Monatsarchive: September 2012

Der Verein am Wochenende (39/2012)

Das Grauen in der 2.Liga haben wir ja bereits mehr oder weniger ausführlich gewürdigt, kümmern wir uns um den Rest, der größtenteils erfreulicher ist.

Nicht erfreulicher, sondern noch grausamer, erging es aber zunächst in der Regionalliga Nord der U23. Beim Aufstiegskandidaten Holstein Kiel ging es am Freitag Abend vor 3.454 Zuschauern um die nächsten Punkte für den Klassenerhalt. Normalerweise dürfte man dort nicht allzu viel erwarten, doch wirklich überragend waren die letzten Spiele der Kieler auch nicht, in den letzten drei Spielen hatte es gegen den VfB Oldenburg und den SV Wilhelmshaven sogar zwei Niederlagen gegeben.
An diesem Abend aber gab es nun wirklich überhaupt nichts zu holen für die Jungs von Jörn Grosskopf, es setzte eine herbe 6:0 (4:0) Klatsche, u.a. gegen die Ex-St.Paulianer Deran Töksöz, Rafael Kazior und Marlon Krause.
Mittwoch kommt es um 14.00h an der Hoheluft zum Duell gegen den SV Wilhelmshaven (ab 16.00h schließt dann die AFM-Versammlung an) und am Samstag kann man am Millerntor an der Hoheluft (Danke an Sven für den Hinweis) gegen den SV Meppen punkten, wo vorher ab 12.00h am Millerntor ja noch die Fanclub-Delegiertenversammlung stattfindet. Zwei Spiele, wo die Jungs hoffentlich ein paar mehr Zuschauer als sonst haben werden.
Tabellenplatz Zwölf und nur noch ein Punkt über dem Strich geben jedenfalls jeden Anlass zur Unterstützung. weiter

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8.Spieltag (A) – SSV Jahn Regensburg

SSV Jahn Regensburg – FC St.Pauli 3:0 (2:0)
Tore: 1:0 Francky Sembolo (24.), 2:0 Jim-Patrick Müller (44.), 3:0 Francky Sembolo (55.)
Zuschauer: 10.500 (ca. 2.000 St.Paulianer)

Ihr kennt das…
Die Einladung zu einer Hochzeit trudelt ein, aus dem FC St.Pauli affinen Freundeskreis, eine Hälfte des Paares mit Dauerkarte ausgestattet.
Ihr blickt auf das Datum der Hochzeit und fragt Euch, warum der Übersteiger eigentlich immer frühzeitig über Twitter und Facebook auf den Rahmenterminplan hinweist und wofür der liebe Gott (oder meinetwegen auch die FIFA oder der DFB oder die DFL, es herrscht ja Deckungsgleichheit zwischen diesen vier Instanzen) eigentlich die Sommer- und Winterpause oder (noch besser) diese langweiligen Länderspielpausen erfunden hat.
Dann geht das Zittern los, zunächst bis zur Veröffentlichung des Spielplans (“Bloß nicht das Heim- oder Auswärtsspiel gegen Union!”) und danach (“Och nöö… Auswärts Regensburg… den Ground hab ich noch nicht!”) das bange Warten auf die exakte Terminierung und das anschließende gute alte “Kopf-Tischplatte”-Spiel.
Ja, das Buch “Wenn Du am Spieltag beerdigt wirst, kann ich leider nicht kommen!” ist kein Roman.
Als positives Gegenbeispiel sei hier an meinen guten Freund und Dauerkarteninhaber aus Zürich erinnert, der im letzten Jahr seine Hochzeit auf ein Länderspielwochenende legte und dann auch noch den FC St.Pauli dazu brachte, am nächsten Tag ein Freundschaftsspiel in Winterthur zu absolvieren, bessere Logistik geht natürlich nicht. weiter

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7.Spieltag (H) – VfR Aalen

FC St.Pauli – VfR Aalen 0:1 (0:1)
Tore: 0:1 Benjamin Hübner (45. +1)
Zuschauer: 20.932
Bes. Vorkommnis: Enrico Valentini schießt Foulelfmeter an die Latte (91.)

Nachtrag, 26.9.: Der Verein hat sich von Trainer Schubert getrennt.

Die Überschrift war klar: Alarmstufe Rot!

httpv://www.youtube.com/watch?v=XzZB0rZLPw8

Die Geschehnisse um die Domwache der Hamburger Polizei, die nun schon seitgeraumerZeit die Fanszene beschäftigen, ließen das Symbol des Protests wieder mit Vehemenz zum Vorschein kommen: den Jolly Rouge, der schon Anfang 2011 für eine kaum noch für möglich gehaltene Solidarität innerhalb der braun-weißen Fanszene gesorgt hatte.
Am 14.9. hatte im Centro Sociale ein Vernetzungstreffen stattgefunden, seitdem gab es diverse Aktionen und Proteste, zum Einen natürlich aus verständlichen gründen gegen die Polizeiwache im Stadion (Stichwort: Sozialarbeit des Fanladen), zum Anderen aber eben auch FÜR das in der Gegengeraden zu installierende Museum. Leser dieses Blogs und der vielen anderen sehr guten St.Pauli-Blog wissen Bescheid, ich wiederhole das jetzt nicht alles. weiter

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6.Spieltag (A) – FSV Frankfurt

FSV Frankfurt – FC St.Pauli 2:1 (1:0)
Tore: 1:0 Odhise Roshi (6.), 1:1 Daniel Ginczek (58.), 2:1 Edmond Kapllani (62.)
Zuschauer: 8.049 (geschätzt 3.000 St.Paulianer)

Gastartikel von Daniel Gosch

Es gibt ja immer so gewisse Rituale, die Menschen vor Auswärtsfahrten bewusst und unbewusst am Abend vorher durchlaufen. Neben praktischen Sachen wie Klamotten rauslegen, Verpflegung sicherstellen und je nach Abfahrtszeit zwei oder mehr Wecker zu stellen, gibt’s halt noch eine emotionale Herangehensweise. So schaute ich mir am Donnerstagabend nochmals die Doku „warum halb vier“ an. Unter Beachtung der bisher unerfreulich verlaufenden Saison und der desaströsen Auswärtsbilanz (zwei von neun möglichen Punkten, hierbei ein Torverhältnis von 0-2) stach besonders ein Kommentar des Schauspielers Joachim Król heraus. Er überlegte bei einer Durststrecke seiner Mannschaft einmal, ob es an der eigenen Kleidung lag. Obgleich er dies direkt wieder relativierte, blieb es trotzdem in meinem Kopf hängen. Lag es etwa an dem Schal oder den geliebten Stutzen, dass meine persönliche Auswärtsbilanz so traurig daherkommt? Ich verwarf den Gedanken und blätterte nach der Doku erstmalig durch die neueste Ausgabe des „ballesterer“ (Kaufen! Im Fanladen!). Unter den Buchvorstellungen befand sich ein Auszug aus dem Buch „Kinder der Westkurve“, welches die Geschichte der hsv-Fans beschreibt (laut Eigenbeschreibung „kommen u.a. Leute zu Wort, die normalerweise niemals mit einem Journalisten reden würden“). Der Auszug ist ganz nett zu lesen (scheint erfrischend unkritisch zu sein), aber eine Sache, vermischt mit der Aussage von Joachim Król gab mir besonders zu denken. Am Vorabend des Meisterschaftsfinale in Frankfurt, sagt ein hsv-Vater zu seinem hsv-Sohn: „Wir fahren zum Endspiel des hsv. Zieh’ bitte einen Anzug an und binde eine Krawatte um. Wir sind schließlich hsv’er.
Eine Krawatte? Lag es etwa daran? weiter

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5.Spieltag (A) – 1.FC Köln

Grüße an Yorkshire St.Pauli! – (c) Jochen Jürgens

1.FC Köln – FC St.Pauli 0:0
Tore:
Zuschauer: 45.200 (geschätzte 5.000 St.Paulianer)

Gastartikel von Jochen Jürgens

Auch 24 Stunden nach dem Abpfiff in Köln-Müngersdorf fällt es schwer, das gestrige Unentschieden irgendwie einzuordnen. Die Bandbreite reicht von einem sehr glücklichen Auswärtspunkt bis zum Tadel, leichtfertig einen durchaus möglichen Dreier verschenkt zu haben. Wie so oft, wird die Wahrheit vermutlich irgendwo in der Mitte liegen…

Die Anfangsviertelstunde betrachtet, hätte sich niemand in braun-weiß über einen 0:2-Rückstand beschweren können, den Tschauner gegen den quirligen Bigalke verhinderte. Nachdem er auch die Pflichtaufgabe bei Brökers Direktabnahme meisterte, stellte Köln die ersten Offensivbemühungen ein. Fortan rieben sich beide Mannschaften in zahlreichen Mittelfeldduellen auf und erreichten bis zum Schlusspfiff des gut leitenden Schiedsrichters Tobias Welz – subjektiv empfunden –  astronomische Fehlpassquoten. Der einzige halbwegs nennenswerte Abschlussversuch der Gäste blieb ein „Distanzschüsschen“ von Boll, der sich leider zu Beginn der zweiten Hälfte verletzte und durch Funk ersetzt werden musste. weiter

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Der Verein am Wochenende (37/2012) und die Goliathwache

Da fährt man mal ne Woche weg und verpasst dann gleich eine gemeinsame Aktion aller St.Pauli-Blogs. Am vergangenen Samstag um 19.10h sollten alle Blog gleichzeitig das “Positionspapier der Fanszene – Museum statt Goliatwache” veröffentlichen.
Tja, zu spät, ich werde es trotzdem hier noch ans Ende des Artikels setzen.
Was es sonst noch zum Treffen am Freitag Abend im Centro zu sagen und zu sehen gibt, könnt Ihr (wie immer sehr ausführlich und auch sehr liebevoll bebildert) beim Kleinen Tod nachlesen. weiter

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Wenn 36 das gleiche vorlesen, ist es noch lange nicht dasselbe

An den beiden vergangenen Wochenenden verlasen die jeweiligen Mannschaftskapitäne der gastgebenden Vereine in der 1. & 2. Bundesliga jeweils eine Ansprache, die ihnen die DFL in die Mikrofone diktiert hatte.

Wir hatten im Sandhausen-Bericht bereits erwähnt, dass der FC St.Pauli lobenswerterweise von dem 08/15-Text abgewichen war.
Hier nochmals die ursprünglich angedachte Variante der DFL:

Liebe Fußballfans!
zusammen mit Euch wollen wir eine gute Saison erleben.
Dabei haben wir alle – Spieler, Trainer, Fans, Clubs aber auch Sponsoren und Medien eine Vorbildfunktion. Millionen sehen an jedem Wochenende die Leistungen der Teams und sind fasziniert von der Stimmung in den Stadien.
Dazu gehören Leidenschaft, Emotionen und Stehplätze!
Als Kapitän von/des XXX spreche ich für meine Mannschaft und unseren Club: Helft mit, diese Werte, die die Bundesliga so einzigartig machen, zu erhalten.
Es gibt aber auch Dinge, die in unseren Stadien nichts zu suchen haben. Wir stellen uns klar gegen Rassismus, gegen Diskriminierung, gegen Gewalt und auch gegen Böller, Rauchbomben oder Bengalos.
Unterstützt den Fußball mit fairen und legalen Mitteln, damit helft Ihr uns!
Wir zählen auf Euch und hoffen auf eine erfolgreiche Saison!
Vielen Dank! weiter

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4.Spieltag (H) – SV Sandhausen

FC St.Pauli – SV Sandhausen 2:1 (0:0)
Tore: 1:0 Fin Bartels (71.), 2:0 Marius Ebbers (76.), 2:1 Marco Pischorn (83.)
Zuschauer: 21.045 (ca. 6.000 auf der neuen Gegengerade, ca. 400 Gästefans)

Geht doch!
Nach zwei Spielen zum Auftakt, in denen man vergaß sich für die herausgearbeiteten Chancen zu belohnen, und einem grausamen Auftritt in Cottbus, wurde gestern der Aufsteiger SV Sandhausen doch ziemlich souverän und verdient mit 2:1 nach Hause geschickt.
Klar, da ist noch Luft nach oben, nicht zuletzt in der Chancenverwertung, aber vor der Länderspielpause und dem dann folgenden Spiel in Köln war der Sieg natürlich immens wichtig, um jetzt in Ruhe und vernünftig weiterarbeiten zu können. weiter

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