5 x auswärts, 5 x unentschieden. Bei Hochrechnung 17 Punkte sicher.

Foto: Susanne Fanclub Hafenklang
Mit Ausnahme des 1:1-Remis gegen Fürth zum Saisonstart können unsere Jungs Unentschieden nur auswärts. Am Millerntor heißt es dagegen: Alles oder Nichts, Sieg oder Niederlage. Davon war und ist auswärts bisher nicht viel zu sehen, auch wenn die Rapp-Elf meist das bessere Team war und ist. Warum reicht es daher auf fremden Platz nicht endlich zu einem Dreier?
Vielleicht hat irgendjemand in der braun-weißen Chefetage endlich die Taschenrechner-App auf dem „Smarty“ gefunden und ist darauf gekommen, dass bei 17 Remis beim Gegner automatisch 17 Punkte auf der Habenseite verbucht werden können. Eigentlich nicht ganz der Sinn eines Unternehmens „Auswärtsfahrt“, immerhin aber: schöne Sache und Chapeau! Jetzt müssen zuhause nur weitere 33 Zähler bis zur magischen „40-Punkte-Marke“ geholt werden. Also insgesamt elf Siege. Zwei sind ja schon eingetütet, den nächsten Dreier gibt’s dann am 1. November gegen den „Glubb“.

Foto: Susanne, Fanclub Hafenklang
Mir kam es schon beim Gucken vom Sofa aus durch die Kleidungsschichten und Nähte gekrochen, wodurch mein Kommentierpulver nass wurde… Und da nasses Pulver bekanntlich nicht zündet, fällt mir auch einfach mal so rein gar nichts ein. Ähnlich muss es auch den 22 bzw. 32 Herren Ballakrobaten während des 93 minütigen Freitagabendspiels am „Bölle“ gegangen sein. Nicht, dass es ein müder Kick war (bei Weitem nicht), verstanden es beide Teams durchaus mal, sehenswerte Vorträge zu liefern. Nur waren diese komplett ohne zählbarem Erfolg und so entzündete sich auch kein Feuerwerk der hohen Fußballkunst. Und dann fällt einem auch nichts dazu ein: weder lustiges oder dramatisches, noch interessantes oder gar wahnwitziges aus der Welt eines Fußball-Junkies.
Etwas gab es allerdings doch: Das Sturmtief über NRW hatte seine Ausläufer bis nach Südhessen geschickt, wie beim Warmlaufen an den flatterten Trikots deutlich war. Trotzdem ließen offensichtlich 98-Fans pünktlich zum (vermeintlichen) Anpfiff eine ganze Armada von blauen und weißen Luftballons fliegen. Und so kam es dann doch noch zumindest zu einem zugleich lustigen, dramatischen, interessanten und gar wahnwitzigen Anblick. Etliche der Flugobjekte vollführten im Orkan-ähnlichen Luftraum eine äußerst interessante Choreografie, andere Ballons spielten mit zahlreichen Ordnungskräften und Helferlein auf irrwitzige Art das lustige „Fang mich doch“. Insgesamt eine zugleich dramatisch anmutende wie belustigende Szenerie. Da wurde schon vor der Partie echte Unterhaltung geboten. Wozu braucht es da noch Cheerleader*innen samt Storch in Kiel? Leider war die gigantische Show der Luftakrobatik nach wenigen Minuten beendet.
Der fehlende Dreier und die, die es (wieder) nicht schafften:
Voll – Nemeth, Smith, Ritzka, Pyrka – Rasmussen, Fujita, Oppie, Metcalfe – Niang, Ceesay plus Kaars, Klein, Dzwigala, Hara und Hrogota. Hoffentlich RAPPelt es bald mal wieder im Karton!
// Hossa
