Heute: Ein vielleicht rein sportlicher Bericht!

Manchmal beginnt etwas ja gut, ist aber eigentlich schlecht und endet dann doch (noch) recht gut. Anderes beginnt scheiße, wird dann ordentlich durchgequirlt und ist am Ende „weder Fich noch Fleich“, wie Bundes-Berti zu seiner Zeit schon wusste. Das erste erwähnte Szenario beschreibt ungefähr die erste Halbzeit, das letztgenannte dann eher die zweite Hälfte und irgendwie das gesamte Spiel samt Ergebnis.
Am Ende schienen sich die 96er über ihr erstes Tor sowie den ersten Punkt unter ihrem neuen Coach Sandro Wagner zu freuen und die Kiezkicker sich über eben den einen Zähler; immerhin auf fremden Terrain. Doch auf den ersten Auswärtssieg dieser Saison müssen auch die gut 5.000 Zecken vor Ort weiterhin warten.
Samstagabend, 20:30 Uhr, das vermeintliche „Topspiel“. Heute: Vierzehnter gegen den Zehntplatzierten. Da hätte man was erwarten dürfen, schließlich lagen beide Clubs nur drei Punkte auseinander. Es sollte also (um) etwas gehen. Die Hausherren könnten mit einem Sieg etwas aus dem Tabellenkeller klettern, die Gäste ihrerseits würden mit einem Dreier nach oben aufschließen. Hätte. Könnte. Würde. Aber Konjunktiv schießt keine (Sieg-)Tore.
Ein Tor erzielte nach zehn absolvierten Minuten hingegen 96-Kicker Husseyn Chakroun, der sich irgendwie durchzuwurschteln vermochte und ’nen Abpraller glücklich versenkte. Glücklicher dann aber die Kiezkicker, da der „Traurig aber VAR“ auf Abseits entschied – hatte St. Paulis Hintermannschaft in dieser Szene schließlich eher einem „bunch of chicken“ geähnelt. Und das zog sich anschließend über eine halbe Stunde durch das gesamte Team.
Kurz vor der Pause hatte Oppie dann aber ein Einsehen und servierte eine butterweiche, maßgeschneiderte Flanke, die Ceesay – nach einem kleinen, eleganten Rückwärtsschritt – ebenso elegant per Kopf zur braun-weißen Führung verarbeitete. Chapeau! „Psychologisch wichtiger Zeitpunkt“ und so.
15 Minuten kein Fußball und dennoch gute Laune. So könnte es doch gleich weitergehen. Aaargh! Der Konjunktiv wieder. Und zwei Minuten nach dem Wiederbeginn bewies dieser, dass er doch Tore schießen kann – allerdings Gegentore. Doch erneut mischte sich der Kölner Keller ein und entschied: Kein Abseits, weil der Ball vom Gegner kam. Vor einer Woche hatten wir das auch, doch gegen den KSC galt der Treffer nicht. Merkwürdige Regel und merkwürdige Regelauslegung der unterschiedlichen Art.
Doch Schiri Prigan wollte unbedingt ein Remis haben. So wie beim letzten Spiel mit St. Pauli auswärts. Es war das 2:2 in der Stadt, die es vielleicht nicht geben könnte. Aaargh!
Auch wenn es nun etwas hin und auch her ging, die Partie blieb am Ende dann doch in etwa so mitreißend wie der Rhein in diesem Hochsommer. Genügend Zeit, den Wagner-Split-Screen einzublenden, den der 96-Coach bestimmt selbst geordert hatte. Zum Ausgleich (nicht auf dem Feld) wurde dann FCSP-Oke interviewt. Kleiner Tipp für unseren Präsidenten: Kein Kaugummi bei TV-Gesprächen. Sieht scheiße aus! Genau wie das Ergebnis auf der Anzeigentafel.
Das war’s von der Sofa-Kartoffel. Das heutige Schlusswort hat Redax-Kollege ratzfatz:
„Ein rundherum bekacktes Spiel (Schiri, Gegner, eigenes Spiel); zum Glück nicht auch noch verloren und hoffentlich sind alle gesund geblieben. Wenn jetzt noch alle heil heimkommen, dann ganz, ganz schnell vergessen…“.
// Hossa
