Euro 2012: Gr.A – Russland

Was verbindet St. Pauli damit?

Nach endlosen Jahren, gut es waren nur vier, stieg unser geliebter FC 1995 wieder auf. Ich erinnere mich an das erste Heimspiel jener Saison gegen Wolfsburg. Ich stand das erste Mal auf der Gegengeraden, vor allem weil ich Flagge zeigen wollte nach dem so dumm verschenkten Aufstieg des Vorjahres. Es war ein schöner Sommertag und vor uns lief sich Juri Sawitschew warm, den wir aus Saarbrücken ans Millerntor geholt hatten. Es gibt so Momente, wo man sich fragt, wer ins Stadion geht. Mein Nachbar fragte jedenfalls, wer das da sei und nachdem ich ihm den Namen nannte hörte ich nur das berüchtigte „Aha, kenn ick nicht. Egal, wir machen Party, oder?!“ Nein, eben nicht… nicht egal, wer da spielt. Juri war ein wichtiger Faktor im Aufstiegsrennen und bescherte mir an einem heißen Nachmittag in Liga 1 gegen 1860 eine unvergessene Szene. Wir führten in Überzahl schon 3-2 und noch wenige Sekunden waren zu spielen. Es war klar, wir zittern bis zum Ende. Klaus, das Tier tobte im Tor und dann kam dieser Konter und am Ende schlenzte Sawitschew den Ball in den Dreiangel. Es war die Tabellenführung. Meine frisch gekaufte Fahne bekam so einige Bierladungen ab und bei gefühlten 40 Grad im Schatten schlenderten wir danach über den Dom und in den Zelten lief „ran“ und noch einmal feierten wir alle Tore.

httpv://www.youtube.com/watch?v=tqKpQBXKqnA

(leider gibt es „nur“ Bilder vom Superspiel gegen Nürnberg 1994)

Nur eine Saison später war der nächste Russe bei uns, Pisarew. In einer sagen wir mal eher traurigen Spielzeit gab es wenige Momente, an die man sich erinnern möchte. Mich gruselt es noch heute, wenn ich das Derby im September 96 denke. Am Ende verloren wir mit zwei Mann Überzahl gegen die Rothosen mit 0-3. Ja, es gab Zeiten, in denen wir da laufend verloren, mal heftig, mal unglücklich. Das Rückspiel war schon ein Krisengipfel, denn auch in Stellingen quälte man sich durch die Saison und der Felix Magath war noch nicht der größte Schleifer aller Zeiten. Und so kam es an einem Freitagabend zu einem qualvollen Kick und wieder führten die Falschen. Ich war mal wieder ohne Job und ohne viel Kohle, nur das premiere–Abo war noch immer da. So saß ich im Zimmer und erwartete nur eine Enttäuschung. Doch dann kam Pisarew mit einem sagen wir Seitfallzieher – Ausgleich. Ich sprang geisteskrank durch eine Wohnung hier schön im Osten, wo sonst nur Hansa Wimpel leuchteten in jenen Tagen. Es sollte mein erster Derby Sieg werden – denkste. Freistoß und bums…1-2. Nun gab es noch den Richie Golz, der verdeckte St. Pauli-Spieler bei den Müllverbrennern. In letzter Minute ein verunglückter Schlag, der genau bei Pisarew landet, der stürmt allein auf ihn zu, legt quer zu „kleines dickes“ Scharping und der schiebt nicht, sondern haut das Ding in den Winkel haarscharf. Nun war alles zu spät, ich war losgelassen und holte mir die heftigste Verletzung meiner Karriere – eine fette Beule auf dem Kopf, weil ich im Jubel die Höhe der Tür vergaß. Egal… auf meinen Derbysieg habe ich dann doch in Summe 23 Jahre gewartet…und Pisarew? Verschwand als bald…

httpv://www.youtube.com/watch?v=HPG3cNYCi74&feature=related

EM Historie

Nur die ganz eingefleischten Statistik – Gurus, also so blöde Fußballfreunde wie ich, haben vor Augen, dass die UdSSR, quasi als Vorläufer, einst der erste Titelträger war anno 1960. Wem der Name Lew Jaschin nichts sagt, hat sich wenig mit alten Geschichten befasst oder hat eisern alles jenseits der Elbe ignoriert. Bis heute gilt Jaschin als einer der absolut größten Torhüter, der vor allem auch durch seine schwarze Spielkleidung bekannt war. Im Zusammenhang mit seiner Sprungkraft kam man auf den Spitznamen „Panther“. Solche Namensgebung war einst ja üblicher als heute. Kann mich jetzt kaum an aktuell gängige Namen am Millerntor erinnern. Aber noch vor knapp 20 Jahren erfreute uns ja „Eisen-Dieter“ mit dummen Wortschöpfungen für Leo Manzi und knallharten Tacklings. Nun, die UdSSR hatte einen Panther.

httpv://www.youtube.com/watch?v=gFKbG7N3fNk

So richtig in das Blickfeld der deutschen Fußballfans gerieten die Russen und ihre damals noch weiteren Völker anno 1972 beim Finale in Brüssel. Mit 0-3 ging man noch human gegen die beste deutsche Mannschaft aller Zeiten unter. Es gab keine Chance dem modernen Spiel der Beckenbauer und Netzer Einhalt zu bieten. Es wird gerade in diesen Tagen jede Form des Platzsturms verurteilt, verteufelt und als Verbrechen dargestellt. Eine der bekanntesten Invasionen fand nach diesem Endspiel statt und erzeugte im Übrigen auch bei den beiden legendären Reportern Oscar Klose und Kurt Brumme die selben Urteile wie heute bei Beckmann und Scholl. Jawohl, alles Raudaubrüder und „Typen, die nichts beim Fußball zu suchen haben und einfach lästig sind“. So sinngemäß die Worte damals… so ähnlich heute.

httpv://www.youtube.com/watch?v=IfMiYTSCU-Y

Noch einmal trat die UdSSR in Erscheinung. 1988 bei der der Euro in Deutschland spielten die Russen noch schöner und effektiver als schon bei der WM 86. Nun habe ich als kritischer DDR Bürger etwas Probleme gehabt, das schön zu finden. Hallo, wer mag schon die Russen?! Zudem hatten die im ersten Spiel meinen gewetteten Favoriten Holland geschlagen. Nein, ich fand erst spät Freude am 2-0 Halbfinale gegen Italien, dem schönsten Kick der Osteuropäer. Im Finale aber schlugen meine Helden Gullit und van Basten zu, der spätere kleine Dieb Belanow (er hatte flinke Finger in seiner Gladbacher Zeit) verschoss einen Elfer und Europa war Oranje…

httpv://www.youtube.com/watch?v=XEZn0HIEQ5o&feature=related

In den Jahren ’92 und ’96 traf man als GUS und dann endlich als Russland jeweils auf die deutschen Männer. In Schweden, im schwächsten Euro Turnier aller Zeiten, fing man sich in letzter Sekunde den Ausgleich durch den kleinen Häßler und vier Jahre später verlor man heftig 0-3. Nun kann man über Klinsmann denken, was man will. Ich mochte ihn als Spieler, selbst wenn er immer für die falschen Vereine antrat. Jenes Tor gegen die Russen 1996 ist wohl einen seiner schönsten und das zu Recht.

2008 spielten sich die Russen unter Guus Hiddink dann in einen Rausch. Sie warfen mal locker meine geliebten Schweden raus und begeisterten selbst Skeptiker wie mich im Viertelfinale gegen Holland. Arschawin und Co. waren nun wirklich Klasse und scheiterten erst an den überragenden Spaniern.

httpv://www.youtube.com/watch?v=C6s3PR1DyUs

 

Land – Kultur und so

Ich bin wie mehrfach betont im Osten aufgewachsen, ich gehöre zur letzten echten DDR Generation und wurde so zu einer „Freundschaft“ mit der UdSSR mehr gezwungen, als dass ich sie fand. Das konnte ja nicht gut gehen, das musste eher gegenteiliges zum Teil hervorrufen. Aber, und auch das ist eben Geschichte, die UdSSR – von uns „Freunde“ genannt – brachten uns Gorbatschow. Egal, wie man sein Wirken in der Gesamtheit werten will, er brachte den Stein dann doch ins Rollen. Wir liefen mit Stickern an den Jeansjacken herum, wir riefen seinen Namen. Es ist eben auch sein Verdienst, dass es eine friedliche Revolution war. Freiheit! Ich kann nicht sagen, wie sehr ich dieses Wort und diesen Zustand bewerte, ihn schätze. Freiheit ist das Größte und Wichtigste. Ich hätte nie ein Spiel meines FC am Millerntor sehen können ohne diesen Gorbatschow, nie… das habe ich eben auch nicht vergessen und das bleibt mir als wesentlicher Punkt.

Und dann landet man aber eben auch automatisch im Heute und sieht zuletzt die „Krönung“ des so machtsüchtigen Putin, jenem ehemaligen Geheimdienstler mit Stammsitz in Dresden. Habt ihr gesehen, wie er mit politischen Gegnern umgeht, wie er sich selbst präsentiert und mit dem Öl regiert. Habt ihr gesehen, wie ein Sozialdemokrat(!!!) namens Schröder vor lauter Unterwürfigkeit den Bückling macht? Habt ihr gesehen, wie Demonstranten in Moskau „beseitigt“ werden? Nein, wir müssen nicht nur über die Ukraine sprechen in dieser Zeit. Russland unter Putin ist kein demokratisches Land. Russland unter Putin ist reich und arm auf wenigen Metern. Russland wird aber nicht geächtet, denn die wirtschaftliche Wichtigkeit und die Kraft der Rohstoffe sind die Faktoren und eben nicht die Grundsätze wie Freiheit und Demokratie. Wacht auf, ihr verschleimten Berliner Politiker…

Daneben finden wir aber ein unendlich schönes Land. Ich habe selber einen Traum – eine komplette Reise mit der transsibirischen Eisenbahn. Zugegeben, ich reise sonst nach Fußballplänen, was meine Frau tierisch nervt. In dem Fall aber würde mich mehr reizen. Endlos die Wälder, freundlich die einfachen Menschen und wundervoll die Seen – wenn man viel sehen will und genießen kann. Russland gibt es dir. Zunächst aber bin ich Ende Mai zum ersten Mal in Moskau. Und bei allen Vorurteilen und bei aller Skepsis, den Roten Platz muss ich betreten – ich muss!!!

Es ist für mich wesentlich schwieriger, im Fall Russland auch kulturelle oder musikalische Erinnerungen zu haben. Zehn Jahre habe ich die Sprache lernen müssen und wofür? Für Nichts, denn heute kann ich mich maximal zum Bahnhof durchfragen. Aber Musik??? Doch klar, da war und ist dieser Armeechor, der uns seit dem Kriegsende immer und immer wieder dieses „Kalinka“ um die Ohren haut. Und da sind diese Säbeltänzer, diese Ostausgabe des Breakdance. Aber so richtig geile Musik? Kenn ich wirklich nicht. Meine schlimmste Assoziation sind die Scorpions aus Hannover. Ich habe „Wind of change“ von Anfang an gehasst….

httpv://www.youtube.com/watch?v=09Rf2KqA7a4

Ja gut, in Kürze kommen da bei dem Eurovisions – Sing Sang ein paar Omas mit Kittelschürzen – die schaffen es bestimmt in mein Herz und wenigstens in euer…

httpv://www.youtube.com/watch?v=WKNRGc71hjc

 

Die Fans und Liga

Ich war vor 4 Jahren in Salzburg, allerdings für kein Spiel der Russen. Vielmehr sah ich mir meine Schweden gegen die Griechen an, für viele wohl kein Leckerbissen, für mich die Fußballwelt. In diesem wunderschönen Ort gab es zahllose teure, sicher überteuerte Hotels. Ich bin wahrlich kein Freund von Vorurteilen, aber dass Neureiche Russen stets umgeben sind von Heidi Klum-Verschnitten in echten Pelzen, dass Vorurteil kannte ich und musste erschrocken feststellen: es stimmt. Es stimmte vollkommen. Alle Hotels waren belegt und nirgends sah man normale T-Shirt Träger oder Soldaten wie einst bei uns. Nun ist so ein Turnier ja auch eine Show und da passte das gut hin. Dazu sind in fast jedem europäischen Land Exilrussen. So sind die Blöcke gut gefüllt. Aber trotz aller Fahnen und Pelze, die Liebe gehört dem Puck. Fußball ist nur eine von vielen Sportarten und die Gewichtung wird deutlich, wenn das Stadion mal wieder völlig sinnfrei „Scheibu, Scheibu“ ruft – klar, der Anfeuerungsruf für die Kufenstars. Bei der Masse an Menschen sind aber inzwischen zahllose dem Leder verfallen. Große Spiele, egal ob Nationalmannschaft oder Klub, besuchen entsprechend Massen. Siebzigtausend oder achtzigtausend, alles ist möglich. Die Stadien haben zum Teil Kunstrasen und so erfüllen sie höchste Standards. Ja, auch da landen die Ölmillionen.

Die Liga wird jedes Jahr besser, auch hier spielen die Gelder eine Rolle. Nicht erst seit dem Wechsel von Kevin „ich lasse jeden Ball zehn Meter prallen“ Kuranyi wird gezielt im Westen eingekauft, selbst Trainer wie Spaletti bei St. Petersburg landen im Schnee. Es ist aber eben auch eine große Kluft erkennbar. Da sind die Großstadtvereine, wie vor allem ZSKA oder Spartak und Zenit, und dann findest du diese anderen, wie Kasan. Wichtig ist vor allem ein Oligarch, ein Geldgeber. Nur so ist ein Erstligist berufen, mehr zu erreichen, nur so kommen mehr Zuschauer.

Ich bin gespannt, ob sich die Nähe nach Polen und ggf. Ukraine auf die Fanmassen und auch die Fanstruktur etwas auswirkt. Angesichts der trotzdem großen Entfernungen ist Skepsis berechtigt. Aber auf der anderen Seite gab es im UEFA Ticketshop kurioserweise gerade für die Partien der Russen fast nie große Kontingente, was nun an deren Begeisterung oder eben an der Kaufkraft der Polen liegen kann, denn es ist klar zu sehen gewesen, dass Spiel in Poznan oder Warschau in wenigen Augenblicken verkauft waren , hingegen echte Leckerbissen wie Frankreich – England fast Ladenhüter waren. Und am Ende bleibt die Frage, wie stark solche Ostblockduelle wie Tschechien und Polen die Massen anziehen?

Nicht verschweigen darf man den Anteil rechtsradikaler Fans und Hooligans bei den Russen. Es ist wie so häufig im Osten. Das ist eben auch mit dem Verbot von Meinungsfreiheit, mit dem Aufdrücken von Meinungen und einer sehr eigenen Geschichtsschreibung zu erklären. Gerade das Verbotene zieht Jugendliche an, eben auch so hirnrissige Gedanken und braune Gesinnungen. Das ist ein Problem aus alten Zeiten und nicht so einfach zu lösen. Dies beziehe ich eben auch mal auf den gesamten Ostblock. Es ist für St. Pauli Fans gerade in Hamburg schwer verständlich, aber der „Hass“ hat seine Wurzeln im Kommunismus.

httpv://www.youtube.com/watch?v=giGJYkjt47o&feature=related

 

Chancen und so?

Sind die Russen noch so stark wie 2008? Hat ihnen die katastrophal verfehlte WM in Südafrika geschadet? Wie sind die großen Stars so drauf?

Alles Fragen, die man schwer beantworten kann. Insbesondere die Russen oder früher die UdSSR waren so wechselhaft im Auftreten, dass Prognosen riskant sind. In meinem Alter denkt man sofort an die WM ’86 und den berauschenden Auftritt gegen die Ungarn, aber zugleich erinnert man sich an das sensationelle Ausscheiden gegen Belgien. Und selbst ’88 bei der Euro oder zuletzt 2008 sprach alles für den Titel, bis eine Mannschaft kam und mal in Führung ging. Eben dann haben sie oft Probleme und verfallen in ein Phlegma und in Melancholie, wie es halt die Art der Russen ist. Das ist ja nun auch nichts schlimmes, aber für so einen Mannschaftssport wenig förderlich. Ich habe mal den Superstar Arshawin live gesehen, er hatte den Tag offenbar gar keine Lust. Du hättest da jeden Kreisligaspieler hinstellen können, der wäre mehr gelaufen. Und dann siehst du ihn wieder mal gegen Liverpool, wie er mal einfach so die wunderschönsten Tore schießt. Der Defensivblock, fast komplett ZSKA Moskau, ist groß aber unbeweglich. Leute wie Zhirkov haben sich nicht weiterentwickelt, sind aber immer gut für ein Spiel.

Also ich erwarte die Russen schon im Viertelfinale, sie sollten stärker als Tschechien sein. Und vor allem muss der Angriff die hölzernen Griechen, die ja nicht wesentlich anders als 2004 spielen, auseinander nehmen. Polen hat den Heimvorteil und kann da die Russen auf Platz 2 schicken. Nur ob dann mehr als das Viertelfinale drin ist, kann aus heutiger Sicht nur als sehr fraglich gelten. Da warten dann die Gegner aus der starken Deutschland – Gruppe, wobei wir gleich mal spekulieren können, wer da vielleicht überrascht. Ich habe auch kein Problem, wenn der Jogi seinen Pullover zu Hause an hat und in HD Russland – Dänemark gucken muss… //  Gastartikel von Kay Schernikau (arno73)

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4 Kommentare zu Euro 2012: Gr.A – Russland

  1. Nikolay sagt:

    Besten Dank fuer den Beitrag. Was die Chancen der russischen Sbornaja betrifft, glaube ich, dass sie die Vorrunde schaffen wird, dann ist m.E. aber auch Schluss. Habe gestern das Spiel in Moskau gegen Uruguay gesehen (1:1), es gab auch schon bessere. Eine Sensation wie 2008 gegen Holland traue ich diesem Team nicht zu (ganz besonders nicht, wenn wie gestern Pogrebnjak als einzige Spitze spielt).
    P.S. War es damals nicht Belanovs Frau, die durch”lange Finger” in Erinnerung blieb? Der erste sowjetische Spieler in der Bundesliga und Europas Fussballer des Jahres 1986 war soviel ich weiss nur dabei. Damals konnte er nie an seine Spiele von der EM 1988 anknuepfen.
    Zum politischen Teil Ihres Beitrags werde ich mich hier nicht aeussern, denn obwohl in vielen Teilen richtig (bin selbst in der DDR als “Besatzungskind” aufgewachsen), scheint mir die Situation im Land (dem ich selbst jede Demokratie abspreche) etwas komplizierter.
    Ich wuensche Ihnen viel Spass in Moskau (vorsicht mit den Moskauer Taxifahrern, lieber keine privaten PKW’s fahren). Sollten Sie Englisch sprechen, werden Sie sich in Moskau halbwegs durchschlagen koennen (am liebsten junge Leute ansprechen, da stehen die Chancen besser). Ansonsten, ist Petersburg viel schoener, besonders zu dieser Zeit. :-)) ДРУЖБА – FREUNDSCHAFT :-). Gruss aus Petersburg und noch mal vielen Dank.
    P.S. Was die russische Musik betrifft, so gibt (und gab) es da einiges, was durchaus hoerenswert ist.

    • Kay sagt:

      Nicolay: Es kann nur ein Anriss der politischen Verhältnisse sein, da will ich nicht diese kurzen Details als vollkommen hinstellen. Absolut nicht. Zudem ist unser ganzes Leben ja subjektiv, es ist nur die drastische Scheinheiligkeit ggü. Russland, wenn man über Boykott gegen Ukraine oder heut abend Aserbaishan redet, den größten Abweicher aber “feiert”…Ich glaube, mit Frau Belanow liegst Du richtig…ist zu lange her und ich habe zwar ne Menge Zeitungen von einst, aber keine BilD 🙂

      Und keine Angst, ich fliege nicht allein nach Moskau…ein guter Freund von der Arbeit mit kasachischen Wurzeln ist dabei.

      Druschba 😉

  2. jens sagt:

    guter bericht, danke.
    einiges was mit der ddr, der su und der dsf beschrieben wurde, kann ich unterschreiben. und nein, freunde waren wir damals sicher nicht.
    heute mag es anders aussehen.
    dein bericht zeigt jedenfalls, daß ich einiges nicht alleine für mich erlebt habe.
    danke.

    jens

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