Nach dem Pokal ist vor der Liga

Ob Topteam oder nicht: Punkte müssen her!

Nach dem Viertelfinalaus am Dienstag in Leverkusen begrüßen wir am Samstag nun den VfB Stuttgart zum Ligaspiel am Millerntor. „Hallöle“, seggen wi dor mol. Die Jungs um Trainer Sebastian Hoeneß reisen als Tabellenvierter ans Millerntor und sind nach zuletzt einem knappen 1:0-Sieg gegen Freiburg seit sieben Ligaspielen ungeschlagen. Dennoch haben die Schwaben zwölf Punkte Rückstand auf den Klassenprimus aus München. Am Mittwochabend im Pokal in Kiel vermied der amtierende Pokalsieger sein persönliches Waterloo und gewann an der Ostsee zwar etwas mühsam, aber letztendlich deutlich mit 3:0.

Die Schwaben an sich gelten gemeinhin ja als sparsam bis geizig. „Schaffe, schaffe, Häusle baue“, oder so. Ob die Schwaben nach dem Pokalspiel in Kiel bis Samstag im Norden bleiben oder umweltschädigend pendeln, ist zwar nicht bekannt, wäre finanziell aber günstiger. Sie könnten ja in Malente einchecken, dem WM-Stützpunkt von 1974. Maier, Breitner, Müller & Co fanden es so prima dort, dass sie des Nachts ausbüxten, um auf dem Hamburger Kiez zu feiern. Aber sie holten den Titel ebenso wie 1992 die Dänen bei der EM in Schweden, bei der sich das Team hauptsächlich von den Produkten einer Fast-Food-Kette ernährt haben soll. Eine Filiale davon gibt’s dort bestimmt auch.

Das Hinspiel der Blessin-Elf im September ging für Braun-Weiß 0:2 verloren, das erste Spiel, in dem St. Pauli zu Saisonbeginn tor- und punktlos blieb. Zwar hatte Angelo Stiller noch einen Foulelfmeter verschossen, doch Ermedin Demirović und Bilal El Khannouss sorgten für die VfB-Treffer. Mit insgesamt zwölf Toren ist Deniz Undav der erfolgreichste Torjäger der Jungs aus (Bad) Cannstatt. Übrigens: In der Vorsaison gewannen beide Teams jeweils ihr Auswärtsspiel mit 1:0. Machen wir es in dieser Spielzeit doch mal andersrum.

Hier noch ein kulinarischer Tipp für die VfB-Fans: Falls ihr Hunger, aber keine Lust auf Fischbrötchen habt, bietet das „Zum Spätzle“ in der Neustadt und in Ottensen (beides nicht wirklich weit vom Millerntor entfernt) seinen Gästen feine schwäbische Spezialitäten. Und wer schon immer mal ein original Hamburger Labskaus probieren möchte, ist bei den Krameramtsstuben oder im Old Commercial Room unterhalb des Michels genau richtig.

P.S.: Das Wort zum Samstag: Die Temperaturen sollen wieder steigen und somit auch das Eis auf der Elbe schmelzen. Sollte am Samstag nicht (dreifach) gepunktet werden, wird das Eis für die Kiezkicker zunehmend dünner. Der Tipp lautet dennoch ganz optimistisch 2:1.
// Hossa



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