Es hat nicht sollen sein
„Angeschlagene Boxer sind gefährlich“ sagt das Sprichwort. Und dass dieses nicht ganz unwahr ist, zeigte sich am gestrigen Abend bei den „Wölfen“ – am Sonntag von den Bayern in München noch mit 8:1 aus dem Rasen-Ring gehauen. Vierzehnter gegen Sechzehnter: Man könnte von einem Kellerduell sprechen. Doch was an diesem Mittwochabend in der niedersächsischen Autostadt zu sehen war, spottet jeder Beschreibung. Bereits einige Stunden vor Anpfiff kam das übliche Kribbeln vor einem Spiel. Ein Freund wünschte mir noch „ein spannendes Spiel“. Meine Antwort: „Ein siegreiches Spiel!“.
Zunächst musste Nikola Vasilj (wieder ganz in Milka-Lila) gleich in der vierten Minute sein Können aufbieten, um einen Schuss abzuwehren. Im 50. Spiel für Alex Blessin als FCSP-Coach zeigten seine Jungs in den Anfangsminuten gutes Pressing – allerdings ohne zählbaren Erfolg. Den hatten dann die Wolfsburger in der 25. Minute, als Christian Eriksen den VfL nach einer mehr als strittigen Strafstoßentscheidung per Handelfmeter in Führung brachte. Eric Smith glich dann, nach feiner Vorarbeit von Adam Dźwigała, noch vor der Halbzeit zum 1:1 aus (40.). Dann war Pause.
In der 88. Minute erwies sich Wolfsburgs Dzenan Pejcinovic dann als absoluter Spielverderber, als er den 2:1-Siegtreffer erzielte. Mehr ist dazu heute nicht zu sagen – außer: Wie wäre es, wenn Alex Blessin die Spieler nach Dortmund laufen ließe…
// Hossa
