Auswärts bei: Dynamo Dresden

Von Stefan

Nach unserem ersten Saisonsieg am vergangenen Montag gegen Holstein Kiel (2:1) geht es am kommenden Samstag zum ungeliebten Ligakonkurrenten die Elbe aufwärts nach Dresden. Die SG Dynamo Dresden ist nach 4 Spieltagen in der 2. Bundesliga auf einem dürftigen 15. Tabellenplatz und damit nur einen Rang hinter unserem Magischen FC. Damit bildet der aktuelle Tabellenplatz von Dynamo auch die Ziele in dieser Saison ab. Den Klassenerhalt so früh wie möglich unter Dach und Fach zu bringen.

Der Saisonstart

Wie die bereits erwähnte Tabellensituation vermuten lässt, hat der Aufsteiger der Saison 2016/17 bislang noch nicht wirklich überzeugt. In die Saison gestartet ist der achtmalige DDR Meister mit zwei Niederlagen gegen den 1.FC Nürnberg (0:1) sowie auswärts beim Karlsruher SC (2:4). Es folgte ein Sieg im DFB Pokal gegen die TuS Dassendorf (0:3) aus der Hamburger Oberliga, danach gab es den ersten Saisonsieg gegen den 1. FC Heidenheim (2:1). Am vergangenen Wochenende kam Dresden über ein torloses Unentschieden am Böllenfalltor nicht hinaus.

Der Kader

Trainer Christian Fiél übernahm im Februar 2019 als damaliger U17-Trainer das Ruder bei der 1. Mannschaft von Dynamo und nutzte in der Sommerpause die Möglichkeit, den Kader nach seinen Vorstellungen in einigen Bereichen umzustellen. Dabei mussten zehn Spieler den Verein verlassen und 11 Spieler wurden geholt. Allerdings kamen mit Kulke, Ehlers und Kuisej gleich drei Spieler aus der eigenen U19. Teuerster Einkauf war mit rund 1 Million Euro der Schwede Alexander Jeremejeff (Rückennummer 11). Bei seinem bisherigen Verein, dem schwedischen Erstligisten BK Häcken, gelangen Jeremejeff in 19 Spielen acht Treffer und sechs Torvorlagen. In den zwei Spielen für Dynamo erzielte der 25-jährige Stürmer bereits einen Treffer und konnte damit die von der Vereinsführung in ihn gesetzten Erwartung zunächst erfüllen. Ein weiterer nennenswerter Neuzugang ist Torhüter Kevin Broll (Rückennummer 1). Er kam im Sommer von der SG Sonnenhof Großaspach und hatte in der zurückliegenden Drittligasaison in 14 Ligaspielen keinen Gegentreffer zugelassen. Als Ersatz für den zu Schalke 04 gewechselten Markus Schubert hat der 24-jährige Torhüter sich von Beginn an einen Stammplatz erarbeitet, kassierte allerdings auch schon 6 Gegentore. Nennenswerte Ausfälle hat Dynamo für unser Gastspiel im Osten nur in Form von Stammkapitän Marco Hartmann zu verzeichnen. Dieser laboriert seit Februar 2019 an einer hartnäckigen Oberschenkelverletzung.

Die Formation

Bis auf das Spiel am ersten Spieltag gegen den 1. FC Nürnberg ließ Fiél im bisherigen Saisonverlauf mit einem 3-4-2-1 spielen. Dabei spielte stets das eingespielte Abwehr Trio aus Jannik Müller (Rückennummer 18), Kevin Ehlers (Rückennumer 39) und Linus Wahlqvist (Rückennummer 2). Auch im Mittelfeld tauschte Dresden bislang nicht großartig die Spieler aus. Dort waren in den letzten Spielen stets Chris Löwe (Rückennummer 15) auf links, Jannis Nikolaou (Rückennummer 4)und Dzenis Burnic (Rückennummer 5) auf der Doppelsechs sowie Patrick Ebert (Rückennummer 20) auf rechts gesetzt. Dies gilt ebenso für die beiden offensiven Mittelfeldspieler. Dort ließ Fiél Baris Atik (Rückennummer 28) und den Österreicher Sascha Horvath (Rückennummer 29) spielen. Im Sturm spielte seit dem Wechsel zu Dresden der bereits vorgestellte Alexander Jeremejeff (Rückennummer 11). Es dürfte daher nicht überraschen, wenn die Dresdner auch gegen den Magischen FC mit dieser Formation spielen. Wenn man sich dabei die Statistik der vergangenen Dynamo-Spiele anschaut, ist der hohe Ballbesitzanteil auffällig. Dresden verteidigt dabei bewusst offensiv und läuft den Gegner aggressiv an. Gerade weil Dynamo gegen den FCSP zu Hause spielt und das Spiel machen will, wird dies auch die von Fiél ausgegebene Marschroute für das Spiel am Samstag sein. Für uns ist daher höchste Wachsamkeit von Beginn an geboten.

Die Bilanz

In der vergangenen Saison trennten sich beide Vereine zunächst am Millerntor mit einem 1:1 (Tor durch Dudziak). Beim Rückspiel im Rudolf-Harbig-Stadion gab es dann eine knappe Auswärtsniederlage (1:2; Tor durch Diamantakos) in einer ohnehin nicht berauschenden Rückrunde. Auffällig ist, dass es bei den bisherigen 16 Aufeinandertreffen der beiden Vereine immer eng zuging. Unser „deutlichster“ Sieg stammt aus der Saison 16/17 mit einem 2:0. Die Gesamtbilanz ist auch völlig ausgeglichen. Den 6 Siegen der Braun-Weißen stehen auch 6 Siege von Dynamo bei 4 Unentschieden gegenüber.

Dü-Na-Mo wird Mühe haben, dieses Niveau zu halten
(Foto: arigrafie)

Und sonst?

Wie bei den vergangenen Aufeinandertreffen dürfte es auch bei diesem Spiel auf den Rängen wieder hoch hergehen. Seit dem Wiederaufstieg von Dynamo gab es regelmäßig unschöne Szenen auf Dresdner Fanseite. Insbesondere beim letzten Spiel wurden im Gästebereich des Millerntors die sanitären Einrichtungen erheblich beschädigt und im Gästebereich waren wiederholt höchst fragwürdige (insbesondere sexistische) Transparente zu lesen. Die Entwicklung in der letzten Saison war letztendlich eine absehbare Zuspitzung der vergangenen Jahre. Eine Reaktion der aktiven FCSP Fanszene blieb dabei nicht aus. Wir dürfen also durchaus gespannt sein, was aus beiden Fanszenen am Samstag zu erwarten ist. Jedenfalls hat USP bekanntlich einen Sonderzug organisiert, um möglichst geschlossen anzureisen.

Fazit

Nach dem durchaus engagierten Auftreten gegen Holstein und dem ersten Saisonsieg, dürfte auch am Samstag gegen Dynamo etwas für den FCSP zu holen sein. Das Spielsystem der Dresdner ist bekannt und bietet für unsere Braun-Weißen keine Überraschungen. Vielmehr scheinen wir mit den frischen Neuzugängen an den richtigen Stellen nachgebessert zu haben und der Einsatzwille ist der Mannschaft in den letzten Spielen ohnehin nicht abzusprechen. Ein Auswärtssieg ist im Bereich des Möglichen und kann damit den guten Eindruck aus den letzten Spielen manifestieren.

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