Saisonstart gegen Bochum

Von Stefan

Mit dem Auswärtsspiel in Bochum startet der Magische FC in die Bundesligasaison. Um nach dem Pokaldesaster etwas Optimismus zu verbreiten, haben wir uns das Spiel gegen den VfL aus dem Jahre 2017 nochmal angeschaut. Damals war es ebenfalls der erste Spieltag und die Kiezkicker nahmen drei Punkte mit nach Hause.

Vor dem Spiel

Es war die erste Saison nach Ewald Lienen; die erste Saison nach der erfolgreichsten Rückrunde der Vereinsgeschichte, in der die Kiezkicker 34 Punkte holten. Neuer Coach wurde der vorherige Co-Trainer Olaf Janßen. Die Erwartungen zumindest auf eine Saison ohne Abstiegssorgen waren groß. Ins Gewicht fiel insbesondere jedoch der Abgang von Sören Gonther nach Dresden, der umstrittene Marvin Duksch war weiter an Holstein Kiel verliehen. Als Königs-Transfer konnte bei der Verpflichtung Sami Allagui von Hertha BSC Berlin angesehen werden. Er war als Doppelstürmer mit Aziz Bouhaddouz vorgesehen, zudem kam Clemens Schoppenhauer aus Würzburg und Luca Zander aus Bremen. Es gab also zu Beginn der Saison kaum Veränderungen im Kader. Nach der erfolgreichen Rückrunde hätte dies durchaus ein Vorteil sein können. Die Mannschaft schien eingespielt und Allagui der fehlende Mosaikstein. Zudem hatte der Kader die größte Zweitligaerfahrung. Insgesamt wiesen die Spieler 1696 Einsätze auf. Doch in der Vorbereitung war die Torausbeute stark ausbaufähig und vor dem ersten Spieltag gegen Bochum ebenso Baustelle wie die Torgefährlichkeit nach ruhenden Bällen. Für Optimismus vor dem Ligastart sorgte immerhin der 2:1 Testspiel-Heimsieg gegen Werder Bremen und die damit sieben erfolgreichen Testspiele der Vorbereitung.

Das Spiel

Die Partie gegen Bochum war das von der DFL auserkorene Eröffnungsspiel der Saison. Anstoß der Partie im Bochumer Ruhrstadion war vor 27.350 Zuschauern um 20.30 Uhr. Referee des Spiels war FIFA-Schiedsrichter Bastian Dankert vom Brüsewitzer SV.
Olaf Janßen schickte den FCSP mit einer 4-4-2 Formation in das Spiel. Im Tor stand Robin Himmelmann, er hatte sich in der Vorbereitung gegen Philipp Heerwagen durchgesetzt. In der Abwehr spielte Daniel Buballa auf links, Marc Hornschuh und Lasse Sobiech in der Mitte sowie Jan-Philipp Kalla auf rechts. Vor der Abwehr als Absicherung spielte Kapitän Bernd Nehrig. Im linken Mittelfeld agierte Mats Møller Dæhli, auf der rechten Seite Waldemar Sobota. Hinter den beiden Spitzen Sami Allagui und Aziz Bouhaddouz spielte Christopher Buchtmann.

Mit Anpfiff entwickelt sich eine unterhaltsame Partie mit offenem Schlagabtausch. Eher untypisch für ein Spiel der ersten Spieltage. Bereits in der dritten Spielminute scheiterte Nehrig nach einem Solo am Bochumer Schlussmann. Weitere Torchancen folgten durch Buchtmann (15.), Bouhaddouz (28.) und Allagui (37.). Bochum hingegen fand erst spät in Spiel und konnte in der 30. Minute die beste Möglichkeit in der ersten Halbzeit verbuchen. Trotz der Chancen ging es torlos in die Halbzeitpause. Der FCSP hatte nach Wiederanpfiff seine erste Torchance in der 47. Minute, doch Buchti scheiterte mit einem Fernschuss erneut am Bochumer Torhüter. Doch auch die Bochumer kamen entschlossener aus der Kabine und erspielten sich in der 50. Spielminute gleich mehrere hochkarätige Torchancen. Der Revierclub wurde nun besser, doch der Treffer fiel durch einen schönen Konter der Kiezkicker. Nach Balleroberung durch Nehrig gelangte der Ball zu Dæhli. Dieser passte sofort weiter in den freien Raum an die Strafraumgrenze, wo Allagui den Ball in die Mitte passte. Dort konnte Buchtmann aus 16 Metern trocken in die rechte Ecke des Tores einnetzen. Die nun massiven Angriffe der Bochumer veränderten das Ergebnis nicht mehr und der Magische FC verbuchte den ersten Sieg der Saison.

Nach dem Spiel

Sankt Pauli konnte in den nächsten Spielen zunächst am guten Start anknüpfen. Nach zehn Spieltagen lag der FCSP auf einem ordentlichen siebten Tabellenplatz mit fünf Siegen, zwei Unentschieden und drei Niederlagen. Nach Abschluss der Rückrunde allerdings, sah das Bild schon dramatisch anders aus. Die Mannschaft lag auf dem 15. Tabellenplatz. Zu den fünf Siegen kamen bis keine weiteren hinzu, jedoch vier weitere Unentschieden und drei weitere Niederlagen. Wegen der gezeigten Leistungen musste Olaf Janßen dann auch nach dem 16. Spieltag und der 0:5 Auswärtsniederlage bei Arminia Bielefeld seinen Stuhl räumen. Kauczinski übernahm die Verantwortung und die Mannschaft stabilisierte sich nach der Winterpause. Bis zum 24. Spieltag Ende Februar kletterte St. Pauli auf Platz 9 in der Tabelle. Jedoch konnten die Kiezkicker das zwischenzeitliche Hoch nicht dauerhaft bestätigen. Nach dem 30. Spieltag stand der FCSP auf dem Relegationsplatz, wenigstens punktgleich mit Heidenheim, Fürth und Dresden. Letztlich rettete sich der Magische FC auf den zwölften Tabellenplatz und konnte die Saison zumindest ohne Abstieg in die 3. Liga beenden.

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