Karlsruh, Karlsruh …

von Stefan

Zum Abschluß der sogenannten Englischen Woche mit Pokal und Liga spielt der FC St. Pauli am Sonnabend um 13 Uhr am Millerntor gegen den Aufsteiger Karlsruher Sport-Club. Das Spiel leiten wird Schiedsrichter Christof Günsch aus Marburg.

Der Saisonverlauf

Der KSC belegt im Moment einen durchaus ordentlichen neunten Tabellenplatz. In der Liga erzielten die Nordbadener bisher drei Siege und drei Niederlagen. Fünfmal spielte der KSC unentschieden. Im Pokal siegte man unter der Woche mit 1:0 in Darmstadt und zog damit in die dritte Pokalrunde ein. Mit dem ausgegebenem Ziel Klassenerhalt liegt der KSC somit voll auf Kurs.

Der Kader

Alois Schwartz ist bereits seit 2017 Trainer in Karlsruhe und hat nach einem erfolglosen Anlauf in der Saison 2017/2018 in der vergangenen Saison den Aufstieg aus der dritten Liga geschafft. Im Großen und Ganzen vertraut Schwartz in dieser Saison den „Aufstiegshelden“, nur wenige Neuzugänge haben den Sprung in die Stammformation geschafft. Insgesamt verließen sieben Spieler den Verein, sieben Spieler wurden geholt. Mit dem Stürmer Philipp Hofmann (# 33) von Eintracht Braunschweig (ablösefrei) verpflichteten die Karlsruher einen Spieler, welcher sich direkt in die Stammformation und darüber hinaus auch zu einem Torgaranten entwickelte. Hofmann erzielte in dieser Saison bereits sieben Treffer und damit fast ein Drittel aller Karlsruher Treffer. Mit Lukas Fröde (# 4) vom MSV Duisburg konnte Trainer Schwartz einen weiteren Neuzugang fest in den Kader einbinden. Im Gegensatz zu Luhukay kann Schwartz auf nahezu seinen gesamten Kader zurückgreifen. Lediglich Ersatztorhüter Sven Müller (# 28) und Lukas Grozurek (# 27) stehen nicht zur Verfügung.

Die Formation

Im Tor vertraut Schwartz auf den 26-jährigen Benjamin Uphoff (# 1). Er kam im Juli 2017 vom VfB Stuttgart und absolvierte in dieser Saison alle Spiele. Allerdings musste er dabei bereits 21 Gegentreffer hinnehmen, was jedoch nicht ausschließlich sein Verschulden ist. Vielmehr sind schwache Abwehrleistungen der Hauptgrund für die zahlreichen Gegentreffer. Dies bescheinigt auch der kicker-Notenschnitt von guten 2,77. Vor Torhüter Uphoff lässt Schwartz mit einer Vierer-Abwehrkette spielen. Ohne großartig zu rotieren, vertraut der Trainer vier Stammkräften. Auf links spielt nach seinem auskurierten Bänderriss im Sprunggelenk wieder Damian Roßbach (# 6). In der Innenverteidigung spielen Kapitän David Pisot (# 5) und Daniel Gordon (# 3). Rechter Außenverteidiger ist Marco Thiede (# 27). Im Mittelfeld wird deutlich, dass Schwartz noch keine Stammformation für seinen KSC gefunden hat. Im letzten Ligaspiel gegen Hannover 96 ließ der Trainer mit einer Doppelsechs und drei offensiven Mittelfeldspielern agieren. Beim Pokalspiel unter der Woche sogar mit drei Mittelfeldspielern vor der Abwehr und zwei offensiv ausgerichteten Mittelfeldspielern. In den Spielen davor spielte Karlsruhe hingegen nur mit einem Sechser vor der Abwehr und entsprechend offensiven Mittelfeldspielern davor. Wegen des Erfolges in Darmstadt, insbesondere auch, weil man keinen Gegentreffer kassierte, ist es nicht unwahrscheinlich, dass der KSC auch gegen die Braun-Weißen in dieser sehr defensiven Formation auflaufen und sich zunächst auf Kontermöglichkeiten konzentrieren wird. Lukas Fröde (# 4) agierte dabei als klassischer Sechser, unterstützt von Marvin Wanitzek (# 10) und Manuel Stiefler (# 8) . Vor diesem defensiven Verbund agierten der Südkoreaner Kyoung-Rok Choi (# 37) und Anton Fink (# 30). Im Sturm schließlich lauerte der bereits erwähnte Hofmann auf Torgelegenheiten.

Die Bilanz

In der bisherigen Vereinsgeschichte spielte der Magische FC insgesamt 30 Mal gegen den Karlsruher SC. Dabei gelangen bislang elf Siege, zehn Unentschieden und neun Niederlagen. Das Torverhältnis ist mit 38:38 ausgeglichen. Beim letzten Aufeinandertreffen am 27.02.2017 gelang ein souveräner 5:0 Heimsieg, dies war gleichzeitig auch der höchste Sieg gegen den KSC.

Warum nicht mal ein deutlicher Sieg?
(Foto: Ariane Gramelspacher)

Und sonst?

Wärme Geben! Unter diesem Motto findet auf dem Südkurvenvorplatz des Millerntor Stadions eine Kleiderspendenaktion statt. Von 10.30 Uhr bis 13 Uhr kann dort Winterkleidung abgegeben werden. Veranstalter ist der Verein Hanseatic Help in Zusammenarbeit mit dem FC St. Pauli.

Fazit

Es steht das dritte Spiel in sechs Tagen an, vielleicht ist es ratsam, die Erwartungen nicht zu hoch zu schrauben. Das Spiel in Heidenheim und der Pokalfight gegen Frankfurt werden sicherlich in den Anfangsminuten noch spürbar sein. Dennoch ist gegen den KSC endlich wieder ein Dreier im Bereich des Möglichen. Die Karlsruher werden am Millerntor verhalten agieren und den Fokus auf die Torvermeidung legen. Wichtig ist also keine Konter einzufangen und möglichst früh einen Treffer zu erzielen. (Haha, also alles wie immer, findet die Texthochladerin …)

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