Schlagwort-Archive: Ständiger Fanausschuss

Stellungnahme des Ständigen Fanausschuss zum Verhältnis zum Präsidium in der jüngsten Diskussion

Der Ständige Fanausschuss des FC St.Pauli, zu dem auch Der Übersteiger gehört, mit einer Stellungnahme zum Verhältnis zum Präsidium und der jüngsten Aussage von Dr.Gernot Stenger. Über den Abwahlantrag gegen ihn wird bekanntlich auf der Jahreshauptversammlung am 26.11.2012 im CCH abgestimmt.

Aufgrund des für die Mitgliederversammlung am 26.11.2012 vorliegenden Antrags auf Abberufung des Vizepräsidenten Gernot Stenger und dessen auf der Homepage des FC St. Pauli veröffentlichten Stellungnahme ist das Verhältnis zwischen Präsidium und Ständigem Fanausschuss Gegenstand einer öffentlichen Diskussion geworden. Wir halten es daher für geboten, auch unsere Sichtweise und Einschätzung darzulegen und nehmen wie folgt Stellung: weiter

Teilen:
Veröffentlicht unter Fanszene, Politik, Verein | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 10 Kommentare

Und sonst so… (XVII)

Kleine Ansammlung von Lesenswertem zwischendurch, hatte ich ja auch lange nicht mehr:

Erinnern
Heute vor dreißig Jahren fand ein Pokalspiel zwischen dem hsv und dem SV Werder statt, bei dem (bzw. vor dem) der Bremer Fan Adrian Maleika getötet wurde.
Unvergessen, weil es einen doch immer wieder daran erinnert, wie unwichtig der Fußball doch eigentlich ist.
Hintergründe inklusive einer ca. achtminütigen Reportage aus August 2012 gibt es beim NDR, beide Vereine erinnern auch auf ihrer Homepage an diesen Tag. weiter

Teilen:
Veröffentlicht unter Und sonst so | Verschlagwortet mit , , , , | 2 Kommentare

Domwache: Offener Brief an den Innensenator

Offener Brief des Ständigen Fanausschuss und der AG Stadionbau des FC St. Pauli an den Innensenator der Freien und Hansestadt Hamburg, Michael Neumann

Sehr geehrter Herr Neumann,

mit Ihrem Erscheinen bei der Veranstaltung der Fanszene des FC St. Pauli zur internen Aufarbeitung der Vorfälle beim Schweinske-Cup haben Sie demonstriert, dass Sie bereit sind, auch ungewöhnliche Wege zu gehen, um in einen produktiven Dialog einzusteigen. Ihrem Vorbild folgend beschreiten wir jetzt den umgekehrten Weg und würden Sie gerne in die Lösung einer Herausforderung einbinden, vor der unser Verein, als deren Teil wir uns als Fans und überwiegend auch Mitglieder verstehen, steht.
Auf dem Heiligengeistfeld betreibt die Polizei eine ‚Bedarfsaußenstelle des PK 16’ (“Domwache”) zur Erfüllung ihrer Aufgaben bei Spielen des FC St. Pauli und Großveranstaltungen wie dem Hamburger Dom oder Public Screenings von Europa- oder Weltmeisterschaften im Fußball.
Auf Basis einer mündlichen Zusage von Corny Littmann, dem damaligen Präsidenten des FC St. Pauli, aus dem Jahre 2006 wurde grundsätzlich eine Verlagerung dieser Bedarfsaußenstelle in die neu zu bauende Gegengerade geplant. Das Ziel war die Nutzung von Synergien bei der Schaffung eines verbesserten Umfelds für die Polizei bei der Erfüllung ihrer Aufgaben.
Allerdings hat sich die Situation des Vereins und seines Umfelds in den letzten sechs Jahren extrem geändert. Aus einem von Misswirtschaft geprägten Sorgenkind wurde ein stetig wachsender, sportlich wie wirtschaftlich erfolgreicher und gut geführter Verein, der sowohl Identifikationspunkt für viele Menschen als auch Aushängeschild und Wirtschaftsfaktor für die Stadt Hamburg ist. Auch der Wert großer Fußballvereine in Bereichen der Sozialarbeit und der Integration verschiedenster, oftmals problematischer sozialer Gruppen, kann kaum überschätzt werden.
Der Platz, der damals scheinbar leicht für eine gemeinsame Lösung angeboten werden konnte, ist jetzt ein rares Gut für einen stark wachsenden Verein mit gleichzeitig wachsenden Aufgaben auch im Bereich der Fanarbeit. Neben diversen anderen Faktoren und Bedarfen wie z. B. für eine Ausweitung der Geschäftsstelle existieren für uns zwei zentrale Punkte, in denen die alten Pläne mit der heutigen Situation kollidieren: weiter

Teilen:
Veröffentlicht unter Fanszene, Politik, Stadion | Verschlagwortet mit , , , , , | 1 Kommentar

Auszüge aus dem vorläufigen Untersuchungsbericht zu den Ereignissen beim „Schweinske-Cup“ am 06. Januar 2012 in Hamburg

Pressemitteilung

erstellt von: Thomas Feltes, Christoph Engling, Julia Schmidt
Ruhr-Universität Bochum, Juristische Fakultät, Lehrstuhl für Kriminologie, Kriminalpolitik und Polizeiwissenschaft

Unmittelbar nach den Ereignissen rund um das Hallenturnier am 06. Januar 2012 in der Alsterdorfer Sporthalle wurde Professor Dr. Thomas Feltes von der Fanversammlung des FC St. Pauli in Abstimmung mit dem Ständigen Fanausschuss und dem Präsidium des Vereins beauftragt, eine unabhängige Untersuchung der Ereignisse durchzuführen. Dazu wurde einem ersten Schritt durch Mitarbeiter des Lehrstuhls unter Leitung von Professor Dr. Thomas Feltes eine unabhängige Bestandsaufnahme erstellt. Grundlage des Ende April 2012 vorgelegten vorläufigen Untersuchungsberichtes waren neben allgemein verfügbaren und vom Verein zur Verfügung gestellten Dokumenten mehr als 40 Stellungnahmen und Berichte von Besuchern des Turniers, die der Fanausschuss gesammelt hatte. Die Autoren des vorläufigen Berichtes wurden weder vom Verein, noch von anderer Stelle für ihre Arbeit bezahlt. Aus diesem Grund beschränkt sich der Bericht auch auf eine Auswertung bereits vorliegender Dokumente. Weitere Untersuchungen, Befragungen und Analysen sind, wie im Folgenden gezeigt wird, notwendig. Diese konnten in dem genannten Rahmen aber nicht durchgeführt werden.
Vor dem Hintergrund der aktuellen und seit Mitte 2011 eskalierenden Ereignisse in Verbindung mit Ausschreitungen bei oder aus Anlass von Fußballspielen in Deutschland will der Bericht auch die Notwendigkeit verdeutlichen, solche Ereignisse, wie sie sich anlässlich des Hamburger Hallenturniers zugetragen haben, intensiv aufzubereiten und durch unabhängige, externe Experten auswerten zu lassen. Die nach solchen Ereignissen üblichen internen Aufarbeitungen von Seiten der Vereine und der Polizei reichen nach Auffassung der Autoren des Berichtes nicht aus, um die nötige Transparenz herzustellen.
Entsprechend haben die Autoren eine erste, eher oberflächliche Prüfung und Bewertung der Ereignisse in Form von „14 Beobachtungen und Fragen“ vorgelegt und relevante, derzeit noch offene Fragen formuliert. Es liegt nunmehr an denjenigen, die für den Ablauf der Veranstaltung, die Sicherheitsmaßnahmen und den Polizeieinsatz verantwortlich waren, diese Fragen aufzugreifen und zu beantworten.
Beobachtungen und Fragen weiter

Teilen:
Veröffentlicht unter Fanszene, Politik | Verschlagwortet mit , , , , , | 1 Kommentar