Vier Teams mit je einer Niederlage. Seit Kurzem gehört auch der „Glubb“ zum Club!

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Sommer 2024 – wir waren gerade aufgestiegen. Seit 13 Jahren endlich wieder Bundesliga. Da überraschte ein ambitionierter Zweitligist aus dem beschaulichen Frankenland mit der Verpflichtung eines Weltmeisters: Miro Klose wechselte zum 1. FCN. Mit 46 Lenzen allerdings nicht als Spieler, sondern als Übungsleiter. Der ersehnte Bundesligaaufstieg ist dem 137-fachen Nationalspieler (73 Treffer) und seinem Team bislang aber noch nicht vergönnt.
Vor Kurzem kassierte Nürnberg im Heimspiel gegen Kaiserslautern die erste Saisonniederlage und bleibt mit nunmehr sieben Punkten hinter der ungeschlagenen Hertha. Es war die erste Pleite seit dem 11. April dieses Jahres! Damit gehören die „Clubberer“ nun auch zum illustren Kreis der „Only-one-Pleite“-Clubs, bestehend aus dem 1. FCK, dem VfL Wolfsburg – und unseren Jungs. Wobei bemerkenswert ist, dass die Pfälzer den Konkurrenten die Niederlagen in deren eigenen Stadien beibrachten. Allein die Wölfe behielten beim 0:0 zum Saisonstart immerhin einen Zähler daheim, bevor sie dann bei uns verloren. Was also erwartet die Braun-Weißen am Sonntag? Wütend-stürmische oder eher angeknockte und lethargisch agierende Mittelfranken? Auf jeden Fall furchtlose Kiezkicker und trübes Wetter bei 12 °C.

Samstags gibt es beim Lotto viele Kugeln mit Zahlen – beim Fußball hingegen eine Kugel und viele Zahlen. Hofft die Tippgemeinde auf „sechs Richtige“, beschäftigen sich die Experten bei unser aller Lieblingssport eher mit „abstrakten Zahlen“: zum Beispiel mit der falschen 10, der hängenden 9 und der doppelten 6. So’nen Schnickschnack haben und brauchen wir am Millerntor glücklicherweise nicht – bei uns gibt’s nämlich Voll die richtige 1. Denn was Ben in den über 810 Spielminuten seit Sommer von der Linie gekratzt hat, ist schon ein „Chapeau“ wert! Oder auch zwei. Oder drei…
Nach einem Saisonstart als Remis-Könige und lange ohne Heimsieg rappelten sich sämtliche unserer Ballakrobaten auf und rauften sich zusammen. Chefkoch Rappo hat anscheinend wohl die richtige Mixtur gefunden und den Jungs verabreicht. Sah doch recht gut aus in den letzten Wochen. Kleiner Tipp: Darf gerne so weitergehen – und ab und an auch mal ’nen Dreier einstreuen wäre auch schick.

Nicht so gut lief es zuletzt hingegen für einen ehemaligen Kiezkicker: Finn Ole Becker ist nach einer Verletzung aus dem Spiel beim KSC (1:0-Sieg) zwar auf dem Weg der Besserung, aber an einen Einsatz zum sonntäglichen Frühschoppen am Millerntor ist nicht zu denken. So fehlte der 26-jährige Elmshorner auch beim Zweitrundenspiel seiner Kollegen am Mittwoch im Pokal in Leverkusen. „Unsere Fans sind immer da und immer laut. Wir wollen sie ab der ersten Minute mitnehmen, um eine spezielle Stimmung zu erzeugen“, sprach Trainer Klose auf der Club-Homepage.
Spätestens ab Minute 14 nahmen die „Clubberer“ ihre Anhängerschaft mit, als Rafael Lubach die Führung erzielte und William Böving gar auf 2:0 erhöhte (30.). Doch die Werkself egalisierte und siegte am Ende standesgemäß 5:2. Somit kommt der 1. FC Nürnberg mit zwei Niederlagen in Folge im Rollkoffer ans Millerntor. Bereiten wir ihnen bei kühlem Wetter einen heißen „Welcome-to-The-Hell“-Empfang und schicken sie mit der nächsten Pleite über die Elbe zurück gen Süden.

Wie immer kommt das Beste zum Schluss: nämlich der Tipp.
Da Remis langsam langweilig werden, soll er diesmal 3:2 lauten.
// Hossa
