Monstermove, alles richtig gemacht.

Danke, Fanladen St.Pauli.
Danke für einen Sonderzug und sowieso die immerwährende Arbeit, die Ihr während der Saison leistet. Ich bin mir sicher, dass es ohne Euch nicht denkbar wäre, dass der Verein so aufgestellt ist, wie er es aktuell ist.
Die Aufsichtsratsvorsitzende organisiert (mit) den Partywagen und steht selbst hinterm Tresen, gleiches gilt für ein weiteres Mitglied des Aufsichtsrats. Das Präsidium fragt schon vorab mal an, ob denn Mitglieder der Mannschaft gegebenenfalls mit dem Sonderzug zurück fahren können und hoppst dann selbst fröhlich durch den Partywagen, gleiches gilt für Sportchef und Trainer.
Ehemalige Spieler wie Benedikt Pliquett stehen einfach so im Gästeblock und sagen auf Nachfrage, dass es ja wohl auch gar keine andere Möglichkeit gegeben hätte, als dabei zu sein. Dies tun sie dann aber eben nicht öffentlichkeitswirksam mit dem Kamerateam von sky, sondern einfach so. Weil sie es wollen, weil sie Bock drauf haben.
Und all das, weil St.Pauli eben die einzige Möglichkeit ist. Und der Fanladen ist das Herz des FC St.Pauli, auch und gerade im 25.Jahr seines Bestehens.

Danke, Mannschaft?
Nun ja… so weit will ich eigentlich nicht gehen, es bleibt eine ziemliche Scheißsaison, weit unter den Möglichkeiten mit teils unterirdischen Leistungen.
13 Punkte nach der Hinrunde. Dreizehn!!!
Allerdings gab es eben auch viele Gründe dafür, neben einer “nicht optimalen” Vorbereitung auch viel Verletzungspech. Und zumindest die Rückrunde habt Ihr Euch zerrissen und den Karren nochmal aus dem Dreck gerissen. Also: Danke dafür, zumindest.

Ein Thema welches dann nach dem Spiel hochkochte:
Sebastian Schachten hat noch keinen neuen Vertrag. So weit, so Fakt, nichts Neues.
Neu war nun ein Zitat, welches insbesondere im Boulevard natürlich gleich wieder hochgejazzt wurde. Kann man machen. Muss man im Boulevard vielleicht sogar.
Und dann kann man sich das als Fanszene aber auch mal entspannt anschauen ohne gleich die ganz schweren Geschütze aufzufahren und gleich wieder den Untergang aller St.Paulianischen Werte an die Wand zu malen.
Eine etwas ausführlichere Betrachtung dessen kann man bei stpauli.nu nachlesen, auch der Artikel heute im Abendblatt klingt schon wieder sehr viel sachlicher und lässt noch alle Möglichkeiten offen.
Klare Ansage: Ich würde mich sehr freuen, wenn Schachter bleibt. Allerdings ist der Klassenerhalt nun auch erst seit drei Tagen fix und ich bin guter Dinge, dass man sich jetzt nochmal in Ruhe zusammensetzen wird. Solange auf der Vereinshomepage der Abgang noch nicht vermeldet wurde, ist eben auch noch nichts fix. Und auf Boulevard-Spielereien habe ich auch keine Lust.

Feierei im Knust:
Im Abendblatt-Blog wurde von den Feierlichkeiten im Knust berichtet. “Tschauner, Du Zigeuner!” soll da lachend von der Mannschaft angestimmt worden sein. Ähnliches hatte sich die Darmstädter Mannschaft bei den Aufstiegsfeierlichkeiten geleistet.
Im Forum meldete sich aber zumindest ein User zu Wort, der das alles etwas anders darstellte, demnach sei es nur ein Spieler gewesen und der wäre (neben der erwähnten Reaktion der Fans) auch von Mitspielern schnell darauf hingewiesen worden, dass das weder witzig noch sonst irgendwie passend sei und soll dies dann auch sofort eingesehen haben.
Und der danach angeführte Vorfall mit Alushi sei auch völlig anders gewesen, von Bepöbeln der Mitspieler könne keine Rede sein.

Muss man generell überhaupt einen Klassenerhalt in der 2.Liga so feiern? Hätten die Spieler sich nicht lieber alle in den Sonderzug begeben sollen?
Ja, in einer perfekten Welt wäre das so. Die haben wir aber nicht, auch nicht beim FCSP, und dann feier ich lieber nur mit den Spielern, die das dann auch freiwillig und gerne tun, passt schon.

Wie geht es weiter?
Erst mal durchatmen, auch hier im Blog.
Am 10.Juni ist die Auslosung der 1.Runde im DFB-Pokal, wir werden Anfang August ein Heimspiel gegen einen Erst- oder Zweitligisten haben.
Auftakt zur 2.Liga ist bereits am Wochenende um den 25.Juli, womit die 2.Liga wieder zwei Spieltage “exklusiv”, ohne die erste Liga hat. Nun denn.

Schöne Sommerpause! // Frodo

Links:
– MillernTon-Podcast Vor und Nach dem Spiel im Gespräch mit Boelle.org– Bilder Aux Armes (auf Flickr)
– Bilder (und Bericht) Stefan Groenveld: “Verloren und doch gewonnen
– Bilder (und Bericht) Stefan Groenveld: “The Sonderzug Files
– Bilder USP
– Bericht FCSP South End Scum: “Matchday 34” (English)
– Bericht pathos93: “Erleichterung und Mahnung
– Bericht MagischerFC: “[Gastbeitrag] Der alte Mann und der Klassenerhalt
– Bericht Patrick Gensing: “Gekommen um zu bleiben…
– Bericht Fangirl1910: “Es ist geschafft
– Bericht BreitSeite: “

Eine Überschrift gibt immer eine Richtung vor… weiter

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32.Spieltag (A) – 1.FC Kaiserslautern

1.FC Kaiserslautern – FC St.Pauli 0:2 (0:0)
Tore: 0:1 Jan-Philipp Kalla (47.), 0:2 Marcel Halstenberg (55., Foulelfmeter)
Zuschauer: 45.035, ca. 3.000 St.Paulianer

Spielberichte auf einer Fan-Website, obwohl man selber nicht vor Ort war. Finde ich ja meist unnötig, dann schreib ich lieber nichts.
Wenn es also doch einen ausführlichen Text gibt, muss schon etwas Besonderes passiert sein.

Es war ein Tag, an dem der Fußball mal wieder mit zwei ganz dick durchgestreckten Mittelfingern in Richtung der Statistiker unterwegs war:

  • Die Region ist (auch jetzt noch) das Heimstärkste Team der Liga
  • Der FCSP ist (auch jetzt noch) das Auswärtsschwächste Team der Liga
  • Die Region hatte bis gestern noch kein Heimspiel in dieser Saison verloren
  • Der FCSP hatte bis gestern nur einen Auswärtssieg (2:0(!) in Braunschweig)
  • Die Region ist (auch jetzt noch) beste Rückrundenmannschaft
  • Jan-Philipp Kalla machte sein erstes Profispiel am Betzenberg
  • Jan-Philipp Kalla traf in 99 Zweitligaspielen nur 2x, zuletzt am Betzenberg.
    In seinem 100.Spiel traf er jetzt zum 3.Mal, wie er es ja auch Mittwoch im MillernTon “angekündigt” hatte.
  • In den vorher 16 Spielen beider Vereine am Betzenberg gab es 13 Heimsiege, 2 Unentschieden und erst einen Auswärtssieg, als die Region sich schon für die Relegation ausruhte
  • Der FCSP hat in jetzt 17 Spielen am Betzenberg nur zwei Spiele gewonnen.
    Robin Himmelmann hat bisher 19 Spiele in der 2.Liga für den FCSP gemacht, davon zwei am Betzenberg… und beide gewonnen!
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    31.Spieltag (H) – RB Leipzig (und: Verein am Wochenende 18/2015)

    There will be an answer - Lennart Thy! (c) by Stefan Groenveld

    There will be an answer – Lennart Thy!
    (c) by Stefan Groenveld

    FC St.Pauli – RB Leipzig 1:0 (1:0)
    Tor: 1:0 Lennart Thy (45. +1)
    Zuschauer: 23.584 (ausverkauft, ca. 2.500 Gästefans)

    16.August 2008. Der FC St.Pauli empfängt in einer Saison im Mittelfeld der Tabelle am 29.Spieltag den Aufstiegsaspiranten TSG Hoffenheim.
    Und in den Tagen vor dem Spiel sagte ein hier nicht näher zu nennender Spieler zu mir: “Wenn Du diese Saison nochmal richtig Geld gewinnen willst, dann setze auf Heimsieg. Wir sind heiß wie Frittenfett, die rammen wir weg!”
    Und so kam es dann auch, Alexander Ludwig, Marcel Eger und Ralph Gunesch schossen Braun-Weiß zu einem 3:1-Erfolg des Willens gegen eine individuell sicher besser besetzte Truppe, die am Saisonende dann auch den Durchmarsch von Liga 3 ins Oberhaus perfekt machte. (Kleiner #NvdA-Einschub: Alex Ludwig spielte gestern mit dem Goslarer SC gegen unsere U23 und verschoss beim 0:0 in der 38.Minute einen Elfmeter gegen Philipp Heerwagen.)

    Tja, und irgendwie baute sich schon in den Tagen vor dem Spiel gestern so eine ähnliche Stimmung auf. Ein Gegner, der von der individuellen Klasse sicher höher einzuschätzen ist, der noch im Aufstiegsrennen steckt, der polarisiert… und wir in unserer Paraderolle als Underdog, nur eben “etwas” mehr unter Druck als damals.

    Womit wir beim Gegner wären: RB Leipzig, das personifizierte Böse des Deutschen Profifußballs.
    Wer hier schon länger liest und mich auf Twitter verfolgt, der weiß, dass ich dem Gesamtkunstwerk eher gleichgültig gegenüberstehe.
    Ja, das “Vereins”konstrukt finde ich doof, Fußball als reines Marketinginstrument missfällt mir. Vereine Fußballteams, bei denen Mitbestimmung von außen nicht möglich ist, entsprechen nicht meiner Idealvorstellung.
    Aber: Der Verein nutzt clever das aus, was DFB/DFL an Rahmenbedingungen und Regularien vorgeben. So, wie Schalke das mit seinem undurchsichtigem Finanzkonstrukt macht, wie die ausgegliederten AGs und GmbHs es machen, wie Kind es bei H96 demnächst tun wird und wie VW und Bayer es eben in Leverkusen und Wolfsburg machen. Man kann nun lange und breit darüber streiten, dass es sicher noch ein bisschen perfider ist als bei den Anderen, aber unterm Strich ist es nur eine Abstufung von Scheiße, die man schlimmer oder weniger schlimm finden kann. Mich persönlich stört ja das Telekom-T auf den Sitzplätzen der Allianz-Arena deutlich mehr, aber das ist ein anderes Thema.
    Habe ich resigniert? Was den Einfluss von Geld im Bereich des Profifußballs anbelangt: Ja, schon lange. Und zwar damals, als Carsten Wehlmann zum hsv wechselte. (Um dort niemals zum Einsatz zu kommen, hihi…)
    Und wenn man dann eben findet, dass dieser Verein das mieseste Stück Dreck auf Erden ist… gilt das dann gleichzeitig auch für dessen Fans? Für alle?
    Es ist ja bekannt, dass auf meiner Top 10.000 der Lieblingsvereine der hsv keinen der vorderen Plätze belegt, vorsichtig formuliert. Trotzdem kenne ich viele Menschen hinter diesen drei Buchstaben, die ich persönlich sehr schätze. Damit meine ich jetzt weniger sympathische Einzelpersonen, die ich größtenteils über Twitter kennengelernt habe, sondern auch Personen die in vereinsübergreifenden Fanbündnissen aktiv sind oder sich eben in der Gründung des HFC Falke hervorgetan haben.
    Finde ich den hsv doof scheiße? Ja, klar. Spreche ich den einzelnen hsv-Fans daher ab, Fans zu sein? Quatsch. Auch jetzt nicht, wenn sie als Anhängsel einer Kühne & Nagel AG weiterhin ihre hässlichen Vereinsfarben durch die Lande tragen.

    Finde ich RB Leipzig doof? Ja, klar. Und trotzdem kann ich gut nachvollziehen, dass viele Leute, die dort leben viel lieber zu diesem Konstrukt gehen um höherklassigen Fußball zu sehen, als es bei den Vereinen in der (weiteren) Umgebung zu tun oder bei Sachsen oder Lok Leipzig. Das ist da alles noch im Werden, entbehrt manchmal nicht einer gewissen Komik… aber wer sich da jetzt naserümpfend für was besseres hält, kann sich ja mal die Zuschauerzahlen des FC St.Pauli (oder eines beliebigen anderen Vereins) Mitte der 80er anschauen.
    Den Lauf der Dinge im Bereich Profifußball kann man nicht mehr aufhalten. Punkt.
    Man kann das alles doof finden und man sollte es auch kritisieren, keine Frage. Und natürlich ist mir ein Verein wie Rot-Weiß Essen, Alemannia Aachen, Dynamo Dresden oder Hansa Rostock lieber als RB Leipzig… aber deren Fans? (Einzelpersonen explizit ausgenommen.)
    Wir werden in einigen Jahren Vereine wie RBL, Ingolstadt, Wolfsburg und Leverkusen in den obersten Gefilden der Bundesliga finden – und ja, auch der FC Bayern wird dort weiterhin platziert sein. Weil er ein Verein ist? Weil alles basisdemokratisch abläuft? Nein, weil Unternehmen wie die Telekom, Adidas und viele mehr dort Geld reinballern. Ist so, ist seit Jahren so, wird so bleiben.
    Kann ich zähneknirschend so akzeptieren oder mich abwenden, der Kampf dagegen ist aussichtsloser als der gegen Windmühlen. Ich bewundere alle, die diesen Kampf weiterhin führen wollen, dabei sollte man dann aber eben auch die richtigen Adressaten (RBL, DFB, DFL) finden und darüber nachdenken, ob die dortigen Fans wirklich der richtige Adressat sind.

    Und dementsprechend werde ich weiterhin mich unheimlich daran erfreuen, wenn ein Verein wie der FC St.Pauli es schafft, in diesem großen Teich weiterhin einigermaßen erfolgreich mitzuschwimmen. Und ich werde mich über jeden anderen “Verein” freuen, der es den AGs und GmbHs zeigt und ab und an ein Schnippchen schlägt. Ob der das jetzt mit der Finanzmacht von Unternehmen im Hintergrund schafft, weil er sich diese Position über Jahre durch viele kluge Aktionen erarbeitet hat (FC Bayern) oder weil er einfach aus den Gegebenheiten und dem Umfeld das optimale herausholt.
    (Nachtrag: Ja, auch der FCB ist eine AG, Danke an @sheyer83)
    Und ein Sieg gegen RB Leipzig schmeckt halt natürlich immer noch ein bisschen süßer als einer gegen den SV Sandhausen, als Beispiel.

    Ich will hier jetzt nicht die große Pro/Contra-RBL-Diskussion starten, wie sie ja die 11FREUNDE, die BASCH, Magischer-Fanclub.de oder auch (schon vor einiger Zeit) vert et blanc gemacht haben, sondern einfach nur erklären, warum ich (ganz subjektiv) mich über “die Dosen” eben nur sehr begrenz echauffieren kann. Wer mir da aus seiner Sicht widersprechen will, darf dies natürlich gerne in den Kommentaren tun, auch wenn die Argumente sicher auf beiden Seiten schon sehr ausgetauscht sind.

    Doch zurück zu gestern.
    Vor dem Spiel traf ich mich mit Matthias, seines Zeichens die Einzelperson hinter dem Rotebrauseblog und ja letzte Woche schon im Podcast bei Michael zu Gast.
    Schönes Beispiel für das oben erwähnte Trennen zwischen den Einzelpersonen und dem Verein. Wir einigten uns nebenbei darauf, dass das Spiel nicht unentschieden ausgehen soll, sondern entweder (von mir präferiert) ein Heimsieg uns nach vorne bringen solle, oder RBL eben durch einen Auswärtssieg noch zurück ins Aufstiegsrennen kommt, damit die der 2.Liga nächste Saison erspart bleiben (und wir dann eben irgendwo anders noch die Punkte herholen…).

    Am Anfang stand eine schöne Choreo auf Süd und Gegengerade, inklusive einer langen Tapete:

    Wenn man denn in Ruhe gelesen hat, stand dort:
    “1910: Gründung  – 1915: hoch in die 2.Liga – 1929: Runter in die Regionalliga – 19.10.1930: 1.Derbysieg – 1949: Meister! – 11.8.66 – Danke Oschi – 1977: hoch in die 1.Liga – 3.9.1977!! – 1979: Lizenz – 1990: Fanladen – 3.11.91 §6 <3 – 2003: Runter in Regionalliga – 2005/2006: Bokal – 2.5.2010: Hain verletzt2011: Jolly Rouge16.2.2011: Nr.1 der Stadt7.5.2011 FCSP – FCB 1:8

    Klar, man haut damit den Gästefans die eigene “Tradition” um die Ohren, bekanntlich ein fragwürdiger Begriff. Aber der durchaus humorvolle Umgang damit (und die Prioritäten dabei) sind genau das notwendige Augenzwinkern, welches uns in vielen Dingen auch weiterhin von anderen Fanszenen unterscheidet. Anders formuliert: Traf mein Humorzentrum, in Kombination mit den dazu gezeigten Trikots auf Doppelhaltern.
    Auch unser Verein spielte mit und verzichtete größtenteils auf ein Abbilden des Leipziger Vereinswappens. Ob dies auf eigene Veranlassung oder auf sanftes Bitten von Relentless geschah? Keine Ahnung, ließ mich aber schmunzeln.

    Passend dazu auch die eigentlich bei uns ja fest verankerte Tradition, die Hymne des jeweiligen Gastes zu spielen… was gegen RBL mangels offizieller Hymne leider ausfallen musste, wie Rainer Wulff betrübt feststellte, unter dem schadenfrohen Gejohle der Menge.
    Schade, denn dabei hätte man doch auch solche Hits wie diesen spielen können:

    Ach ja: Pyro- und Rauch: Mir gefiel es, anderen nicht. Auch hier dürften die Argumente ausgetauscht sein.

    Okay, los ging’s. Und da war es eben wieder, jenes Gefühl vom damaligen Spiel gegen Hoffenheim. Ein Team, welches bereit ist sich zu zerreissen und dazu eine Kulisse, die nach vorne peitscht.
    Die Süd im permanenten Melodienrausch, die Gegengerade häufig einstimmend, manchmal aber auch selbst etwas anderes schreiend, um danach wieder in die Melodie einzusteigen.
    Ein Gegner, der sicher im Einzelfall an vielen Positionen die besseren Einzelspieler hat.
    Und dann eben teilweise auch das Glück des Tüchtigen.
    (Gegenbeispiel: Die Torchancen des TSV 1860 gestern gegen Union…)

    Beim Betrachten der Mannschaftsaufstellung herrschte bei uns noch betretenes Schweigen, ein “einmauern” wurde gemunkelt, alles was nominell offensiv im Mittelfeld Akzente setzen kann saß draußen.
    Andererseits: Hinten gut stehen, vorne wird schon einer reingehen. Schalke hat damit ja schon mal den Europapokal gewonnen, womit wir wieder bei Tradition wären…

    Und wie schön wäre es gewesen, wenn Sebastian Schachten, als anführender Protagonist der fußballerischen Antichristen mit Herz, nach neun Sekunden dat Dingen in die Maschen gewuchtet hätte, mit seinen schwarzen Buffern… hat er aber nicht, also weiter.
    Und dann kommt die Nachspielzeit der ersten Hälfte und Jan-Philipp Kalla zaubert einen Pass in die Schnittstelle, wie es Lionel Messi nicht hätte schöner machen können.
    War das so gewollt? Im Zweifel schon. Und wer war schuld? Sebastian Schachten!

    Schachter rief mir zu, dass ich den Ball steil auf Lenny spielen solle. Ich habe auch ein bisschen Angst vor ihm, wenn er so schreit, aber ich habe Lenny auch selbst gesehen und ihn auf die Reise geschickt.

    Und dann Lennart Thy, der Mann mit dem wohl merkwürdigsten Laufstil der obersten drei Ligen, der sich den Ball eigentlich schon zu weit vorgelegt hat, weil er wahrscheinlich zu viel Zeit zum Nachdenken hatte… und dann macht er ihn doch noch rein. #ThyAmo!

    In Hälfte zwei dann das Übliche: Zittern, Glaube, Liebe, Hoffnung.

    Als Aufreger dann noch die Szene, als Kalla eine Flanke auf den zweiten Pfosten klärt und dabei von Yordi Reyna gerempelt wird. Und ja, das war auch wieder einer jener Millerntor-Momente. Die eine Szene, die es braucht, um das Publikum nochmals hochzupushen und sich folglich auf einen Spieler einzuschießen, der fortan bei jeder Ballberührung ausgepfiffen wird. Das Gefühl, auf dem Platz zu helfen, auch wenn es noch so irrational ist.
    By the way: Diese hohen Trikotnummern sind doch doof! Was soll aus dem guten, alten “Alle auf die Acht!” werden, wenn Spieler wie Reyna solche Aktionen mit der 34 auf dem Rücken machen und “Alle auf die 34!” sich einfach nicht so gut singen lässt?!
    Davon ab: Im Stadion dachte man natürlich, er hätte unseren armen, schmächtigen Spieler übelst böse gegen den Pfosten gecheckt, unter Gefahr für Leib und Leben. War beim Betrachten der Fernseh-Bilder dann weniger dramatisch, aber was soll’s. Emotionen, Anfeuerungen, Dramatik, Verzweiflung, subjektive Ekstase. Als Fußballfan ist man parteiisch und will sich aufregen dürfen, ob nun berechtigt oder nicht. Und nach dem Spiel ist dann auch wieder gut.

    Zuende gezittert, noch eine gute Parade vom Skyman in der Nachspielzeit (ausgerechnet gegen Reyna, nicht auszudenken, wenn der…) und der Rest war Jubel.

    Und der Gästeblock? Kein “Scheiß St.Pauli!”, stattdessen lautstarker Support der eigenen Mannschaft und Anti-Rassismus-Banner, nach Abpfiff sogar noch sowas wie ein freundschaftlicher Austausch mit der Gegengeraden (“2.Liga – Hamburg ist dabei“).
    Nein, jeder der hier auch nur annähernd so etwas wie eine freundschaftliche Beziehung beider Fanlager zueinander herbeiphilosophieren möchte, ändere bitte zunächst einmal das Konstrukt im Hintergrund des Vereins und werde dann in einigen Jahren nochmal vorstellig, aber entspannt mit einander umgehen kann man ja.
    Mich persönlich kitzeln ja Spiele wie gegen Hansa oder Dynamo immer sehr und sind das Salz in der Suppe des Liga-Einheitsgedöns, aber ab und an ein zahlreicher Gästeanhang der nicht nur rummackernd durchs Viertel zieht sondern sich “normal” benimmt ist ja auch angenehm.
    Und wo wir grad dabei sind: Die “Red Bull verleiht Flügel – Wir machen Euch Beine!“-Tapete von NKSP traf sehr wohl auch mein Humorzentrum, auch wenn ich befürchte sie meinten es weniger augenzwinkernd als ich es aufnehmen wollte.

    Nun stehen wir also erstmals seit dem 10.Spieltag wieder auf einem Nichtabstiegsplatz – doch vor uns das sichere 0-Punkte-Spiel auf dem Betze (16 Spiele, 1 Sieg, 2 Unentschieden, 13 Niederlagen), so dass es dann gegen den VfL Bochum schon wieder um alles geht und man weiterhin nur irgendwie hoffen kann, dass Darmstadt jetzt durch (wahlweise) zwei Siege oder zwei Niederlagen am 34.Spieltag nichts mehr erreichen kann/muss.
    Großartig!
    Fußballspannung und -dramatik, wie sie sein soll.

    More to come…

    Links:
    – Bericht rotebrauseblogger
    – Bilder Stefan Groenveld: 10 Minuten Millerntor
    – Bilder Stefan Groenveld:

    90 Minuten Millerntor
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