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Wieder 4 gegen Karlsruhe?

Zum Heimspiel gegen den Karlsruher SC blicken wir heute auf die Partie aus der Saison 2009/2010 zurück.

Vor dem Spiel

Zu Beginn der Saison verließen mit Trojan und Ludwig zwei starke Offensivkräfte den Verein und rißen ein empfindliches Loch im Mittelfeld. Allerdings wurden mit Takyi, Lehmann , Kruse und Naki gute Neuzugänge geholt, welche die Abgänge mehr als kompensieren sollten. Die Vorbereitung auf die Saison war dann auch vielversprechend, da die meisten Testspiele siegreich bestritten werden konnten. Ohnehin galt der Magische FC als einer der spielstärksten Teams der Liga. Traditionell holprig war dann jedoch das Auftreten im DFB-Pokal. Die Braun-Weißen setzten sich nur mühsam mit 2:0 in der Verlängerung gegen den Oberligisten FC Villingen durch. Warnung genug also vor dem Saisonauftakt gegen RW Ahlen, doch die Mannschaft meisterte diese Aufgabe und sorgte mit dem 2:1 Heimsieg für die ersten Punkte der Saison, allerdings wahrlich in letzter Sekunde. Der Siegtreffer zum 2:1 gelang erst in der 92. Minute. Es folgte die Auswärtspartie bei Alemannia Aachen, welche gleichzeitig das Eröffnungsspiel des dortigen neuen Stadions war. Doch die Kiezkicker ließen sich davon nicht beeindrucken und schossen die Aachener mit 5:0 aus dem eigenen Stadion. Beim anschließenden Heimspiel gegen Duisburg holte das Team um Trainer Stanislawski dann ein 2:2 unentschieden, damit lagen die Kiezkicker vor dem Spiel gegen Karlsruhe auf dem zweiten Tabellenplatz. Der KSC hingegen belegte den 16. Tabellenplatz, eine vergleichsweise enttäuschende Platzierung für den Bundesliga-Absteiger. weiter

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Don’t mess with Ebbers!

Wie alles begann - Ebbers erstes Statement zum Spiel.

Wer die Beiträge hier häufiger liest, der weiß, dass ich ein Freund des ausgeglichenen Optimismus bin und mir insbesondere Spieler-Bashing eher fremd ist.
Lediglich über die Strafraumbeherrschung von Mathias Hain hab ich mich seinerseits ab und an echauffiert, er möge es mir heute hoffentlich verzeihen.

Am Wochenende nahm die Aufregung dann mal wieder zu, die 0:1-Niederlage gegen Bielefeld und damit nur ein erzielter Treffer in vier Pflichtspiele brachte den Internet-Mob zum Rasen. Und Marius Ebbers bringt ihn jetzt auf den Rasen, für den guten Zweck.

Es begann am Montag Morgen mit einem Statement von Ebbe auf seiner Facebook-Seite:

Zack, der hatte dann schon mal gesessen.
Man kann viel erwidern, u.a. das natürlich ein Fan auch nicht zwingend die gleichen Fähigkeiten haben muss, wie ein Profi. Aber ein bißchen mehr Verständnis dafür, dass auch was daneben (oder drüber) gehen kann, sollte eben vorhanden sein, bei aller verständlichen Enttäuschung.

Auf Twitter wurde dies von einem Kölner Fan aufgegriffen, insbesondere die Verwunderung darüber, dass Ebbe noch immer von “unsere” Stürmer schreibt, wo doch gar kein Vertrag mehr bestehen würde.
Tja, was soll man darauf antworten?

 

Aus Spaß wurde ernst, die Idee wurde verfeinert.

Und auch Christopher Nöthe schaltete sich jetzt ein, wenn auch weniger ausführlich:

Die Sache nahm ihren Lauf, schnell hatten sich fünf Freiwillige gemeldet:

Ob jetzt auch SocialMedia erfahrene St.Paulianer eingreifen werden, die derzeit bei anderen Vereinen beschäftigt sind, bleibt abzuwarten:

Großer Spaß, vielen Dank an alle Beteiligten. Und wenn am Ende mehr gegenseitiges Verständnis und auch noch Geld für die Gute Sache dabei herauskommen, ist sicher Allen geholfen.

Über Zeit und Ort wird sicher ausführlich auf vielen Kanälen informiert werden. // Frodo

P.S., 29.August:
Inzwischen hat das Event stattgefunden und es war ein großer Erfolg, auch wenn die “mutigen” Internetpöbler leider allesamt gekniffen haben und keiner der eigentlich abgesprochenen vor Ort zum Schuß antrat.
4.500,-€ kamen zusammen, ein schönes Video dazu findet Ihr (kostenlos) bei fcstpauli.tv.

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33.Spieltag (H) – Eintracht Braunschweig

FC St.Pauli – Eintracht Braunschweig 5:1 (2:0)
Tore: 1:0, 2:0 Daniel Ginczek (7.Min, 11.Min), 3:0 Fin Bartels (68.), 4:0 Florian Bruns (70.), 5:0 Marius Ebbers (87.), 5:1 Gianluca Korte (89.)
Zuschauer: 29.063 (ausverkauft, ca. 2.500 Gäste)

Ja, hat etwas länger gedauert, dieses Mal, da musste man aber auch erst mal einiges sacken lassen.

Vor dem Spiel gab es doch einige Nervosität, selbst bei mir, obwohl ich doch eigentlich Relegations-Spiele so großartig finde. Aber runter in die dritte Liga? Je näher das Spiel rückte, desto kribbeliger wurde ich, ab Mittwoch steigerte es sich immer mehr.
Gleichzeitig stellte sich eine “Do or die”-Stimmung ein, wie es im Alles außer Sport-Blog genannt wurde. Dies war für mich der gefühlt letzte Spieltag der Saison. Entweder, wir packen das jetzt und hier, oder es geht in die Relegation… das Spiel in Lautern war komplett außen vor, da gibt es für uns nichts zu holen, schon gar nicht, wenn wir müssen. 14 Pflichtspiele bisher am Betzenberg, zwei Unentschieden, zwölf Niederlagen.  Nee, da kann man schön mit der Mottofahrt des Fanladens ne Zugfahrt hinmachen (aktuelle Uhrzeiten übrigens hier) und Saisonausklang feiern, aber doch bitte nicht noch auf Punkte angewiesen sein.

Der Übersteiger-Verkauf verlief bei recht gutem Wetter recht gut, viele wollten wohl ihre Nervosität noch mit einer Investition in irgendwas einigermaßen Sinnvolles kanalisieren und damit das Ganze zum Guten wenden.

Pünktlich um 13.00h waren dann die Tribünen aber voll, obwohl Anpfiff erst um 13.30h war. Es galt, zwei große St.Paulianer zu verabschieden, Marius Ebbers und Florian Bruns. Joy hatte im Vorbericht schon die richtigen Worte gefunden, mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen. Christian Bönig hielt zu beiden eine kurze und, wie ich fand, sehr passende persönliche Rede, beiden wurden kurz aber gebührend gefeiert und dann erklang ein inbrünstiges “You’ll never walk alone”, ohne dieses einspielen zu müssen, sehr schön. An dieser Stelle sei mal wieder auf die Flimmerkiste hingewiesen, das Vereins-TV. Ja, ist kostenpflichtig, aber die Leute dahinter sind mit Herzblut dabei und aus meiner Sicht ist es jeden Cent wert, insbesondere für Auswärtige, die nicht eh alles vor Ort mitbekommen.

Dann ging das Spiel los, und es bewahrheitete sich, was ich vorher erhofft hatte: Braunschweig fand nicht statt. Im Gegensatz zur Hertha, die einfach aufgrund überragender Qualität aufsteigen, hat Braunschweig eher einen Kader für Platz 6-9, aber eben aufgrund eines wahnsinnigen Kollektivs und der Bereitschaft in jedem Spiel ans Limit zu gehen die nötigen Punkte geholt. Soll deren Leistung nicht schmälern, ist dann aber genau der Unterschied zur Hertha, die dann auch mit angezogener Handbremse bei uns noch gewinnen kann.

Unsere Jungs hingegen haben gebrannt. Und auch das schnelle Tor zu erzwingen war wichtig und hat sicherlich zum späteren Spielverlauf beigetragen, denn mit einem 0:0 zur Pause (womöglich bei gleichzeitiger Führung von Aue und Dresden) wäre die Unsicherheit sicher mit jeder Minute schlimmer geworden.
So aber stand es fix 2:0 und in der gesamten ersten Halbzeit hätte man auch Ebbers Junior in unser Tor stellen können, Braunschweig hätte trotzdem nicht getroffen, die hatten nicht eine einzige Torszene.
Als Fan von Dresden oder Aue sollte man Braunschweig wegen Arbeitsverweigerung verklagen, allerdings kam da auch schon der berechtigte Einwand, dass Braunschweig die Klage womöglich an die Vereine Aue und Dresden weiterreichen würde. Und es kann uns ja auch herrlich egal sein.

Der Rest war Jubel pur und natürlich ein kitschiges Hollywood-Drehbuch, denn Tore von Bruns und Ebbers… Nee, kannste Dir nicht ausdenken, sowas.
Mein Highlight der recht guten Stimmung während des Spiels war dann der Ruf an den Gästeblock in der 89.Minute: “Nur ein Jahr, dann seid Ihr wieder da!”
Ja, das hat der ein oder andere diesem Scheißverein wohl etwas zu sehr inbrünstig entgegengeschleudert, aber es kam von Herzen.
An dieser Stelle ein freundlicher Gruß an die Dame in Block 2 vor mir, die sich immer entrüstet umdreht, wenn man etwas weniger lustiges als “Hejajippiiieyeah!” mit ein bißchen emotionalem Ausbruch ruft: Ich bin da nächstes Jahr wieder, und meine Sitznachbarn auch, gewöhnen Sie sich dran, bitte.

Und nach dem Abpfiff dann großes Gefühlskino. Erneut sei auf die Flimmerkiste verwiesen, die insgesamt 20 Minuten zu den Verabschiedungen vor und nach dem Spiel hat, natürlich in sehr guter Qualität.
Allen anderen zu erzählen wie es war, wird der Situation nicht gerecht, daher nur zwei Highlights, die es auch auf YouTube geschafft haben:

Zum Einen: Der Dino. Bekanntlich hatte Marius Ebbers auf seiner Facebook-Seite zum Teddybären-Schmeißen aufgerufen, angelehnt an die NHL, wo das regelmäßig gemacht wird um die Dinger an Kinderheime zu übergeben.
Nun hatte ein Spaßvogel auf der Gegengeraden ein Maskottchen des Nachbarn mitgebracht, welches von Benedikt Pliquett (mit vor Ekel über die Hände gezogenen Ärmel) zum Mannschaftskreis getragen wurde. Mit dem Ding dann “Ball hochhalten” zu spielen war sicherlich Geschmackssache, großartig dann aber die Aktion danach, als Ebbers Junior den Dino am Mittelkreis unter die Plane packt. Vielen Dank!

Und dann nach der Ehrenrunde noch der großartige Wechselgesang zwischen Süd und Gegengeraden:

Apropos Bene: Als Bönig ihn am Anfang bei der Aufzählung der Spieler, deren Zukunft noch ungewiss sei, nicht aufzählte, befürchtete ich schon, dass nun auch er verabschiedet werden würde.
Kam aber, wie wir inzwischen wissen, dann doch nicht so, Bene bleibt ein weiteres Jahr im Kader. UND DAS IST AUCH GUT SO!
Wie man den Vorfall aus SocialMedia-Sicht bewerten kann hat übrigens sein Bruder hier festgehalten. Lesenswert, das Augenzwinkern dieser leicht geschönten Interpretation muss man sich dazudenken.

Und noch ein kleines Highlight, welches fast unterging: Sören Gonther! Erster Profieinsatz seit Februar 2012! Freut mich sehr für ihn, hoffentlich macht er jetzt endlich die komplette Vorbereitung auf die neue Saison Verletzungsfrei mit, dann ist er quasi ein weiterer Neuzugang, und kein Schlechter!

Nun also auf zum Betzenberg. Spaß haben im Zug, vielleicht jetzt ohne Druck doch mal drei Punkte mitnehmen (die Lauterer werden sich fünf Tage vorm Relegationsspiel nicht mehr verletzen wollen) und heile wieder nach Hause kommen –> Sommerpause! Die haben wir uns dann auch verdient!

Verein am Wochenende und sonstiges

Die U23 hat beim Aufstiegskandidaten Havelse ein 0:0 erzielt. Bei dem Chaos, was in der Regionalliga Nord grad herrscht (FC Oberneuland im Insolvenzverfahren, keiner weiß ob die Punkte anulliert werden oder nicht) ist jeder Punkt wichtig.
Derzeit sieht es so aus, als ob dann nur noch ein Absteiger gesucht wird. Und mit einem Sieg am Samstag (14.00h, Hoheluft) gegen SW Rehden kann man sich dann diese Sorgen auch von der Backe schaffen.

Die U19 ist mit der Liga bereits durch, am letzten Spieltag sicherte man sich mit einem 0:0 gegen Hertha BSC Platz 5 in der A-Jugend Bundesliga Nord. Deutlich vorm hsv, Gratulation!
Die Saison ist allerdings noch nicht durch, am 23.Mai steht man im Pokalhalbfinale (Gegner Bergstedt oder Niendorf) und im Finale wartet dann wahrscheinlich der hsv.

Die U17 ist auch noch im Pokal dabei, hat am vergangenen Wochenende aber erst mal den VfL Osnabrück in der Liga durch zwei treffer von Gillian Timothy Jurcher mit 2:0 besiegt.
Lt. einer Meldung des Abendblatts wurde der 4:0-Sieg gegen Norderstedt von Anfang Mai am grünen Tisch in eine Niederlage umgewandelt, da ein nicht einsatzberechtigter Spieler eingesetzt wurde. Ist auf kicker.de bereits in der Tabelle enthalten, auf fussball.de (die eigentlich etwas offizieller sind) aber noch nicht. Ist für unseren Klassenerhalt auch ziemlich unerheblich (auch wenn man sich schon fragt, wie das auf dem Niveau noch passieren kann), könnte aber Norderstedt evtl. noch zum Klassenerhalt helfen.

Die U15 gewann gegen den Tabellenletzten aus Hattstedt standesgemäß mit 8:0, Platz 6 in der Regionalliga ist sicher, den VfL Wolfsburg auf Platz 5 kann man aber noch überholen.

Die 4.Herren hat den direkten Aufstieg in die Kreisliga leider verpasst, da sich der bereits aufgestiegene Tabellenführer im Spiel gegen den direkten Konkurrenten leider anstellte wie Braunschweig und sich 7:1 abschlachten ließ. Vier Tore(!) fehlen daher jetzt für unser Team. Allerdings kann es hier durch Rückzüge und abhängig vom evtl. Abstieg von Vicky oder dem hsv II auch noch einen verspäteten Aufstieg geben.

Glückwünsche hingegen gibt es für die 1.Damen, die den Aufstieg in die höchste Hamburger Liga geschafft, die Landesliga wurde mit einem 6:0 gegen Schnelsen verlassen.

Ach, und auch, wenn es mit dem FC St.Pauli so gar nichts zu tun hat: Wenn ich denn endlich mal Relegation spielen darf, soll es ungefähr so ausgehen, wie hier im Playoff-Halbfinal-Rückspiel zum Aufstieg in die PremierLeague zwischen Watford und Leicester:
(Es steht nach Hin- und Rückspiel unentschieden, vier Minuten Nachspielzeit sind angezeigt und überschritten, ein Spieler vom Gast aus Leicester schwalbt sich zum Elfmeter, will selbst schießen… und dann:)

Weniger erfreulich: Nach wie vor ist Hossa mit den Folgen des Polizeiangriffs aufs Jolly aus 2009 noch nicht durch und benötigt weiterhin finanzielle Unterstützung für die notwendigen zahnärztlichen Behandlungen. Alle weiteren Infos und wie ihr helfen könnt findet Ihr hier. (Und ganz allgemein sei nochmal auf die Braun-Weiße Hilfe hingewiesen.)

Last but not least: Nächste Woche Samstag: Großkampftag! Alle hin da!

Wenn man sich nicht mehr sieht: Schöne Sommerpause!
Ich werd mich mal wieder an der Dauerkarten-Preisübersicht der ersten zwei Ligen versuchen, ansonsten wird es hier wohl mal nen graphischen Relaunch geben, aber sonderlich viel wird nicht passieren.

Freut Euch vorher noch auf den Bericht aus Kaiserslautern, Zwille berichtet knallhart! // Frodo

Links:
– Bericht Beebleblox: “Dreipunktehasen und Dinokicks
– Bericht moeliw: “Ebbefanten und Brunsinhos
– Bericht OSTBLOCK: “Manchmal fehlen einem die Worte” (Naja, solange man sie so schön durch Fotos ersetzt…)
– Bericht pathos93: “Zeit für eine neue Generation
– Bericht Gastspiel: “Wie buchstabiert man eigentlich Liebe” (Großartig, ich hoffe Du schreibst jetzt regelmäßig(er)!)
– Bericht BreitSeite: Wie immer knallhart… und kauft am Sonntag das DEDW!
– Bericht Sitz[blog]ade: “

Solche Geschichten schreibt… weiter

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Vor dem Spiel gegen Eintracht Braunschweig

Schmerz und Trostpflaster

Gastartikel von Joy

Alle Jahre wieder  kommt es zu unschönen Vorkommnissen im Millerntor-Stadion. Am Ende einer jeden Saison werden Spieler, Trainer oder um es auf den Punkt zu bringen liebgewonnene Menschen verabschiedet. Um zu dies verarbeiten, gibt es die Sommerpause. Aber Zeit kann eben auch nicht alle Wunden heilen. Beim FC St. Pauli gibt es ehemalige Spieler, die nach wie vor gleichermaßen geschätzt und vermisst werden. Aufzählen braucht man sie nicht, denn sie gehören einfach dazu, zur großen Familie des FC St. Pauli, die in den vergangenen Jahren so viele Mitglieder hat ziehen lassen. Diejenigen, die von der Regional- bis in die Erste Liga treu waren, diejenigen, die bei Siegen und Niederlagen Tore erzielt und Knochen hingehalten haben.
Am Sonntag ist es nun wieder so weit und es macht einen tiefen Stich ins Herz, wenn man an die bevorstehenden Stunden denkt. Florian Bruns, Marius Ebbers und womöglich Benedikt Pliquett, die in den vergangenen Jahren das Gesicht des FC St. Pauli mitgeprägt haben, müssen gehen.

Ein Abschied, der weh tut und den Aufsteiger Braunschweig zu Gast. Vor drei Jahren konnte man selbst noch feiern und nun könnte der Verein noch in die Relegation stolpern. Emotional ist dieser Spieltag mindestens in der Top Ten einzuordnen.
Wäre es nicht so ein wichtiges Spiel, würde es wie in den Jahren zuvor schnell wieder in den Hintergrund rücken, aber es geht noch um etwas. Im Idealfall gewinnen die Braun-Weißen ihre Partie, Aue und/oder Dresden patzen. Ein anderes Szenario will man sich gar nicht erst vorstellen, wenn man annimmt, dass… Nein wirklich nicht – das will ich einfach mir nicht vorstellen.

Die Fakten indes sagen folgendes: Wir haben in den vergangenen fünf Heimspielen immer zwei Buden gemacht. Und nach dieser positiven Statistik hört es dann auch wieder auf. Man könnte jetzt noch anführen, dass Domi Kumbela (Oberschenkelverletzung) bekanntermaßen nicht zum Einsatz kommen wird oder dass wir gegen Braunschweig 2002 mit 7:1 gewonnen haben, aber das bringt uns jetzt auch nicht weiter. Nicht, dass die Gäste sich das noch irgendwo in die Kabine hängen und damit einen Motivationsschub rausholen. Und da sind wir doch schon genau an dem Punkt, der den Ausschlag geben könnte. Wie motiviert kann man einen Spieltag vor Schluss sein, wenn man bereits aufgestiegen ist? Auf der Gegenseite wird dies alles andere als ein Problem darstellen und auch bei den oben genannten Protagonisten wird es wohl der Wunsch sein, wenn es denn schon sein muss, wenigstens am Sonntag das allerletzte Heimspiel zu erleben und nicht in der Relegation am 28. Mai.

Vielleicht wäre dies zumindest ein kleines Trostpflaster für Bene, Flo, Ebbe und all diejenigen, die sie schmerzlich vermissen werden. // Joy

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