Fontaines D.C. – A Hero’s Death

Partisan/PIAS

Postpunk nennt sich das, was die fünf Dubliner machen. Warum eigentlich. Das klingt nicht wie Nach-Punk, das klingt, als sei es schon in den 80ern da gewesen – ohne dabei etwas von der damaligen Wildheit eingebüßt zu haben. Verzerrer sind wichtig. Aber der Hammer ist diese Stimme von Sänger Grian Chatten – zwischen Mark E. Smith und The Streets. Sprechgesang, der hängen bleibt, der dir Wiederholungen um die Ohren haut, „I don‘t belong to anyone“, „That‘s a televised mind“ oder „Life ain’t always empty“. Mit krassem und bewusst eingesetzten irischem Einschlag. Während der Vorgänger „Dogrel“ noch eher retro und teils wirklich punkig klang, haben Fontaines D.C. (steht übrigens für Dublin City) auf „A Hero‘s Death“ einen ganz eigenen, sehr düsteren Stil entwickelt, der manchmal ein wenig wie ein Abgesang auf das Leben in der Welt, wie sie nunmal leider gerade ist, wirkt. Gar nicht fröhlich. Das liegt wohl auch daran, dass die fünf den Erfolg ihres Erstlings erstmal verdauen mussten und das natürlich musikalisch getan haben. Die Eierschalen sind weg, die Tierchen strampeln sich frei und das ist erst der Anfang. Anspieltipps: die Single-Auskoppelungen „I don‘t belong“, „Televised Mind“, „A Hero‘s Death“ – Das Album erscheint am 31. Juli.
//kurzpass

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