Mets erst ins Netz, dann Elfer verursacht

Foto: Tina B.
Freitagabendspiel + Flutlicht + Dom = Ständig dasselbe Dilemma… Und auch dieses Mal ist mit dieser Formel kein Sieg für den FC St. Pauli herausgekommen. Der tragische Held des Abends ist zweifelsohne Karol Mets: Erst gelingt ihm in seinem 88. Spiel in Braun-Weiß sein erstes Tor und dann verschuldet unser Este den Strafstoß, der kurz vor dem Ende doch noch zum Kölner Ausgleich führte. Jubel und Trauer liegen eben oft nah beieinander.

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Das Schlimmste an so einem Abendspiel um 20:30 Uhr ist ja, dass man irgendwie die Zeit bis zum Anpfiff überbrücken bzw. überstehen muss. Kochshows sind nicht unbedingt sehenswert, eher schon Tierdokus. Als Aperitif gibt es am frühen Freitagabend für den Fußballjunkie schon mal die Spiele aus dem Unterhaus. Immerhin etwas.

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Zu Beginn der Partie zeigten beide Kurven, was sie noch so von Silvester übrig hatten. Nach knapp zehn Minuten versuchte der Qualm, sich durch die grellbunten Lichter des Doms in den Nachthimmel von St. Pauli zu kämpfen. Und gekämpft werden musste heute auch unbedingt!

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„Komm mit uns, verschwende deine Zeit“, forderten Die Toten Hosen bereits vor über 35 Jahren (und die haben mit dem 1. FC Köln mal so gar nichts am Hut!). Aber wie verschwendet man am besten seine Zeit? Genau: mit einem Spiel unseres Magischen FC SANKT PAULI am Millerntor. Wobei von „verschwenden“ nicht wirklich die Rede sein kann, denn so ein Abstiegskampf ist wie die Schoko-Eier für Kinder: Was zum Spielen, was Spannendes und am Ende hoffentlich auch was Süßes. Also den Klassenerhalt!

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Schiedsrichter Dr. Matthias Jöllenbeck hatte in dem vom Abstiegskampf betonten Spiel wenig zu tun, denn es ging ausgesprochen fair zu. Nur zweimal fiel der Referee negativ auf: Zunächst sein grobes Foul, als er im Rückwärtsgang unseren Mathias Rasmussen plump über den Haufen rannte und sich eigentlich selbst hätte Gelb zeigen müssen!

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Zum zweiten Mal dann, als er kurz vor dem Ende auf den berühmten Punkt zeigte. Dies allerdings völlig zu Recht. Hatte Karol Mets zuvor noch per Kopf getroffen, erwischte der 32-Jährige nun Kölns Jakub Kaminski im 16er. Ein Pfiff, ein Videobeweis, ein Strafstoß – der Ausgleich. Kein Chapeau!


Somit haben die Kiezkicker mal wieder nur einen Punkt geholt – und das ist im Abstiegskampf einfach viel zu wenig! Frust. Aber es gibt ja noch zwölf Punkte zu holen. Vielleicht geht’s ja ohne den Faktor Dom (der ganz einfach weg muss!)…
// Hossa
