Alte Spielerliebe rostet nicht. Heute: Marc Hornschuh

Eine Rubrik von Carsten

Euer letzter Stand ist, dass Marc zur MVA wechselte und dort die zweite Mannschaft stabilisierte? Okay, dann haben wir Neues für euch: Marc wechselte diesen Sommer in ein wenig höhere Klassen des Profifußballs und zwar zu keinem geringerem Verein als dem 12-fachen Schweizer Meister FC Zürich. Alle die mal in Zürich waren: schön – und schön teuer. Hoffen wir mal, dass der gute Marc seine Wohnung nicht eigenständig bezahlen muss. (Ich war 2004 bei der EM in Zürich und es war auf der Fanmeile glücklicherweise um Längen billiger Bier zu trinken, als in der völlig überteuerten Stadt).

FC St.Pauli gegen Greuther Fürth am 14.05.2017. Foto (c) Arigrafie


Marc machte für unseren magischen FC insgesamt 59 Spiele, auf 2te Bundesliga und DFB Pokal aufgeteilt. Er kam in der Saison 15/16 ablösefrei vom FSV Frankfurt ans Millerntor (nach zwei Monaten in Frankfurt ohne Einsatz) und war in den ersten zwei Jahren fast durchgehend in der Stammelf. In dieser Zeit gelangen ihm auch alle seine Tore, nämlich vier. Glänzen konnte er dieser Zeit ebenfalls als gern gesehener, sehr sympathischer Gast beim Kessel Braun-Weißes für das 1910 Museum e.V..

Marc Hornschuh und Christoph Nagel auf der Bühne beim Kessel Braun-Weißes im November 2015. Foto (c) Arigrafie

In der Saison 17/18 verletzte sich Marc leider schwer (Bandscheibenvorfall) und so musste er bereits nach dem sechsten Spieltag gegen Ingolstadt einen Haken hinter die restliche Saison machen.

In den darauf folgenden Jahren kamen immer wieder kleinere Verletzungen dazu, die eine Berufung in den Kader der ersten Mannschaft zur Seltenheit machten. So kam es, dass der Vertrag von Marc im Sommer 2020 zum Bedauern vieler nicht verlängert wurde. Ich kenne die Angebotslage während der Sommerpause nicht, aber wenn man das Angebot der MVA II annehmen muss, konnte diese sicherlich nicht sehr üppig gewesen sein.

Bei einem Testspiel gegen Werder Bremen. Foto (c) Arigrafie

Durch die Pandemie gezwungen stellte die Regionalliga Nord im Herbst 2020 wieder den Betrieb ein und so kam Marc lediglich auf zehn Partien. Seien wir ehrlich, schaut man sich seinen sportlichen Verlauf der letzten Jahre an, ist man eher so einigermaßen überrascht, dass ausgerechnet ein Schweizer Topteam auf eine Verpflichtung des Innenverteidigers kommt. Entweder hat Marc einen wahnsinnig guten Berater, überzeugende familiäre Kontakte oder einfach auch riesen Glück. In Zürich trifft er auf den ehemaligen HSVer Janjicic, den Berliner Gogia und auf Trainer André Breitenreiter, der bekanntlich auch mal die Schuhe für die Rauten schnürte. Marc startete seine Saison mit einem gut 30 minütigen Einsatz beim 2:0 Auswärtssieg in Lugano. Fängt dort also schon mal gut für ihn an und wir wünschen ihm eine erfolgreiche und vor allem verletzungsfreie Spielzeit!

Das eine L in “Alle zusammen!” Letztes Heimspiel 14. Mai 2017. Foto (c) Arigrafie

Ein letzter Funfact in Marcs Fußballerkarriere: Marc darf sich trotz null Einsätzen für Borussia Dortmund in der Bundesliga deutscher Meister der Saison 2010/11 nennen. (Zusammen mit unserem späteren Stürmer Günni Ginczek, Trainer zur damaligen Zeit ein gewisser Jürgen Klopp). Falls ihr also noch unseren alten Gassenhauer „Über sieben Trainer musst du gehen (…) aber einmal deutscher Meiheister sein“ kennt? Marc Hornschuh summt ihn heute noch.

Mannschaftsfoto aus seiner letzten Saison ’19/20 beim FCSP. Foto (c) Arigrafie / www.arigrafie.de
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