Wirbelwind, Gegenwind und ein laues Lüftchen

Von Wind und Wetter oder: Ausgerechnet Gregoritsch

Leeve Jungs, so warrt dat nix mit dat Verblieven in de Eerste Liga. So geiht dat definitiv in de Keller. Also in de Tweete Klass un dat is keen Versetten wie in de School, wo dat jo ümmers wat goots is.
Entschuldigung an unsere auswärtigen Fans und Leserschaft, aber mitten in den „Englischen Wochen“ sünd wi all doch een beten platt.

Nun denn, liebe Jungs. Damit das mit dem Klassenerhalt vielleicht ja doch noch klappt, hier mal ein paar Tipps: Dieses runde Ding auf dem Rasen nennt man „Ball“ und dieser sollte möglichst oft (wahlweise per Fuß oder Kopf) zwischen diese Stangen am Spielfeldende (nennt man „Tor“) in das dort befindliche Netz befördert werden. Aber Achtung: Nach ungefähr 45 Minuten geht’s in die andere Richtung. Das Ziel bleibt aber dasselbe.

Während der Ostwind im Norden weiterhin den Winter bestimmt, gab es bei den bayrischen Schwaben ordentlich Gegenwind. Die Gastgeber nach dem Sieg bei den Bayern natürlich mit ordentlich Rückenwind, doch zu Spielbeginn war das eher ein laues Lüftchen der Augsburger. Wie ein Wirbelwind fegte dagegen Jones auf der linken Seite durch, bediente Sinani, der aber die 1910%ige Chance fast schon fahrlässig vergab (14.). Auf der Gegenseite klatschte die Kugel nur wenige Sekunden darauf gegen den Pfosten. Glück gehabt. Kurz danach musste sich Vasilj ganz lang machen, parierte den 22m-Freistoß aber wieder einmal ganz sicher.

Dann die 28. Minute: Fujita servierte für Jones, doch ein Augsburger kratzte das Spielgerät noch von der Linie. 60 Sekunden später dann Strafstoß für St. Pauli. Auch wenn zunächst der Ball gespielt wurde, erfolgte anschließend das Foul im 16er. Sinani verwandelte eiskalt und sicher – 1:0 für Braun-Weiß. Chapeau und Jubel bei den knapp 3.000 St. Pauli-Fans. Doch kurz vor der Pause glich Gregoritsch per Kopf nach einem Eckball aus. Mit dem Unentschieden ging es in die Kabinen und nicht nur dort dürfte mit dem bisherigen Spielverlauf gehadert worden sein.

Wenn du denkst es geht nicht mehr… wird es meist noch schlimmer! Erneut war Gregoritsch der Augsburger Spielverderber, der nach einem Fauxpas von Smith die Kugel ins lange Eck spitzelte (59.). In der letzten halben Stunde gab es noch die ein oder andere halbwegs gute Chance auf beiden Seiten und für die Boys in Brown wäre insgesamt deutlich mehr drin gewesen. Scheiß Konjunktiv! Aber seis drum, konzentrieren wir uns auf die kommende Aufgabe: Nämlich am Dienstag das Viertelfinale im DFB-Pokal. In Leverkusen. Live im ZDF.

P.S.: Wer es beim Derby oder gegen Leipzig verpasst hat, sich die aktuelle Ausgabe zu besorgen: Vom Übersteiger #146 gibt es beim Spiel gegen den VfB Stuttgart noch wenige Restexemplare zu ergattern. Rund um und im Stadion, im Fanladen, vor und in der Gegengerade, vor und nach dem Spiel, also eigentlich immer und überall. Watch out!
// Hossa

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