1:1 – Immerhin ein Punkt bei Union!

Trainer befiehlt: „Arschbacken zusammenkneifen und durch“!

Foto: Biggi/Fanklub Hafenklang

Bei der Pressekonferenz in den Tagen vor der Partie, gab unser Coach Alex Blessin die Marschroute für unsere Kicker vor: „Arschbacken zusammenkneifen und durch“. Klingt irgendwie ähnlich, wie einst Stani mit „Rausgehen! Warmmachen! Weghauen!“. Und Blessin erkannte zudem: „Tatsache ist, dass es weitere sieben Endspiele sind und dass wir uns natürlich nicht mehr so viele Ausrutscher erlauben können“. Soweit korrekt. Als Ausrutscher kann man den Punktgewinn in Berlin nicht unbedingt bezeichnen, es sind halt nur zwei Zähler zu wenig.

Zunächst einmal eine wichtige Frage an die (Hobby-) Psycholog*innen hier: Ist es möglich, Erinnerungen im Gehirn zu manipulieren? Insbesondere die Negativen. Also zum Beispiel die bösen Erinnerungen an ein eher schlechtes Spiel ohne echte Höhepunkte. Wenn ja – bitte umgehend melden.

1. Hälfte
Entspannt wie mein Kopfkissen nach dem morgendlichen Aufschütteln, spazierten unsere Kiezkicker zunächst An der Alten Försterei durch die Wuhlheide. Der Trainer nach dem Spiel: „Es dauerte, bis wir uns etwas befreit hatten und dann die Führung erzielten. Aber es waren insgesamt keine guten 45 Minuten“. Mathias Pereira Lage hatte Unions Keeper Frederik Rönnow bei seinem 20-Meter-Knaller keinerlei Abwehrchance gelassen (25.). Gemessen wurden 118 km/h – Chapeau!

Die 1:0-Auswärtsführung erforderte dringend Nervennahrung. Zunächst in Form von Lakritz und Weingummi. Doch dann kam der richtige Hunger und so gab es in der Halbzeitpause die Reste vom gestrigen Feste. Aufgewärmtes schmeckt ja meistens noch leckerer und das war es auch. Im Gegensatz zu dem, was in Berlin folgen sollte.

2. Hälfte
Zunächst blubberte die Partie so vor sich hin, wie eben noch das 3-Sterne-Menü in der heimischen Küche. Der Herd war bereits ausgeschaltet, als in der 52. Minute das Stadion An der Alten Försterei überkochte. Andrej Ilic übersprang nach einer Ecke von Kollege Derrick Köhn die komplett orientierungslos umher schwirrende FCSP-Defensivabteilung. Der Ausgleich für die Berliner lag schwer zwischen Hals und Magen.

In der Nachspielzeit wurde es dann nochmals „bunt“. Schiedsrichter Tobias Welz hatte Käpt’n Jackson bereits Gelb gezeigt, als Irvine erneut gegen Unions Andreas Schäfer etwas zu spät kam – Gelb-Rot. Die bunte Kapitänsbinde wurde wütend abgerissen und weitergegeben. Unser Co-Trainer Peter Németh äußerte wohl seine Meinung dazu und sah kurz vor Abpfiff glatt Rot!

Stimmen zum Spiel:
Hauke Wahl füllte das Floskelschwein bei seinem kurzen Interview nahezu im Sekundentakt. Hauke, das kannst du besser!
Nikola Vasilj merkte zu der Frage nach seinen zahlreichen Paraden humorlos an: „Es ist besser, wenn das Team besser spielt. Dann habe ich als Torwart nicht so viel zu tun“. Chapeau!

Letztendlich geht die Punkteteilung in Ordnung, auch wenn wir die drei Zähler sehr gut hätten gebrauchen können. Nun gut – müssen eben die Bayern am kommenden Samstag dran glauben…!
// Hossa

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