34.Spieltag (H) – SC Paderborn

FC St.Pauli – SC Paderborn 5:0 (2:0)
Tore: 1:0 Lasse Sobiech (30.), 2:0 Max Kruse (36.), 3:0 Florian Bruns (60.), 4:0 Moritz Volz (65.), 5:0 Deniz Naki (90. +1)
Zuschauer: 24.487 (ausverkauft, ca. 2.400 Gästefans)

Ja, nee, is’ klar… genug Stoff für drei Berichte und ich fang schon um 21.45h an zu schreiben… fällt wohl unter “selbstgemachte Leiden”. Also, der Reihe nach, heute mit Kapitelüberschriften, damit ich selbst die Orientierung behalte. Und ich fange natürlich mit den weniger brisanten Themen an und arbeite mich langsam vor… oder wahlweise auch ab.

Verpasste Relegation / Sportliches (Spielbezogen)

Abgedroschene Phrase Nr.1, ich befürchte da folgen gleich noch einige, aber: Wir haben den Aufstieg nicht in diesem Spiel verspielt. Im Gegenteil, die eher geringe Wahrscheinlichkeit auf die Relegation schien dem Team den Druck zu nehmen, während Paderborn mit jedem Gegentor mehr zu begreifen schien, welche Chance sie da heute verpassten und immer mehr unter dem Druck zerbrach.
Wenn wir doch nur in den beiden Spielen gegen Aue, in Aachen, in Ingolstadt oder in Dresden auch so aufgetreten wären… aber die diversen WENNs führen eh zu nichts und passen vielleicht besser in einen eventuell noch zu verfassenden Saisonrückblick.

Und mal ernsthaft: Eine weitere Saison in Liga Zwo bedeutet ein weiteres Jahr ungefährdeter Derbysieger! (Es sei denn, wir kommen im DFB-Pokal in Runde zwei und… hahaha, okayokay, kleiner Spaß, ich hör schon auf, ab hier wäre es unrealistisch.)

Gegengeraden Choreo

Schön war sie, von der Gegengeraden selber aus auch sehr stimmungsvoll. Schwarze Tücher, Wunderkerzen, riesige Pappfiguren die zum Abschied ein bedröppeltes Gesich machen.
Leider sind die schwarzen Tücher auf den Fotos kaum zu sehen, aber im Kopf bleiben sie. Danke an die Alte Schule und Ostblock Sankt Pauli für die Mühe und Vorbereitung.
Großartige Panorama-Fotos davon gibt es beim MagischenFC und bei Stefan Groenveld.

Verabschiedung Deniz Naki & Carsten Rothenbach

Man möge mir verzeihen, dass ich Petar Sliskovic und Philipp Heerwagen in dieser Zwischenüberschrift verschweige, einzig Petar Filipovic hätte als Starstürmer unserer Zwoten da eventuell noch reingehört, kommt gegen die beiden aber eben nicht an. Daher an die Drei ein einfaches: Macht es gut und viel Glück bei Eurer nächsten Station.

So leicht kann man es sich bei den anderen beiden natürlich nicht machen. Aufgrund des Übersteiger-Verkaufs war ich bei Carsten Rothenbachs Verabschiedung noch an der Einlasskontrolle und der Ordner muss mir meinen verzweifelten Blick angesehen haben, so schnell hat der mich mit nem Beutel Münzgeld noch nie durchgewunken.
Zum Glück wurde Beiden dann ja nach dem Spiel noch genug Gelegenheit zum Verabschieden gegeben und ich bin ganz ehrlich: Einen Carsten Rothenbach zu verabschieden fällt mir genauso schwer wie es bei Lelle, Eger und Ralph Gunesch war, schließlich ist man mit Calle durch die ersten drei Ligen marschiert und er war es, der damals gegen Dynamo Dresden das Tor zum Zweitliga-Aufstieg schoß, sowas vergisst man natürlich nicht.
Nie wieder werden wir einen so zuverlässigen Typen da hinten drin stehen haben, der so souverän bei eigenem Ballbesitz mit dem Rücken zum Gegner einen Freistoß durch langsames nach vorne fallen herbeiführt, und dabei so angenehm ruhig und sympathisch ist, ohne sich ständig in den Medien wiederfinden zu müssen. Wie passend auch, das verschwitzte Unterziehshirt in die Massen zu schmeissen, nachdem das Trikot fein säuberlich ausgebreitet wurde, großartig!
Carsten, mach es gut, Du wirst mir fehlen, ich hoffe man sieht Dich in der nächsten Saison nochmal am Millerntor auf dem Platz, mit welchem Verein auch immer.
Und wenn es wirklich zu einem “Calle vs. Ralle”-Abschiedsspiel kommt, hoffe ich auf eine prall gefüllte Hütte, wo auch immer die dann sein mag.

Und Naki? Ganz andere Nummer, aber natürlich durch seine Art und insbesondere durch seine Fahnennummer in Rostock mit einem Geschichtseintrag in diesem Verein. Wo auch immer Dein Weg Dich hinführt, man nimmt Dir ab, dass Du den Verein weiter im Herzen tragen wirst, Danke für die Zeit bei uns! Zu den kolportierten Vertragsgesprächen und nicht erfolgten Angeboten beteilige ich mich mal nicht an Spekulationen, der geneigte Leser dieses Blogs mag sich aber ja vielleicht an ähnliche Vorgänge der Vergangenheit erinnern.
Und wehe, Deniz, Du wechselst zum FC Hansa! (Just kidding)

Nachtrag: Und durch meinen Aufenthalt an den Kontrollen während der Verabschiedung, hab ich glatt Charles Takyi vergessen… sorry, Sir, hätte nicht passieren dürfen. Ich hab immer viel von Dir gehalten und bis zuletzt hab ich drauf gehofft, dass Deine Zeit wieder kommt.
Wo auch immer Du nächste Saison spielen wirst, alles erdenklich Gute und schieß bitte gegen uns kein Tor…

Aux Armes

Oh, wir nähern uns den undankbareren Themen. USP stimmt bekanntlich bei JEDEM Spiel das “Aux Armes” an, ein festes Ritual, ebenso wie Hells Bells und Song2. Bereits in der Vergangenheit war öfters (immer?) schon zu Spielbeginn ein “Diffidati con noi” (Die Verbannten mit uns) angestimmt worden, teilweise auch kurz vor Spielbeginn, als Solidaritätszeichen mit denjenigen, die ein Stadionverbot haben und nicht im Block sein können.
Nun mag auch ein Großteil der Stadionbesucher am Millerntor gar nicht so genau wissen, wie schnell man ein Stadionverbot bekommt, geschweige denn, welche nun grade ausgesprochen wurden, aber es gab nun mal vor dem Spiel in Dresden hanebüchene Stadionverbote im Zusammenhang mit dem Schweinske-Cup, die diese Problematik nochmal besonders ins Bewusstsein (gerade auch von USP) gebracht haben, so dass sowohl in Dresden als auch gegen Paderborn “Diffidati” pünktlich zum Anpfiff, noch vor “Aux Armes” angestimmt wurde, eben jener Gesang mit den gekreuzten Handgelenken.
Wer nun als Außenstehender der Meinung ist, beim FC St.Pauli wäre sowas selbstredend für alle Stadiongänger okay, sah sich getäuscht, denn als ein paar Sekunden nach Anpfiff USP sich immer noch erdreistete. “mit sich selbst” beschäftigt zu sein, stimmte der südliche Teil der GG sowie der zur GG zeigende Bereich der Süd das eigene “Aux Armes” an, offenbar erbost darüber, das Heilige Ritual zerstört zu sehen.
Mag sein, dass es bei vielen wirklich einfach nur Unwissenheit ob der Geschehnisse war, zumal mit den Stadionverboten auch Fanmedial (aus sicher nachvollziehbaren Gründen) nicht sonderlich offensiv umgegangen wird, trotzdem zeigte es aus meiner Sicht leider erneut, wie verbohrt gerade auch die USP-Kritiker sind. Ständig wird USP für ihr “Dauerlalala” kritisiert und ist sowieso an allem Schuld, sobald USP aber mal von eben diesem “Gesang nach Vorschrift” abweicht, sieht man gleich wahlweise seine Chance es “denen” jetzt endlich mal zu zeigen oder erlebt subjektiv für sich wahlweise den Untergang des Abendlandes und muss dann eben sein eigenes “Aux armes” anstimmen. So wie in einigen Gegenden eben um Punkt 12.00h das Essen auf dem Tisch zu stehen hat. Darüber hat man sich dann so sehr gefreut, dass man das eigentliche “Aux Armes” von USP (welches eben mit der Verzögerung von einer Minute noch kam) dann auch noch geflissentlich ignorierte bzw. (auch mit ein bißchen Pech) dieses durch einen anderen, eigenen Gesang auch kaum zu vernehmen war. Dumm gelaufen, teilweise, die vorhandenen Gräben werden so aber sicher nicht kleiner, und das lag in dieser Situation erneut nicht an USP.
(Da schreibe ich jetzt schon meterweise über einen nicht geglückten Wechselgesang… da können wir ja sonst keine großen Probleme habe, wa? Denkste…)

Kleine Diebe, fehlender Verhältnismäßigkeit

Nachdem sich Calle und Naki verabschiedet hatten und Naki inzwischen vor der Süd mit Mikro seine bewegenden und authentisch klingenden Abschiedsworte sprach, sprintete plötzlich (edit) ein Junge namens Paul über den Rasen, griff sich die von den Beiden liegengelassenen Trikots und lief wieder zurück, durchaus begleitet von wohlmeinendem Schmunzeln vieler Gegengeraden-Besucher.
An der Mittellinie aber wurde er von einem Ordner gestoppt und recht harsch von den beiden Trikots getrennt, was völlig zurecht mehrere Pöbeleien und kürzere Pfeifkonzerte von der Gegengeraden verursachte. Besonders blöd und unglücklich, weil dies auch Deniz Naki in seiner Ansprache sichtlich irritierte und im Zweifel die Süd dachte, jetzt pfeift die GG auch noch den Naki aus… war natürlich nicht auf ihn bezogen.
Liebe Ordner, (und insbesondere lieber Fiete, der da auch in der Nähe war,) da kann man doch auch mal Fünfe grade sein lassen und den Jungen an diesem emotionalen Tag mit den beiden Trikots abhauen lassen, vielleicht mit einem verschmitzten “Dududu”-Finger und gut is’.
So aber war es ein weiterer Unmutspunkt an diesem Tag, leider nicht der Letzte.

Sitzschalen

Langsam wird es heikel. Der Verein hatte (aufmerksame ÜS-Twitter-Leser wurden darüber informiert) am Donnerstag bekannt gegeben, dass nach dem Spiel die Sitzschalen abmontiert und gegen den kultigen Vereinsstandard-Preis von 19,10€ dann zuhause entsorgt werden können.
Problem: Wir haben nur gut 1.700 Follower auf Twitter und von denen waren die Allermeisten wahrscheinlich nicht im Stadion, geschweige denn im GG-Sitzplatzbereich. Und auch sonst dürften geschätzte 80% der GG-Sitzler von der Bezahlpflicht nichts mitbekommen haben, weil Vereins-HP lesen eben immer noch keine Voraussetzung für den Stadionbesuch ist.
Als der Block 1 dann kurz nach Abpfiff gesammelt die roten Plastikteile in die Luft reckte, entwickelte sich der übliche Gruppenzwang und fast alle hatten plötzlich das Ding in der Hand. Wie gesagt, die Meisten in dem guten Glauben, dem Verein nen Gefallen zu tun und das Schrottding selber zu entsorgen, damit der Verein das nicht machen muss.
Am Ausgang dann für viele das böse Erwachen, denn (wie zwar ebenfalls vorher angekündigt, aber eben nicht wirklich bekannt) war auch nur der eine Ausgang zur Süd für den Verkauf geöffnet, was natürlich in dem eh schon dichten Gedränge unter der GG zu noch mehr genervtem Hin und Her führte.
Überforderte Ordner / Kassierer holten dann in Anbetracht des steigenden Unmuts zur Rettungskeule aus und sagten, alles ginge an Fanräume e.V., was eben nicht der Wahrheit entsprach und auch nicht mit Fanräume selbst abgesprochen war, was dann im Nachhinein (völlig zurecht) die nächste Welle der Entrüstung verursachte.
Bei Publikative.org ist auch noch ein unschöner Vorfall aufgeführt und das Ganze in den Gesamtkontext einer ganz peinlichen Nummer eingebettet. Der Verein hat immerhin heute Nachmittag dann noch eine Stellungnahme veröffentlicht und will sich mit Fanräume e.V. über die weitere Verwendung der Gelder unterhalten, es bleibt mal wieder mindestens eine mehr als unglückliche Kommunikation und Außendarstellung.

Dann kam noch zusätzlich das Gerücht auf, Thorsten Vierkant hätte versucht, die Kamerateams dazu zu bringen, die “Sitzschalenausreißer” (wär das nicht ein gutes neues T-Shirt?) aus Beweisgründen zu filmen… wäre dann tatsächlich völliger Blödsinn, schließlich war das Rausreißen ansich ja nicht verboten, man sollte eben nur später beim Rausgehen auch bezahlen, das wäre auf den Fotos/Videos ja aber gar nicht vereinbar gewesen.
Die wahrscheinlichere Variante, die wir hier im Zweifel für den Angeklagten auch mal so als gegeben ansehen ist die, dass sich seine Gesten darauf bezogen, die Fläche auf dem Rasen und vor der Tribüne von Kamerateams und den sky-Aufbauten zu befreien, da das “Erinnerungsfoto” der Gegengeraden geschossen werden sollte und die einfach im Weg standen.

Fazit der Nummer: Beschissen kommuniziert (wenn es denn durchgesagt wurde, rächte sich mal wieder die bescheidene Sprecheranlage auf der GG, hoffentlich dann zum Letzten Mal) und auch viel zu teuer angesetzt. Einen symbolischen Fünfer für Fanräume hätten sicher fast alle entrichtet, wäre aber wahrscheinlich dann den Aufwand für den Verein nicht wert gewesen. Aber hier mal wieder aus Scheiße Geld machen zu wollen, auf Kosten der Fans, ist einfach nur eine peinliche Nummer, denn wer so einen Sitz mal aus der Nähe gesehen hat, würde dafür auf dem Flohmarkt keine 50cent mehr ausgeben.
Und die 19,10€ Nummer ist langsam dann auch mal totgeritten. Wenn man sie dann aber schon zieht, sollte zumindest auch gewechselt werden können. Der ÜS ist mit seinem Preis von 1,60€ natürlich auch gerne bereit, 2,-€ zu kassieren und erhält dies von vielen auch, allerdings bieten wir das Wechselgeld zumindest immer an.

(Nachtrag, 08.Mai, Abends: Fanräume hat auf das Geld verzichtet, der Verein gibt es jetzt immerhin an das Repressionskonto.)

Schubert

Juhu, 23.30h und “schon” beim eigentlichen Aufreger des Tages angekommen. Seit Freitag war es für die Hamburger Medien ausgemachte Sache, dass Andre Schubert nach dem Paderborn-Spiel gehen muss, aufgemacht in der BILD und im Abendblatt.
Am Sonntag nach dem Spiel (die meisten waren noch nicht mal zuhause) vermeldete dann die Sport-Bild, dass die Trennung fix sei. Jenes Blatt also, welches auch bei der Schweinske-Cup Berichterstattung den Begriff “Journalismus” von allen am meisten mit Füßen getreten hatte.
Im Einzelnen mögen da durchaus sympathische Menschen arbeiten, im Ganzen hat das Blatt damit gleich zweimal dafür gesorgt, dass man im Bereich der Fanszene des FC St.Pauli wohl nicht mit steigendem Abverkauf rechnen muss. Bei der BILD hört man ja oft dieses “Aber der Sportteil…”-Scheinargument, das kann dann bei der Tochter wohl auch kaum noch gelten. (Die “Mutter” hat im Sportbereich allerdings auch kein Glück, denn nachdem Robbens “ganz sicherer” Abgang durch dessen Vertragsverlängerung entgegen der gebildeten Meinung torpediert wurde, lag man nun auch mit seinen Insiderinfos über Löws Kadernominierung daneben.)

Heute war dann bei fast allen Medien nicht einmal mehr vom Konjunktiv zu lesen (als positive Ausnahme sei mal das Sport-Mikrofon erwähnt), sondern die Trennung stand fest. Als dann auch noch für 14.00h eine Pressekonferenz angesetzt wurde, bei der im Einladungstext nur von Stefan Orth und Helmut Schulte auf dem Podium zu lesen war, war eh alles klar, auch im Forum wurde nur noch über den Namen des Nachfolgers spekuliert.
Da wir selber über Twitter ja auch “Nachrichten verbreiten“, klopfen wir uns jetzt einfach mal selbst auf die Schulter, dass wir der Versuchung nicht nachgaben und uns brav zurückhielten, bis wir dann um 13.07h das reuige Dementi der Sport-Bild vermelden konnten und ich mich mit einem leichten Schmunzeln zur Pressekonferenz bewegte. Sollte der Verein tatsächlich dem Boulevard den fest durchgestreckten Fuckfinger zeigen?

Ja, sollte er… neben Stefan Orth, Bernd-Georg Spieß und Jens Duve saß neben Pressesprecher Christian Bönig doch auch der “Ex-Entlassene”Andre Schubert auf dem Podium.
Einzelheiten und Zitate entnehmt Ihr gerne der Pressemitteilung des Vereins, Fragen bleiben natürlich trotzdem offen.

Bei aller berechtigten Häme über die Medien, die diese auch gerne mal aushalten dürfen: Glaubt wirklich irgendjemand, dass die sich das völlig aus den Fingern gesogen haben? Ohne, dass es da jemanden aus dem Verein gab, der dafür auch Gründe lieferte?
Wohl kaum.

Die Gerüchte über die vielzitierten “atmosphärischen Störungen” konnte man schon nach wenigen Trainingseinheiten im Sommer 2011 vernehmen, die am Freitag aufgetischten Geschichten waren ausnahmslos olle Kamellen, die längst offene Geheimnisse aber eben auch alle geklärt waren (siehe auch Rouwen Hennings Stellungnahme).
Wenn gewollt, hätte das schon im Herbst, Winter oder Frühjahr ein “dicker” Aufmacher mit aktuellerem Bezug sein können, warum wird das wenige Tage vor dem letzten Spiel lanciert? Wohl kaum weil die Presse Langeweile hat.
Mindestens eine Person muss der Sport-Bild ja die Trennung zumindest unter der Hand bestätigt haben, ebenso wie irgendjemand die Artikel für Freitag befüttert haben wird und ausnahmsweise glaube ich hier mal nicht an den Sportdirektor als Bösen Mann.

Bleibt zu hoffen, dass das gesamte Präsidium sich besagte Artikel nochmal genau anschaut und es gelingt, den Frieden im Verein dann wieder herzustellen.

Zur Person Schubert mal mein ganz subjektiver Eindruck:
Man muss nicht jede seiner sportlichen Entscheidungen verstehen oder richtig finden, dies wird bei einem so emotionalen und eben auch vielseitigem Sport wie Fußball nie gelingen. Doch rein sportlich hat ihm weder aus der Mannschaft noch aus dem restlichen Verein bisher irgendjemand etwas vorgeworfen, die Mannschaft dreht Rückstände und kann auch durchaus Fußball spielen.
Kritikpunkte wie mangelhafte Heranführung/Aufbau von jüngeren Spielern gibt es in diesem Verein seit ich ihm folge und da wäre mir ein Jahr Zeit zu früh für ein Fazit. Wer sich das Interview mit Jan-Moritz Lichte im aktuellen Übersteiger durchliest, merkt schnell, wieviel Fußballsachverstand dort (bei beiden) vorhanden ist.
Ich bin nicht der große Fußballtaktiker (20 Jahre im Tor stumpfen da etwas ab), aber mal ein ganz profanes Beispiel: Das Zurückziehen bei gegnerischen Freistößen von der Mittellinie oder knapp in unserer Hälfte bis an den Fünfmeterraum sorgt immer wieder für großes Staunen, sehe ich so auch bei keiner anderen Mannschaft. Wenn man aber das entsprechende Personal dafür hat, funktioniert es wunderbar, diese Saison ist es eigentlich nur beim 2:1 für Aue in der Nachspielzeit in die Hose gegangen. Da haben wir in den vergangenen Jahren deutlich mehr dumme Treffer nach solchen Situationen kassiert. Neue Ideen, neue Wege… diese brauchen vielleicht (bei etwas komplexeren Zusammenhängen als so einem Freistoß) auch einfach einen längeren Reifeprozess.
Das Sportliche ist nun aber eben in einem Verein wie dem FC St.Pauli nur die halbe Miete, gerade auch für den Übersteiger. Nur hat Schubert in den vergangenen Monaten sich schon merklich verändert, auch aus der Mannschaft kamen in den letzten Wochen immer wieder völlig unaufgefordert sehr positive Stimmen zu Schubert, obwohl gar nicht nach ihm gefragt wurde. Da ist er also offenbar auf einem guten Weg.
Ich hoffe, dass er aus dieser Nummer gestärkt hervorgeht und wir in der neuen Saison dann sehen, dass es mit ihm und der Mannschaft wirklich stimmt.

Und sonst so…

Der Rest war Jubel und Derbysieg!
Beim Handball platzte Am Samstag Abend eine ausverkaufte Halle an der Budapester Straße aus allen Nähten, als die 1.Handball-Herren durch ein großartiges 29:24 gegen den hsv II am letzten Spieltag die Abstiegsränge doch noch verlassen konnte. Insgesamt kann man wirklich nur jedem empfehlen, da nächste Saison regelmäßiger vorbeizuschauen Mich erinnert dort die gesamte Atmosphäre stark an die Spiele der Amateure Anfang/Mitte der 90er und das Feiern mit dem Team kommt beiderseitig von Herzen.
Wie knapp es war, zeigt auch ein Blick auf die Tabelle. Die letzten Drei steigen ab, die Plätze 9, 10 und 11 haben allesamt das letzte Spiel gewonnen und so den jetzigen 12. noch überholt. Bei Punktgleichheit zählt dort der direkte Vergleich.
Und mal unter uns: Klassenerhalt durch einen Derbysieg am letzten Spieltag… kann es schönere Geschichten geben?

Außerdem noch ein Glückwunsch an die 1. und 2.Damen, die jeweils die Aufstiegsrelegation für sich entschieden.
Besonderen Aufwand betrieb dabei die 2.Damen, die um 12.00h das erste Spiel gewann, dann schnell ans Millerntor fuhr, um die erste Halbzeit zu sehen und dann nach der hektischen Rückfahrt um 16.00h auch das zweite Spiel noch für sich entschied, Glückwunsch!

Fußball – Junioren Bundesliga

Die A-Jugend hat eine Woche nach der bitteren Pleite bei Hertha Zehlendorf drei ganz wichtige Punkte eingesackt, nach dem 4:1 beim VfL Oldenburg zwei Spieltage vor Schluß nun vier Punkte überm Strich und könnte am Sonntag durch einen Heimsieg gegen Erfurt den Klassenerhalt sichern.
Die B-Jugend hingegen hat ebenfalls einen wichtigen Derbysieg errungen und nach dem 2:0 gegen den hsv nun drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Dank der Tordifferenz würde auch hier ein Heimsieg (gg Dynamo Dresden) den Klassenerhalt vorzeitig sichern. // Frodo

P.S. Nummer 1: Wichtiges, Richtiges zum Sitzschalen-Desaster aus dem St.Pauli-Forum
P.S. Nummer 2: Infos von der Stadionbau AG zur neuen Gegengerade (PDF)

Links:
Foto Stefan Groenveld “Danke”
Fotos Stefan Groenveld “Tschüss”
Fotos USP
Fotos Aux Armes auf flickr
– Bericht Lichterkarussell “Keine Buchung ohne Beleg” und “Koan Neuer
– Bericht pathos93 “Das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können
– Bericht MagischerFC “Ein (un)würdiger Abschied
– Bericht Jeky “Diese verrückten Paulis wieder” und “Und dann war da noch die Sache mit Naki…
– Bericht Linkes Auge “Kein Jahr für die Geschichte […]
– Bericht und Fotos BeebleBlox “Einfach mal glücklich sein
– Bericht und viiiiele Fotos bei KleinerTod “Gegengeraden-Abschied” Teil 1 und Teil 2
– Bericht Fußball von Links “Tschüüüüüüüß Gegengerade
– Bericht ilovesp “FCSP : FCP

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4 Antworten auf 34.Spieltag (H) – SC Paderborn

  1. kriller sagt:

    “Ich bin nicht der große Fußballtaktiker (20 Jahre im Tor stumpfen da etwas ab), aber mal ein ganz profanes Beispiel: Das Zurückziehen bei gegnerischen Freistößen von der Mittellinie oder knapp in unserer Hälfte bis an den Fünfmeterraum sorgt immer wieder für großes Staunen, sehe ich so auch bei keiner anderen Mannschaft.”

    Herr Frodo, wenn du weiterhin bei der Vierten Herren im Tor stehen würdest, dann würdest du das sogar selber spielen…

  2. Pingback: FCSP : SCP «

  3. DUBIKÖ sagt:

    Oh man Leute !
    Dieses ewige gesülze über USP-Gesänge nervt echt.
    Genau so lächerlich wie ie Kritik an eintönigen Ritualen und monotone Dauerbeschallung finde ich die Arroganz zu meinen, daß man aus USP-Sicht einen Anspruch auf selbige hat.
    Wenn USP nicht mit “aux armes” statet (und andere es vermissen), dann tun es andere Gruppen vielleicht ohne irgendwelche “politischen Hintergedanken”… – Schon mal daran gedacht?!?
    Soll doch jeder seinen Wunschbeitrag leisten. Von der Süd kommt unermüdlicher Dauersupport zu moderaten Preisen. Die von der Haupttribüne sind halt eher passiv und müssen überwiegend animiert werden, dafür stützen sie den Verein finanziell…
    Seit 25 Jahren gehe ich zu Pauli und habe Höhen und Tiefen miterlebt. Derart alberne Wettbewerbe oder Streitereien, welche Fans nun die besten sind habe ich noch nie erlebt !
    Geht doch alle einfach mal wieder zu Pauli, um Spaß zu haben ohne irgendwelche Hintergedanken…
    Mir geht´s dabei (stehend auf der Gegengerade) echt gut !

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