Reisen mit Speisen, Farben & Fäkalsprache und hohen Ergebnissen!

So begeisternd die Spielzüge der Kiezkicker in der letzten Partie auch waren, so unfassbar und niederschmetternd ist immer noch das Ergebnis. 24 Torabschlüsse in 90 Minuten heißt, dass alle 3,75 Minuten ein Schuss auf den gegnerischen Kasten abgegeben wurde. Und nur einer davon war drin…
Ja, verdammt: Es nervt und tut immer noch weh!
Aber hilft ja nun alles nichts: Mund abwischen und weiter futtern. Zum Beispiel lecker gegrillte Magde-Burger, die schon im tiefsten Mittelalter von den Mägden für die Knechte nach der Feldarbeit zubereitet und mit in Stäbchen geschnittenen Strohkartoffeln (Meck-Pommes) serviert wurden.
Dieses urdeutsche Gericht stammt ursprünglich aus Sachsen-Anhalt und gilt noch heute als Leibspeise von König Martin und Prinz Tobias (von Blau-Braunen), die sie sich täglich frisch von ihrem Küchenpersonal des BDM (Bündnis debiler Männerfantasien) in ihr Schönebecker Palais liefern lassen. Im ortsansässigen VEB (Vormals Europacup-Besitzer) kickte einst auch unser (bislang) zweifacher Torschütze Martijn Kaars. Womit dann doch noch hart die Kurve zum Fußball gekratzt wurde – irgendwie.
Am vergangenen Samstag gastierte der 1. FC Magdeburg beim SV Darmstadt 98. Und wie bei unseren Jungs eine Woche zuvor gab es nur einen Zähler am Böllenfalltor – beim 1:1 allerdings mit Toren. Es war das zweite Remis der Magdeburger in dieser Spielzeit, dazu gesellen sich fünf Siege und drei Pleiten. Dabei gewannen die Sachsen-Anhaltiner mal enorm hoch, verloren aber mal auch ebenso richtig krachend. Das ganze macht 17 Punkte und mit 21:13 Toren in der Summe den siebten Tabellenplatz.

Magdeburg und das 6:1-Resultat
Gleich zum Saisonauftakt setzte es eine deftige 1:6-Heimklatsche gegen die Freunde aus Braunschweig (einer von acht Partnerstädten neben u. a. Le Havre, Sarajevo und Nashville). Erneut daheim, aber diesmal mit einem Sieg, wurde am 9. Spieltag der KSC mit 6:1 abgefertigt. Und nur vier Tage später hatten die Blau-Weißen wieder mit diesem Ergebnis zu tun: Allerdings umgekehrt, denn im DFB-Pokal wurde das Team des fast 66-jährigen Trainers Petrik Sander mit 6:1 von den Bayern in München aus allen (Pokal-)Träumen gerissen.
Nicht ganz so viele Tore gab es am 7. August 2021 in Magdeburg. Jakov Medić sowie der doppelte Guido Burgstaller sorgten gegen den damaligen Drittligisten für die braun-weißen Treffer beim 3:2-Pokalerfolg in der ersten Runde.
(Hier Carstens Vorbericht von damals)
Nun, was ist in Magdeburg zu erwarten? Wenn unsere Jungs so mit dem Spielgerät umgehen wie zuletzt, ist man geneigt, an den langersehnten ersten Auswärtssieg zu glauben, darauf zu hoffen und/oder ihn sich wünschen. Oder sie machen einfach das Gegenteil: Einfach scheiße spielen und mit einem Kacktor Unterschied gewinnen. Läuft aber auch auf einen Dreier in der Fremde raus. Egal wie Jungs – ihr wisst, was ihr zu tun habt.

Und da wir schon bei Ausdrücken aus der Fäkalsprache angelangt sind, hier dann vom Fußballerischen ein kurzer Schwenk zum Politischen. Dass im dortigen Bundesland der blau-braune Mist ganz gehörig am Dampfen ist und zum Himmel stinkt, dürfte nicht erst seit den letzten Wahlen dort bekannt sein. Und um bei Farben zu bleiben: Auch mit den blau-weißen „Schlachtenbummlern“ waren wir noch nie wirklich grün. So gilt für alle bunten Mitreisenden in braun-weiß: Kommt unbeschädigt und, wenn möglich, mit drei Punkten zurück.
Dafür muss noch ein guter Tipp her und der lautet: 1:0-Sieg für die Guten – und das durch, na klar, ein Kacktor! // Hossa

P.S.: Falls jemand ins dortige Vereinsmuseum gelangt, bringe man bitte „den kleinen blauen Fetzen mit der Rückennummer 14“ (Jürgen Sparwassers WM-1974-Trikot) mit. Der ewige Dank des Sängers einer noch jungen aufstrebenden Band aus Altona wäre endlos.
