Bitte zu Tisch – es gibt Essen

Im Angebot: Heiße Pokalschlachtplatte!

(Wenn nicht anders vermerkt: Fotos (c) arigrafie.de)

Guten Appetit
Bastelarbeit: Hossa

Bei Begriffen wie „Pott“ und „Essen“ in Verbindung mit „Rot-Weiß“ denken Gourmets natürlich eher an Junkfood im Imbiss als an Fußball im Stadion. Kommen dann noch die Wörter „Hamburg“ und „Hafenstraße“ hinzu, ist die Verwirrung komplett. Und das gilt dann auch für das Menü – also, das Essen.
Womit wir wieder am Anfang wären: nämlich bei(m) Essen. Aber damit das hier keine Endlosschleife wird, tauschen wir jetzt mal die „Schlacht am kalten Buffet“ gegen eine „heiße Pokalschlachtplatte“. Denn genau diese erwarten wir von unseren Jungs im Essener Stadion an der Hafenstraße.
Bleibt zu hoffen, dass in der Location pünktlich um 19:45 Uhr „Last Orders“ ertönt und wir pappsatt und zufrieden den Heimweg antreten können und nicht noch nachsitzen müssen.

Extravagant angerichtet: Die Stadionwurst.
(Bild: Hossa)

Spezialitäten zu essen in Essen scheint es nicht allzu viel zu geben. Zumindest sind das „Borbecker Helles Dampfbier“ sowie die Kräuterliköre „Borbecker Schlosstropfen“ und „Steeler Krieger“ bei Wikipedia als kulinarische Spezialitäten der Stadt aufgeführt und das ist ja eher was zu trinken. Einzig die „Waddische Apfeltate“ (Werdener Apfelkuchen) lädt in fester Form zum Naschen ein. Na, irgendwo in einer dunkelgrauen Seitenstraße findet sich bestimmt eine Pizzeria oder gar ein Imbiss. Oder es geht gleich zur Spielstätte und man macht dort den ultimativen Stadionwurst-Test (auf eigene Gefahr!).

Geschlossene Gesesellschaft: „Bitte geh’n Sie weiter. Hier gibt es nichts zu trinken!“

Laut kicker hat das Stadion 20.100 Plätze, davon 9.010 überdachte Stehplätze. Wikipedia dagegen schmeißt 19.962 Plätze in die Runde. Da tendieren wir – bei einem auf der RWE-Homepage angegebenen Schnitt von 17.320 Fans pro Spiel – eher zu Wiki. Ejall. Wer übrigens glaubt, dass die glorreichen Bundesligazeiten an der Hafenstraße lange vorüber sind, der bzw. dem sei gesagt, dass die RWE-Männer sich das Stadion mit den Bundesliga-Frauen der SGS Essen (Sportgemeinschaft Essen-Schönebeck 19/68 e. V.) teilen.

Die Zeche „Zollverein“ in Essen.
Ein Must-Visit.

Seit fast zwei Jahren ist Uwe Koschinat RWE-Coach. Nach sieben Jahren bei Fortuna Köln folgten mit Sandhausen, Saarbrücken, Bielefeld und Osnabrück Stationen eher kurzzeitige Engagements. Koschinat, der demnächst 55 Jahre alt wird, führte RWE in der Liga zuletzt auf den 3. Tabellenplatz. In der Relegation scheiterten die Ruhrpottler allerdings an den Franken aus Fürth. Auch der aktuelle Saisonstart ging halbwegs daneben. Am 1. Spieltag verlor Essen in Saarbrücken (nach einem 2:0-Vorsprung!) noch 2:5. Im folgenden Heimspiel gegen den TSV Havelse gelang per Strafstoß immerhin der etwas schmeichelhafte 1:0-Siegtreffer durch Nürnberg-Leihgabe Telalovic (64.).

Im DFB-Pokal wurde der – stets opulent gedeckte Tisch (mit hsv, RBL und dem BVB) – für Essen in den vergangenen drei Jahren jeweils bereits nach dem 1. Gang abgeräumt. Und da RWE ein Traditionsverein ist, dürfen sie diese Tradition am Sonntagabend (18:00 Uhr) gegen unsere Jungs gerne fortführen.

Die Zeche „Zollverein“ in Essen. Ein Must-Visit.

Auf der HP gibt es Fan-Links. Einer davon führt übrigens zu „Radio Hafenstraße“ – wo es allerdings nicht um besetzte Häuser, Polizeischikanen oder (gar) Gewalt geht, sondern sich alles um Rot-Weiß und die Spiele dreht. Zudem kann man auch Sendungen mit Diskussionen samt Musik (z. B. am Montag & Mittwoch von 19:00 bis 21:00 Uhr) lauschen, wenn man denn will …

Das Objekt der Begierde

Das letzte Spiel gegen Essen datiert vom 6. Mai 2006, als Ali Bilgin und ein gewisser Holger Wehlage die Treffer zum 2:0-RWE-Sieg erzielten. Noch weiter zurück liegt das einzige Pokalspiel beider Teams an der Hafenstraße: Am 11. September 1993 traf Martin Driller zunächst doppelt, dann gelang Essen allerdings der Ausgleich und in der Verlängerung noch der 3:2-Siegtreffer. Den letzten braun-weißen Erfolg bei Rot-Weiß musste ich hingegen in Opas Tagebuch nachschlagen: Dort steht als Eintrag vom 26. Juni 1966 durch den Treffer von Karl-Heinz Pape ein knapper 1:0-Sieg.
Zeit, dass sich was dreht …!

Hossa war in der Gegengerade

Der Tipp lautet diesmal inklusive Torverlauf:
1:0, 1:1, 1:2, 1:3 – Danke, Tschüss(ikowski), auf Wiedersehen!
// Hossa

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