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Derby gegen die Rauten

Wir wollen diesmal keine vielen Worte verlieren. Der Magische FC ist jetzt seit 408 Tagen Derbysieger – Hamburg ist Braun-Weiß! Zur Einstimmung auf das morgige Derby gegen die Rothosen haben wir einige Impressionen aus den letzten Derbies gegen die Rauten zusammengestellt.

Alle Fotos von Arigrafie
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Tansania Tagebuch – Teil VI

Letzter Tag Sansibar und wieder Richtung Dar es Salaam zum Derby!

  1. März Sansibar → Dar es Salaam
    Vormittags besuchen wir in einem winzigen Dorf im Nirgendwo ein Frauenprojekt. Dort fertigen die Frauen des Dorfes ziemlich fancy Handtaschen und Fächer und Seife.
    Sie erzählen uns ihre Schwierigkeiten Absatzwege zu finden, da sie nicht mal einen Markt in der Nähe haben, um ihre Waren zu verkaufen. Sie verkaufen also im Grunde nur über Bestellungen aus den umliegenden Dörfern. Auf die Frage, wie die Männer sie dabei unterstützen erfahren wir, dass sie es ihnen immerhin erlauben, so lange sie Hausarbeit und Kindererziehung nicht vernachlässigen, die landwirtschaftlichen Aufgaben nicht liegen bleiben und das Essen pünktlich auf dem Tisch steht. Also Unterstützung null, eine winzige Akzeptanz kommt höchstens, wenn Geld rein kommt.

    Die Spielerinnen Aguila und Mwana halten eine flammende Rede um die Frauen zu ermutigen und zu bestärken weiterzumachen und sich nicht beirren zu lassen. Die beiden stechen sowieso sehr heraus in ihrem Engagement, fragen mehr, melden sich häufiger zu Wort. Übrigens begleitet uns bei allen Ausflügen immer unsere totale Rettung, unsere Dolmetscherin Pilli, die unermüdlich übersetzt und unsere Fragen zu allem beantwortet. Und verständnisvoll erträgt, dass wir immer wieder über Wartezeiten meckern.

    Danach noch kleiner Stadrundgang in Stone Town. Gewürze und eine Strohtasche gekauft. Abfahrt mit der Fähre von Sansibar. Nette Überraschung: Am Hafen liegt ein Containerschiff mit meinem Namen. Na ja fast. ARIANA. Zum ausreisen müssen wir schon wieder irgendwelche Formulare ausfüllen. Kommen zum Feierabendverkehr in Dar an und brauchen ewig bis zum Hotel.
Letzter Tag Sansibar auf dem Dorf, mit riesigen Achatschnecken auf Bananenstauden, Stone Town, Gassen, Hafen, Kätzchen, schöne alte Häuser, Fähre, Fischerboote
  1. März – Internationaler Frauentag, Daressalaam

    Bah war das ein langer Tag wieder. In Dar es Salaam zurück gab es als Programmpunkt eigentlich nur das Derby im Nationalstadion zwischen YANGA SC gg Simba SC. Also die Herrenmannschaften. Das ist wie HSV- FC St.Pauli. Also Rivalität bis hin zur Feindschaft. Nur halt Erste Liga.
    Vor dem Spiel aber waren wir in so einer Art Veranstaltungsort, wo wir zum Essen eingeladen waren von einer reichen Sponsorin. Es kam auch ein Fanklub, der mit Trommeln und Tanz ordentlich fürs Spiel eingeheizt hat. Wir kriegen jede noch einen traditionellen tansanischen Stoff geschenkt und ich konnte dadurch wieder was von der Zu-besorgen-Liste abhaken.
    Um kurz nach 13h geht es für uns dann auch schon los zum Stadion. Es folgen hitzige Diskussionen, denn die Ordner wollen unsere Busse nicht reinlassen, OBWOHL wir offizielle Gäste sind. Yanga SC hat heute Hausrecht. Es werden lange Verhandlungen geführt, bis wir endlich missgelaunt durchgewunken werden.
    Werden von Simba-Fans im Block nebenan frenetisch begrüßt und bejubelt, also wahrscheinlich nicht wir Hamburgerinnen, sondern natürlich die Simba Queens, die immer homogen in den Vereinsklamotten auftreten, aber es fühlte sich trotzdem toll an.
    Das riesige Stadion füllt sich bereits ab 14h zusehends. Als Vorprogramm spielen die U17 Mannschaften (wir waren auch erst im Gespräch, aber das zerschlug sich dann doch). Da gewinnen noch die Simbas. Vom rotgekleideten Publikum wird ihnen nach Abpfiff Geld hingeschmissen, was sie dankbar und lachend aufsammeln.
    Das Stadion ist nicht nur bis auf den letzten Platz besetzt sondern auch alle Aufgänge. Jetzt bloß keine Massenpanik. Die Händler mit Fanutensilien, Chips, Eis, Getränken schlängeln sich irgendwie trotzdem durch. Pssspss! Kssssksss! Machen sie. Ich kaufe mir eine rotgeringelte Simba-Bommelmütze, die trotz Hitze gut tragbar ist und mir ausgesprochen gut steht. Ich hab dazu aber auch den ziemlich pfiffigen Style der Mützenverkäuferin abgeschaut.
    Ein höchstwahrscheinlich chinesischer Mann spricht mich auf unsere St.Pauli Trikots an. Er kenne den FC St.Pauli.
Im Nationalstadion Tansanias. Linke Hälfte die roten Simba Fans, rechte Hälfte die gelbgrünen Yanga Fans. Im Vorprogramm gewinnt die U17-Mannschaft der Simbas.

Anpfiff 17 Uhr. Yanga gewinnt 1-0. Der Torschütze rennt nicht etwa zur eigenen Kurve, sondern zu den Simbafans und verhöhnt sie, indem er u.a. einen Hund nachahmt, der in ihre Richtung pisst. Da wär ich jetzt nicht so stolz drauf.
Tja, irgendwie doof so kur nach dem Hamburger Derbysieg hier auf der Verliererseite zu stehen, aber das Drumrum war irgendwie eh wichtiger.
Ansonsten vieles wie bei uns im Stadion. Ohne Ende Fanklubs mit Bannern überall. Der befürchtete Vuvuzelalärm hielt sich in Grenzen.

Nach dem Spiel sind die ein- bis dreispurigen Straßen plötzlich 4- bis 5-spurig und trotzdem komplett und unlösbar verstopft. Unser Busfahrerheld kennt zwar ein paar Tricks und Schleichwege, aber es ist klar, dass es im Hotel nichts mehr zu essen geben wird. Wir kehren daher in einem Areal ein, wo es verschiedene Bars und Imbisse gibt, wo man draußen sitzt und die Leute zum Ausgehen hinkommen. Während wir auf das Essen warten (lange), lerne ich einen tansanischen Stadtplaner kennen, der im Dezember noch in Hamburg war und begeistert von den Weihnachtsmärkten erzählt und dass der deutsche Professor, mit dem er zusammen gearbeitet hat, ein glühender St.Pauli Fan ist. Die Welt ist klein.
Morgen geht es in die Pampa und voraussichtlich gibt es da kein Internet und Telefonnetz. weiter

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Wehen wer?

Ausgangspunkt

Wehen wer? Eine lange „Tradition“ haben die Spiele gegen das Team aus Hessen nicht. Denn das Fußballunternehmen SV Wehen 1926 Wiesbaden GmbH mischt erst seit rund zehn Jahren im Profifußball mit. Zuvor firmierte das Team unter dem Namen „SV Wehen 1926 – Taunusstein e. V.“ und spielte, mehr oder weniger, unter ferner liefen im oberen Amateurbereich. Dann wurde das Unternehmen Brita (die mit der Wasseraufbereitung) auf den Verein aufmerksam und initiierte in der Folge den Umzug nach Wiesbaden in das neugebaute Stadion. Im Jahr 2007/2008 gelang dann erstmals der Aufstieg in die 2. Bundesliga. weiter

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Preisübersicht: Dauerkarten 1. & 2. Fußball-Bundesliga 2017/2018

“Endlich”, mag der ein oder andere denken, aber ich hab es dieses Jahr einfach nicht früher geschafft: Die Preisübersicht für Dauerkarten in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga.

(Die letzten Jahre zum Zurückblättern: 20112012201320142015 und 2016)

Wie immer gilt es, folgende Hintergründe zu den nackten Zahlen zu lesen:

Am Wichtigsten: Es ist nur eine Zahlenspielerei.
Nicht mehr hineininterpretieren als meine Langeweile in der Sommerpause, gepaart mit einer kleinen Affinität zu Excel-Tabellen.

Es gibt drei Kategorien, aus Gründen der Vergleichbarkeit alle für Vollzahler, ohne Ermäßigung oder Mitgliederrabatt.
Neben dem Stehplatz (i.d.R. der Stehplatz der Ultrà-Gruppierung, am Millerntor also die Süd statt der Gegengerade) gibt es zwei Sitzplatzkategorien:
Der günstigste Sitzplatz überhaupt, sowie der Teuerste auf der Gegengerade, ohne Business-Seats und Logen. Wenn es auf der Gegengeraden keine Sitzplätze gibt (trifft nur auf wenige Vereine in Liga 2 zu), habe ich die (subjektiv) am ehesten vergleichbare Kategorie genommen, i.d.R. dann mittig auf der Haupttribüne.
Diese drei Kategorien zusammen ergeben eine Summe, nach der die Tabelle sortiert ist. Klar, könnte man anders lösen, aber auch nach sechs Jahren mit einigen Vorschlägen ist eben immer noch keine (praktikable) bessere Lösung in Sicht.
Ebenfalls klar: Der “billigste” Sitzplatz in den Arenen von München, Schalke oder Dortmund bietet eine immens schlechtere Sicht aufs Spielfeld, als die günstigsten Plätze in kleineren Stadien wie Freiburg, Sandhausen oder am Millerntor.
Und: ein Stadion mit hohem Stehplatzanteil muss über dieses Segment mehr Geld einbringen als ein Stadion mit fast nur Sitzplätzen, wo man die wenigen Stehplätze eben leicht sehr günstig abgeben kann. Außerdem gehen Vereine mit großem Stadion und geringerer Auslastung natürlich eher mit einem günstigen Preis an den Start, als es ständig ausverkaufte kleinere Stadien tun.
Einzig faire Variante wäre wohl eine Einzelplatzzählung mit jeweiligem Preis und am Ende die Teilung durch die Anzahl der Plätze… außerdem müsste dann irgendwie noch die Verteilung von Steh- und Sitzplätzen sowie besagte Stadiongröße einfließen.

Gerade letzteres sorgte auch in den letzten Jahren immer wieder für (teils hitzige) Diskussionen in den Kommentaren oder auch per e-mail, doch bis heute hat es, trotz vielfacher Aufforderung nach einem “Ey, ist doch ganz leicht, mach’ es einfach so und so!” noch niemand geschafft, zumindest für den eigenen Verein eine solche transparente “Preis-pro-Platz”-Vergleichszahl zu errechnen. Besonders erbost sind auch immer die Fans der Vereine, die oben stehen, doch auch von denen kam bisher noch nicht mal für den eigenen Verein eine Beispielrechnung, wie es “fairer” geht.
Insofern: nehmt die Statistik nicht ernster, als sie gemeint ist. Es ist eine Spielerei, die dann am Ende nach einer völlig fiktiven Summe sortiert ist, nämlich der Summe dieser drei Kategorien. Und es gibt wohl niemanden auf der Welt, der genau je eine Karte dieser drei Kategorien erwirbt, es bleibt also lediglich ein Beispiel.
Sollte ich stattdessen nach einer der drei einzelnen Kategorien sortieren? Ja, könnte man auch machen, dann würden wieder andere meckern. Immerhin sind die drei jeweils teuersten und günstigsten Vereine pro Kategorie farblich hervorgehoben.

Kauft sich jetzt irgendjemand die Dauerkarte eines anderen Vereins, nur weil der günstiger ist?
Wohl kaum. Wie gesagt, es ist nur eine Spielerei.

Nicht berücksichtigt sind Rabatte für Mitglieder, auch wenn man in den meisten Vereinen inzwischen Mitglied sein muss, um an eine Dauerkarte ranzukommen.
Nur: Hat man dann erst mal eine Dauerkarte, könnte man auch wieder aus dem Verein austreten, würde sein Vorkaufsrecht aber trotzdem behalten.
Ausnahme 2017: Union Berlin, dazu später mehr.

Ebenso nicht berücksichtigt ist, ob der ÖPNV enthalten ist. Bei einigen Vereinen ist dies durch die Stadionlage durchaus ein Kostenfaktor. Nur geht es hier ja nicht um Gästefans, sondern um Heimfans, bei denen sicher oftmals bereits auch eine ÖPNV-Monats-/Jahreskarte vorliegt, auch dies ist also schwer transparent mit einzuberechnen.
Bei einigen Vereinen ist die U23 gratis mit drin, andere gewähren eine Ermäßigung, wieder andere haben keine U23 mehr, bieten dafür aber U19 und U17-Bundesliga gratis – die ist bei wieder anderen aber ohnehin für alle Gratis.
All diese Faktoren müssten also für den Einzelfall berücksichtig werden, fallen aus dieser Tabelle aber heraus.

Alle Zahlen sind manuell auf den einzelnen Websites der Vereine rausgesucht und nach bestem Wissen und Gewissen übertragen worden. Sollte sich da ein Fehler eingeschlichen haben, lasst es mich in den Kommentaren oder per Mail an blog(at)uebersteiger.de wissen.
Und natürlich freue ich mich generell über jede Form der Rückmeldung in den Kommentaren, zumindest wenn Ihr vorher die hier eben gemachten Anmerkungen gelesen habt.

So weit vorab die grundlegenden Infos, kommen wir zu den aktuellen Zahlen und Besonderheiten dieser Saison:

1.Bundesliga

Langsam aber sicher scheint die Einsicht einzukehren, dass die TV-Millionen die wichtigere Einnahmequelle sind und man mit vollen Stadien diese eher sichert, als mit weiteren Preiserhöhungen minimale Einnahmesteigerungen zu erzielen, die dauerhaft vielleicht eher zu einem Absatzrückgang führen könnten.
Will sagen: Von den 16 Vereinen, die bereits in der letzten Saison in der 1.Liga spielten, haben nur Drei (Frankfurt, Dortmund und Werder) die Preise erhöht. Bei zwölf Vereinen blieben die Preise gleich, beim SC Freiburg ist man (in Summe) sogar leicht mit dem Preis runtergegangen, aber auch dazu gleich etwas detaillierter.

Der durchschnittliche Stehplatz kostet aktuell 183€ und damit etwa 15€ mehr als bei der ersten Erfassung 2011. Knapp ein Euro Erhöhung pro Spiel in sechs Jahren, “Wucher” ist das nicht gerade, eher Inflationsausgleich.
Die Spanne reicht hier von 130€ (VfL Wolfsburg) bis 225,70€ (unser Nachbar).

Der “billigste” Sitzplatz ist für durchschnittlich 322,50€ zu erwerben, auch hier zeigt der Anstieg seit 2011 (302€) nur moderate Anhebungen.
Am wenigsten zahlt man dafür erneut in Wolfsburg (200€), dort sogar weniger als beim Nachbarn und in Dortmund für einen Stehplatz. Der teuerste “billige” Sitz ist in Freiburg für 415€ zu erwerben, allerdings ist dies immerhin 50€ günstiger als in der Vorsaison.
Wie oben erwähnt ist der “schlechteste” Platz in Freiburg aber natürlich auch immer noch um einiges näher am Feld als in den größeren Arenen.
Und wo wir schon bei Freiburg sind: Diese günstigeren Karten im Vergleich zum Vorjahr erscheinen als Europa-League Qualifikant erstaunlich, allerdings hat man im Ausgleich dafür die Stehplatzkarten um 10€ erhöht (195€ statt 185€).

Der “beste” Sitzplatz (Gegengerade) kostet durchschnittlich 666€ (2011: 595€) und auch hier gewinnt der VfL Wolfsburg mit 400€ den Titel für das preisgünstigste Ticket.
Den teuersten Platz der Liga (ohne VIP / Business-Seats) auf der Gegengerade genießt man bei unseren Nachbarn in der Arena, deren Namensrechte aktuell Klaus-Michael Kühne besitzt. 806,70€ zahlt man dort für einen besonders guten Blick auf das Grün.

Anmerkungen zu den einzelnen Vereinen:
Bei Hannover 96 sind die 5% Rabatt für Dauerkarten-Besitzer der Vorsaison erneut berücksichtigt, wie auch in den Jahren zuvor. Nachdem man für die 2.Liga die Preise um 20% gesenkt hatte, ging man jetzt exakt auf den vorherigen Erstligapreis zurück. Lediglich die teuerste Kategorie ist 5€ günstiger als damals.

Der zweite Aufsteiger,

VfB Stuttgart weiter

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