Alte Liebe rostet nicht – oder – alte Spieler in neuen (Vereins)schläuchen

Was machen eigentlich heutzutage die Spieler, die wir einst nur mit ganz schwerem Herzen gehen lassen mussten? Eine neue Rubrik von: Carsten

Heute: Henk Veerman

Henk Veerman
Henk Veerman noch im braun-weißen Trikot. Bild: ⒸAriane Gramelspacher/Arigrafie

Wir blicken heute in das kleine und beschauliche Heerenveen im niederländischen Friesland (ca. 50.000 Einwohner), wo unser geliebter Henk seit dieser Saison seine Ledertreter schnürt. Bereits im ersten Jahr ist Henk direkt zum Kapitän erkoren worden und spielt eine bockstarke Runde. 18 Scorerpunkte, aufgeteilt in 13 Buden und fünf Vorlagen, sprechen eine deutliche Sprache. Ob da diesen Sommer vielleicht sogar die Nationalmannschaft winkt? Wenn man sich nämlich die aktuelle Elftal (Niederlandische Nationalmannschaft) anschaut, sind mit dem ehemaligen Gladbacher Luuk de Jong und Donyell Malen von der PSV in Eindhoven zwar zwei zentrale Stürmer im Kader, die aber nicht die klassischen torstarken Brecher darstellen. Und gerade bei de Jong läuft es beim FC Sevilla diese Saison eher schleppend, während Henk hingegen an 50 Prozent aller Tore direkt beteiligt war.

Falls ihr euch also ein Trikot von Heerenven zulegen und den künftigen EM Torschützenkönig auf dem Rücken tragen wollt: Obacht! Namensvetter Joey Veerman steht ebenso auf der Gehaltsliste!

Torschütze Henk Veerman vor holländischem Fanklub
Torschütze Henk Veerman vor holländischem Fanklub, Foto: ⒸAriane Gramelspacher/Arigrafie

Was haben wir alle gelitten, als im Sommer Henk aus privaten Gründen zurück in die Heimat ging! Mit nötigem Abstand muss man aber festhalten, der Verkauf für annähernd 1,5 Mio Euro war eine Win/Win-Situation. Wir sind im Sturm, mit der aktuellen Spielweise sogar besser aufgestellt und haben in der unwirtschaftlichen Coronakrise sogar einen ordentlichen wirtschaftlichen Schub erhalten.

Man darf Herrn Bornemann, der beim Verkauf vom Internetpöbel zum stempeln geschickt worden war, also getrost nachträglich zu diesem Coup gratulieren. Auch weil Henk sein Vertrag 2021 eh ausgelaufen wäre. Und Henk, dem wir die Nähe zur Familie natürlich gönnen, konnte die Differenzen mit unserer sportlichen Leitung hinter sich lassen und hat sich statt dessen ins Blickfeld der niederländischen Nationalmannschaft spielen können.

Und unter uns, wer kann zu bunten Erfrischungsgetränken oder Zwiebeln in Frittensoße nein sagen?

Al het beste Henk!

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