RAPINOE

Luca Caioli / Cyril Collot

Werkstattverlag

Ein wenig ungeordnet aber dennoch im Großen und Ganzen chronologisch, nähern sich der italienische und der französische Sportjournalist dem Leben und Wirken der amerikanischen Frauenfußball-Ikone. Die im Herbst 2020 erschienen 180 Seiten, die sich ihr widmen, enthalten einen Überblick über ihre Familie, ihre Lebensstationen, ihren Werdegang, ihre größten Erfolge, ihre Durststrecken und natürlich auch ihr politisches Wirken. Auch wenn das insgesamt ganz solide ist, so bleibt das Buch ziemlich oberflächlich und liest sich außerdem etwas zäh. Zu keinem Zeitpunkt hat man den Eindruck, dass die Autoren je in persönlichem Kontakt mit Megan Rapinoe standen. Vielmehr wirkt es, als hätten sie alles aus Zeitschriften, Jahrbüchern, Interviews und Wikipedia zusammengesucht und zusammengefügt. Es hätte dem Buch wirklich gut getan, zumindest hier und da ein wenig mehr in die Tiefe zu gehen, um den Mensch Rapinoe in seinem Facettenreichtum gerecht zu werden.

Und, auch nachdem recht detailliert über ihre Stationen in den US-amerikanischen Frauenfußballligen geschrieben wurde, ist mir noch immer nicht klar, wie diese funktionieren. Ganz sicher ist nur, dass es ziemlich anders als in Deutschland abläuft.

Dennoch, es steht alles Wichtige drin für einen anständigen Rundum-Überblick. Mehr ist es aber auch nicht.

//rakete

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