Und sonst so… (XIX)

JHV 2011
Wie der Verein per Blickpunkt mitteilte, findet die allseits beliebte Jahreshauptversammlung in diesem Jahr am Dienstag, dem 22.11.2011 um 18.00 Uhr im CCH statt.

Nun kann man (wie Frau Jeky es tut und dafür ihren eigentlich eingestellten Blog wieder befüllt) dies als bewusste Schikane gegenüber Auswärtigen Fans des Verein werten. Auch als Hamburger ist ein Termin unter der Woche von 18.00h für manch Arbeitnehmer schwer. Und natürlich kann man damit dann Absicht seitens des Präsidiums vermuten, um unliebsame Gegenstimmen bei der ein oder anderen eventuellen Abstimmung auszugrenzen.
Ebenso kann man, wie es der Magische FC Blog tut, anmerken, dass ein Termin am Wochenende viele der sporttreibenden Abteilungen ausschließt, auch wenn, wie er anmerkt, dieses Risiko durch langfristige Planungen und Absprachen mit den jeweiligen Verbänden sicher zu umgehen gewesen wäre.

Will sagen: Ein echtes Ärgernis, egal wo man wohnt. Allerdings hab ich da inzwischen eher resigniert, da kann ich mich nicht mehr wirklich drüber aufregen.
Festzuhalten bleibt, dass der Termin sicher nicht als “Bestmöglich” in die Geschichte eingehen wird. Vielleicht wäre die Miete im CCH am Wochenende höher gewesen, vielleicht ist der Ballsaal zu klein, sehr wahrscheinlich wäre die Veranstaltung im Stadion abzuhalten Ende November in Hamburg nicht machbar.
Trotzdem: Unglücklich bleibt es, Punkt.

Aber: Wie man an diversen Beispielen der Vergangenheit sieht (aktuell nicht zuletzt an den 143 Mitgliedern der AFM-Versammlung, bei ca.9.500 Mitgliedern und damit gut 1,5% Anwesenheitsquote trotz Termin an einem Feiertag) ist die Auffassung der meisten Mitglieder dieses Vereins eben die, dass die Mitgliedschaft diverse Rechte bietet, neben dem Bezahlen des Mitgliedsbeitrages aber eben keine Pflichten hat. Das war bei vergangenen Versammlungen so und wird auch dieses Mal so sein.
Von den 15.000 Mitgliedern dürften mindestens zwei Drittel im Hamburger Einzugsgebiet leben und der überwiegende Teil dürfte (wenn einen Monat vorher darüber informiert) auch ohne umstellen der Urlaubsplanung den 18.00h Termin möglich machen können… und trotzdem wird die Zahl der Anwesenden wahrscheinlich nicht einmal (oder grade mal eben so) vierstellig.
Zum Vergleich: Im letzten Jahr fand sie an einem Sonntag Nachmittag vor 500 Leuten statt (Samstag war Heimspiel gegen Leverkusen, also auch für Auswärtige irgendwie mach-/kombinierbar) und am Montag Abend, da sie ja zweitägig war, waren es immerhin noch 400 Anwesende. Wer da jetzt 20% Schwund am Werktag erkennt und dies verallgemeinern will, sollte im Hinterkopf behalten, dass die für viele wichtigste Entscheidung (Corny Littmanns Ehrenpräsidentschaft oder eben nicht) bereits am Sonntag gefällt worden war und vielleicht auch deswegen einige auf den Montag verzichteten.

Also: Kommt alle… oder auch nicht, kann ich eh nicht ändern.

St.Pauli-Bande
Die St.Pauli-Bande ist ein großartiges Projekt vom Fanclubsprecherrat und Fanladen, und hat noch Kapazitäten. Lest selbst:

In der Saison 2009/2010 wurde die Sankt Pauli Bande, der erste Fanclub nur für Kinder, vom Fanclubsprecherrat in Zusammenarbeit mit dem Fanladen ins Leben gerufen. Hier sollen sich Kinder im Alter zwischen 6 und 12 Jahren kennen lernen und gemeinsam ihr Fandasein außerhalb der Spieltage erleben. Die Bande ist für die Mitglieder kostenlos.
Alina, Cathrin, Christine, Elin, Inessa und Martino organisieren die Bandentreffen. Seitdem treffen wir uns etwa alle sechs Wochen montags zwischen 17.00 und 18.30 Uhr im Fanladen.
Bei jedem Treffen der Bande findet eine besondere Aktion statt. Beim letzten Treffen haben die Bandenmitglieder ihre eigene Fantasche hergestellt. Das nächste Treffen ist am 7. November und wir machen eine Rallye rund um den Fanladen. Das Weihnachtstreffen findet am 12. Dezember statt. Wir haben uns schon eine tolle Überraschung für euch überlegt!
Natürlich kommt auch der Fußball nicht zu kurz! Die Bandenmitglieder spielen im Rahmen der Fanclubturniere ihr eigenes Kinderturnier. Und selbstverständlich erhält jeder eine Urkunde und einen Preis.
Wir haben noch viele Ideen im Kopf, aber vielleicht hast du noch bessere? Hast du Lust, mit dabei zu sein? Dann melde dich an unter bande@fanclubsprecherrat.de oder bei Elin unter fanladen@gmx.de. Wir freuen uns auf dich!

NPD-Blog wird zu Publikative
Das Projekt “NPD-Blog.Info” geht zuende, ein neues namens Publikative.org beginnt bzw. macht dort weiter, zu den Gründen hat Patrick sich hier geäußert. (Also aktualisiert Eure RSS-Feeds und/oder Bookmarks.)
Doch auch unter dem neuen Namen gibt es weiterhin allerlei Lesenswertes und wir empfehlen dann gleich mal einen etwas anderen Blick auf das Frankfurter “Bomben auf Dynamo”-Plakat, als ihn die klassischen Medien (und insbesondere der Boulevard) in den letzten Wochen geworfen haben. Ob die dort geäußerten Hintergründe den Frankfurtern auch so bewusst waren, bezweifeln wir mal genauso wie der Autor. Der Verwunderung über die ausbleibende Reaktion auf die Dresdener “Jude, Jude, Jude!”-Rufe schließen wir uns aber gerne an.

Gewalt im Fußball
Die Ausschreitungen beim Zürcher Derby zwischen GC und dem FCZ machten europaweit Schlagzeilen, insbesondere der Boulevard überschlug sich regelrecht. Nicht ganz zu unrecht, schließlich war dies der erste zuschauerbedingte Abbruch im schweizer Profifußball.

Der Tenor aber war wie immer bei solchen Vorfällen. So, wie man ihn auch aus anderen Ländern und eben auch aus Deutschland kennt: Einige wenige, unverbesserliche Fans (gerne in Anführungsstrichen) hatten mal wieder tausende “normale” Fans um ihren Fußballgenuss gebracht. Jene wenige, die doch mit den anderen nichts zu tun hätten und sowieso nicht wirklich ins Stadion gehörten, je nach Zeitung oder Vereinsfunktionär eben auch gar nicht wirklich zu den beiden Vereinen gehören würden.
Eine Herangehensweise, die beim einem gewissen Zweitligisten in Mecklenburg-Vorpommern bereits mit “Die sind ja sonst nie da…” zum geflügelten Wort wurde.

Am Wochenende erreichte mich dann per Mail aus Zürich dieser Artikel von Pascal Claude aus der Schweizer “Wochenzeitung”, verbunden mit dem Kommentar: “Solch differenzierte Betrachtungsweisen zum Thema sind in der Schweiz derzeit eher selten!
Nicht nur in der Schweiz, möchte man hinzufügen.

“Tor des Wochenendes”
Die Wahl zum Tor des Monats September läuft noch, Stimmen für Florian Bruns’ Freistoß in den Winkel können noch bis Samstag um 19.00h abgegeben werden.
Beim 13-0 Testspielsieg am Samstag in Lüneburg gab es gleich das nächste Traumtor, erzielt von Rouwen Hennings zum zwischenzeitlichen 4-0, volley aus ca. 25 Metern. Dank der Lüneburger Zeitung gibt es das Tor jetzt auch online anzuschauen, es lohnt sich.

Weihnachten kommt näher
Zum Schluß dann noch die Empfehlung eines (zumindest annähernd) “Weihnachtsliedes” mit besonderem Gruß an Herrn Arnesen. Möge er die erfolgreiche Arbeit von Michael Oenning fortsetzen.

httpv://www.youtube.com/watch?v=M4h8y3VCx1Y&

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3 Kommentare zu Und sonst so… (XIX)

  1. ring2 sagt:

    Schönes Weihnachtslied. Das Foto ist übrigens von (cc by-nc) http://stpauli.nu 😉 – nur der Vollständigkeit halber.

  2. Jekylla sagt:

    Yep, der Termin ist ein Ärgernis, nicht nur für Auswärtige. Mich ärgert -als Auswärtige- aber eben noch einen Tacken dazu, dass selbst viele von denen, die problemlos teilnehmen könnten (Hamburg und näheres Umland, nicht um 18.00 Uhr noch arbeitend), es nicht tun.

    Und diese kohleske Aussitztaktik von Herrn Orth. Nicht das erste Mal. Und dies und das und jenes eben. Und wenn ich erst mal verärgert bin, passiert dann ein re-live vom Blog. Aber nicht über kommende Ereignisse hinaus. Wahrscheinlich.

    • Frodo sagt:

      Klar, jeder Auswärtige der zu so einem Termin anreist (und dafür womöglich noch Urlaub oder zumindest Überstunden nimmt), kotzt über den Termin natürlich immens, zurecht.
      Und die lethargischen Mitglieder im Dunstkreis, die einfach nicht erscheinen, sind umso ärgerlicher… wobei ich nach wie vor glaube, dass es mir sogar ganz recht ist, wenn (zumindest ein Großteil von diesen) nicht erscheint, da die im Zweifel anderer Meinung wären als ich. Wenn diese also ihre demokratischen “Rechte” nicht wahrnehmen, müssen sie mit dem Leben was andere für sie entscheiden, also selber Schuld.

      Zum Aussitzen: Es gibt da aus meiner Sicht größere Ärgernisse als diese Terminierung, bei denen ausgesessen wird (z.B. die bei Dir angesprochene AFM-Geschichte). Aber das wird man dann ja in jedem Fall bei der JHV sehen, spätestens da dürfte es mit dem Aussitzen vorbei sein.

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