Vor dem Spiel gegen Eintracht Braunschweig

Schmerz und Trostpflaster

Gastartikel von Joy

Alle Jahre wieder  kommt es zu unschönen Vorkommnissen im Millerntor-Stadion. Am Ende einer jeden Saison werden Spieler, Trainer oder um es auf den Punkt zu bringen liebgewonnene Menschen verabschiedet. Um zu dies verarbeiten, gibt es die Sommerpause. Aber Zeit kann eben auch nicht alle Wunden heilen. Beim FC St. Pauli gibt es ehemalige Spieler, die nach wie vor gleichermaßen geschätzt und vermisst werden. Aufzählen braucht man sie nicht, denn sie gehören einfach dazu, zur großen Familie des FC St. Pauli, die in den vergangenen Jahren so viele Mitglieder hat ziehen lassen. Diejenigen, die von der Regional- bis in die Erste Liga treu waren, diejenigen, die bei Siegen und Niederlagen Tore erzielt und Knochen hingehalten haben.
Am Sonntag ist es nun wieder so weit und es macht einen tiefen Stich ins Herz, wenn man an die bevorstehenden Stunden denkt. Florian Bruns, Marius Ebbers und womöglich Benedikt Pliquett, die in den vergangenen Jahren das Gesicht des FC St. Pauli mitgeprägt haben, müssen gehen.

Ein Abschied, der weh tut und den Aufsteiger Braunschweig zu Gast. Vor drei Jahren konnte man selbst noch feiern und nun könnte der Verein noch in die Relegation stolpern. Emotional ist dieser Spieltag mindestens in der Top Ten einzuordnen.
Wäre es nicht so ein wichtiges Spiel, würde es wie in den Jahren zuvor schnell wieder in den Hintergrund rücken, aber es geht noch um etwas. Im Idealfall gewinnen die Braun-Weißen ihre Partie, Aue und/oder Dresden patzen. Ein anderes Szenario will man sich gar nicht erst vorstellen, wenn man annimmt, dass… Nein wirklich nicht – das will ich einfach mir nicht vorstellen.

Die Fakten indes sagen folgendes: Wir haben in den vergangenen fünf Heimspielen immer zwei Buden gemacht. Und nach dieser positiven Statistik hört es dann auch wieder auf. Man könnte jetzt noch anführen, dass Domi Kumbela (Oberschenkelverletzung) bekanntermaßen nicht zum Einsatz kommen wird oder dass wir gegen Braunschweig 2002 mit 7:1 gewonnen haben, aber das bringt uns jetzt auch nicht weiter. Nicht, dass die Gäste sich das noch irgendwo in die Kabine hängen und damit einen Motivationsschub rausholen. Und da sind wir doch schon genau an dem Punkt, der den Ausschlag geben könnte. Wie motiviert kann man einen Spieltag vor Schluss sein, wenn man bereits aufgestiegen ist? Auf der Gegenseite wird dies alles andere als ein Problem darstellen und auch bei den oben genannten Protagonisten wird es wohl der Wunsch sein, wenn es denn schon sein muss, wenigstens am Sonntag das allerletzte Heimspiel zu erleben und nicht in der Relegation am 28. Mai.

Vielleicht wäre dies zumindest ein kleines Trostpflaster für Bene, Flo, Ebbe und all diejenigen, die sie schmerzlich vermissen werden. // Joy

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