Schlagwort-Archive: Andreas Rettig

Mäßiger Zweitligist trotzt Branchenprimus

Am Donnerstag machte eine Meldung die Runde, die in den meisten Medien mit dem Zusatz “Überraschung” versehen wurde:
Die DFL-Mitgliederversammlung (= bestehend aus den Vereinen der 1. und 2.Liga) spricht sich für die Beibehaltung der “50+1-Regel” aus.

Diese Meldung wurde (zurecht) in den sozialen Netzwerken gefeiert und darf ganz sicher als “Schritt in die richtige Richtung” gesehen werden, wie es der Präsident des FC St.Pauli, Oke Göttlich, formuliert.
Leider ist es in der heutigen Zeit ja oft schwierig, mehr als nur die Überschrift zu vermitteln – und so ging dann oft unter, dass dies natürlich kein Sieg für die Ewigkeit ist, sondern nur der Beginn einer neuen, wohl aber zielgerichteten und hoffentlich konstruktiven Diskussion, wie “50+1” für die Zukunft sinnvoll und Rechtssicher aufgestellt werden kann. Eine “Grundsatzdebatte” soll folgen. weiter

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Der Antrag

Die Meldung des KICKER gestern Abend war dann ja doch ein kleiner Aufreger. Der FC St.Pauli hat (bereits am 10.November) einen Antrag an die DFL gestellt, dass auf der DFL-Mitgliederversammlung am 2.Dezember folgendes beschlossen wird: Vereine, die dank Ausnahmegenehmigung von der sonst gültigen “50+1 Regel” befreit sind, werden von den Erlösen aus der zentralen Vermarktung (TV, Spielball etc.) ausgeschlossen.

Konkret würde dies bedeuten, dass die 100%igen Bayer- und VW-Töchter Leverkusen und Wolfsburg sowie die im Besitz von Hopp befindliche TSG Hoffenheim nicht mehr an den TV-Erlösen partizipieren.
Zur Erklärung: Diese schlüsseln sich aus der 5-Jahres-Wertung der DFL auf, in denen die letzten fünf Saisons summiert werden, wobei die aktuellen Jahre jeweils schwerer ins Gewicht fallen. Außerdem, dies könnte später noch interessant werden, sind diese Tabellen für die 1. und 2.Liga getrennt. Der Tabellenletzte der 1.Liga in dieser Wertung (dieses Jahr Darmstadt 98) bekommt also immer mehr Geld als der Tabellenerste in Liga 2, auch wenn dieser weniger Punkte aus den letzten fünf Jahren erzielt haben sollte. weiter

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Ohne Liebe keinen Fußball

Unter dem Titel „Fußballromantik – nichts als Nostalgie?“ trafen sich auf der Eröffnungsveranstaltung von Fußball und Liebe, das Festival von 1910 e.V. am Donnerstag hochkarätige Fußballfunktionäre und Fans zu einer Podiumsdiskussion.

Unter der souveränen Leitung von Christoph Nagel (1910 e.V., Viva St. Pauli-Schreiber und Buchautor) war sich das Podium aus Andreas Rettig (scheidender DFL-Geschäftsführer), Axel Hellmann (Finanzvorstand von Eintracht Frankfurt), Sandra Schwedler (FCSP-Aufsichtsratsvorsitzende), Michael Oenning (ehemals Trainer 1. FC Nürnberg und HSV), Stuart Dykes (FC United Manchester) und Wolfgang Niedecken (BAP und bekennender 1.FC Köln-Fan) schnell einig, dass Fußball ohne Romantik keinen Bestand hat. Oder in den Worten von Andreas Rettich, Fußball sei für ihn zu Beginn ein schöner Nachmittag mit Freunden im Stadion seines Lieblingsclubs, Pappbecher, Bratwurst und Bier gewesen. Für Wolfgang Niedecken geisterte Hans Schäfer durch sämtliche Radioberichte über Fußball, egal ob als Torschützenkönig der Oberliga West oder als Nationalspieler. Er war für Klein-Wolfgang wie Tarzan oder Elvis. Daher konnte der spätere Rockstar nur 1. FC Köln-Fan werden, obwohl sein Nachbar der berühmte Präsident von Fortuna Köln Jean Löring war. weiter

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ProFans: Warnung vor Schnellschüssen und Populismus

Gerne veröffentlichen wir die Pressemitteilung von ProFans im Wortlaut, da sie bisher auf deren Seite noch nicht verfügbar ist:

Das Bündnis ProFans reagiert mit Befremden auf die Art und Weise des Umgangs mit den Vorkommnissen des letzten Spieltags.

Auch wenn es immer wieder Vorfälle gibt, die nicht gutzuheißen sind, so wäre es fatal, wenn es in deren Folge zu unbedachten Schnellschüssen von Vereinen oder Verbänden käme. „Die Anfang dieser Woche öffentlich vorgebrachten Vorschläge von Hendrik Große Lefert und auch von Andreas Rettig bieten weder mittelfristig noch langfristig eine Lösung im Sinne des Fußballs“, so Gabriele Mateika von ProFans. Der Vorschlag, Tickets zu personalisieren, steigert vor allem den Verwaltungsaufwand, ohne der Sicherheit wirklich zuträglich zu sein. Beispiele aus den europäischen Nachbarländern zeigen deutlich auf, dass personalisierte Tickets vor allem die Besucherzahlen senken, ohne aber einen Zugewinn an Sicherheit im Stadion zu erbringen. weiter

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