Der Chancentod als ständiger Begleiter

Wir hatten Chancen… und haben sie, wieder, nicht genutzt

Foto: Thorsten V. / Fanklub Hafenklang

Dienstagabend, 20 Uhr 45: Eine Anstoßzeit, die alle Auswärtsfans hoch erfreut, das Herz höher schlagen lässt und in ekstatische Verzückung versetzt. Als ob… Aber was soll’s: Wer kann, der kann. Und der braun-weiße Block in der komischen Arena am Autobahnkreuz war mehr als gut gefüllt und gab ordentlich Support.
Aber nach so einem Spiel fällt das Schreiben wirklich schwer. Die erste Hälfte war bis zum Gegentreffer total okay. Die Blessin-Elf erspielte sich sogar einige gute Chancen, aber auch bei den besten davon wurde die Kugel nicht über die (wichtige) richtige Linie gebracht.

Man will ja nicht jammern: „Wer zu St. Pauli geht, sollte nichts erwarten – dann kann man auch nicht enttäuscht werden“, lautete ein weiser Spruch von Opa Wenzel in den 1980ern auf den Rängen. Und mal ganz ehrlich: Wer hatte ernsthaft mit einem Sieg in Leverkusen gerechnet? (Der folgt laut Statistik und Voraussagungen im Liga-Rückspiel!).

Vorbereitet hatte ich: Atemberaubend. Bombastisch. Episch. Erlesen. Exzellent. Fabelhaft. Fantastisch. Gewaltig. Glänzend. Grandios. Großartig. Hervorragend. Kolossal. Legendär. Monumental. Sensationell. Spitzenmäßig. Umwerfend. Vorzüglich. Oder eben einfach: Absolute Spitzenklasse und irgendwie „Nicht von dieser Welt“. Nur traf das leider nicht auf unsere Kicker zu. Das war eher so was wie: Ängstlich. Desorientiert. Erschreckend. Erschütternd. Grauenhaft. Grottenschlecht. Harmlos. Unterirdisch. Gequirlte Scheiße eben.

Aber das stimmt so ja nicht! Denn in den ersten 32 Minuten spielten unsere Jungs nicht nur ordentlich mit, sondern ließen die „Werkself“ mit ihren Stars wie Schick und Grimaldo kaum zur Entfaltung kommen. Jedoch wurde der Ball einfach nicht im Netz unterbracht.
In der zweiten Hälfte gab es dann unerklärlicherweise den Bruch und es folgten das zweite und kurz vor Ende dann noch das dritte Gegentor.

Reaktionen aus der Redaktion:
„Es nervt so, im Grunde besser zu sein und dann zwei so ’ne Kacktore zu bekommen.“

„Schatzi meinte, das hohe Gegenpressing kostet Kraft, die dann fehlt und so war’s.“
„Seufz!“

„Jetzt kann sich das Team voll auf die Liga und den Klassenerhalt konzentrieren.“

Alex Blessin: „Wir müssen unsere Fehler reduzieren“.
Hm, besser wäre vielleicht, die Fehler komplett abzuschaffen…

Fazit: Einfach Voll Moppelkotze! Ich habe fertig.
// Hossa

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