0:0 – Kellerduell par excellence

Das sollte ein Derby sein? Keine Tore und nicht mal ’ne Rote Karte!

Nebeneiander-Choreos in der Nord
Foto: ratzfatz

Sofa. Decke. Tee. Mit Schuss. Die Erkältung muss ja bekämpft und nicht bei Minustemperaturen auch noch gefördert werden. Also mal wieder Sofakartoffel und somit Glotze statt Heimspiel-Derby im Stadion. Mist! Aber Vorteil: Man sieht Wiederholungen, Zeitlupen und ist zwar nicht dabei, dennoch irgendwie „mittendrin“. Na ja, so halbwegs jedenfalls. Aber die wirkliche Atmosphäre kommt natürlich nicht rüber. Allein auf den Rängen zeigte sich bei den jeweiligen Choreografien etwas mehr Derbystimmung. Auf dem Feld dagegen herrschte eher das Motto: Langer Pass, Zweikampf, Foulspiel, Freistoß – und: Nichts!. Bon soir tristesse. Die Punkteteilung hilft keinem.

Choreo Südkurve, Teil 1
Foto: ratzfatz

Diesmal begann das große Kribbeln schon acht Stunden vor dem Kick-off. Das Derby-Fieberthermometer zeigte bereits am frühen Vormittag 1910 °C an. Das beste Gegenmittel wäre bekanntlich ein frühes Führungstor. Doch davon blieben beide Keeper sogar über 90 Minuten lang verschont.

Choreo Südkurve, Teil 2
Foto: ratzfatz


Im Vor-Anpfiff-Interview präsentierte Präsi Oke mal wieder die komplette Fanshop-Kollektion. Zum Thema Klassenerhalt sagte er drei Mal: „Wir haben Bock auf diese Liga“. Klar, aber nach dieser Nicht-Leistung?
Zum Spiel ist oben mit „Langer Pass, Zweikampf, Foulspiel, Freistoß – und: Nichts!“ bereits alles geschrieben.

Nach der Pause gab es reichlich Qualm und Lichter auf beiden Seiten. Alle Reste von Silvester wurden aufgebraucht. Keine Sicht mehr. Deshalb durften (inklusive der Verletzungspausen) alle Menschen gut 20 Minuten länger in der bitteren Eiseskälte stehen. Schönen Dank auch. Interessant aber: Bis zum Wiederbeginn spielten sich Spieler beider Teams die Bälle zu. In der zweiten Hälfte gab es dann immerhin noch zwei Chancen für den FCSP, die Fernandez aber diesmal bravourös parierte, statt sie ins eigene Netz zu befördern. Positiv bleibt immerhin festzustellen, dass wir uns wenigstens diesmal keine Last-Minute-Tore eingefangen haben (man muss manchmal auch mit den kleinen Dingen zufrieden sein) und dass der FC St. Pauli wieder einmal nicht verloren hat, wenn der Übersteiger erscheint. Drei Punkte Richtung Klassenerhalt wären uns natürlich lieber gewesen.

Hamburger Laufladen
Foto: Tina Bertow

Unsere Verkäufer*innen haben sich am und im Stadion brutal den Arsch abgefroren, um euch die Hefte anzubieten. Wer sie allerdings verpasst haben sollte: Gegen Leipzig verkaufen wir nochmal. Außerdem begrüßen wir eine neue Verkaufsstelle. Der Übersteiger wird nun auch im Hamburger Laufladen (in der Ohlsdorfer Straße 60) angeboten (inklusive eines süßen ÜS-Sparschweinchens). Und wehe, das klaut jemand: Vendetta!
Neu-ÜS-Redakteurin Tina ist dort auch Kursleiterin. Gemeinsam mit dem langjährigen St. Pauli-Fan und Inhaber nicht nur des Laufladens, sondern auch einer LDK (Lebenslanger Dauerkarte), Jens Gauger, wurde das ÜS-Sparschweinchen repräsentativ drapiert.

ÜS im Hamburger Laufladen
Foto: Tina Bertow

Nun richtet sich der Blick auf den Dienstag mit dem Nachholspiel gegen den Dosenclub aus Leipzig. Den (nicht aktualisierten) Vorbericht gibt es hier.
// Hossa

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