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Auswärts in Sandhausen

© Arigrafie

Am heutigen Freitag spielt der Magische FC gegen den Sportverein aus Sandhausen. Wie gewohnt wollen wir uns ein Spiel gegen die Sandhäuser aus der Vergangenheit anschauen. Diesmal ist es die gleichnamige Partie aus der Saison 2013/2014, die beiden Teams trafen am 29. Spieltag aufeinander.

Vor dem Spiel

Der FCSP hatte in der Saison 2012/2013 eine Berg- und Talfahrt hinter sich und schloß die Saison mit dem 10. Tabellenplatz ab. Trainer Frontzeck wollte mit der Mannschaft in der anstehenden Saison 2013/2014 den nächsten Schritt gehen, doch zunächst waren einige namhafte Abgänge zu ersetzen. Neben dem Abschied von Florian Bruns und Marius Ebbers verließ auch Daniel Ginczek den Verein. Neu hinzu kamen unter anderem Bernd Nehrig, Christopher Nöthe, Marc Rzatkowski und John Verhoek. Der Saisonbeginn war dann auch vielversprechend. weiter

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Rückblick auf die Prognose 2014 und neue Prophezeiung 2015

Bereits zwei Mal fragte ich Euch nach Euren kühnen Prognosen und steilen Thesen für die jeweils kommende Saison.
Um es vorweg zu nehmen: Ahnungsloser als letztes Mal können wir uns kaum äußern, es kann also nur besser werden.

Die Fragen:

  1. Der FC St.Pauli beendet die Saison auf Platz…
  2. Im Pokal geht die Reise bis…
  3. Anzahl Heimsiege in der Saison 2014/2015 (ohne Pokal und Relegation):
  4. Anzahl Punkte aus den sechs Spielen gegen die Aufsteiger:
  5. Erfolgreichster Torschütze des FC St.Pauli wird … mit … Toren.
  6. Auf den Plätzen 1-3 landen:
  7. Auf den Plätzen 16-18 landen:

(Und es gab noch bunten Quatschkram drumrum, den ich hier jetzt auslasse.)

Die Zahlen: 37 Personen haben ihre Prognosen abgegeben.

  • 37 Mal also drei Tipps für Plätze 1-3. Macht 111 Vereinsnennungen.
    FC Ingolstadt? Null Nennungen
    Darmstadt 98? Null Nennungen
    Karlsruher SC? Eine(!) Nennung, Glückwunsch an Ulitschka Arnold!
    Top-Nennungen waren der Glubb (28x), Fürth (20x), RB Leipzig (17x), die Fortuna (15x) und “die Region” (13x).
    Schlimm, sowas.
  • Bei den Absteigern waren wir dann schon etwas treffsicherer, Aue und Aalen wurden von immerhin gut der Hälfte der Tipper prognostiziert (je 18x), genau so oft wie der SV Sandhausen.
    Aber: Top-Prognose war *Trommelwirbel* der SV Darmstadt 98 mit 24 Nennungen!
    Tja, so kann es gehen, in der Liga geblieben sind sie ja tatsächlich nicht.
    Immerhin 2x (Mann im Turm und “forza fcsp”) wurde auch 1860 genannt.
    Einen Bonuspunkt für Kreativität erhielt Dieter, der den Abstieg der Bielefelder Arminia weisssagte. Ob er damit jetzt seiner Zeit voraus war oder nur die letztjährige Relegation verpasst hatte, wissen wir nicht.
  • Tabellenplatzprognose FCSP:
    Tja, finstere Sache, wir doofen Optimisten.
    Ein gewisser Herr Wochenendrebell hatte den FCSP auf Platz 16 getippt und war damit am dichtesten am tatsächlichen Platz 15 dran. Flecktier tippte auf 13, dann schon Troll mit 11 und alle anderen hatten einen einstelligen Tabellenplatz prophezeit. Im Schnitt tippten wir den FCSP auf Platz 5,54.
  • Pokal:
    Hier waren wir erfahrener. Während einige erneut an ein Ausscheiden in Runde 1 glaubten, waren andere optimistischer (Teddy Tria glaubte gar an den Auftakt zum Oirobbabogaaaal), im Schnitt wurde aber das Ausscheiden in Runde 2 mit einem Durchschnittswert von 2,35 ziemlich exakt vorausgesagt.
  • Anzahl Heimsiege:
    9,46 hatten wir getippt, acht wurden es am Ende.
    Und wie man sich entsinnt, taten uns die fünf Heimsiege in der Rückrunde auch ziemlich gut, sonst wäre es finster geworden.
  • Punkte gegen die Aufsteiger:
    Nun gut, da viele von einem Aufstieg von RB Leipzig ausgingen, wurde hier etwas tiefer angesetzt, 9,24 Punkte im Schnitt aus den sechs Spielen gegen Leipzig, Heidenheim und Darmstadt wurden erwartet.
    Troll erwartete nur Fünf, Olegdt immerhin 15 – am Ende wurden es ganze Drei, im Heimspiel gegen RB Leipzig, während das Auswärtsspiel dort ebenso verloren ging wie beide Duelle gegen die beiden Anderen.
  • Torschützenkönig FCSP:
    Uh, ein schlimmes Kapitel, auch hier.
    Mit Thy (11x) und Nöthe (10x) wurden die beiden “Top-Torschützen” zwar richtig benannt, John Verhoek folgte dann bereits mit nur sieben Nennungen. Zusätzlich wurde ja aber auch noch die Zahl der Treffer abgefragt und hier waren wir dann wieder alle zu zuversichtlich.
    Fünf(!!!!!) mickrige Tore waren es am Ende, die für die Krone ausreichten, selbst Lasse Sobiech (4) hätte hier fast noch angeklopft und bei Nöthe waren da auch schon zwei Elfmeter dabei.
    Immerhin gab es mit Marius Boll und Flecktier sogar zwei Personen, die diese Zahl vorausgesagt hatten, wenn auch mit anderen Protagonisten.

Auswertung:

Kommen wir zur Preisverleihung:
Für eine transparente Auswertung habe ich mir, völlig subjektiv, folgende Regeln ausgedacht:

Jede Zahl Abweichung beim Tabellenplatz, der Pokalrunde, den Heimsiegen, den Punkten gegen die Aufsteiger und der Anzahl Tore gab einen Minuspunkt.
Für die korrekte Nennung der Torschützen sowie der ersten bzw. letzten drei Tabellenplätze gab es hingegen je fünf Pluspunkte.
Während die meisten daher tief im Minus abschließen, gibt es am Ende zwei Sieger:

  • Ulitschka Arnold
  • Wochenendrebell, beide mit acht Punkten.

Ich bitte um Kontaktaufnahme (Mail, Facebook, Twitter), der nächste Print-Übersteiger (voraussichtlich gegen Fürth) kommt dann per Post zu Euch.

Für die nächste Saison verspreche ich auch eine frühere Zwischenauswertung, und zwar zu den folgenden Fragen:

  1. Der FC St.Pauli beendet die Saison auf Platz…
  2. Im Pokal geht die Reise bis…
  3. Anzahl Auswärtssiege in der Saison 2015/2016 (ohne Pokal und Relegation):
  4. Anzahl Punkte aus den vier Spielen gegen Bielefeld und Duisburg:
  5. Anzahl Punkte aus den vier Spielen gegen Freiburg und Paderborn:
  6. Erfolgreichster Torschütze des FC St.Pauli wird … mit … Toren.
  7. Auf den Plätzen 1-3 landen:
  8. Auf den Plätzen 16-18 landen:

Diese dann bitte wieder per copy & paste in die Kommentare, oder aber auch gerne in einen eigenen Blog, dann aber möglichst mit Backlink/Trackback hier her, damit ich die bei der Auswertung auch noch wiederfinde.

Abgabeschluß: Samstag, 25.Juli, 15:29h!

Und hier dann noch die Auswertung der einzelnen Propheten:

1. Ulitschka Arnold (8)
1. Wochenendrebell (8)
3. Flecktier (4)
4. Troll (3)
5. mr_ee_tee (2)
6. Kiezpirat (1)
6. Nils (1)
8. forza fcsp (0)
8. DOS_ALERT (0)
8. Schwarzer Peter (0)
11. Teddy Tria (-1)
12. Marius Boll (-2)
12. Regnar (-2)
12. Torf (-2)
12. Mo (-2)
12. Dieter (-2)
12. Michael Hein (-2)
12. Jo_Hinx (-2)
19. Hannes (-3)
20. Jens (-4)
20. pauliane (-4)
22. Grasgrün (-5)
22. Marla (-5)
24. eisnatz (-6)
25. Buchi (-7)
25. Carsten Schulz (-7)
25. Lars Vader (-7)
25. Olegdt (-7)
29. Südkurvencupsieger (-9)
29. Parker (-9)
29. Stachelflosse (-9)
29. fraktionaugenzu (-9)
33. Björn Hellmark (-11)
33. Fangirl1910 (-11)
35. Mercutio (-13)
36. Markus (-14)
37. Mann im Turm (-19) weiter

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3.Spieltag (H) – SV Sandhausen (uvm.)

Choreo FC St.Pauli - SV Sandhausen "Die rote Front und die schwarze Front sind wir!"

Choreo FC St.Pauli – SV Sandhausen
“Die rote Front und die schwarze Front sind wir!”

FC St.Pauli – SV Sandhausen 2:1 (1:1)
Tore: 1:0 Christopher Nöthe (5.), 1:1 Rene Gartler (23.), 2:1 Lasse Sobiech (90. +2)
Zuschauer: 26.581 – (ca. 200 Sandhäuser)

BÄMM!

In your face, Trainerdiskussion!
Souveränes 2:1 eines guten Pferdes, welches eben nur so hoch springt wie es muss und dabei den Gegner durch ein Tor in der Nachspielzeit auch noch maximalst demütigt, indem man das Tor nicht einfach macht, sondern den Pfosten und den Verteidigerhintern zum Pingpong nutzt.
Wiederholung in Berlin absolut erwünscht, wenn es im Pokalfinale dann zum Derby kommt…

Okayokay, ich hab nichts geraucht, ich wollte nur mal positive Stimmung verbreiten.
Die ersten zehn Minuten waren durchaus ansehnlich und machten Mut auf Verbesserung, das Tor fiel völlig verdient und dank starker Aktion von Budimir (der bei Kallas Pass wohl in der Rückwärtsbewegung minimal im Abseits stand). Danach griff dann wieder die Angst langsam um sich, spielerische Grausamkeiten kamen dazu.
In den ersten vierzig Minuten war für mich Schnecke Kalla der beste Spieler, was er sich dann leider durch ein paar Fehlpässe in wenigen Minuten wieder kaputt machte. Aber: Wenn Vrabec nach dem Spiel etwas krypitsch Vorwürfe in Richtung Einsatz und Kampfgeist äußert, wird er Kalla damit sicher nicht meinen.

Der Ausgleich deutete sich dann zwar langsam an, fiel nach Schachtens unglücklicher Kopfballabwehr aber doch extrem überflüssig, vom restlichen Gestocher ganz zu schweigen. Klar aber auch: Im restlichen Spielverlauf verdiente sich der SVS den Ausgleich immer mehr und ohne Philipp “Hulk” Tschauner wären wir an diesem Abend wohl als Verlierer vom Platz marschiert.

Was man der Mannschaft aber keinesfalls absprechen kann: Den Willen. Ja, sie hat gewollt. Es passt spielerisch bei Weitem noch nicht alles zusammen (sehr vorsichtig formuliert), aber zumindest das teilweise andiskutierte “die spielen gegen den Trainer” konnte ich nicht entdecken, wenn es sowas überhaupt gibt.
Und dann begannen die letzten zehn Minuten, und mit ihnen der Gesang aus der Süd, erst leise, dann immer mehr um sich greifend, anschwellend:

Hey, FC St.Pauli – wir woll’n Dich siegen seh’n
Die ganze Kurve singt und tanzt für Dich
Unser Ein und Alles ja wir lieben Dich
Ooohoooohoooo…
Hey, FC St.Pauli – […]

Und dann: BÄMM! (siehe oben.)
Man kann Tore also doch ersingen!

Anschließend sagte mir jemand: “Ohne das Tor ist Vrabec weg!”
Hmmm… mag sein.
Fakt aber: Ohne das Tor fährt man mit nur zwei Punkten nach Fürth und steht dann schon mit dem Rücken zur Wand.

Auch “Das Leiden verlängert sich damit nur!” hab ich gehört.
Sollen andere beurteilen. Wie schon im Print-ÜS geschrieben, tue ich mich mit personellen Veränderungen generell schwer und empfinde Trainerdiskussionen und -wechsel oftmals nur als Alibi für die Spieler. Mag meiner eigenen Spielerkarriere geschuldet sein, in der Trainer selten bis nie den Unterschied machten, mag meiner fußballerischen Ahnungslosigkeit oder der Bremer Historie unter Otto Rehhagel geschuldet sein. Oder der Summe aus allem. Ist mir auch egal, ich entscheide das ja glücklicherweise eh nicht.

Und wie gesagt: Mit 97 Punkten steigen wir sicher auf…

Nach dem Spiel traf ich dann noch Stefan und Michael von CD Sandhausen, Beste Grüße! Letzterer sagte mehrfach: “Ich war schon ewig nach einem Fußballspiel nicht mehr so konsterniert!”
Kann ich verstehen, Sandhausen kratzte erheblich am Auswärtssieg, schaffte ihn aber eben nunmal nicht. Daher gibt es jetzt wohl auch beim SVS langsam eine Trainerdiskussion.

Links:
Bilder und Text bei Stefan Groenveld: “Last-Second-Win dank Lasse
Bilder und Text bei CD Sandhausen
Text bei Miesepetriger Alter Mann [fka Breitseite]: “Nicht mal unter Drogen…
Text und Bilder bei BeebleBlox: “Mit Dusel im Gewusel
Text beim FCSP South End Scum: “Matchday 03 – FCSP – SV Sandhausen
Text bei Keep calm and follow St.Pauli: “Lasse, alte Raute
Text bei Grenzenlos St.Pauli: “Ohne Wenn und Aber, aber…
Text bei Sitz[blog]ade: “Wo ist denn hier die Ausfahrt Richtung Fußball?
Text bei MagischerFC: “Der schmale Grat zwischen Wahn und Sinn
Text und Bilder bei KleinerTod: “Toller Schlußakkord nach schlimmen Vorspiel
Text bei Der Kiesel: “Ohne Tschauner wär der Trainer weg
Bilder bei USP
Bilder (inkl. Museum) bei Muckefuck Sankt Pauli
Text bei Quotenrock: “Horrorpingpong: Tschauner 2 – Gartler 1

Pokalauslosung:

Yeah! Ein Heimspiel!
Flutlicht, Ende Oktober.
Da ist es ja fast egal wer da kommt, die hauen wir weg.
Und die Statistik spricht auch klar für uns:

  • Letztes St.Pauli – Heimspiel gegen Leverkusen: 0:1
  • Letztes BVB – Heimspiel gegen Leverkusen: 0:2
  • Letztes St.Pauli – Spiel beim Dino: 1:0!
  • Letztes BVB – Spiel beim Dino: 0:3!

Mir fällt da echt kein Grund ein, warum wir vor dem Tabellenletzten der 1.Liga zittern sollten…

Und dann war da noch:

Rasenball Leipzig. Ich bin ja kein großer Freund des derzeitigen RBL-Bashings, weil ich bei den allermeisten anderen Vereine die selbe Scheiße in anderen Gewändern sehe.
Was ich bei denen aber erwartet habe ist, dass da im Hintergrund jemand sitzt, der sich Gedanken über öffentliche Wirkung des eigenen Handelns macht und strategisch geschickt die Aktionen koordiniert, um Rasenball in der Öffentlichkeit gut dastehen zu lassen.
Aber: Pustekuchen.
Beim Heimspiel gegen Aue griff man gleich doppelt ins Klo. Zum Einen wurden Anti RB-T-Shirts verboten, zum Anderen erteilte man Personen, die sich eines Verstoßes im Straßenverkehr schuldig gemacht haben Haus- bzw. Stadionverbot.
Klar, die Leute hinter den Shirts werden nicht immer die hellsten Leuchten im Solarium sein. Mit derlei Repressionen schafft man allerdings nur frisches Wasser auf deren Mühlen, da hätte ich die Leipziger für cleverer gehalten. Ignorieren und gut is’.
Uund ein Eingriff in den Straßenverkehr ist (ob nun Nötigung oder anders benannt) auch eine Straftat. Aber solange man nicht auch alles Rasern auf der Autobahn ein Stadionverbot erteilt, ist das einfach weit übers Ziel hinaus, bzw. ebenso ungeschickt wie die T-Shirt Geschichte. Man macht sich unnötig angreif- und kritisierbar, von der generellen Diskussion um den Blödsinn von Stadionverboten mal ganz zu schweigen.
Und diese zunehmende Vermischung von Dingen, die eigentlich zivil-/strafrechtlich geklärt werden müssten, mit Stadionverboten, ist auch absolut nichts Gutes und Sinnvolles, im Gegenteil.

Verein am Wochenende

Die U23 gastierte nach der letzte Woche deutlich zu hoch ausgefallenen 1:5 Pleite gegen Werder heute beim BV Cloppenburg, der bisher zwei Unentschieden gegen die beiden Braunschweiger Teams geholt hatte.
Nach einer Viertelstunde erzielte Erdogan Pini durch einen Elfmeter die 1:0 Führung, Bentley Baxter Bahn erhöhte noch vor der Pause auf 2:0, der Anschlußtreffer kurz vor Schluß war nur Statistik.
Nach dem 1:0 in Lüneburg also mit diesem 2:1 der zweite Auswärtssieg in Folge und sieben Punkte aus fünf Spielen, Saisonstart geglückt!
Nächsten Sonntag geht es um 14.00h im Edmund-Plambeck-Stadion gegen die U23 von Eintracht Braunschweig.

Die U19 war mit zweimal 2:2 in die Saison gestartet, zuhause nach Führung und Rückstand gegen Hertha sowie auswärts nach langer 2:0-Führung bei Hannover 96.
Gestern kam nun mit dem Derby das erste Spiel, welches man gewinnen MUSS, wenn man oben mitspielen will, die beiden bisherigen Gegner kämpfen sicher ebenfalls um die Spitzenplätze, was auch deren andere Ergebnisse zeigen.
Vor 250 Zuschauern ging es in Schnelsen torlos in die Pause, danach drehten unsere Jungs dann aber auf:
Der Führung durch Nico Empen (47.) folgte postwendend der Ausgleich (49.), Dennis Rosin brachten Braun-Weiß erneut in Führung (68.). Nachdem er selbst dann einen Straßschoß verschoss, machte es Maurice Litka dann in der 81. besser und traf vom Punkt zum 3:1, ehe erneut Rosin den nächsten Elfmeter dann in der 84.Minute zum 4:1 und Endstand verwandelte.
Glückwunsch, Jungs, fünf Punkte sind bei dem Auftaktprogramm ganz sicher eine sehr gute Ausbeute und machen absolut Mut, auch diese Saison wieder gar nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben.
Es ist jetzt erstmal Pause, weiter geht es erst in drei Wochen mit einem Heimspiel gegen Holstein Kiel.

Die U17 hatte dieses Wochenende spielfrei, der Auftakt war mit einem 1:4 gegen Hertha und einem 0:1 bei Hannover 96 bisher zwar punktlos, aber in etwa so auch zu erwarten gewesen.
Nächstes Wochenende geht es zu Werder, da ist mit einer Aufstockung des Punktekontos auch nicht zwingend zu rechnen, die Punkte muss man sich später holen.

Die Blindenfußball-Mannschaft war am Wochenende auch im Einsatz, beim 4.Spieltag in Gelsenkirchen gab es gestern ein unglückliches 1:2 kurz vor Schluß gegen den amtierenden Deutschen Meister aus Stuttgart.
Heute lief es dann auch ergebnistechnisch besser: Gegen Würzburg gab es trotz zweimaligem Rückstand einen 3:2 – Erfolg! Glückwunsch ans gesamte Team und eine gute Heimreise!
Der nächste und gleichzeitig finale Spieltag ist am Samstag in drei Wochen, also am

13.September auf dem Marktplatz in Lübeck weiter

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The Modelabel strikes again!

FC St. Pauli Trikot Praesentation

Boah, wat ein HRummel!
Eigentlich wäre es ja Sache des MillernTon, als ausgewiesener Fashion-Podcast Nr.1 in diesem Land, das gestrige Geschehen zu bewerten und eine Style-Expertise anzufertigen, aber Sommerpause ist Sommerpause, daher bleib nur das geschriebene Wort und “ein paar heiße Pics”!

Okay, genug geflachst, schauen wir auf die Fakten.
Nach vielen Jahren “Do You Football” als Ausrüster, ziert also ab sofort Hummel die Ausrüstung des FC St.Pauli. Sicher aufgrund vielerlei Dinge ein Wechsel, der in der Fanszene tendenziell eher begrüßt wird.
Diese Vorschlußlorbeeren versuchte Hummel dann auch gleich auszuweiten, indem man das Trikot mit einer bisher nicht für möglich gehaltenen Kampagne an den Start brachte. Ein Bewerbungsverfahren für einen “Drei-Sekunden-Blick” auf die Trikots durch ein Guckloch, bei dem sich über 1.400 Fans bewarben und 50 von Ihnen als “Augenzeugen” ausgewählt wurden und anschließend Teil eines Imagefilms wurden:

Gleichzeitig schafften Hummel und der Verein etwas, was bei DYF in den letzten Jahren so gut wie nie gelang: Das Trikot blieb tatsächlich geheim, bis zum Veröffentlichungstag.
Besagter Tag war dann nicht, wie zuletzt, eine schlichte Präsentation mit 2-3 Spielern, sondern gleich ein “Trikot-Launch“. Für die gesamte Kampagne hatten sich “Verstärker, die” im “pitch” durchsetzen können, wie es wohl (so oder ähnlich) im Werberdeutsch heisst.
Gleichzeitig die Ankündigung, man hätte sich so einiges einfallen lassen, der Designer (Jason Lee) hätte die Atmosphäre des Viertels in sich aufgesogen und danach in enger Absprache “das Lebensgefühl eines Kiezhelden” in den Trikots widerspiegeln lassen.

Puh, harter Tobak, und Wasser auf die Mühlen derer, die uns eh als “Modelabel mit angeschlossener Fußballabteilung” sehen.
Aber gut, lieber das, als Teil der Betriebssportgruppe einer Spedition mit Exklusivanbindung an Boulevardmeldungen zu sein.
Und meinetwegen kann man das jetzt auch einmal(ig) so richtig rausballern, wenn man das in den nächsten Jahren dann bitte auch wieder etwas ruhiger angehen lässt.

Jedenfalls versammelten sich ab 18.30h ca. 800 Leute im Ballsaal der Süd und warteten bei einigem Vorgeplänkel darauf, dass pünktlich um 19.10h dann auch das neue Trikot präsentiert wird.
Vorhang auf:

Tja, was soll man sagen:
Zumindest die Versprechungen wurden gehalten, es gibt tatsächlich einige Dinge, die man so bei Trikots bisher noch nicht gesehen hatte. Ob die jetzt immer zwingend notwendig sind, steht dann mal auf einem anderen Blatt, aber zumindest hat man sich Gedanken gemacht.

Der Reihe nach: “Türkis!!!” machte als angsteinflößendes Gerücht ja spätestens nach dem ersten Trailer die Runde, und als Sören Gonther dann mit diesem… “Dings” auf die Bühne trat, dürften einige der Ohnmacht nahe gewesen sein.
Okay, kleiner Gag, er tauschte dann ja auch schnell mit Tschauner, was für Beruhigung sorgte.

(Fotocredit: Stefan Groenveld, vielen Dank!)

Jenes “Türkis” sieht man hier also nur bei Neuzugang Daniel Buballa, der das Optik Rathenow Pokaltrikot trägt. Schwarze Sterne sind eingearbeitet, die Hummel-Insignien und das Vereinswappen sind in fluoreszierendem Türkis und können dementsprechend leuchten, wenn das Flutlicht ausfällt. Rathenow hat wohl gar kein Flutlicht, was für einen gewissen Grundoptimismus im Verein spricht, kann ja nie schaden.
Ehrlich: “Gut gemeinte” Idee, im Wortsinne von “Das Gegenteil von gut ist gut gemeint“, damit werde ich nicht warm. Als Vereins- und Trikotfarben stehen Braun, Weiß, Rot und Schwarz zur Verfügung, wenn man das Rot oder Weiß nicht “fluoreszierend” hinbekommt dann muss man es eben sein lassen.
Aber so oft werden wir es ja eh nicht sehen und von Eva Kalla habe ich beispielsweise gestern erfahren, dass es ihr sogar sehr gut gefällt. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten.

Und dann die Torwarttrikots…
Uwe Kamps hat angerufen – er will die Dinger zurück.
Insbesondere dieses grün/lila “Dings”… ich würde gerne eine Wette anbieten, dass Tschauni das Teil in weniger als fünf Pflichtspielen tragen wird.
Furchtbar… wenn da jetzt noch ein Quietschroter Sponsor drauf kommt… Ohgoddogodd. Damit könnte man ganze MillernTon-Fashionpodcast-Staffeln(!) füllen!
Zwille, übernehmen Sie!

Zum Schluß, das Wichtigste, gleichzeitig aber auch die Highlights:
Das braune Heimtrikot und das weiße Auswärtstrikot gefallen. Absolut, ohne jede Einschränkung!
Im Großen und Ganzen schlicht und einfach, trotzdem mit charmanten Ideen.

Im Kragen ist beispielsweise KiezHelden verewigt, gleichzeitig ist auch noch ein Totenkopf-QR-Code enthalten, welcher nicht zu Hummel oder zum Verein, sondern eben zu KiezHelden.com führt (für Euch getestet!). Wenn also ein Spieler mal verletzt am Boden liegt, der Schiri Langeweile hat und das zufällig grad sieht, weil der Kopf stark nach vorne geneigt ist… Zack, Handy gezückt, eingescannt, und schon weiß er Bescheid wie er sich sozial bei uns besser einbringen kann! Bämm!
Okayokay, nein wirklich, ich finde das sehr charmant. Nicht überlebensnotwendig, aber eben mit Liebe zum Detail und einem gewissen Augenzwinkern schön umgesetzt.

Gleiches gilt für diesen Gütelschnallen-ähnlichen Totenkopf auf den Hosen. Wenn das Trikot nicht in der Hose steckt, sicherlich bei den Spielern kaum zu sehen.
Aber stellt Euch den normalen Fan vor, der mit ein bißchen Bauch das Trikot vorne leicht baumeln lässt… sobald der beim Torjubel die Arme hochreisst und den Bauch freigibt, ZACK! ist der Totenkopf auf der Hose zu sehen.
Ja, auch hier: Nicht überlebensnotwendig, aber eben mit Liebe zum Detail und einem gewissen Augenzwinkern schön umgesetzt.

Fazit: Die beiden relevanten Trikots gefallen (mir) sehr gut, damit ist die größte Herausforderung für Hummel schon mal gemeistert. Beim Pokaltrikot und den Torwarttrikots besteht noch genügend Luft nach oben, um eine langjährige Partnerschaft auch in den nächsten Jahren noch mit Verbesserungen zu bereichern.

Noch ein Wort zu den Preisen: Die 59,95€ von DYF wurden dann mal flugs um 10,-€ angehoben, auf 69,95€, Kindertrikots schlagen mit 54,95€ zu Buche. Damit liegt man nur noch zehn Euro unter den Branchenriesen wie dem FC Bayern oder anderen Adidas-Klubs, auch die Hosen wurden mal eben 10,-€ teurer. Ich muss wohl mal wieder nen Trikot-Preisvergleich machen, das Mittelfeld der zweiten Liga dürften wir jedenfalls nach oben verlassen haben, zumindest preistechnisch. (Siehe dazu auch unten den Link zum Athens SouthEnd Scum.)

Gerne dann im nächsten Jahr auch mit weniger Wirbel. // Frodo

Weitere Links:
– Lichterkarussell: “Seegurken. Gewebehärtung. Abwehrmassnahmen…
– Stefan Groenveld: “Die Trikots vom FC St.Pauli in der Saison 2014/2015
– FCSP Athens SouthEnd Scum: Auskotzen über den Trikotpreis (english)
– Yorkshire St.Pauli: “Interview – Behind the kit
FC St.Pauli-Shop

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